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DEUTSCHES TORDIE INTELLECTUELLE REVOLUTION DES MORGENSTERN |
Dies ist der gegenwärtige Wille Gottes:"Alle Kirchen zu einer einzigen zu vereinen".
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DIE GÖTTLICHE GESCHICHTE VON JESUS CHRISTUS
LICHT, WAHRHEIT UND LEBEN
ERSTES BUCH. LEBEN UND ZEITEN DES HERRN JAHWEH, GOTTES DES VATERSZWEITES BUCH. DAS HERZ MARIENSDRITTES BUCH. DIE SCHÖPFUNG DES UNIVERSUMS NACH DER GENESIS
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DIE
SCHÖPFUNG DES UNIVERSUMS
NACH
DER GENESIS.
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
Die Erde war formlos und leer, und Finsternis lag über
der Tiefe,
Doch der Geist Gottes schwebte über der Oberfläche der
Wasser.
Da sprach Gott: „Es werde Licht!“, und es ward Licht.
GRUNDSATZERKLÄRUNG
ERSTER TEIL – DIE SCHÖPFUNG DES LICHTS IN DER GENESIS
ZWEITER TEIL – DIE SCHÖPFUNG DES HIMMELSWOLKENS
DRITTER TEIL – DIE LEITER DER NATÜRLICHEN ELEMENTE
VIERTER TEIL – DIE SCHÖPFUNG DER BIOSPHÄRE
FÜNFTER TEIL – DIE SCHÖPFUNG DER ÖKOSPHÄRE
SECHSTER TEIL – DIE SCHÖPFUNG DES SONNENSYSTEMS
SIEBTER TEIL.- DIE SCHÖPFUNG DER HIMMEL
EINFÜHRUNG IN DIE
KOSMOLOGIE DES 21. JAHRHUNDERTS
Hier ist das bestgehütete Geheimnis der Welt. In den
3.500 Jahren, die seit Moses bis zu Christus Raúl vergangen sind, war es keinem
Menschen gestattet, das Siegel zu öffnen, mit dem YAVÉ, Gott, verfügt hatte,
dass die Geschichte der Schöpfung der Himmel und der Erde jahrtausendelang dem
Verstand verborgen bleiben sollte; bis zu dem Tag, den er in seiner
Allwissenheit festgelegt hatte, versteht sich.
Ist dieses Siegel nun geöffnet und die von Moses
geschriebene Hieroglyphe allen Völkern zum Lesen zugänglich gemacht, so wird
die Weisheit JAHWES, Gottes, ihres Schöpfers, bis ins Unendliche verherrlicht –
umso mehr, als die Weisen und Genies aller Jahrhunderte versucht haben, dieses
Siegel zu öffnen, seinen Inhalt zu lesen, und es nicht vermochten. Die Weisheit
JAHWES, Gottes, des Schöpfers des Universums, erscheint umso erhabener und
unerreichbarer, wenn man bedenkt, dass der Mensch, dem er die Ehre zuteilwerden
ließ, dieses Siegel zu öffnen und seinen Inhalt allen Völkern vorzulesen,
nichts anderes ist als ein Mann, dessen Bildung sich auf die für seine Zeit und
sein Volk üblichen Grundkenntnisse beschränkt.
Offensichtlich vervielfacht sich die Kraft, die dieses
Buch überwinden muss, durch jene Anzahl von Menschen, die – frustriert durch
ihre Unfähigkeit, das Siegel der Genesis zu öffnen – sich darauf geeinigt
haben, diese Unmöglichkeit darauf zurückzuführen, dass der biblische Bericht
der Genesis nichts anderes sei als „eine Metapher ohne jeglichen
wissenschaftlichen Gehalt“.
Da die menschliche Intelligenz geschaffen wurde, um sich
zum Ebenbild der göttlichen Intelligenz zu erheben – wie es heißt: „Lasst uns
den Menschen nach unserem Bild und Gleichnis schaffen“ –, konnte diese
Frustration nur eine Sichtweise auf den Ursprung des Universums hervorbringen,
die dazu bestimmt war, die menschliche Unwissenheit zu übertönen und „die
Allmacht der wissenschaftlichen Vernunft“ über Wasser zu halten. Die Frucht
dieser emotionalen Dualität brachte der Welt eine gottlose Kosmologie hervor,
die zunächst defensiv und später offensiv, d. h. antikreationistisch,
war, mit dem Ziel, die menschliche Größe angesichts des „Todes Gottes“ zu
retten.
Nun lügt Gott jedoch nicht; nicht umsonst sagte Er von
Sich selbst: „Ich bin die Wahrheit“. Da Er also die Erinnerung an die Schöpfung
unseres Universums in Form von Hieroglyphen niedergeschrieben hat, gerade wegen
der Unmöglichkeit, in Seinen Text einzudringen, ohne durch die Hand seines
Autors einzutreten, und da sich diese Unmöglichkeit im Sturz der Wissenschaft
des 20. Jahrhunderts in die Abgründe des Nationalsozialismus manifestiert,
wurde die Existenz des Textes durch diese Unmöglichkeit zu einem Versprechen
der Öffnung, das sich dank Christus zu einem Zeitpunkt erfüllen wird, der
ausschließlich Ihm bekannt ist.
Kurz gesagt: Das Siegel musste sich öffnen und das
Geheimnis seines Inhalts ans Licht kommen.
Da sich nun der wissenschaftliche Atheismus des 19.
Jahrhunderts zur Kosmologie des 20. Jahrhunderts weiterentwickelt hat und das
20. Jahrhundert dem irrealen Gebilde seines fiktiven Bildes vom Universum in
Zeit und Raum eine künstliche Struktur verliehen hat, muss der Zusammenprall
zwischen einer solchen künstlichen und fiktiven Sichtweise und dem wahren Bild
des Universums, das hier offenbart wird, logischerweise Funken sprühen lassen.
Sagen wir, dass die Notwendigkeit, ein kosmologisches
Bild, das keinerlei Stütze in der Struktur der Wirklichkeit hat, auf
pseudowissenschaftlichen Prinzipien zu gründen, um dieses Luftschloss, das die
CSXX war, herum eine ganze neopaganistische Religion
entstehen ließ, mit den Universitäten als Tempeln und der Akademie der
Wissenschaften als Vatikan, womit sie selbst in ihrem Atheismus bewiesen, dass
jede menschliche Struktur, die danach strebt, unbesiegbar zu sein, dem Vorbild
folgen muss, das Christus zu Lebzeiten geschaffen hat: die katholische Kirche.
In ihrem Streben nach Unsterblichkeit zögerten sowohl das
Dritte Reich als auch die marxistisch-leninistisch-stalinistische Partei nicht,
die katholische Struktur an ihre Parteien anzupassen. Der antikreationistische Atheismus der CSXX stand dem in nichts nach und verfolgte diese Nachahmung bis
zur Vollendung, umso mehr, als sich unter ihren Erbauern die Genies befanden,
die das Atomzeitalter hervorbrachten.
Gottes Aufgabe in diesem Jahrhundert ist weder gering
noch unbedeutend.
Doch gerade in der Unmöglichkeit offenbaren sich die
göttliche Allwissenheit und Allmacht in ihrer wahren unendlichen und ewigen
Natur.
Was den literarischen Aspekt betrifft, so sind mir alle
Mängel dieses kleinen Buches anzulasten. Da es sich um eine Einführung handelt,
bedeutet dies weder Unfehlbarkeit noch Dogma. Da jedoch seine Grundlagen vom
Schöpfer des Himmels und der Erde selbst gelegt wurden, bedeutet jeder Bruch
mit diesen Grundlagen, die Tür zu den Weltkriegen wieder zu öffnen.
Im Laufe der Jahre hat sich mein Denken weiterentwickelt.
Das ursprüngliche Fundament bleibt bestehen.
Die Lektüre dieses Büchleins ist nicht einfach, und ich
habe auch nicht die Absicht, meinen Stil den Gesetzen des Marktes anzupassen.
Umso schwieriger ist es für mich, je komplexer die künstliche Struktur war, die
die Kosmologie des 20. Jahrhunderts für den Atheismus der wissenschaftlichen
Klasse errichtet hat.
Zahlreich waren die Genies, die Newtons Rücken als
Sprungbrett zu Einsteins nutzten. Unter Außerachtlassung der technologischen
und wissenschaftlichen Revolutionen der vergangenen zwei Jahrhunderte ziehen es
die Erben jenes kosmologischen Systems – das auf einer Hypothese beruhte, deren
Größe darin bestand, ein Universum neu erfunden zu haben, das nur in ihren
Köpfen existierte – ziehen es die Astronomen unserer Tage vor, weiterhin mit
geschlossenen Augen vor den Daten zu arbeiten, anstatt dieses wunderbare, von
Menschenhand geschaffene kosmologische Bauwerk zu gefährden und unter dem
Gewicht der Beweise den Abriss der Religion des Atheismus des 20. Jahrhunderts
unterschreiben zu müssen. Die göttliche Wahrheit ist jedoch unbesiegbar. Die im
astronomischen Gedächtnis des 21. Jahrhunderts gespeicherten Daten erheben
sich, um mit einem Schlag jene Luftschlosskonstruktion einzureißen, die das 20.
Jahrhundert darstellte.
Die dynamische Struktur unseres Himmels, dieses
Firmament, das uns jede Nacht die Augen für die Unermesslichkeit seiner
Schöpfung öffnet und von dessen freier Betrachtung die Menschen aus Gründen
historisch-sozialer Barbarei entfremdet wurden, da sie Sklaven eines tierischen
Sozialsystems sind, das gerade auf jenem kosmologischen System gründet, aus
dessen Schoß alle Übel des 20. Jahrhunderts hervorgingen; wenn wir die
physikalischen Daten untersuchen, die uns die Naturastronomie liefert,
offenbart sich uns ein Bauwerk von unendlicher Schönheit, dessen Fundamente die
Augen unseres Denkens für die Existenz einer schöpferischen Weisheit öffnen,
die auf der grenzenlosen Intelligenz eines allmächtigen Wesens beruht, dessen
Kraft in den Dienst des Baumes der Wissenschaften der Schöpfung der Universen
gestellt wurde, in dessen Wirken sein Wesen die übernatürlichen Eigenschaften
annimmt, die dem Schöpfer des Kosmos eigen sind: Allwissenheit und Allmacht.
Es ist daher logisch, dass die Astronomen unserer Tage
angesichts der Frage nach dem Sein oder Nichtsein der CSXX als Religion der
Wissenschaft weiterhin die Augen vor den Beweisen verschließen, die ihnen die
universellen astrophysikalischen Daten vorlegen.
Meine Aufgabe in diesem Zusammenhang besteht darin, das
Schwierige einfach zu machen und deutlich zu machen, dass das Licht, das die
Augen blendet, genau das Licht ist, das den Verstand des Menschen für das
Ebenbild der göttlichen Intelligenz seines Schöpfers öffnet. Denn man zieht es
weiterhin vor, unter tierischen Bedingungen zu arbeiten, einzig und allein aus
Angst davor, eine Freiheit zu leben, die – nach dem Ebenbild und in der
Ähnlichkeit des Göttlichen – alles überwindet und sich den Problemen von Raum
und Zeit mit dem siegreichen Bewusstsein stellt, das gelernt hat, dass das
Leben ein Abenteuer ist, ein Epos in ständigem und kontinuierlichem
Voranschreiten auf einen Horizont zu, der sein Wesen offenbart, je näher man
ihm kommt. , in den Worten unseres Schöpfers, Gottes, des eingeborenen Sohnes,
unseres Königs und Herrn, unseres Vaters und Meisters: „Jeder Tag wird seine
eigene Sorge mit sich bringen.“
Ich verstehe, dass ich, nachdem ich auf diesem Gebiet der
Schöpfung unseres Universums mit der Beharrlichkeit eines Menschen gearbeitet
habe, der sein Leben der Wiederherstellung des wahren Bildes unserer Himmel und
ihrer Beziehung in Raum und Zeit zum Kosmos, in dem sie geschaffen wurden,
gewidmet hat, und nachdem ich meinen Verstand darauf geschult habe, mit
einfachen Bildern zu arbeiten, die durch natürliche astronomische Daten
gestützt werden, muss ich von einem klaren universellen Prinzip ausgehen, das
keinen Raum für Zweifel lässt und als Brücke zwischen dem 20. Jahrhundert und
dieser Einführung in das 21. Jahrhundert dient. Um diesem Bedürfnis gerecht zu
werden, möchte ich gleich zu Beginn sagen, dass diese Einführung genau das ist,
was ihr Titel andeutet: „Eine Einführung“. Wer die Tür öffnet, hat seine
Aufgabe erfüllt; es obliegt denjenigen, die eintreten, weiterzuarbeiten und das
kosmologische und astrophysikalische Denken zu aktualisieren, damit sich die
neuen Generationen in den kommenden Jahrhunderten auf einem Terrain bewegen
können, das von einem Baum der schöpferischen Wissenschaften genährt wird,
dessen Frucht nach dem Gesetz des Lebens und nicht nach dem Gesetz des Todes
lebt – denn das war die Frucht, die der Baum des wissenschaftlichen Atheismus
dem 20. Jahrhundert servierte.
Was den Ursprung des Kosmos betrifft, wobei wir hier das
Prinzip unseres Universums als ein Werk nach der Schöpfung des Kosmos festlegen
und als einen Kosmos, der geschaffen wurde, um das Feld der Ursubstanz zu sein,
dessen sich sein Schöpfer für die Schöpfung neuer Universen bedienen würde, so
fand dieser kosmologische Ursprung in einer massiven Umwandlung von
astrophysikalischer Materie in kosmische Energie statt; eine globale Energie,
die, nachdem sie in Raum-Zeit-Energiefelder umgeleitet wurde, ihre Rückreise
zur astrophysikalischen Materie antrat.
Im Grunde genommen findet dieser ursprüngliche Urknall
weiterhin an den Grenzen des Kosmos statt, wo die von den Galaxien erzeugte
kosmische Energie von Raum-Zeit-Energiefeldern aufgefangen wird, die Energie in
Materie umwandeln. So geht es bis ins Unendliche, für alle Ewigkeit, und daraus
ergibt sich die natürliche Expansion ad infinitum des
Kosmos. Die Entstehung von Galaxien ist ein endloses Geschehen, das der
Schöpfer des ursprünglichen Urknalls nährt, indem er den Raum an den Grenzen
seiner Schöpfung erweitert, während sich die Zeit in Galaxien und
Galaxienhaufen materialisiert.
Es ist also kein Zufall, dass die radioastronomische
Revolution, die wir gerade erleben, immer neue Galaxien zu den bereits
entdeckten hinzufügt und die Grenzen des Kosmos erweitert, während diese neue
Summe uns die Augen für eine Expansion öffnet, die jeglicher endgültigen
kosmologischen Kontraktion fremd ist.
Genau wie die Ewigkeit, das Unendliche und Gott haben
auch die Schöpfung weder Anfang noch Ende: Sie ist gekommen, um für immer und
ewig zu bestehen. Das Gegenteil – die Ablehnung der Ausdehnung des Kosmos bis
ins Unendliche zugunsten der Behauptung einer Kontraktion, die an einem
bestimmten Punkt auf der Linie der Ewigkeit beginnen soll – bedeutet, sich der
Science-Fiction hinzugeben, das heißt, in das Zeitalter des Irrtums des 20.
Jahrhunderts zurückzukehren, als eine Hypothese als Gesetz galt, solange ihre
Falschheit nicht bewiesen war. Da die Irrtümer des 20. Jahrhunderts die Felder
der Erde mit zwei Weltkriegen überzogen haben, bedeutet das Festhalten an einem
solchen Irrtum, sich im offenen Krieg gegen die Menschheit, gegen das Leben und
gegen Gott zu erklären.
Zum Abschluss dieses Vorworts sei angemerkt, dass die
direkte Beobachtung der Entwicklung, die die Astronomie und die Physik im
Allgemeinen in den letzten 40 Jahren durchlaufen haben, eine Quelle für die
Erforschung intellektueller Ressourcen darstellt, die dem Aufbau eines klaren
und lückenlosen Denkens über das natürliche Bild dienen, das unseren Himmeln
und unserer Erde entspricht. Es steht mittlerweile außer Zweifel, dass das
Bild, das die geologischen und astronomischen Wissenschaften der Menschheit vermitteln,
deren Haltung gegenüber ihrer eigenen Zivilisation und ihre Einstellung zum
Universum beeinflusst. Der Versuch, die Verantwortung abzuschieben und die
eigenen Missstände einer Kraft außerhalb des eigenen Systems anzulasten, ist
ein pathologischer Mechanismus, der – wie sich aus der historischen Realität,
in der wir uns derzeit befinden, ergibt – nirgendwohin führt, oder besser
gesagt, sehr wohl an einen ganz bestimmten Ort führt: in die Zerstörung.
Die Rolle, die die
Naturwissenschaften beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gespielt haben, ist
ein „mea culpa“, das wie eine Grabplatte schwer in der Luft hängt.
Die Beziehung
zwischen Wissen und Verhalten – ein Gesetz, das von den Naturwissenschaften
seit den Anfängen der Ethologie, um uns zeitlich nicht zu sehr auszubreiten,
voll und ganz anerkannt wird – sowie die Rolle, die der wissenschaftliche
Atheismus, gestützt durch die 20. Jahrhundertwissenschaft, bei der Tragödie des
20. Jahrhunderts spielte, stehen außer Frage. Es sei denn natürlich, man möchte
uns nun nicht nur blind, sondern auch noch hirnlos haben.
Ich persönlich glaube nicht, dass das Böse bewusst
gehandelt hat. Doch sobald das Bewusstsein erlangt ist, können die Folgen der
Freiheit nicht der Unmöglichkeit zugeschrieben werden, ein Siegel zu öffnen,
das Gott mit seiner Faust und seiner Handschrift verschlossen hielt. Es gibt
also keine Verurteilung; und es ist auch nicht meine Aufgabe, über die Denker
der letzten Jahrhunderte zu urteilen. Die Wahrheit liegt jenseits des Urteils
über andere; es liegt in ihrer Natur, jene zu befreien, die in der Finsternis
eines Schweigens gefangen waren, das seinen Ursprung in einer kosmologischen
Notwendigkeit hatte, die heute überwunden ist.
Lasst uns also die Tür öffnen, die seit 3.500 Jahren
verschlossen geblieben ist – zur Ehre unseres göttlichen Schöpfers und zur
Befreiung der Gesamtheit der Völker der Menschheit von den Mächten, die die aus
dem Sündenfall des ersten Menschen entstandene Unwissenheit über alle Völker
der Erde entfesselt hat.
KAPITEL 1. GRUNDSATZERKLÄRUNG
1. Doch zu Beginn – und da man stets einen guten
Ausgangspunkt wählen sollte – möchte ich sagen, dass diese Studie über die
Erinnerung an die Erschaffung des Universums (Himmel und Erde) ihren Ursprung
in der Notwendigkeit hat, den Glauben für die wissenschaftlichen Prinzipien der
Natur zu öffnen. Ich beabsichtige nicht, den Glauben auf solche Prinzipien zu
gründen, denn der Glaube beruhte und beruht auf den übernatürlichen Prinzipien,
deren ewige Abhandlung die Evangelien sind. Menschwerdung und Auferstehung sind
die beiden Säulen des Tempels des Glaubens. Wenn es um Fragen nach dem Ursprung
aller Dinge geht, ist die einzige Erklärung, die uns unsere Eltern geben
konnten – und die wir selbst unseren Kindern bisher geben konnten –, der
Schöpfungsbericht des Universums gemäß der Genesis. Das heißt: „Gott schuf
Himmel und Erde“ … Und der Rest, das „Wie“ und das „Wann“, sind Aspekte des
Schöpferwirkens, die wir kennen oder nicht kennen können, die dem Glauben
jedoch weder etwas hinzufügen noch ihm etwas nehmen.
2. Die Aufgabe, die ich mir in diesem Buch gestellt habe,
besteht darin, die erste der beiden Unbekannten zu überwinden: das „Wie“. Denn
auch wenn der Glaube unbesiegbar ist, kann niemand leugnen, dass der Glaube
ohne Verstand verderblich ist, wie sich im Laufe der Jahrhunderte deutlich
gezeigt hat. Alle Irrtümer des Christentums müssen wir also der Unwissenheit
zuschreiben. Daher werde ich in diesem Buch direkt zur Wahrheit vordringen; und
die Wahrheit lautet: Das Universum, dieses astrophysikalische Bauwerk,
innerhalb dessen Grenzen unser Sonnensystem kreist, wurde vom Gott der Genesis
erschaffen. Das Gegenteil – die vermeintliche Zufälligkeit, dass dieses
vollendete Ganzes von beeindruckender Schönheit, das wir „das Universum“
nennen, aus einer chaotischen Abfolge von Elementen entstanden sein soll –
bereitete dem wissenschaftlichen Materialismus keinerlei psychologischen
Konflikt, da die Wissenschaft die Existenz einer natürlichen Ästhetik leugnete.
(Dieses Thema der Ästhetik der Himmel und ihrer die Intelligenz anregenden
Funktion ist eine Angelegenheit, die der wissenschaftliche Atheismus als
Ergebnis einer Reihe von Zufällen erklärte, die alle ihren Ursprung im Chaos
hatten. Was den Rest betrifft: Wie es möglich ist , dass das Chaos Himmel von
solch beeindruckender Schönheit hervorbringt, ist ein Punkt, auf den sie sich
weigerten, eine Antwort zu geben. Oder sie antworteten mit der Verachtung, die
die Frage eines Narren verdient). Nicht umsonst stellte der Vater der Ethologie
und Nobelpreisträger Konrad Lorenz in seiner klassischen Gleichung Wissen und
Verhalten in Zusammenhang: „Wahrheit = Überleben; Lüge = Zerstörung“.
3. Die Beispiele, die uns der weise Konrad Lorenz, der
Vater der Ethologie, im Zusammenhang mit der direkten Beziehung zwischen Wissen
und Verhalten vor Augen geführt hat, sind unendlich zahlreich, lassen sich
jedoch letztlich zu einer universellen Schlussfolgerung zusammenfassen,
nämlich: Das positive Verhalten – also das Verhalten, das dem Überleben, der
Anpassung und der Evolution jedes Lebewesens dient – ist das Ergebnis seines
wahren und realen Wissens über die Natur; Informationen, die es einerseits über
seine Sinne und andererseits durch sein phylogenetisches Erbe erlangt; so dass
wir anhand der Art des tatsächlichen Verhaltens einer Spezies die Art des
Wissens definieren können, das ihr als Grundlage dient, sich in Raum und Zeit
zu bewegen.
Das heißt: Wenn wir einem Individuum falsche
Informationen über die Umgebung liefern, in der es sich bewegt, wird dies dazu
führen, dass es ins Straucheln gerät. Beispiel: Wenn wir einem Individuum, das
sich in Bewegung befindet, falsche Informationen über die Länge einer Lücke auf
seinem Weg übermitteln – auf die es sich, je näher es kommt, vorbereiten muss,
um sie zu überwinden –, indem wir ihm zwei Meter Länge als Tatsache angeben,
obwohl es in Wahrheit zehn sind, wird die Bestätigung dieser Falschheit sein
Verderben bedeuten.
Bei Tieren sind es die Sinne, welche auch immer diese
sein mögen, die die Informationen während der Bewegung erfassen. Beim
intelligenten Wesen, also beim Menschen, stammen die Informationen aus der
Kommunikation, und daher ist der Einzelne einer externen Manipulation von
Fakten ausgesetzt, die, indem sie sein Verhalten lenkt, auf seine Zerstörung
abzielen kann oder auch nicht. Wenn nun jedoch die gesamte Spezies, in diesem
Fall die gesamte Menschheit, einen selbstzerstörerischen Kurs einschlägt,
müssen wir logischerweise von einer intellektuellen Pathologie sprechen, die,
da sie alle Menschen betrifft, zwangsläufig alle in den Abgrund ihres
Aussterbens reißen muss. Und da sich die Kosmologie auf die Struktur der Natur
bezieht, den Ursprung allen Lebens auf der Erde, muss das selbstzerstörerische
globale Verhalten der Menschheit in einer Pathologie des Intellekts gesucht
werden, um die Natur der Welt, in der der Mensch lebt, existiert und ist,
intellektuell neu zu erschaffen.
4. Um auf das metaphysische Thema zurückzukommen:
Tatsache ist, dass auch die Ethik nicht in der Genetik verankert ist, und
dennoch manifestiert sie sich auf allen bekannten historischen Ebenen. Da
dieses Bedürfnis also angeboren ist, ist das Wissen Teil unserer genetischen
Struktur. Oder, was auf dasselbe hinausläuft: Wir würden nicht auf die Ästhetik
des Universums reagieren, wenn unsere genetische Struktur nicht darauf
vorbereitet wäre, auf die Funken zu reagieren, die der Himmel in unserem Gehirn
entfachen.
Indem der wissenschaftliche Materialismus also die
Beziehung zwischen natürlicher Intelligenz und universeller Ästhetik leugnete,
hat er den Zug der kreationistischen kosmologischen
Forschung in eine Sackgasse geführt. Gegen diesen Versuch ist anzumerken, dass
die Geschichte der Zivilisationen seit ihren frühesten Tagen Aufzeichnungen
über die Reaktionen der verschiedenen Kulturen auf diesen natürlichen Reiz
(natürliche Intelligenz – universelle Ästhetik) enthält, über den die
Menschheit, die sich damals in ihrer ontologischen Kindheit befand, weder die
Fähigkeit zur Manipulation noch zur Beherrschung besaß. Oder, was auf dasselbe
hinausläuft: Der Mensch reagiert auf die Schönheit des Universums so
selbstverständlich wie die Bäume auf den Einzug des Frühlings und die Winde auf
den Winter.
Da „die Bewunderung die Mutter des philosophischen
Denkens ist“, ist es die Natur selbst, die in ihrer universellen Struktur den
Abdruck der Intelligenz ihres Schöpfers trägt: da ihre Wirkung auf das Leben
nichts anderes sein kann als ein intelligentes Geschöpf „nach dem Bild und
Gleichnis seines Schöpfers“, im Menschen das metaphysische Denken hervorbringt,
auf dessen Grundlage er die eigene Materialität der von den Sinnen erfassten
Informationen überwindet, um sich zu einer universellen äußeren Ursache zu
erheben, die ihren Ursprung in Gott hat.
In diesem Zusammenhang könnte man mir entgegenhalten,
dass die Metaphysik nichts oder nur wenig mit der Kosmologie zu tun habe. Ein
unbegründeter Einwand, denn die Philosophie, die Mutter der Metaphysik, ist das
Feuer, das im Wesen die Intelligenz entzündet, die es zur Wissenschaft führt.
Und die Wissenschaft richtet ihr Denken auf die Schöpfung. Ein
Verhaltensmuster, das wir in allen Zivilisationen beobachten. Und woraus wir
schließen, dass sich der Abdruck des Schöpfers in die Schöpfung einfügt, um das
Leben seines Geschöpfes zu dessen Existenz und Teilhabe an der Ewigkeit zu
erheben.
5. Was die Erschaffung intelligenten Lebens auf der Erde
betrifft – damals (wir sprechen vom Homo sapiens adanensis),
als der Mensch sich noch in seiner ontologischen Kindheit befand –, so war das
Wort die Antwort des Menschen auf den Reiz des Universums in seinem Gehirn. Das
heißt: Wenn die Wissenschaft ihre Vergangenheit in der Bewunderung hat, so hat
eben diese Bewunderung schon viel früher die Zukunft des Menschen
revolutioniert, indem sie ihm den Mund öffnete, um sein erstes Wort
auszusprechen.
Das erste Wort, das bewundernde Wort schlechthin –
welches andere hätte es sein können als „Gott!“?
Tatsächlich hat der biblische Schöpfungsbericht seinen
Ursprung in der Befriedigung jenes Reizes, der im Menschen die Suche nach der
Erkenntnis des Ursprungs aller Dinge weckte. Inmitten jener Antworten, die die
verschiedenen Völker der Antike auf diesen Anreiz gaben (himmlische Ästhetik –
natürliche Intelligenz), schuf die biblische Antwort zwischen Moses und seinen
Zeitgenossen eine Kluft, die ebenso unüberwindbar war, wie es für den Pharao
unmöglich war, das Rote Meer zu durchqueren.
6. Tatsächlich trugen die kosmogonischen Erzählungen der
alten Völker im Vergleich zu Moses’ Schöpfungsbericht den Stempel des
historischen Traumas, das ihre Vorfahren irgendwo jenseits der Sintflut erlebt
hatten. Götter, Dämonen, Ozean, Himmel, Erde, Halbgötter … Alle Paranoien jener Menschen vermischten sich zu einem
mythischen Chaos, aus dessen Tiefen nichts Gutes hervorgehen konnte, außer der
Rechtfertigung des sozialen Verhaltens, das ihr historisches Erbe war. Aus
diesem Grund ziehe ich es in diesem Buch vor, eine Analyse über die Entstehung
der Antworten der Antike auf die Herausforderung des Kosmos auf einen anderen
Anlass zu verschieben. Ebenso wenig werde ich mich in der Analyse und
Widerlegung moderner kosmologischer Theorien verlieren, denn obwohl sie in
einem anderen Gewand erscheinen, hatten die Antworten des Atomzeitalters auf
die alten klassischen Fragen nach dem Ursprung und der Struktur des Universums
ihre Wurzeln in derselben psychologischen Haltung, die den Menschen der Antike
in das Zeitalter der Mythen und Legenden trieb.
Zu gegebener Zeit, wenn sich die Gelegenheit bietet,
werde ich ihre Grundzüge Stück für Stück auseinandernehmen, bis die Natur ihrer
Hypothesen offenbart ist. Da diese Neue Kosmologie jedoch weder die
Weiterentwicklung einer früheren Hypothese ist noch einer von ihnen
verpflichtet ist, muss die historische Theorie, die dieses Buch in Gang setzt,
nicht derselben Methode der Erfassung und Widerlegung aller Hypothesen folgen,
die seit den Tagen der klassischen Welt bis ins Atomzeitalter dasselbe getan
haben, nämlich zu versuchen, das Wissensbedürfnis des Menschen zu befriedigen.
Und in Anbetracht dessen, dass sich die Meinungsfreiheit mit der
Gedankenfreiheit verbindet, um eine eigene Methode zu schaffen, habe ich es
vorgezogen, als Leitlinie die Plattform zu befolgen, die Moses in der Genesis
entworfen hat. Und ich sage dies in dem Bewusstsein, dass es ohne die Arbeit
vergangener Generationen unmöglich wäre, heute hier zu sein.
Nun, in Anbetracht der Tatsache, dass dieser Fortschritt
bereits von dem Moment an in der Geschichte unserer Zivilisation verankert war,
als ihr Gründer niemand anderes war als Derjenige, der seinen Mund öffnete und
sprach: „ES WERDE LICHT“, erkennt diese Einleitung keine andere Verwandtschaft
an als die zu Dem, der es so verfügt hat, dass die menschliche Intelligenz die
offene Tür zur Wissenschaft v r Schöpfung vorfindet. Die Wissenschaften haben
eine heilige historische Aufgabe erfüllt, nämlich nichts anderes, als den
Verstand unseres Zeitalters darauf vorzubereiten, Zugang zum grenzenlosen
Verstand unseres Schöpfers zu erlangen.
7. Aus dem Studium der Wissenschaftsgeschichte im
Allgemeinen und der Astronomie im Besonderen wird ersichtlich, in welcher Weise
und in welchem Maße die Unwissenheit das Erbe war, das die Generation jener
mythischen Erbauer der ersten von Menschenhand errichteten Städte der
Menschheit hinterlassen hat, deren goldenes Zeitalter erreicht war, als „die
Krone vom Himmel herabkam“, als die Städte zum Leib des Ersten Königs der Erde
erhoben wurden, jenem Adam, der, indem er das Gesetz herausforderte und den Frieden
verachtete – der doch der Weg zur Zivilisation der Fülle der Völker der
Menschheit war –, den Heiligen Krieg zu seinem eisernen Gesetz machte; ein
Erbe, das alle in den Tod führte. Eine Zerstörung, in der sich die empfindliche
Beziehung zwischen Wissen und Verhalten besser als anderswo erkennen lässt.
Eine „falsche“ Information über die Identität und
Persönlichkeit des Schöpfers, die als wahr und richtig angenommen wurde, löste
den ersten weltweiten Bürgerkrieg aus, inszeniert im Brudermord Kain gegen Abel; eine Information, die, wäre sie nicht
angenommen worden und hätte der Mensch einen direkten Weg zur universellen
Zivilisation eingeschlagen, der Menschheit so viel Unglück erspart hätte.
Da wir dieses Büchlein jedoch nicht geschrieben haben, um
den Historikern der Antike zu korrigieren, sollten wir das Thema des
Sündenfalls im Lichte der Geschichtswissenschaften vorerst beiseite
lassen, und wir werden, wenn Gott es so will, noch Zeit haben, ins
siebte Jahrtausend v. Chr. zu reisen und im Lichte der Beweise die Welt vor dem
Sündenfall jenes ersten Königreichs nachzuzeichnen, dessen König die Krone
erhielt, „die vom Himmel herabkam“ – Adam für uns, „Alulim“ für die Erben jener
verlorenen Welt … wegen eines Apfels!
8. Um beim Thema zu bleiben, möchte ich einleitend – auch
wenn ein kurzer Überblick hier vielleicht unpassend erscheint – darauf
hinweisen, dass der Eintritt Moses in die Weltgeschichte aus vielen Gründen die
Struktur der Zukunft der Menschheit revolutionierte. Er war der erste
Gesetzgeber, der Menschenopfer abschaffte. Nachdem Jesus Christus die mit dem
biblischen Vergehen verbundenen Strafen aufgehoben hatte, bildet der mosaische
Gesetzeskodex weiterhin die Grundlage unserer Sozialethik, wobei seine Gebote
„Du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht ehebrechen, du
sollst kein falsches Zeugnis ablegen“ … die Säulen bleiben, auf denen der
Palast der Gerechtigkeit seine Grundstruktur aufrechterhält.
Offensichtlich bleibt die Welt so, wie sie ist, aufgrund
des Kampfes auf Leben und Tod, den der Same Kains gegen Christus führt.
Seit den Anfängen der Welt, jener Welt, die aus der Asche
der alten vorchristlichen Welt wiederauferstanden ist, war und ist das Ziel von
Königreichen und Imperien, Tyrannen und Diktatoren kein anderes als die
Legalisierung von Diebstahl, Ehebruch, Verbrechen, Falschaussage,
widernatürlichem Sex usw. Die Geschichte dieses Kampfes zwischen dem Gesetz der
Natur, das Gott, der Schöpfer, in die Herzen aller ersten Familien der Erde
geschrieben hat, und dem Gesetz des Verbrechens, dessen Ziel die Legalisierung
dieser Übertretung war und ist (im Namen des Staates, der Kaste, der
Demokratie, ja sogar Gottes), hatte und hat als Leitlinien, die Nationen zur
Akzeptanz des Krieges als Lebensweise zu führen.
Die Bedeutung des Gesetzes des Mose und sein
revolutionärer Charakter müssen nicht extra betont werden. Wie ich bereits
sagte, war dieses Gesetz das Feuer, das aus der Asche jene Antike Welt
entstehen ließ, die mit der Quadratur der Cäsaren die antike Zivilisation in
den Untergang trieb. Beflügelt vom Geist Christi entstand aus dieser Asche die
moderne Welt, die derzeit erneut auf dem Rücken derselben Pferde ihrem
Untergang entgegenreitet, die einst das Römische Reich in den Untergang
trieben.
9. In vielerlei Hinsicht wirkt die Revolution des Mose
also auch dreitausendfünfhundert Jahre nach seiner Geburt noch immer auf uns
ein.
Ohne in irgendeiner Weise unserer Dogmatik über die
Dreifaltigkeit zu widersprechen, bleibt sein Monotheismus weiterhin der Felsen,
auf dem Christus seine Kirche errichtete. (Aus dem Gegensatz zwischen jener
alten Kraft, die in ihrer Trägheit erstarrt war und sich weigerte, den Sprung
nach vorn zu wagen, und der neuen Kraft, die nach ihrer Geburt verlangte,
entstand der große Konflikt, der mit seiner Explosion der Heiligen Schrift den
revolutionären Charakter zurückgab, den sie in ihren Anfängen besaß und den sie
nie aufgegeben hat. Dank Jesus Christus – selbst um den Preis, als „Verräter an
seinem Vaterland“ zu gelten, weil er die Heilige Schrift zum universellen Erbe
der Menschheit machen wollte – fand die klassische natürliche Intelligenz die
Tür zum Studium der Schöpfung offen vor. Und was noch wichtiger ist: Jesus
Christus gab der Bibel ein Volk, das sie vor dem bevorstehenden Untergang des
Römischen Reiches schützen würde.)
10. Das jüdische Volk hatte zwar die Heilige Schrift
gegen den Wind der Jahrhunderte bewahrt. Doch es hatte dies getan wie jemand,
der eine Last trägt, von der man sich nicht befreien kann. Seine Phasen des
Götzendienstes, seine Zeiten der Korruption, die in seiner Geschichte so häufig
vorkamen, waren nichts anderes als dies: der Ausdruck dieser Unmöglichkeit,
sich diese Last von den Schultern zu nehmen. Moses schloss einen Bund zwischen
Gott und dem hebräischen Volk, wonach Israel niemals vernichtet werden würde;
doch da dieser Bund für beide Seiten bindend war und das Auge Gottes überall
wachte, musste er im Bewusstsein des jüdischen Volkes das Bedürfnis wecken –
und weckte es auch –, sich nicht auf diese so beständige und allgegenwärtige
Weise überwacht zu fühlen. Die Folge dieses Bedürfnisses nach Befreiung waren
jene Phasen des Götzendienstes und der Verderbnis, von denen die Bibel so
reichlich berichtet.
Es war diese Beziehung sadomasochistischer Natur –
insofern, als Gott wusste, dass es dem Menschen unmöglich war, nicht zu
sündigen, und der Mensch wusste, dass es Gott unmöglich war, nicht zu bestrafen
–, die das jüdische Volk in jene endgültige Situation führte, die uns Jesus
Christus durch seine Konfrontation mit den priesterlichen Mächten Jerusalems
offenbarte.
Nach anderthalb Jahrtausenden des Studiums der Heiligen
Schrift, in der sie – wie ich sagen würde – am eigenen Leib erlebt wurde, war
dies das Beziehungsmodell zwischen Gott, dem Universum und dem Menschen, das
Jerusalem und seine Kinder geprägt hat. Ihre liturgischen Riten, ihre
gesetzlichen Vorschriften, die jüdische Lebensweise im Allgemeinen hielten –
von Ausnahmen abgesehen – die Hände der übrigen Welt von der Heiligen Schrift
fern und die des jüdischen Volkes – von seltenen Ausnahmen abgesehen – fern von
den Büchern des Goldenen Zeitalters der Philosophie und der klassischen
Wissenschaften.
Diese Situation, diese in beide Richtungen unüberwindbare
psychohistorische Mauer, machte sich Jesus Christus daran, sie einzureißen.
Und er riss sie nieder.
Die Notwendigkeit
war lebenswichtig. Als Hüter der Heiligen Schrift konnten die Juden nicht
ignorieren, dass sich die Weltgeschichte weiterentwickelte und es um sie herum
ein anderes Volk gab, dem Gott eine andere Art von „heiliger Schrift“
anvertraut hatte.
War die Heilige Schrift die Frucht der Liebe Gottes zum
Menschen, so wäre die Frucht der Liebe des Menschen zur Weisheit die
Philosophie, die Mutter der Wissenschaft.
11. Lang war der Weg der Wissenschaft durch die
Jahrhunderte. Wie könnte es auch anders sein? Denn da der Mensch geschaffen
wurde, um an der schöpferischen Allwissenheit teilzuhaben, konnte und kann die
menschliche Intelligenz, lebendiges Abbild der göttlichen Intelligenz, nicht
umhin, danach zu streben, ihr Wachstum innerhalb der natürlichen, allwissenden
Dimension der Quelle ihrer Existenz zu erleben. Die direkte und bösartige
Folge, die der Sündenfall allen Familien der Welt hinterließ, war diese Entfremdung;
so dass der Mensch, obwohl er „in sich die Kraft des Seins“ besaß, sich nach
dem Sündenfall mit der Unmöglichkeit konfrontiert sah, vom „Sagen“ zum „Tun“
überzugehen, was in der Philosophie als Übergang von der „Potenz“ zur „Akt“
bezeichnet wird.
Diese natürliche Unmöglichkeit schlug sich in Mythologien
und Kosmogonien nieder, die einzeln und in ihrer Gesamtheit das Verbrechen
gegen eine Natur vorantrieben, die, obwohl sie das göttliche Gesetz in ihrem
Schoß trug, machtlos war, das menschliche Geschöpf wieder mit seinem Schöpfer
zu verbinden.
Die Unwissenheit war das Los der Menschheit (auf deren
Natur wir zu gegebener Zeit noch eingehen werden, jedoch nicht an dieser
Stelle, da dieses Buch darauf ausgerichtet ist, sich ausschließlich auf dem
Gebiet der Erkenntnis Gottes als Schöpfer des Himmels und der Erde zu bewegen)
… Gegen diese Unwissenheit erhob sich das philosophische Denken, und obwohl der
menschliche Verstand dem Gesetz der tierischen Vernunft versklavt war, sollte
die göttliche Intelligenz, da der Mensch den Keim derselben in sich trug, durch
die Schöpferische Bestimmung ihre Frucht bringen.
12. So kam 1.500 Jahre nach der Geburt Christi für die
Wissenschaft die Stunde ihrer Freiheit. Die Vormundschaft, die die Theologie
über ihren Körper ausgeübt hatte, ging zu Ende. Nur war die Situation nicht
mehr dieselbe. Man kann die Welt 1.500 Jahre nach Moses nicht mit der Welt
Galileos 1.500 Jahre nach Jesus Christus vergleichen. Doch was das Ende der
Vormundschaft der Theologie über die Wissenschaft betraf, so war die Stunde
tatsächlich gekommen.
Die Zeiger der Uhr der Zeit waren auf diese Stunde
zugegangen.
Wenn sich die Theologen an Galileo empörten, dann nicht,
weil Gott aufgehört hätte, der Geist zu sein, der seinen Geschöpfen den Atem
des Lebens einhaucht. Ich würde sagen, es war genau das Gegenteil; es lag
daran, dass die Theologie versucht hatte, diesen Atem des Lebens zu
monopolisieren, und da ihr dies nicht gelang, musste sie sich logischerweise
über Gott empören. Doch diese Dinge waren bereits vorhergesagt worden. Das
eigentliche Problem, das der Unabhängigkeit der Wissenschaft zugrunde liegt,
entstand, als aus den Reibereien jenes Gefühl der Freiheit hervorging, das derjenige empfindet, der sich endlich vom Schutz einer
– wie ich sagen würde – übertrieben madonnenhaften Mutter befreit. Ein
wachsendes Gefühl, das, genährt durch die Kritik der unabhängigen Vernunft an
einer in ihren mittelalterlichen Verhaltensweisen verankerten Kirche,
schließlich dazu führte, dass sich die moderne Welt den verschiedenen Formen
des wissenschaftlichen Materialismus zuwandte.
Angesichts der intellektuellen Prägung durch die moderne
Wissenschaft war es kaum möglich, dass der Fortschritt des physikalischen
Wissens über das Universum auf die Begegnung mit seinem Schöpfer hinausführte.
13. Auch wenn es nach destruktiver Kritik klingt – was es
nicht ist –, ist es eine Tatsache, dass das Scheitern der Neuzeit bereits in
ihrem Vermächtnis an das Atomzeitalter vorbestimmt war. Viele Ideen zu
möglichen kosmologischen Modellen, jedes einzelne ein Teil eines Puzzles, das
wunderbar anmutete, das aber niemand zusammenfügen konnte. Es fiel dem Genie
Einsteins und seiner Generation zu, die Zahl in den Rang des Wortes zu erheben
und mit ihrer alles verschlingenden Kraft den Kosmos zu ordnen. (Der Wahnsinn,
der – ihrer Meinung nach – im Genie steckte, veranlasste die Weisen des
Atomzeitalters zu der Annahme, sie befänden sich in einem Staffellauf und nun
seien sie an der Reihe zu laufen. Mit der Treue der Weisen zu einer verlorenen
Sache stürzten sich die Genies der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf die
Bahn, die in die Hölle der Weltkriege führte. Als sie es merkten, als sie den
Zug anhalten wollten, war es bereits zu spät, und die Trägheit tat ihr
Übriges.) Sie sprangen ab und zogen sich, wie Pilatus, der sich die Hände
wusch, aus dem Staub.
Wie könnten wir sie nicht in die Entstehung des Monsters
verwickeln, das sie mit der Milch des Gesetzes des Stärkeren und dem Brot des
Krieges als Instrument des Fortschritts und der Evolution genährt haben!
Genährt von der Doktrin des wissenschaftlichen
Materialismus wuchsen das Nazi-Monster und das bolschewistische Monster heran,
bis sie zu den Heeren jener Hölle wurden, die das 20. Jahrhundert zur bis dahin
bösartigsten Epoche der Menschheitsgeschichte machte.
Zugegeben, der Untergang des Römischen Reiches war nicht
weniger höllisch, doch die Tatsache, dass das 20. Jahrhundert über alle
notwendigen Mittel verfügte, um die apokalyptische Katastrophe zu verhindern,
und dass es im Krieg das einzig mögliche Mittel sah, um aus der ideologischen
und wirtschaftlichen Krise herauszukommen, von der alle Nationen gleichermaßen
betroffen waren, verwandelte den Untergang der modernen Welt in die größte
Tragödie, die je bekannt wurde – sowohl hinsichtlich der Zahl der Seelen, die
in dieser apokalyptischen Katastrophe gefangen waren, als auch hinsichtlich des
Hasses und der Bosheit, die in den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts freigesetzt
wurden.
Das heißt, ausgehend vom Evangelium des Stärkeren: Der
Weltkrieg war legitim.
Sie mussten beginnen.
Und sie begannen
14. Zum Glück für uns hat alles, was einen Anfang hat,
auch ein Ende, und der größte aller Kriege, den die Menschheit je erlebt hat,
fand ebenfalls sein Ende.
Er endete; doch auf der Flucht vor der Niederlage der
Starken rannten die Athleten der Wissenschaft in alle Richtungen und übergaben
den Staffelstab der Atomenergie an die beiden großen Siegermächte des
Konflikts.
Der Kalte Krieg brach aus.
Ein Kalter Krieg, der seinen Ursprung in Gottes
Entscheidung hatte, Kain und Abel mit demselben
Kieferknochen zu bewaffnen, um den Brudermord durch die Angst vor der
Vernichtung beider zu verhindern. Eine wunderbare Politik, deren Früchte wir
nun alle genießen. Nicht, dass das Atomzeitalter ein Paradies der Einigkeit
wäre oder gewesen wäre, in dem die Gedanken auf die Rettung der Nationen und
die Erlösung von Mutter Erde gerichtet waren. Keineswegs! Aber die
technologische Revolution musste ihren Lauf nehmen.
Und durch eine dieser wunderbaren Entscheidungen der
Vorsehung öffneten sich die Augen der menschlichen Intelligenz; sie begannen,
in die astronomischen Weiten vorzudringen.
Und während sich das universelle Feld vor den
teleskopischen Augen der Zivilisation immer weiter ausdehnte, löste sich dieses
Universum des Stärksten auf, verflüchtigte sich wie die Seifenblase, die es
nach den Worten ihrer Schöpfer gewesen sein soll. Fassungslos, mit den
ungläubigen Augen dessen, der sieht, wie seine Idole auf ihrem Sockel wanken
und das Gewicht des Erdbebens nicht aushalten können, das die Fundamente der
Erde erschüttert, sahen die letzten Generationen des Kalten Krieges, wie
Einsteins Religion und seine kosmologische Lehre auf ihrem Altar wankten, und
es gab nichts, was ihre Priester tun konnten, um dies zu verhindern.
Wieder einmal hat die Realität die Ideologie des
wissenschaftlichen Materialismus widerlegt, widerlegt sie und wird sie
weiterhin widerlegen. Zuerst widerlegte sie dessen Evangelium vom Stärkeren;
dann widerlegte sie dessen Lehre von der Notwendigkeit des Krieges als
biologisches Instrument der Zivilisation, und nun lässt sie die Fundamente des
Kosmos gemäß der Wissenschaft erzittern.
15. Doch anstatt mich in einer Kritik am
wissenschaftlichen Verhalten zu verlieren, ziehe ich es vor, direkt zur
Hervorhebung der Entwicklung der Zivilisation als Ergebnis der Evolution der
menschlichen Sprache überzugehen – jenes Arbeitspferds, das uns zum Sieg über
jene Unwissenheit geführt hat, über die der Sohn Gottes klagte, als er sagte:
„Wenn ihr die Dinge der Erde nicht versteht, wie wollt ihr dann die des Himmels
verstehen?“
Es ist keine rhetorische Übung zu behaupten, dass der
Sinn, das Ziel, der Zweck, auf den die vergangenen zwei Jahrtausende
hingesteuert haben, die Überwindung dieses intellektuellen Mangels war.
Erinnern wir uns daran, dass Gott als Prophet gesprochen hatte, dass Gott als
Gesetzgeber gesprochen hatte, dass Gott als König und Herr gesprochen hatte,
und schließlich sprach Gott als Vater; doch niemals sprach Gott zu uns als die
schöpferische Intelligenz dessen, der, als er seinen Mund öffnete, sagte: „Es werde
Licht“.
Und doch: Nachdem er bekräftigt hatte, dass er das
Universum erschaffen habe, lag in dieser Behauptung das Versprechen, dies zu
tun. So pulsierte in der Klage des Sohnes Gottes dieses Versprechen in Form der
Zukunft, die noch kommen sollte, die er gerne schon jetzt gesehen hätte, die
aber leider erst noch bevorstand.
Denn die Intelligenz des klassischen Menschen müsste noch
sehr wachsen, um die Gesetze der Wissenschaft der Schöpfung begreifen zu
können. Der Weg aus der Barbarei bis zum Anbruch unserer Zeit würde lang und
schmal sein; doch dieser Tag würde kommen. Die Geschichte würde ihm den
Horizont öffnen, und der Morgenstern, der die Ankunft des neuen Tages
ankündigt, würde sein Licht über die Fülle der Völker strahlen lassen.
16. Als er sie aus der Ferne der Jahrhunderte herankommen
sah, begrüßte einer der Jünger Jesu sie mit den Worten: „Die sehnsüchtige
Erwartung der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Herrlichkeit der
Freiheit der Kinder Gottes.“ Da alle Apostel Jesu Christi Kinder Gottes waren,
prophezeite der heilige Paulus, als er auf seine Weise bekräftigte, dass „die
ganze Schöpfung“ auf die „Offenbarung der Herrlichkeit der Freiheit der Kinder
Gottes“ warte, auf jene kluge Weise, die der heilige Petrus in ihm erkannte,
prophezeite der heilige Paulus die Geburt dieses Tages, an dem Gott zu uns
sprechen würde als jener Schöpfer des Universums, der sich am Anfang seines
Buches zu erkennen gab.
Mehr noch: Die ersten beiden Schritte in diese Richtung
waren bereits getan worden. Da waren die Offenbarung und die Wissenschaft.
Auch wenn zwischen beiden eine Mauer stand, riss das
Christentum sie, wie sich in der ersten Hälfte des ersten Jahrtausends zeigen
sollte, nieder, und im Lichte seines Lehramtes lernten Theologie und
Wissenschaft, miteinander zu leben und gemeinsam zu wachsen.
Natürlich sollte die Zivilisation noch bittere und
kritische Zeiten durchleben müssen; über ihrem Weg schwebten die Invasionen,
die Spaltung der Kirchen, der Kampf zwischen Glaube und Vernunft und, am Ende
der beiden Jahrtausende, die Weltkriege. Erst am Ende würde der Geist der
Intelligenz die Bühne betreten.
ERSTER TEIL
DIE SCHÖPFUNG DES LICHTS IN DER GENESIS
KAPITEL 2 AM ANFANG SCHUF GOTT…
17. Wir tauchen nun voll und ganz in das zentrale Thema
dieses Buches ein: die Schöpfung unseres Universums. Und zu Beginn habe ich –
wie könnte es auch anders sein – die biblische Offenbarung als Weg zur
Entdeckung des Ursprungs und der Beschaffenheit unseres Himmels und unserer
Erde gewählt.
Allein aufgrund der Tatsache, dass sich das
wissenschaftliche Denken von der Offenbarung entfernt hat, ist das Recht, sich
ein Universum nach eigenem Maß zu erschaffen, keineswegs legitimiert. Die
Legitimierung von Weltmodellen, „sofern bei ihrer Konstruktion die
Zahlenwissenschaften als Bausteine verwendet werden“, ist nichts anderes als
eine subtile Art, insgeheim – ohne es öffentlich zu bekennen – die Unfähigkeit
der Wissenschaft anzuerkennen, dem, der der Ursprung aller Wissenschaften ist,
die Riemen seiner Sandalen zu lösen.
Aber könnte es denn anders sein? Sind wir, sozusagen erst
gestern geboren, etwa so vermessen, Gott zu leugnen, damit unser Stolz vor dem
Zusammenbruch bewahrt bleibt?
18. Seltsamerweise ließ sich die Theologie, angesteckt
von der Kühnheit des wissenschaftlichen Atheismus, von der Täuschung der
Kosmologie des 20. Jahrhunderts irreführen; und da auch sie nicht in der Lage
war, Zugang zum Denken Gottes zu erlangen, brachte sie die Kirche dazu zu
glauben, dass der Schöpfungsbericht der Genesis nichts weiter als eine weitere
Metapher ohne jeglichen wissenschaftlichen Gehalt sei; das heißt, dass das
einzige Ziel der Offenbarung der Genesis darin bestehe, die Erfahrung des Universums
mit der Idee eines göttlichen Schöpfers in Verbindung zu bringen.
Von hier aus ist es also nur noch ein kleiner Schritt,
ein ständiges „Aggiornamento“ des Textes zu fördern und ihn an die Mentalität
und den Verstand der jeweiligen Jahrhunderte anzupassen – na und!
Dem Stolz der Intelligenz wird es immer nützlicher
sein, ihre Unfähigkeit zu leugnen, sich auf die Ebene des Schöpfergottes des
Kosmos zu begeben, als die Unmöglichkeit einzugestehen, sich auf die Höhe der
Schuhsohlen des Schöpfers all der Wunder zu begeben, die das Gewand unseres
Universums schmücken.
19. Die einen aus dem einen Grund, die anderen aus dem
anderen – Tatsache ist, dass wir alle, wenn wir das Gebiet der schöpferischen
Allwissenheit betreten, so vorgehen, als würden wir Neuland betreten. Ob die
einen nun die Existenz eines Schöpfergottes des Universums und des Kosmos
leugnen und die anderen ihre Unfähigkeit bekräftigen, durch den theologischen
Kunstgriff, die Schöpfungsgeschichte als Metapher zu betrachten, in das
Schöpferwort einzutreten – jenseits der Überzeugungen und Meinungen der einen und
der anderen hat die Schöpfungsgeschichte ihre historische Funktion erfüllt, den
Menschen seinem Schöpfer vorzustellen.
In der Hand Gottes liegt das Recht, in seine eigene
Schöpfung einzugreifen; die Offenbarung wurde gegeben, um die Eitelkeit aller
natürlichen Intelligenz aufzudecken. Da Gott sich jedoch nicht damit
rühmt, sich über seine Geschöpfe lustig zu machen – zumal er sich als Vater mit
seiner Schöpfung vereint hat – und da Weisheit das Gegenteil von Unwissenheit
ist, war im literarischen Werk der Offenbarung das allmächtige Versprechen des
Zugangs versiegelt, im Geist des Glaubens, vom Verstand des Menschen zur
göttlichen schöpferischen Allwissenheit.
Freude also, und lassen wir den Fluss der Jahrhunderte
die Argumente, die entstanden sind, um das Versagen aller – Wissenschaftler und
Theologen – zu verschleiern, ins Meer der Vergangenheit treiben, um die Tür zu
öffnen, einzutreten und zu sehen.
20. Vor diesem Hintergrund, im Sinne des Gedankens
Gottes, heißt es im Originaltext der Genesis:
„Die Erde war … chaotisch!“
„Am Anfang war die Erde chaotisch und leer“, lautet der
vollständige Satz.
In der überwiegenden Mehrheit der Übersetzungen des
biblischen Originals, insbesondere seit den Tagen von Luthers Rebellion gegen
die Einheit der universellen Kirche, die vom Herrn Jesus, dem einzigen ewigen
König, dem einzigen universellen Pontifex, dem eingeborenen Sohn Gottes,
gegründet wurde, der mit seinem mächtigen Wort das Licht, das Firmament und
alles Leben, mit dem Mutter Erde von ihrem Schöpfer erfüllt wurde, ins Dasein
rief, lauten die Worte: „Die Erde war chaotisch und leer“ nicht genau gleich.
Und das ist verständlich.
Die modernen Übersetzer selbst waren in der
wissenschaftlichen Vernunft gefangen und zogen es vor, das Wort Gottes dem
Zeitgeist anzupassen, um ihren Lesern „Verwirrung“ zu ersparen.
Unabhängig von den Komplexen und Vorurteilen der
jeweiligen Zeit und deren Anpassungen – denn wir betrachten Gott als ewig –
habe ich es vorgezogen, den Originaltext beizubehalten und auf der Grundlage
seiner Informationen zu arbeiten:
„Am Anfang schuf
Gott Himmel und Erde.
Die Erde war formlos und leer …“.
21. Nun ist es aber eine ebenso grundlegende und
offensichtliche Tatsache, dass die Erde eine geohistorische Periode durchlaufen
hat, die durch eine planetarische Leere (was die Biosphäre betrifft)
gekennzeichnet war, wie die Tatsache, dass wir nackt geboren werden. Aus der
Perspektive der klassischen Geologie ist von einer historischen Periode der
Leere im Sinne der Genesis, wie sie uns der Verfasser der Genesis darzustellen
versucht, keine Rede. Aber selbst wenn wir uns an die Kriterien der modernen
Geogeschichte halten müssten, wäre es ebenfalls nicht korrekt, von einer Leere
auf der Erdoberfläche zu sprechen, die derjenigen gleicht, die wir auf der
Mondoberfläche sehen. Und genau von dieser Art höfischer Leere spricht der
Verfasser der Offenbarung.
22. Der Mond zum Beispiel: Wenn wir vom Mond sprechen,
können wir sagen – und sagen auch –, „dass er leer ist“. Aus offensichtlichen
Gründen. Auf dem Mond gibt es keine Pflanzen; der Mond hat keine Atmosphäre;
der Mond hat keine Ozeane; der Mond hat auf seiner äußeren Kruste nichts,
aufgrund dessen Eigenschaften wir uns den Luxus erlauben könnten zu behaupten,
dass der Mond eine Biosphäre hatte oder auf dem Weg ist, eine zu haben.
Insbesondere von der Mondkruste – abgesehen davon, dass
sie nichts weiter ist als eine endlose Wüste, die nicht einmal Überreste einer
verlorenen Zivilisation in den Falten einer jener Asimovschen Katastrophen aufweist, die die Leser des 20. Jahrhunderts so sehr liebten – und
vom Mond im Allgemeinen können wir behaupten und behaupten wir, dass „der Mond
leer ist“. Ohne Atmosphäre, ohne Ozeane, ohne Kontinente, ohne Leben jeglicher
Art, weder pflanzlich noch tierisch, ist der Mond heute so leer wie es die Erde
gestern war, bevor Er, der Sohn Gottes, seinen Mund öffnete und sprach: „Es
werde Licht.“
23. Es besteht keine Notwendigkeit, immer wieder auf das
geohistorische Bild einzugehen, aus dessen Rahmen heraus das Wort, als es
seinen Mund öffnete, mit seinem allmächtigen Wort die Nacktheit von Mutter Erde
mit dem Mantel aus Eis bekleidete, den Er „das Licht“ nannte.
Wenn uns also der göttliche Schöpfer offenbart, dass die
Erde „am Anfang leer war“, dann ist das wissenschaftliche Bild, das uns ihr
Schöpfer, Gott der Vater, vermitteln will, genau dieses: das eines
superriesigen Mondes namens Erde. Und es war diesem Planeten in seiner
Kindheit, „nackt“ und der Zerstörung ausgesetzt, dass sich Gott der Sohn
näherte, zum Staunen aller Kinder Gottes, „die nicht aus dieser Schöpfung
stammen“, und indem er seinen Mund öffnete, gab er den Anstoß zur Erschaffung
der Menschheit.
24. Um also den Horizont zu erweitern: Die Leiter der
Naturelemente, die uns die Genesis zum Erklimmen einlädt, führt uns vor eine
Erde ohne Ozeane, ohne Atmosphäre, ohne Kontinente, ohne Polkappen, ohne
Pflanzen, ohne Tiere, ohne Vögel und ohne Fische. Mit einem Wort: ohne
Biosphäre. Und aus dieser Rückschau heraus fragte ein Mann vor 35 Jahrhunderten
in aller Ruhe alle Weisen aller Zeiten und Orte, die bereits geboren waren und
noch geboren werden sollten:
„Meine Damen und Herren, ausgehend von jenem leeren
Planeten, so leer wie die Oberfläche des Mondes: Wie schuf Gott das Wasser, das
Eis, die Luft, die Erde, das Feuer? Das heißt: die Ozeane, die Kontinente, die
Atmosphäre, die Polkappen, die Pflanzen, die Vögel, die Fische und alles
Leben.“
Seitdem schwebt die Frage des Verfassers der Offenbarung
über dem Verstand der Jahrtausende.
25. Angesichts der Distanz zwischen dem göttlichen
Verfasser und dem Leser des 21. Jahrhunderts lautet die offizielle Antwort, wie
sie von Theologen und Wissenschaftlern vorgebracht wird, dass sich Mose darauf
beschränkte, eine Metapher zu ersinnen, die auf einer seltenen Art mystischer
Übertreibung beruhte.
Ich persönlich weiß nicht, wie ich ein Scheitern
bezeichnen soll, das die Möglichkeit jeglichen Sieges leugnet und in der
Behauptung des Nichts darauf hofft, seine Niederlage im Meer des Vergessens zu
ertränken. Vielleicht werde ich eines Tages die Antwort finden. In der
Zwischenzeit ist es die erste Aufgabe dieses Buches, entgegen Descartes zu
beweisen, dass Gott nicht lügt. Die zweite Aufgabe besteht darin, zu zeigen,
dass die Genies sich für klüger hielten, als sie tatsächlich waren. Und die
dritte Aufgabe ist es, die richtige Antwort auf die Frage zu geben, auf die die
Zivilisation hingesteuert ist: „Wie hat Gott das Universum erschaffen?“
26. Die Notwendigkeit, irgendwo anzufangen, hat uns vor
die biblische Aussage gestellt:
„Am Anfang schuf
Gott Himmel und Erde.
Die Erde war formlos und leer, und Finsternis lag über
der Tiefe, doch der Geist Gottes schwebte über der Oberfläche der Wasser.
Da sprach Gott: Es werde Licht! Und es ward Licht.“
Wie oft wurde diese Aussage schon gelesen? Wie oft wurde
diese Offenbarung schon kommentiert? Wie viele Generationen haben versucht, ihr
Geheimnis zu entschlüsseln! Und wie viele Denker waren ehrlich zu sich selbst
und zu anderen und erkannten, dass der Intelligenzquotient dessen, der diesen
Himmel und diese Erde erschaffen hat, so weit vom
menschlichen Intelligenzquotienten entfernt ist wie die Hölle vom Himmel?
(In diesem Buch ist Zeit stets im geologischen Maßstab zu
verstehen. Im Laufe der Zeit werden sich neue Horizonte eröffnen. Der Anfang
ist das Problem. Und das Problem liegt in der Wahl der Grundlage.)
KAPITEL 3 – DIE SCHÖPFUNG DER ERDE
27. Die biblische Überlieferung versetzt uns auf eine
bestimmte geologische Grundlage. Konkret breitet die Offenbarung eine
geohistorische Epoche zu unseren Füßen aus. Wenn wir ausgehend von ihrer
Aussage („Die Erde war wüst und leer“) um uns blicken und alle klassischen
Elemente der Natur von der Oberfläche des Globus tilgen: Atmosphäre,
Kontinente, Ozeane und Polkappen – was bleibt uns dann? Uns bleibt ein leerer
Planet am Tag vor der Entstehung seiner Biosphäre!
Doch der Punkt, auf den die Intelligenz ausgerichtet
wurde, konzentriert sich auf die Suche nach der Antwort, hinter der sich so
viele Anstrengungen verloren haben. Ich meine: Ausgehend von einem Planeten mit
solchen geologischen Eigenschaften, mit einer primären Erdkruste, der es an
jeglichem natürlichen Element mangelt, mit dem man etwas anfangen könnte – das
Bild, das seinem ursprünglichen Zustand am nächsten kommt, ist der Anblick der
Mondoberfläche –, lautet die Frage ausgehend von diesem ursprünglichen Zustand:
Wie hat Gott es geschafft, die Biosphäre zu erschaffen?
Das wäre die traditionelle Herangehensweise an dieses
Thema.
Aber es gibt noch eine andere.
28. Betrachten wir das Thema einmal aus einer neuen
Perspektive. Warum stellen wir uns die Frage nicht selbst? Nämlich: Welche
Abfolge physikalischer Prozesse müssten wir auslösen, kontrollieren und lenken,
um auf einer solchen geologischen Grundlage eine Biosphäre zu erschaffen?
Sehen heißt glauben! In Zukunft werden wir mit eigenen
Augen Gott in Aktion sehen und staunen, wenn wir betrachten, wie Gott seine
Werke vollbringt. Als sein Sohn davon sprach und uns gleichzeitig eine
Einladung aussprach, dem Schauspiel der Schöpfung beizuwohnen, versetzte er uns
in Staunen, indem er uns sagte, „dass sein Vater noch größere Werke als dieses
vollbringen werde“. Daraus verstehen wir auch, dass diese Einladung der Grund
für die Beteiligung der Kinder Gottes an diesem Werk, der Schöpfung unseres
Himmels und unserer Erde, war; Eine Einladung, die ihren höchsten Höhepunkt
erreichte, als er seine Kinder rief und sie an unserer Erschaffung teilhaben
ließ, und indem er sagte: „Lasst uns den Menschen nach unserem Bild und
Gleichnis erschaffen“, wurde die Einladung zur Teilnahme am Schöpfungsakt
eröffnet.
Nachdem dies gesagt ist und um uns nicht auf parallelen
Wegen zu verlieren – und da der Ursprung unseres Universums von uns nur mit den
Augen der Vernunft gesehen werden kann –, werden wir mit diesen Augen der
Vernunft betrachten, wie Gott das Licht und alle Dinge schuf.
29. Es versteht sich von selbst, dass die Wiedergewinnung
einer historischen Realität für das Gedächtnis der Menschheit – zu der der
Menschheit der Zugang verwehrt wurde – logischerweise mit den kosmologischen
Systemen kollidieren muss, die sich die moderne Welt geschaffen hat, um diese
Lücke zu füllen.
Unabhängig von den Details über die Ursprünge der
kosmologischen Systeme des 20. Jahrhunderts, denen zur Erhöhung ihrer
virtuellen Glaubwürdigkeit sogar Zeitangaben in Nanosekunden zugewiesen wurden,
muss das Auftauchen des wahren historischen Systems am Ursprung des Universums
den Verstand all jener überwältigen, deren Denken noch immer in jenem Ozean
verankert ist, unter dessen Wassern die moderne Welt unterging.
Da ich es gewohnt bin, frei durch das Wissen der
Erinnerungen des Universums zu navigieren, laufe ich stets Gefahr, schneller
voranzukommen, als der Leser mir folgen kann. Ich vertraue darauf, dieses
Problem überwinden zu können. Zumindest hoffe ich das.
Die geohistorische Plattform, von der wir ausgehen
werden, habe ich skizziert.
Im Morgengrauen des ersten Tages der Genesis war die Erde
leer, kahl, ohne Ozeane, ohne Kontinente, ohne Atmosphäre und ohne Polkappen.
Keines der Naturelemente schmückte die Nacktheit der Erde am Tag nach ihrer
Geburt. Wie schuf Gott also die Biosphäre?
Wie würden wir sie erschaffen, wenn wir die Macht dazu
hätten?
30. Tatsächlich schuf Gott die Erde in der Finsternis,
denn der Verfasser schreibt, dass Gott, nachdem das Licht geschaffen war, das
Licht von der Finsternis trennte; und dann heißt es, dass „Gott die Sterne
schuf, um das Licht von der Finsternis zu trennen“.
Daraus ergibt sich die Frage: Wo befand und befindet sich
diese Finsternis, „die die Oberfläche des Abgrunds bedeckte“, inmitten derer
Gott das Licht schuf?
Diese Frage wird zu gegebener Zeit eine angemessene
Antwort erhalten. Aus dem Gelesenen lässt sich mit Adleraugen erkennen, dass,
wo auch immer sich jene Finsternis befand, in der Gott das Licht schuf, die
Erde in ihrem Ursprung nicht im Schoß der Sterne unseres Himmels erschaffen
wurde. Eine frühe Behauptung, die auf den Flügeln der Morgenröte
voranschreitet, die aber das Firmament des Jahrhunderts mit der Kraft der Sonne
bedecken wird, indem sie die Nacht vom Tag trennt.
Es genügt, Papier und Bleistift zur Hand zu nehmen, die
Informationen vom Anfang her zu ordnen, das Licht mit der Erde in Verbindung zu
bringen und sich einem revolutionären Bild in der Fülle seiner Größe gegenüber
zu sehen. Bis dieses Bild gezeichnet ist, ist es noch ein weiter Weg.
Lasst uns diesen Weg beschreiten.
31. In Wahrheit wird meine Aufgabe in dieser Einleitung
darin bestehen, dieses Bild zu schaffen, es in die Geschichte der Erde
einzubinden und ausgehend von diesem Bild die Tür zum Licht der Intelligenz für
alle Wissenschaften zu öffnen.
Gibt es etwas Natürlicheres, als zu wissen, woher wir
kommen!
Sobald das Sternenmeer unserer Himmel zwischen Licht und
Finsternis einmal auf dem Papier festgehalten ist, erwacht nicht nur die
Bewunderung, sondern es öffnet uns auch die Augen für eine Schöpfungsszene, die
an Ungläubigkeit grenzt: „Die Erde wurde jenseits des Sternenmeers unserer
Himmel erschaffen.“
Aber lassen wir uns vom Licht erwecken, lassen wir es uns
die Augen öffnen, und möge die erstickte „Kraft“, die dazu geschaffen wurde,
zum „Akt“ zu werden, diese Berufung einer Intelligenz, die dazu geboren wurde,
in der ihrem Schöpfer eigenen natürlichen Allwissenheit zu wachsen, diese Natur
verwirklichen, die uns so eigen ist – aufgrund einer Rebellion, die im Abgrund
der Unwissenheit erstickt ist, der Mutter aller Verbrechen, in deren
Blutströmen sich Mutter Erde vor den Augen des Himmels vor Scham und Trauer
sterben sieht. Um ihretwillen erhebe ich meine Seele aus dem Staub, und möge
Gott unsere Tränen des Entsetzens angesichts eines nicht nachlassenden Hasses
in Ströme der Freude verwandeln, die niemals versiegen.
32. Was das Verständnis der Schöpfung betrifft: Welcher
Vater würde seinen Kindern nicht seine innersten Geheimnisse offenbaren!
Die Erde wurde dort, in der Finsternis, jenseits der
Sterne des Firmaments erschaffen. Ja, aber warum?
Aus der Ferne betrachtet zeichnete die Erde im Weltraum
die Gestalt eines Planeten, der ganz wie ein Mond aussah, nur um ein Vielfaches
größer. Ein „leerer“ Planet über jenem Abgrund, dessen Oberfläche von
Finsternis bedeckt war – wie sollte man da nicht verwirrt sein!
Hatte ihr Gott sie erschaffen, um sie in der Finsternis
zurückzulassen? Wo war jener Sternenbräutigam, den ihr Schöpfer ihr gegeben
hatte, damit sie seine himmlische Braut sei? Seit ihrer Geburt waren Erde und
Sonne einander in ewiger Ehe versprochen; aus ihrer Umarmung würde das Leben
nach dem Ebenbild Gottes entstehen, zur Freude aller Sterne. Getrennt von ihren
Bruderplaneten, , verlassen in der Finsternis, die die Oberfläche des Abgrunds
jenseits der Welt der Sterne bedeckt, von Zerstörung umgeben, ihre Zukunft an
einem seidenen Faden unter einer Steinbrücke hängend – wie sollte man da nicht
die Verwirrung spüren, die die Seele zerreißt!
33. Verspricht Gott Hallelujas, die vor Freude den
Verstand verlieren, und wendet er sich, sobald die Geburt vollendet ist, von
seinem Geschöpf ab, überlässt es seiner Zerstörung, und machen wir einfach
weiter wie bisher?
Ach, das Herz der Erde, dieses zarte Herz, dessen
Hoffnung stärker ist als Blitz und Sturm, ausgeliefert der ewigen Einsamkeit,
die dem Zerfall des Bewusstseins und der Vernunft vorausgeht. „Ach, meine
Seele, die vor der Gleichgültigkeit meines Schöpfers in Stücke zerbricht“,
weint verzweifelt die Mutter, die nie geboren hat, und in ihrer Verwirrung
glaubt sie, niemals gebären zu werden.
Die Hochzeit wurde angekündigt, sie wurde zur
Brautjungfer erwählt, schön wie keine andere, dieser Mond, der schweigend mit
seinem Blumenstrauß auf die Ankunft seiner Herrin und Königin wartet, und schon
bald sieht er sich in der Finsternis verlassen ...
34. „Leer und verwirrt“, verlassen in der Finsternis
jenseits der Welt der Sterne, schrumpft die Erde zusammen, die Arme um die Knie
geschlungen, und wartet auf den Tod. Er umgibt sie bereits. Schon lässt sie
sich kraftlos fallen. Der Traum, der alles heilt, wird sie aus der Schöpfung
hinauswerfen wie einen Stein, der unter dem Schlag des Bildhauers zerbrach, und
sie in den Staub zurückbringen, aus dem ihr Schöpfer sie hervorgebracht hat.
Die Erde atmet atemlos. Sie legt sich um den letzten Funken Wärme herum. Es ist
die Weisheit, die sie umarmt, sie mit einer Decke zudeckt und ihr ins Ohr Worte
des Vertrauens und der Liebe zuflüstert:
„Halte durch, meine Tochter, dein Schöpfer kommt schon.“
Das war die Kulisse; und dies wird die Plattform sein,
von der aus wir beginnen werden, die Leiter der Naturelemente zu erklimmen.
Wie ich dazu gekommen bin, diese Kulisse für eine
kosmologische Einführung zu entwerfen, wird sich zu gegebener Zeit zeigen. In Ermangelung von Zahlen sind Buchstaben gut
genug. Und die Intelligenz mit Worten anzuregen, ist wie Zucker in der Hand
eines Kindes. Intelligenz ohne Macht ist unfruchtbar, und Macht ohne
Wissenschaft wird zur zerstörerischen Kraft. Zu behaupten, der Mensch sei das
Maß aller Dinge, ist wie eine Pistole in den Händen eines Selbstmörders; die
Existenz Gottes aufgrund von Unwissenheit zu leugnen, bedeutet, den Völkermord
des Aussterbens zu schüren. Die Gründe des Schöpfers des Kosmos bedürfen keiner
Rechtfertigung, und es ist töricht von einem Geschöpf, von seinem Schöpfer
Erklärungen zu verlangen. Wer ein Universum allein durch sein Wort zerstören
kann, tut, was er tut, weil er das Leben liebt; sich über Seine Macht und die
Gründe, aus denen Er bestimmt, dass Seine Schöpfung den einen oder anderen Weg
einschlägt, zu empören, bedeutet, die Freiheit zu nutzen, um Mord zu begehen.
Nicht in der Unwissenheit, die aus der Verleugnung entsteht, liegt der Sieg der
Wissenschaft; und schließlich: Alles, was steigt, muss auch wieder fallen, und
die Lüge kann nicht ewig herrschen, solange die Wahrheit lebt.
Fahren wir also fort.
KAPITEL 4 – DIE ENTSTEHUNG DER BIOSPHÄRE
35. Wir haben also zwei Realitäten: auf der einen Seite
die Erde und auf der anderen Seite Gott. Hier geht es darum zu wissen, wie Gott
ausgehend von dieser „leeren“ geologischen Plattform die Biosphäre erschuf.
Ich habe zuvor gesagt, dass wir uns diese Frage selbst
stellen könnten. Denn als Kenner der Naturwissenschaften und des Verhaltens der
Materie könnten wir immer eine geophysikalische Abfolge auf den Tisch legen,
die dem tatsächlichen historischen Modell so nahe wie möglich kommt. Und ich
habe das gesagt, weil dies genau das gleiche Problem ist, mit dem Gott
konfrontiert war und das er lösen musste. Und er hat es gelöst. Darüber muss
man sich nicht weiter auslassen oder übermäßig darauf herumreiten. Die
Ergebnisse springen ins Auge und erfüllen alles, was die Erde enthält.
36. Tatsache ist: „Weil Er die Antwort kannte“, löste
Gott das Problem der Erschaffung der Biosphäre ausgehend von jener geologischen
Struktur, die scheinbar formlos war. Und Er kannte die Antwort, weil Er alle
Gleichungen kannte, die Ihm die geophysikalischen Gleichungen vorlegten.
Als vollkommener Kenner dieser Gleichungen und ihrer
Lösungen erhob sich Gott, betrat die Bühne, öffnete seinen Mund und verkündete
sein Wort: „Es werde Licht.“
37. Wir sprechen von der Verschmelzung des äußeren
geophysikalischen Körpers. Und hier könnten wir uns daran machen, eine
Verschmelzung durch Feuer von außen zu beschreiben, oder aber eine
Verschmelzung in den Vordergrund rücken, die durch eine Kompression von außen
nach innen verursacht wird, so als würde das Gravitationsfeld in sich
zusammenfallen, bis sein Radius auf das kleinstmögliche Maß reduziert ist.
Wären wir noch immer durch die Unwissenheit an die Mauer
des Todes gefesselt, stünde die Wahl offen. Dies ist jedoch nicht der Fall, und
folglich komme ich zum Kern der Sache.
38. Der erste Schritt, den Gott unternahm, um die
Verschmelzung des geophysikalischen Körpers in die Wege zu leiten, war „die
Erhöhung der Dichte pro astrophysikalischer Kubikeinheit des Erdgravitationsfeldes“. Die unmittelbare Auswirkung war folgende:
Sofort begann sich die Erde mit immer höherer
Geschwindigkeit um ihre eigene Achse zu drehen.
Unter dem entstehenden Gravitationsdruck – so wie ein
Windstoß allem, was sich am Rand seiner Bahn befindet, eine beschleunigte
Bewegung verleiht – begann der Erdglobus, sich mit immer höheren
Geschwindigkeiten um seine eigene Achse zu drehen.
Dies war der erste Effekt.
39. Was die Grundlagen dieser Natur der
Gravitationsfelder betrifft, die in einem bestimmten dreidimensionalen Raum
wirken, sodass sich die Dichte gemäß dem Gesetz der Energieumwandlung erhöhen
oder verringern kann, wobei diese Beschaffenheit der Felder die Grundlage für
die Beziehung zwischen der universellen Energie und der astrophysikalischen
Materie bildet, hätte die Schöpfung nicht entstehen können, ohne dass Gott
diese kosmologische Beziehung, die der Expansion des Kosmos und der Erschaffung
von Universen zugrunde liegt, bis ins Unendliche kennt.
Die Umwandlung von Gravitationsenergie in materielle
physikalische Kräfte – elektrische Felder, Licht, kosmische Energie usw. – ist
in der Tat die tragende Säule, auf der das gesamte Gebäude der Schöpfung ruht.
Was diese Beziehung impliziert und bedeutet, wird im Folgenden deutlich werden.
40. Folglich begann sich die Erde, ausgehend von einer
Rotation von Null – wie es für jeden astrophysikalischen Körper, dessen Kern am
Rande des Kollapses steht, natürlich ist –, mit immer größerer Geschwindigkeit
um ihre eigene Achse zu drehen. Eine Rotationsgeschwindigkeit, die Gott
entsprechend den Erfordernissen berechnete; die kinetische Energie des
Erdkörpers musste im Einklang mit der Gravitationsdichte pro
astrophysikalischer Kubikeinheit stehen, die sie
erzeugen sollte.
Diese Entsprechung zwischen der Gravitationsdichte eines
Feldes und den thermodynamischen Parametern astrophysikalischer Körper ist
eines der Grundgesetze des Verhaltens der kosmischen Materie.
41. Dies war also der erste Abschnitt der geohistorischen
Abfolge beim Ursprung unserer Biosphäre.
Der Fusionsprozess des äußeren geophysikalischen Körpers
– Mantel und Kruste – als Reaktion auf die Aktivierung des astrophysikalischen
Erdkerns ließ nicht lange auf sich warten.
Versuchen wir, in das Bild einzutreten und von der
Innenseite der Leinwand aus die Bewegung zu spüren, die als Erinnerung als
dekoratives Objekt an der Wand unserer Weltgeschichte hängt.
Da wir wissen, dass die Materie, die direkt auf die
Schwerkraft reagiert, die astrophysikalische Materie ist, und da wir anhand der
Wirkungen, die auf die Ursache zurückgeführt werden können, verstehen, dass die
kinetischen Parameter eines Sternkörpers aus dieser Entsprechungsbeziehung zu
den Eigenschaften des Gravitationsfeldes stammen, in dem er sich befindet,
können wir unseren Verstand für die Rotationsbeschleunigung des Erdkerns als
Folge der von Gott bewirkten Erhöhung der Dichte des Erdgravitationsfeldes
öffnen.
42. Nachdem diese Aktivierung des astrophysikalischen
Erdkerns geschaffen worden war, begann der geonukleare Transformator,
natürliche physikalische Kräfte in seinem Körper zu erzeugen, nämlich
elektromagnetische Kräfte und Wärme; schoss der seismologische Puls der inneren
geophysikalischen Struktur in die Höhe, wobei sowohl der Erdmantel als auch die
Erdkruste in diesem Moment die natürliche Auswirkung ihrer Einbindung in den
von Gott ausgelösten Expansionsprozess des physikalischen Erdkerns einerseits
und dessen thermische Erwärmung andererseits erlebten.
43. Wie das Brüllen des Dschungelkönigs beim Erwachen,
wie das Echo der ersten Blitze eines Gewitters, wie ein Stern am Tag seiner
Implosion, wie ein Erdbeben von astronomischem Ausmaß, das den Mantel
erschütterte, unter dem der Kern geschlummert hatte – so begannen sowohl Mantel
als auch Erdkruste sich zu erhitzen und unter einer Symphonie aus Erdbeben und
Vulkanausbrüchen zu knacken.
Das Schauspiel des Erwachens jenes Riesen, der schlafend
im Herzen der Erde lag, verwandelte die Erdoberfläche in ein Meer aus glühender
Lava, das von einem vulkanologischen Prozess von unbeschreiblicher Kraft und
Schönheit erschüttert wurde.
Wie der Soldat, der seinem König und Herrn gehorcht und
auf den Befehl zum Kampf hin einen Sprung macht, Schwert und Schild ergreift
und sich ohne zu zögern mit der Stimme eines Vulkans brüllend in den Kampf
stürzt und mit der Kraft von Beinen, die Erdbeben auslösen, den Boden unter
seinen Füßen zum Knacken bringt – auf diese wunderbare Weise verwandelte sich
jene „chaotische und leere“ Erde innerhalb geologischer Stunden in einen Ozean
aus glühender Lava, unter dessen Strömungen sich eine Armee von Vulkanen zu
bewegen schien, die gegen die magmatischen Wellen eines Mantels kämpften, der
die äußeren Dämme durchbrochen hatte und fröhlich über die Erdoberfläche tobte.
Seebeben, gigantische Lava-Tsunamis erschütterten die Erdoberfläche; von ihren
Kämmen wurden Magma-Inseln in die Stratosphäre geschleudert, die sich beim
Abkühlen in Gestein verwandelten und mit dem Getöse eines Meteoriten oder
Kometen zurück in den Feuerozean stürzten.
KAPITEL 5. – SCHMELZEN DER ERDRINDE
44. Wir sehen also, dass, wenn man aus dem Sichtbaren das
ableitet, was sich daraus ergibt – so wie es die Trägheit an sich nahelegt –,
und wenn man von dem ausgeht, was man hat, die Konsequenzen, zu denen die
Tatsachen führen, keine Unstimmigkeiten zulassen, auch wenn es wahr ist, dass
derjenige, der etwas besitzt, gewöhnlich nicht wertschätzt, was ein anderer
verliert; und genau diesem Gedankengang folgend setzt die Antwort
physikalischer Natur auf das biblische Rätsel eine geophysikalische Abfolge in
Gang, deren wichtigste Stationen folgende sind:
1: Verschmelzung der Primärkruste
und 2: Sublimation der daraus entstehenden
Protoatmosphäre.
45. Der Motor dieser geohistorischen Abfolge war der
Kern. Die für diese Zustandsänderung erforderliche Energie erzeugte Gott durch
die Beschleunigung des Arbeitsrhythmus des Kerns; eine revolutionäre
Beschleunigung, die wiederum eine Folge der Erhöhung der Gravitationsdichte pro
astrophysikalischer Kubikeinheit des
Erdgravitationsfeldes war.
Praktisch ausgedrückt, wenn wir nun den geophysikalischen
Körper mit einer Maschine vergleichen, könnte man sagen, dass Gott den Tank
(das Erdfeld) mit Energie (Schwerkraft) füllte und
auf diese Weise die automatische Erhöhung der Parameter des geonuklearen Motors
bis zum kritischen Punkt der astrophysikalischen Implosion bewirkte.
Dass dieser kritische Punkt nicht überschritten wurde,
lässt sich an den Auswirkungen der Sublimation der Protoatmosphäre erkennen,
die wiederum den Ursprung der Polkappen bildete, ohne die das biosphärische
System nicht entstanden wäre und deren Verschwinden dessen unwiederbringlichen
Untergang voraussetzt.
Sobald sich also die Primärkruste in ein Meer aus
glühender Lava verwandelt hatte, dessen Ufer sich von einem Pol zum anderen des
Globus erstreckten, und die (ursprüngliche) Protoatmosphäre ihren Körper bis
zur Obergrenze des Planeten emporhob, begann der geonukleare Körper, seine
Umdrehungszahl pro geologischer Zeiteinheit zu verlangsamen.
46. Es war bereits Mittag, als sich die durch die
Krustenschmelze entstandenen Gase um den Globus angesammelt und eine primitive
planetarische Atmosphäre gebildet hatten, die jedoch in ihrem Volumen alle
notwendigen Elemente enthielt, um unsere Biosphäre hervorzubringen.
Diese Atmosphäre wuchs den ganzen Vormittag über weiter
an und begann im Laufe der Stunden, das Magmameer, aus dem sie entstanden war,
unter ihrem verdünnten Volumen zu verbergen. (Ich spreche hier immer in groben
Zügen, grob gesagt, allgemein gesprochen und konzentriere mich dabei eher auf
das Ganze als auf die Details.)
Diese Dinge geschahen am Morgen des ersten Tages. Es lag
noch ein Nachmittag vor uns.
47. Unter Berücksichtigung der Mechanismen der
Verschmelzung von Feststoffen – eine Lektion für Kleinkinder, die seit Urzeiten
in allen Klassen vermittelt wird und deren Kern wir uns hier ersparen werden,
indem wir auf die genauen Kenntnisse der Kristallstrukturen und deren
Handhabung sowohl in der Chemie als auch in der Physik verzichten – und in dem
Verständnis, dass es genau diese elementare Mechanik war, die Gott auf die
primäre Erdkruste angewandt hat, können wir ohne Angst vor einem Abgleiten in den
Absolutismus der allmächtigen Vernunft der Wissenschaft und erst recht ohne
Angst vor der nobelpreiswürdigen Falle der Dogmatik der Akademie behaupten,
dass die dynamische Stabilisierung des äußeren geophysikalischen Aufbaus jener
Ur-Erde als Folge des Nachlassens der seismologischen Aktivität ihres inneren
Körpers entstand.
Sagen wir, jene Kraft, die Gott einsetzte, um mit der
Erde zu spielen, als handele es sich um ein Orchester aus Vulkanen, mit dem er
eine einzigartige, spektakuläre, wunderbare und atemberaubende Symphonie
komponieren wollte, und nachdem er Funken und Donner aus den Becken
hervorgebracht hatte – sei es, weil er müde geworden war und nicht mehr konnte,
sei es, weil er die Trommelstöcke zertrümmert hatte –, Tatsache ist, dass die
Kraft nachließ, und es wurde still. Im Klartext:
48. Dem Trägheitsgesetz folgend und nachdem sich die
Energie, die die Verschmelzung der Primärkruste bewirkt hatte, umgewandelt
hatte, kehrte der astrophysikalische Kern der Erde, nachdem er seine Aufgabe
erfüllt hatte, in den Gleichgewichtszustand zurück, der vor dem Moment
herrschte, als Gott seinen Mund öffnete und sein Wort verkündete: „Es werde
Licht“.
Als die Stille immer dichter wurde, bis sie die Dichte
der so entstandenen Primäratmosphäre erreichte, begann die rote und gelbliche
vulkanische Farbe der Primärkruste zu verblassen, zu schwinden und die Farbe
fester vulkanischer Materie anzunehmen. Und so begann die Erde, als „ “ in den
Abend des ersten Tages der Genesis eintrat, in ihren natürlichen
Gleichgewichtszustand zwischen den verschiedenen Teilen ihres geophysikalischen
Körpers zurückzukehren.
49. Der Endpunkt dieses Prozesses (der Schaffung der
Ur-Atmosphäre) war die Sublimation einer Proto-Atmosphäre, deren primäre
chemische Zusammensetzung wir mit der der „Gasplaneten“ vergleichen können,
deren Entwicklung diesem besonderen Ereignis nicht unterworfen war, wobei
jedoch die einzigartige Phänomenologie nicht außer Acht gelassen werden darf,
der Gott die Bildung der primären Erdkruste unterwarf – ein Thema, das zu
gegebener Zeit im Rahmen dieser Einleitung behandelt werden wird.
Nachdem die Erde also von einer externen Energiequelle
isoliert war, mit der sie einen „Energieaustausch“ hätte eingehen können – um
es mit alltäglichen Begriffen auszudrücken –, trat der Erdkern infolge der
Umwandlung des Gravitationsfeldes in mechanische Kräfte in eine gefährliche
Phase des astrophysikalischen Kollapses ein (ein Thema, das ebenfalls behandelt
wird, wenn es angebracht und relevant ist. Wichtig sind die Fakten, und der
Fakt war, dass:) Während des Übergangs vom „Zustand der massiven Fusion“ zum
„Zustand des geophysikalischen Gleichgewichts“ verfestigte sich die Erdkruste,
und die Protoatmosphäre trat infolgedessen in eine Phase der plötzlichen
Sublimation ein.
50. Als die Nacht des ersten Tages hereinbrach, hatte
sich die Protoatmosphäre bereits in einen Eismantel verwandelt.
Ein Eismantel, der die Erde vom Nordpol bis zum Südpol
bedeckte und das Licht war, von dem in der Genesis die Rede ist.
Grob gesagt: vom Feuer zum Eis.
KAPITEL 6 – ENTSTEHUNG DER URATMOSPHÄRE
51. Natürlich habe ich diesen ersten Tag so schnell wie
möglich hinter mich gebracht, um auf einer soliden Grundlage weiterarbeiten zu
können. Ich wollte nicht, dass sich der Leser, ohne zu wissen, wovon ich
spreche, beim Versuch verliert, die Idee zu verstehen, die ich ihm hier
skizziere.
Die Verschmelzung der Urkruste und die Sublimation der Uratmosphäre – das waren die beiden Hauptprozesse, die
Gott am ersten Tag vollbrachte.
(Der Zeitfaktor bleibt unbekannt. Ich werde nicht
derjenige sein, der die Dauer beziffert, die Gott für jeden einzelnen Prozess
benötigte.
Aus Gründen, die wir noch sehen werden, rate ich dem
Leser, sich darüber auch nicht allzu viele Gedanken zu machen. Vor allem, weil
Gott allmächtig ist und – sobald die Leistung aus dem Verhältnis von Kraft und
Arbeit definiert ist – es zu den Möglichkeiten des Schöpfers gehört, einen
Prozess bis zu seinem maximal möglichen Ausmaß zu beschleunigen.
Wenn ich von Allmacht spreche, verstehe ich sie aus
dieser Perspektive. Logischerweise setzt die Materie gewisse Grenzen, nach oben
wie nach unten.
Das gehe ich ebenfalls als gegeben hin).
52. Aber was tat Gott, um die beschleunigte Rotation des
Globus am Beginn der Verschmelzung seines geophysikalischen Körpers auszulösen?
Na gut, „Gott sprach, und so geschah es“. Ich bin der
Erste, der sich absolut keinen Kopf darüber macht, wie er es tat oder wie Gott
tut, was er tun will. Tatsache ist: Da ich nach seinem Ebenbild geschaffen bin,
ist es nicht mein Ding, wegzuschauen und mich nicht um eine Antwort zu kümmern,
ohne die sich mein Wesen unzufrieden fühlen würde. Es reicht mir nicht, zu
glauben. Ich meine, das reicht mir zwar, aber wenn ich sehen kann – und da ich
nun einmal Augen habe, um zu sehen –, dann ist es umso besser, wenn ich auch
sehe.
Ich frage also noch einmal: Welche Kraft, die zu einer
solchen Abfolge geophysikalischer Prozesse fähig ist, hat Gott in Gang gesetzt,
um die beschleunigte Rotation der Erde auf diese Weise auszulösen?
Was Gott zu Beginn
des Ersten Tages vollbrachte, war die Erzeugung eines Energiefeldes. (Wir
werden noch sehen, dass sich die göttliche Natur und das Wesen des
Schöpfergeistes in der Aussage „Gott ist Energie“ widerspiegeln, und wir werden
noch Zeit haben, uns in dieses Feld hineinzuversetzen. Tatsächlich werden wir,
während sich die Intelligenz der Betrachtung der ungeschaffenen Natur des göttlichen Seins nähert, erkennen, wie sich die schöpferische Energie
in die Naturkräfte des Körpers verwandelt, an dem sich der Schöpfungsakt
vollzieht).
Das Erste also, was Gott im Morgengrauen dieses Ersten
Tages tat, war, ein Energiefeld zu erzeugen. Und das Zweite, dieses Energiefeld
auf die Erde zu projizieren.
53. Ich sagte, das Erste, was Gott zu Beginn dieses
Ersten Tages tat, war, ein Energiefeld zu erzeugen. Und das Zweite war, dieses
Energiefeld auf die Erde zu projizieren. Und ich erklärte, dass Gott Energie
ist; und dass seine physische Manifestation durch seine Umwandlung in die Natur
des Feldes des Objekts erfolgt, auf das Gott seine Kraft projiziert. Im
vorliegenden Fall, der Erde, verwandelte sich das von Gott erzeugte Energiefeld
in Gravitationsenergie.
54. Um es etwas anschaulicher zu machen, damit wir uns
nicht in den aufgrund ihres wissenschaftlichen Gewichts sehr langsamen Abläufen
verlieren, werde ich sagen, dass das Gravitationsfeld der Erde diesen
Energiestrom absorbierte und dessen durchschnittliche Dichte pro
astrophysikalischer Kubikeinheit verdoppelte. Das
geschah auf der einen Seite. Auf der anderen Seite verdoppelte Gott die
ursprüngliche Dichte des Erdgravitationsfeldes aufgrund der von ihm
vorgenommenen Schätzungen, um den Erdkern zu seinem astrophysikalischen
Implosionspunkt zu bringen, wobei die Folge dieser Implosion die Verschmelzung
der Primärkruste sein würde.
Die unmittelbare Folge der Vermehrung der Energie pro
astrophysikalischem Kubikeinheit, der das
Gravitationsfeld der Erde ausgesetzt war, war die Beschleunigung der
Umlaufrotation der Erde.
(Im weiteren Verlauf wird sich zeigen, inwieweit die
Geschwindigkeit der Umwandlung von Gravitationsenergie in Masse und Wärme sowie
die Rotationsgeschwindigkeit des betreffenden Himmelskörpers eine Art
Verhältnis aufweisen, das dem einer Maschine zu dem für ihren Betrieb
notwendigen Treibstoff ähnelt.)
55. Ich weiß, ich kann mir vorstellen, dass es bei dieser
Geschwindigkeit, mit der wir das Thema angehen, nicht so aussieht, als würde
uns der Vergleich des Gravitationsfeldes mit einem Kraftstofftank, der sich
füllt und leert, weiterbringen. Aber genau das ist geschehen: Die automatische
Reaktion der Erde auf die Vergrößerung der durchschnittlichen Dichte ihres
Gravitationsfeldes war die sofortige Beschleunigung der Drehzahl, mit der sich
ihr Kern bis dahin bewegt hatte. Und die Reaktion des Kerns auf die Erhöhung
seiner Arbeitsdrehzahl war die Erzeugung von Wärme.
(Etwas oberflächlicher oder weniger tiefgehend betrachtet
weiß wohl jeder mehr oder weniger, was das Endprodukt der Verschmelzung von
Feststoffen ist. Ich sage dies im Zusammenhang mit der Verschmelzung der
Primärkruste. Vulkane sind das beste Beispiel, das ich hierfür anführen kann.
Die Verbindung zwischen einem Vulkanausbruch und in den Himmel aufsteigenden
Gasmassen ist ein Klassiker der Natur, und das Foto erspart uns, durch die
Kristallgitter und ihre molekularen Bindungen navigieren zu müssen – eine für
manche angenehme Reise, für andere ziemlich mühsam. Auf industrieller Ebene
bieten uns Hochöfen kostenlos ein weiteres Beispiel. Wenn es uns jedoch darum
geht, das Thema gründlich zu verstehen, ist es am besten, einen Experten für
Naturwissenschaften hinzuzuziehen und ihn zu fragen, wie es dem festen Stoff
gelingt, das Schlimmste zu verzögern; schließlich ist das Verhalten von
Kristallgittern, die einer zunehmenden Wärmequelle ausgesetzt sind, ein
allgegenwärtiges Thema in den grundlegendsten Physiklehrbüchern.
56. Die Fragen, die uns hier Kopfzerbrechen bereiten,
lauten wie folgt:
Was hatte Gott vor, als er die Motoren des
geophysikalischen Transformators auf Hochtouren brachte?
Was beabsichtigte er, als er die Arbeitsumdrehungen des
Erdkerns beschleunigte und die Verschmelzung der Primärkruste herbeiführte?
(Die anderen Punkte, die ich noch offen gelassen habe –
die chemische Beschaffenheit der Primärkruste und ihre Entstehung – sind
Details, auf die ich später eingehen werde, wenn ich zum Kapitel über die
Entstehung der Erde komme. Zu gegebener Zeit werde ich auch auf die
astrophysikalische Beschaffenheit des Erdkerns eingehen und auf die Beziehung
zwischen Sternmaterie und Gravitationsfeldern, die den Ursprung der
Eigenschaften des Kosmos bildet. Darauf hinzuweisen, wie ich es getan habe,
dass sich diese Energie-Materie-Beziehung in Licht und Wärme niederschlägt, ist
keine willkürliche Idee, sondern einfach die natürlichste und einfachste Art,
den grundlegenden Prozess zu erklären, aus dem Sterne und Galaxien hervorgehen
und gemäß dessen Phänomenologie sie sich verteilen und miteinander
interagieren. Aber da ein Versprechen eine Verpflichtung ist, hoffe ich, mich
später daran zu erinnern, und sollte ich es doch nicht tun, hoffe ich, dass der
Leser mir diese psychologische Marotte verzeiht, die mich befällt, wenn es
darum geht, „Schulden“ zu begleichen.
57. Kehren wir also zurück, nehmen wir den Faden wieder
auf und folgen wir dem Weg, den uns das Licht in der Dunkelheit des Tunnels
weist.
Ich war gerade dabei zu sagen, dass, sobald der Kern
durch den Druck der sich vervielfachenden Gravitationsdichte des Erdfeldes
aktiviert war, die Umwandlung von Energie in Wärme der Verschmelzung des
geophysikalischen Körpers vorausging. Und ich fragte dann, was Gott sich von
dieser Verschmelzung erhoffte.
Ausgehend von der Darstellung der Verschmelzung der
Primärkruste lautet die Antwort wie folgt:
Gott strebte die
Erzeugung einer chemisch vorgegebenen Atmosphäre an. Mit anderen Worten: Der
Endzustand, den Gott herbeiführte, als er das Gaspedal des geonuklearen
Transformators durchdrückte, hatte in der Primäratmosphäre seinen Leitstern.
(Wir werden in diesem Abschnitt alles ausklammern, was
sich auf die Mathematik der Flugsteuerung vom Anfangszustand bis zum Ende
bezieht. Die Logik des errungenen Sieges impliziert in ihrer Struktur und
Entwicklung die Überwindung eines komplexen Systems von Unbekannten. Angesichts
der sichtbaren Ergebnisse wäre es nicht fair, zu riskieren, den Faden aufgrund
spezifischer Überlegungen zu verlieren, die „nur für Genies geeignet“ sind.
Es wäre jedoch gut, deutlich zu machen, dass die
Notwendigkeit, dieses Meer von Gleichungen zu durchqueren, die Zukunft als
Belohnung in Aussicht stellte. Jeder Fehler bei der Verdopplung der
Gravitationsdichte pro astrophysikalischer Kubikeinheit jenseits eines kritischen Punktes hätte dazu geführt, dass sich das
geophysikalische System in eine Art planetarische Supernova verwandelt hätte.
In diesem Fall wäre die Erde in einen Schwarm von Meteoriten zerfallen. Aber
kehren wir zum Thema zurück.
58. Ich wollte gerade sagen, dass sich die Erde, sobald
der Mittag dieses Tages erreicht war, in einer Atmosphäre wiederfand, die mit
einem der im Weltraum am häufigsten vorkommenden Elemente – dem Wasserstoff –
übersättigt war. In allen anderen Aspekten ähnelte die Erdatmosphäre den
Atmosphären der anderen Planeten.
Was die Farben betrifft, so wechselte die Erde vom
typischen Schwarz-Weiß des Mondkörpers zu dem leuchtenden, lebendigen Rot der
Sonnenausbrüche, nur in flüssiger Form, um schließlich zu erlöschen und
abzukühlen, bis ihre Oberfläche in einer dichten Wolke verschwand, so
einhüllend und rätselhaft wie ein Nebel, der mit der Reisegeschwindigkeit eines
Weihnachtskometen um ein imaginäres Feld kreisen würde.
Sagen wir mal…
Und belassen wir es dabei.
KAPITEL 7 – DIE SCHÖPFUNG DES LICHTS
59. Und wir machen weiter.
Ich hoffe, ihr konntet meinen
Gedankengängen bis hierher folgen und die Geschwindigkeit, mit der sich meine
Gedanken daran gemacht haben, die Erinnerungen unseres Universums
nachzuzeichnen, hat euch keine Schwierigkeiten bereitet.
Fahren wir also fort.
Nachdem die Erde die Energie, die ihr
Schöpfer ihr zugeführt hatte, in natürliche Kräfte ihres geophysikalischen
Systems umgewandelt hatte und die geonukleare Implosion in der Architektur
ihres Körpers die beiden beschriebenen mechanischen Prozesse ausgelöst hatte:
die Verschmelzung der Primärkruste und die Entstehung der Uratmosphäre; sobald
diese erste Abfolge vollzogen war, verlangsamte der geonukleare Motor seine
Arbeitsdrehzahl, bis er einen neuen Gleichgewichtszustand erreichte.
60. In Physiklehrbüchern lässt sich dieser Prozess
nachvollziehen. Tatsächlich muss man nur die Abfolge umkehren, die
Rotationsgeschwindigkeit des Globus sowie die Temperatur des Planeten senken,
und der Rest ist ein Kinderspiel – wobei man allerdings sagen muss: ein
Kinderspiel zwar, aber für Kinder, die intellektuell in der Lage sind, das
Kräftespiel zu erkennen, das das System der Schöpfung
ausmacht, in das Gott als „universelle Energiequelle“ eintritt, und in dem sich
das Gravitationsfeld gemäß den klassischen Prinzipien der Energie manifestiert,
das heißt, es wandelt sich in diesem Fall in die natürlichen Kräfte des
jeweiligen astrophysikalischen Körpers um – eine Umwandlung, die die Wurzel der
universellen Bewegung bildet und sowohl die Existenz punktförmiger, weit
geöffneter oder kugelförmiger astrophysikalischer Systemstrukturen als auch die
von Strukturen vom Typ der Galaxien ermöglicht; nicht umsonst, wobei wir stets
das Wort als Inspirationsquelle nehmen, was sich im weiteren Verlauf zeigen
wird, wenn wir uns mit der Erschaffung des Firmaments befassen: Gott spricht
von der Schwerkraft als von jenen „Wässern …, die über dem Firmament sind …“,
und eröffnet uns auf diese Weise den Vergleich der Schwerkraft mit dem
flüssigen Element – eine Realität, an die Er selbst gewöhnt ist, die Ihm
natürlich ist, und ausgehend von dieser Realität: Schwerkraft = flüssiger
Brennstoff, wirkt Er. Gewiss ist die Schwerkraft eine „einzigartige flüssige
Energie“, doch dies wird im weiteren Verlauf noch genauer beleuchtet werden.
61. Nachdem also die zusätzliche Vergrößerung des
ursprünglichen Volumens des Gravitationsfeldes, die Gott durch die Worte „Es
werde Licht“ bewirkt hatte, in Arbeit umgewandelt worden war – eine Umwandlung
von Energie in die Arbeit, die die Verschmelzung des äußeren geophysikalischen
Körpers mit sich brachte –, und nachdem die Verschmelzung der primären
Erdkruste und des geologischen Mantels vollendet war, sank die
Rotationsgeschwindigkeit des Erdkerns, und zog in ihrem Sinkflug die allgemeine
Temperatur des Planeten mit sich hinab.
Die beiden unmittelbaren Folgen des Temperaturrückgangs
im gesamten geophysikalischen Körper waren:
1: Die Bildung der Lithosphäre
und 2: Sublimation der Atmosphäre.
62. Was ich zuvor gesagt habe, bekräftige ich nun noch
einmal. Meine Gewohnheit, diese Prozesse als Teil meiner „lebendigen
Erinnerung“ zu behandeln, führt dazu, dass ich aus Gewohnheit bestimmte Abläufe
überspringe, die in den Augen anderer vielleicht nicht so offensichtlich sind.
Ich erkläre es genauer.
Wenn ich gesagt habe, dass die Rotationsgeschwindigkeit
und die Geschwindigkeit der Umwandlung von Schwerkraft in Licht und Wärme in
direktem Zusammenhang stehen, und ich nun sage, dass die
Rotationsgeschwindigkeit der Erde abzunehmen begann, so ist klar, dass sich
dieser Rückgang auf den Erdkern auswirkte. Da sich dessen Umdrehungen in einem
vertikalen Abstieg befanden, sobald der zugeführte Brennstoff im Prozess der
Umwandlung von Schwerkraft in Wärme verbraucht war, begann die allgemeine
geologische Temperatur zu sinken. Zuerst die des Erdkerns, dann die des
Erdmantels und schließlich die der Erdkruste. Eine Folge dieser Abkühlung wäre
die Entstehung des lithosphärischen Rings und die
Sublimation der Atmosphäre. Auf diese Sublimation werden wir im Folgenden
eingehen.
63. Und noch einmal, wenn ich über die Verschmelzung der
Primärkruste spreche, betone ich die grundlegende Bedeutung des Wissens über
die Verschmelzung von Feststoffen als Ausgangspunkt für das Verständnis der
Veränderung der Kristallstruktur, die sich in der Struktur der Erde infolge der
Verschmelzung ihres primären geophysikalischen Körpers vollzog.
In diesem Zusammenhang stellt die im Universellen
bestehende künstliche Vorbedingung hinsichtlich des natürlichen Ursprungs der
Planeten eine Hürde dar, die der Leser überwinden muss. Dieses archetypische
Bild für Unwissende, die sich noch immer blind im Tunnel der Schande des 20.
Jahrhunderts bewegen, in dem eine Schwerkraft, die wie durch Zauberei aus dem
Nichts entsteht, ein Meer aus schwebender Materie zusammenpresst, das aus dem
Hut des jeweiligen Merlins sprudelt, und abrakadabra ein physisches Wesen hervorbringt, dieses Bild, das sich aus dem Diskurs selbst
ergibt, passt wie die Faust aufs Auge zu einer Geschichte aus „Alice im Land
der Science-Fiction“.
Und das war’s auch schon.
64. Jede Intelligenz, die etwas auf sich hält und mit
einem System arbeitet, in dem astrophysikalische Werte durch das Verhältnis
zwischen Materie (Stern) und Energie (Schwerkraft) bestimmt werden, gelangt zu
dem Schluss – unter Berücksichtigung der Astro-Ikonografie als Spiegelbild der
Realität –, dass die zeitliche Abkühlung von Sternkörpern dazu führt, dass sich
Nebelmasse an deren äußerer Hülle absetzt, was den natürlichen Ursprung der
Planeten darstellt.
Im Falle des Ursprungs des Planeten Erde ergibt sich
seine kosmische Einzigartigkeit aus der Tatsache, dass sein Ursprung eine
direkte Anwendung der schöpferischen Intelligenz auf das Materie-Energie-System
ist – ein Thema, auf das wir zu gegebener Zeit noch eingehen werden –, und dass
diese sowohl die primären geophysikalischen Parameter als auch die aus dieser
schöpferischen Anwendung ableitbaren geohistorischen Auswirkungen bestimmte.
An dieser Stelle könnten wir uns fragen, warum Gott sich
damals nicht darauf beschränkte, mit einem Planeten natürlichen Ursprungs zu
spielen; eine Frage, die im weiteren Verlauf beantwortet wird, die jedoch die
Theologie betrifft, da sie sich auf das „Warum“ bezieht, während das „Wie“ das
eigentliche Gebiet der Naturwissenschaften ist.
65. Zurück zu unserem Hauptthema:
Unter der Sublimation von Gasen versteht man den Übergang
der Materie vom gasförmigen in den festen Zustand, ohne den flüssigen Zustand
zu durchlaufen. Das alltäglichste Beispiel für die Sublimation von Gasen bietet
uns die Natur jeden Winter. Die Wolken verwandeln sich in Schnee und Hagel.
Auf der Ebene der häuslichen Erfahrung ist der Spielraum
für Experimente sehr begrenzt, doch auf Laborebene gibt es zahlreiche
Experimente, die der Neugier offenstehen. Da wir hier weder den Platz noch die
Mittel haben, um die Worte in Bilder umzusetzen, schließe ich mit den Worten:
Der Eismantel, in den Gott die Uratmosphäre verwandelte –
der Star dieses Ersten Tages –, war „das Licht“ der Genesis.
66. Und ich überlasse es hier meinen Lesern, über das
unglaublichste Geheimnis aller Geheimnisse nachzudenken: Wie konnte sich ein
Mensch vor dreieinhalbtausend Jahren eine so moderne physikalische Vorstellung
vom Ursprung der Biosphäre machen?
A. Verschmelzung der Urkruste,
B. Entstehung der Protoatmosphäre,
C. Abkühlung der Erdkruste und Sublimation der
Ur-Atmosphäre.
Ist das nicht zum Staunen?
Dies ist ein Punkt, auf den ich, glaube ich, immer wieder
zurückkommen sollte – oder zumindest sollte ich das denken. Ich nehme an, wir
werden Zeit haben, auf dieses Thema der kognitiven Beziehung zurückzukommen,
wie sie in dieser Einleitung beschrieben wird: die Gedanken Moses’ zum Inhalt
der Hieroglyphe, die wir „Genesis“ nennen.
67. Jedenfalls vollzog sich die Beziehung des Hebräers
Moses zur Weltgeschichte nicht über die Brücke der Wissenschaft, sondern auf
den Schienen der Allmacht und der Allgewalt, wobei er die Allwissenheit –
verstanden als Wissenschaft – Gott überließ, dem wahren Urheber dieser
Hieroglyphe, wobei die menschlichen Hände nichts anderes sind als Federn, die
sich im Rhythmus bewegen, den der Gedanke dessen vorgibt, der vor der Ewigkeit
steht und Ereignisse auf die Leinwand der Jahrtausende zeichnet, mit derselben
Leichtigkeit, mit der andere ihre Verbrechen im Licht der ganzen Welt planen.
Zwei Themen also, Allwissenheit und Allmacht, zwei verschiedene Gerichte, die
zu gegebener Zeit nach den Regeln der guten Tischkultur serviert werden.
ZWEITER TEIL
SCHÖPFUNG DES HIMMELSWOLKENS
KAPITEL 8. – GEOHISTORISCHE ZUSAMMENFASSUNG
68. Die Überraschung bei der Entdeckung dieser Abfolge
geohistorischer Ereignisse, in der die Genies der modernen Welt nichts anderes
sahen als die überhitzte und fanatische Vorstellungskraft eines Geistes in
einem fieberhaften religiösen Zustand (eine in ihrem Ansatz und ihrer
Entwicklung vollkommen wissenschaftliche Abfolge), darf unseren Blick nicht von
der gesamten Reihe von Tatsachen ablenken, die ich, um den Gesamtüberblick zu
erleichtern, nur flüchtig gestreift habe.
Fassen wir zusammen:
69. Erstens: Kontrollierte Vervielfachung der
astrophysikalischen Dichte pro Kubikeinheit des
Erdgravitationsfeldes. Der Ursprung dieser kontrollierten Vervielfachung, so
sagte ich, ist das Wesen des Göttlichen.
70. Zweitens: Vertikale Beschleunigung der
Arbeitsumdrehungen des geonuklearen Transformators der Erde. Daraus ergaben
sich die Rotationsbeschleunigung des Globus um seine Achse und die
astrophysikalische Implosion des Kerns als Ursprung der Wärme des Planeten.
71. Drei: Globale thermodynamische Erwärmung des
geophysikalischen Körpers, die sich vom Mantel bis zur Oberfläche ausbreitete
und die Verschmelzung der Primärkruste bewirkte.
72. Viertens: Verflüssigung der Primärkruste unter dem
Einfluss der Verschmelzung des äußeren Globus und Entstehung der Ur-Atmosphäre.
(Die chemische Beschaffenheit der Erdatmosphäre, die
unter den Atmosphären ihrer Planetenfamilie einzigartig ist, wirft ein weiteres
Problem auf, auf das ich an dieser Stelle nicht eingehen werde, auf das ich
aber zu gegebener Zeit zurückkommen werde.)
73. Fünf: Nachdem die Umwandlung des
Gravitationsbrennstoffs in Wärme abgeschlossen war, kehrte die Erde in die
Hände der Natur zurück, wobei sich ihre neuen Veränderungen dem Trägheitsgesetz
anpassten.
A. Verlangsamung der Arbeitsumdrehungen des geonuklearen
Transformators.
B. Rückgang der Rotationsgeschwindigkeit des Planeten.
C. Und Absinken der Temperatur des Erdkörpers.
Dies waren die ersten drei sichtbaren Auswirkungen.
74. Sechs: Diese drei Effekte lösten eine neue Abfolge
von Effekten aus. Der erste dieser neuen Effekte war die Abkühlung der äußeren
Oberfläche des Globus, was ipso facto den Grundstein für die Entstehung des
äußeren geophysikalischen Rings, der Lithosphäre, legte.
75. Sieben: Wir können auch von einer Verfestigung der
sekundären Erdkruste sprechen. Nun ja, das ist Geschmackssache. Sobald wir
tiefer in die Materie einsteigen, werden wir Zeit haben, diese Begriffe
voneinander abzugrenzen. Um das Thema etwas voranzutreiben, sagen wir: Die
Lithosphäre ist für den Globus das, was die sekundäre Kruste für die
Lithosphäre ist. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die sekundäre Kruste
die äußere Schicht der Lithosphäre ist. Die sekundäre Kruste war also die erste lithosphärische Schicht, die sich verfestigte.
76. Acht: Der kontinuierliche Rückgang der
geophysikalischen Temperatur auf ihren früheren Ausgangszustand, den sie nie
wieder erreichen würde, führte, wie bereits erwähnt, zur Verfestigung der
sekundären Erdkruste und zur Entstehung des lithosphärischen Rings. Die geophysikalische Architektur vollendete ihren Aufbau mit der
Entstehung des zweiten Rings, des Mantels, dessen Abkühlung die Wärmequelle
verschließen würde, aus der die Uratmosphäre bis dahin versorgt worden war, um
ihren natürlichen Zustand zu bewahren.
77. Neun: Die Abkühlung von außen nach innen des Globus
musste logischerweise den lithosphärischen Ring in
eine Barriere verwandeln, die den Wärmeübergang vom Kern zur Atmosphäre
unterband.
78. Zehn: Thermisch vom Kern isoliert, sank die
Temperatur der Atmosphäre mit der schwindelerregenden Geschwindigkeit, die die
Isolierung vorgab. Ihr Volumen gefror. Das Ergebnis war die Umwandlung der
Atmosphäre in den Eismantel, der während des Nachmittags des Ersten Tages die
Kugelform des Planeten vom Nordpol bis zum Südpol bedeckte.
Wie ich bereits sagte, ist dieser Eismantel das Licht im
Wort des ersten Tages.
79. Dies ist die Abfolge, die wir freudig durchlaufen
haben. Im Laufe der Darstellung habe ich immer wieder konkrete Fakten erwähnt,
die das Ausmaß der Schöpferischen Intelligenz und ihre Beherrschung der
Wissenschaften von Raum, Zeit, Materie und Energie verdeutlichen. Diese
kognitive Beherrschung gleicht einem Feld, in dem der Baum der Wissenschaft der
Schöpfung seine Wurzeln schlägt. Auf diese Fakten werden wir im nächsten
Abschnitt eine Weile näher eingehen.
KAPITEL 9 – ERSTES GESETZ DES VERHALTENS DES UNIVERSUMS
80. Gott wandte auf das geophysikalische System das erste
der Gesetze an, die das Verhalten des Universums regeln: die Umwandlung von
Gravitationsenergie in Licht und Wärme. Da dieses erste Gesetz das allgemeine
Prinzip ist, auf dem Gott die Architektur der Himmel errichtet hat, bleibt die
Geometrie unseres Universums dank seiner Manifestation im lokalen Raum über die
Zeit hinweg konstant. Ich weiß, dass es etwas voreilig ist, eine so kühne
Behauptung aufzustellen, doch im weiteren Verlauf wird sich das Bild, das die
dargelegten Ergebnisse unserem Verstand vermitteln wollen, immer weiter
entfalten, bis sich die ganze Pracht ihrer Schönheit in allen Farben offenbart.
81. Vor diesem Hintergrund führt uns die Anwendung des
ersten Gesetzes aus der Gruppe der Gesetze, die die Physik der Himmel regeln,
auf das geophysikalische System dazu, uns für die Reaktionen zu interessieren,
die Sternkörper mit unterschiedlichen Eigenschaften angesichts desselben
äußeren Faktors auslösen, wie beispielsweise das Eindringen eines Energiestroms
in das Innere ihres Systems, etwa in Form einer intergalaktischen
Gravitationsschnur, die, während er die Abgründe durchquert, die gesamte lose
Materie mitreißt, die sich ihm in den Weg stellt.
82. Die Erklärungen, zu denen wir gelangen können, werden
stets in diesem historischen Ereignis (der Vervielfachung der
Gravitationsdichte des Erdfeldes) ihren Ausgangspunkt haben. Ihre Ableitungen
führen uns dazu, die Beziehung zwischen der universellen Energie und der
astrophysikalischen Materie im Rahmen der Erzeugung von Licht und Wärme zu
formulieren – den beiden unmittelbarsten sichtbaren Folgen, die unsere Sinne
erreichen. Wenn ich von Lichtentstehung spreche, ist damit das gesamte Spektrum
der Sternstrahlung als Wurzel der kosmischen Energie gemeint. Die Bedeutung
dieses Verhältnisses zwischen Gravitationsenergie und Sternmaterie wird in den
folgenden Kapiteln aufgezeigt werden. Vorerst werde ich mich auf die Fakten
beschränken und stets die Vervielfachung der ursprünglichen Dichte des
Gravitationsfeldes als Ausgangspunkt dieser Neuen Kosmologie betrachten.
83. Wir haben beobachtet (und dies geschah, weil aus den
Endwirkungen auf ihre ursprüngliche Ursache geschlossen wurde), dass sich bei
einer Verdopplung der astrophysikalischen kubischen Dichte, d. h. der in
einem Gravitationsfeld vorhandenen Energiemenge – im Falle eines Planeten,
genauer gesagt der Erde –, die Wärmeabgabe des astrophysikalischen
Transformators um diesen Faktor vervielfacht.
Würden wir von einem stellaren Transformator sprechen,
würde sich die erste sichtbare Folge in der Intensität des erzeugten Lichts
zeigen.
In dem Fall, den unser Schöpfer uns vor Augen führt, ist
die Wärme die direkte Folge, die sich aus der Beschaffenheit des Transformators
ergibt, an dem Gott gewirkt hat.
(Das Spektrum astrophysikalischer Wandler übersteigt
unsere Vorstellungskraft. Innerhalb des Horizonts, der sich vor uns auftut, ist
anzunehmen, dass dieses Spektrum Quellen von Gammastrahlen, Röntgenstrahlen und
Strahlen von für unser begrenztes Verständnis des Kosmos undefinierbarer Natur
umfasst. Und schließlich: Wie könnte man es wagen, dem Unendlichen Grenzen zu
setzen!).
84. Die Fragen lauten: Was würde geschehen, wenn nicht
Gott den Prozess der Umwandlung der Energie eines astrophysikalischen Systems
in Licht und Wärme kontrollieren würde, sondern wir uns an den Grenzen des
Himmels befänden und ein Doppel- oder Mehrfachsternsystem aus irgendeinem
äußeren Grund eine außer Kontrolle geratene Vermehrung der Dichte seines
Gravitationsfeldes erleiden würde? Und umgekehrt: Was würde passieren, wenn die
Geschwindigkeit der Umwandlung des Gravitationsfeldes in Licht oder eine andere
Art von Strahlungsquelle das Tempo des Energietransfers von einem System zum
anderen übersteigen würde? Müssten wir dann nicht anfangen, unsere Hypothesen
über den Ursprung von Noven und Supernovae zu
korrigieren?
85. Hier ist noch eine Frage: Sind die Schwankungen in
der Lichtintensität der Sterne und die Variationen ihrer Umlaufperioden und
-zyklen nicht ein Appell an unseren Verstand, mit der Absicht, unseren Geist
dafür zu öffnen, das Universum als einen Ozean aus Energie zu erkennen, auf
dessen Gewässern die Materie schwebt?
Ist es nicht wunderbar merkwürdig, dass Gott, als er von
sich selbst sprach und sich an jene Tage erinnerte, uns davon erzählte und
sagte: „der über der Oberfläche der Wasser schwebte“?
Ich persönlich habe keinerlei Zweifel daran, dass das
universelle Gravitationsfeld mit einem Ozean aus Energie gleichzusetzen ist, in
dem Strömungen stattfinden, die als Kanäle für den Transfer der Schwerkraft von
einem Bereich zum anderen fungieren, wobei Gott durch dieses Bewässerungssystem
die Geometrie seiner Schöpfung in einem perfekten Gleichgewicht hält.
Die Frage, die ich
zuvor aufgeworfen habe, betrifft jedoch die Beziehung unseres Universums –
unserer Galaxie – zum äußeren Kosmos, zum Reich der Galaxien.
86. Die Frage lautete: Was geschieht, wenn eine
überlokale Strömung wie ein Wirbelsturm in den Randbereich unseres Himmels
eindringt und ein Gebiet aus dem Gleichgewicht bringt, sei es durch die
Vermehrung der gesamten vorhandenen Energie oder durch die augenblickliche
Beschleunigung der Arbeitsumdrehungen der astrophysikalischen Materie?
Mit dieser Darstellung soll der Effekt der beschleunigten
Rotation wiedergegeben werden, den die Erde erlebte, als Gott die Dichte ihres
Gravitationsfeldes vervielfachte – ein Effekt, aus dem wir ein Gesetz der
direkten Regelmäßigkeit zwischen dem Prozess der Wärmeerzeugung und der
Rotationsgeschwindigkeit des astrophysikalischen Transformators ableiten.
Diese Idee führt uns zu der Erkenntnis, dass, wenn ein
Stern in eine augenblickliche beschleunigte Rotation versetzt wird, dieser
Effekt folgendermaßen ablaufen muss: die Entstehung einer Nova oder einer
Supernova, falls es sich bei dem von der augenblicklichen Vervielfachung seiner
Arbeitsumdrehungen betroffenen Körper um ein Mehrfachsystem handelt.
Zu gegebener Zeit werden wir uns auch damit beschäftigen,
diesen Entstehungsprozess von Noven und Supernovae
genauer zu untersuchen.
KAPITEL 10 – UND DAS WORT IST GOTT
87. Und nun nehmen wir den Faden wieder auf, den unser
Schöpfer vor uns ausgebreitet hat, der zwar schon immer da war, den Er aber in
Seiner Allwissenheit in der Finsternis liegen ließ, bis die Intelligenz unserer
Zivilisation ihre Ohren für die Sprache der Schöpfungswissenschaft öffnete. Vor
diesem Hintergrund lässt sich die chronologische Zusammenfassung der
historischen Ereignisse, in denen Gott an jenem Ersten Tag die Hauptrolle
spielte, wie folgt darstellen:
A: Vervielfachung der Dichte des Erdgravitationsfeldes.
(Diese Frage der Vervielfachung des Energievolumens eines bestimmten
astrophysikalischen Systems durch Gott – eine Frage, die der Schöpfung selbst
zugrunde liegt – haben wir gelöst, indem wir die Natur des Schöpfers selbst
berücksichtigt haben, eine Natur, die es ihm ermöglicht, die grundlegende
Energiequelle zu sein, aus der der kosmische Ozean schöpft).
B: Vertikaler Anstieg der Arbeitsfrequenz des
geophysikalischen Zentraltransformators. (Die Existenz einer angeborenen
Entsprechung zwischen Gravitationsdichte und Sternrotation bildet die Grundlage
für das Licht und seine Intensität.)
C: Verschmelzung des Mantels und vulkanische
Verflüssigung der Primärkruste. (Ich verzichte auf jeglichen Kommentar hierzu,
da ich den Zusammenhang zwischen der genannten ursprünglichen Ursache und den
dargelegten Endwirkungen der natürlichen Intelligenz des Lesers anvertraut
habe.)
D: Entstehung der „klassischen“ Ur-Atmosphäre. (Wenn ich
von „klassisch“ spreche, meine ich die typische planetarische Atmosphäre –
dünn, chaotisch –, wie wir sie auf den anderen Planeten unseres Sonnensystems
vorfinden.)
E: Abkühlung des Kerns und Verfestigung der sekundären
oder lithosphärischen Kruste.
(Dies war der Ursprung der sekundären Kruste. Auf ihr und
während der Abkühlung wirkte Gott mit Blick auf die Bildung des autonomen
ökosphärischen Substrats, über das ich noch nichts gesagt habe, über das aber
noch etwas gesagt werden wird. Kurz gesagt, da sind die ozeanischen Rücken als
Beweise für die von Gott in Gang gesetzten Zugkräfte, aus deren Verfestigung
sich der Moment ergibt, in dem Gott die Geografie der Kontinente gestaltete.
Die elementarste Logik setzt sich durch und geht davon
aus, dass ein halbflüssiger Zustand der perfekte Moment ist, um einen Teil der
Materie von der Oberfläche des halbfesten Körpers zu entfernen, so wie es
jemand tut, der mit Ton arbeitet und die entstandene Figur anschließend dem
Brennofen aussetzt. In diesem Fall übernahm der beschleunigte
Erstarrungsprozess, den die sekundäre Erdkruste in Gang gesetzt hatte, die
Funktion des Brennofens.
Warum Gott die atlantische Hemisphäre aufgeschnitten hat,
ist Teil der geophysikalischen Architektur, die der Schöpfung der
biosphärischen Ebene zugrunde liegt, worüber wir gleich das Nötige sagen
werden.
Tatsache ist, dass die Zugkräfte, die den Atlantikanal
schufen und zur Entstehung der ozeanischen Rücken führten, beim Erstarren der lithosphärischen Schicht ihre Spuren hinterließen. Und dort
sind sie als Zeugnis für die Existenz der schöpferischen Aktivität, die an den
Kontinentalplattformen wirkt.
Ich möchte mich nicht dazu äußern, inwiefern diese
Schöpfung die Theorie der Plattentektonik beeinflusst. Neben der Theorie der
Biosphärenebene werde ich einen weiteren Beweis gegen das geophysikalische
Modell vorbringen, das das 20. Jahrhundert als Norm durchgesetzt hat.
F: Sublimation der Ur-Atmosphäre. (Ich sagte, als die
Lithosphäre die Ur-Atmosphäre vom Kern isolierte: Durch den Temperaturabfall
gezwungenermaßen gefror die Atmosphäre, sublimierte, und das Endergebnis war
ihre Umwandlung in einen Eismantel, der – wie zuvor das Lavameer – die Kugel der Erde vom Nordpol zum Südpol, von Ost nach West bedeckte.)
88. Dieser Eismantel, der den Planeten am Nachmittag
jenes Tages umhüllte, war das Licht, das aus den Lippen unseres Schöpfers kam,
als er sprach: „Es werde Licht.“
Und so geschah es.
Und so war es.
Das Gegenteil wäre absurd gewesen.
Der kartesische Zweifel als Methode zur Beziehung
zwischen der Intelligenz des Schöpfers und der des Geschöpfes ist keine
Methode, sondern eine Trennmauer, ein Zaun, der die Möglichkeiten und
Fähigkeiten der Wissenschaft einschränkt, in Richtung der schöpferischen
Allwissenheit zu wachsen.
Wenn ich unter Allmacht zuvor die schöpferische Fähigkeit
verstanden habe, die Dauer eines Prozesses auf das mögliche Minimum zu
reduzieren, so verstehe ich unter Allwissenheit nun die Herrschaft, die Gott in
seiner Weisheit über alle Wissenschaften der Materie, des Raums, der Zeit und
der Energie ausübt. Und dabei schließe ich in diese Liste Wissenschaften ein,
die in verschiedenen Universen wirken, über die wir nichts sagen können, außer
dass wir ihr unendliches Wissen bestaunen.
KAPITEL 11 – DIE SCHÖPFUNG DES FIRMAMENTS
89. Wenn man also den Zustand der Erde am Ende des Ersten
Tages vor Augen hat – den geophysikalischen Globus, der von jenem Eismantel
umhüllt war, den sein Schöpfer „das Licht“ nennt –, bot sich aus der Ferne der
Anblick unseres Planeten als eine riesige Eiskugel, die im Abgrund schwebte,
wie der Anblick eines gewaltigen kosmischen Eies, das in der Finsternis geboren
wurde.
Die nächste
geohistorische Abfolge, die Gott im Sinn hatte, war die folgende:
90. Die Verschiebung der Erde von ihrer Ursprungsregion
an ihren endgültigen Platz im Himmel.
(Die Lokalisierung der Ursprungsregion unserer Erde wird
ein Problem sein, das in den kommenden Kapiteln gelöst werden muss. Die
Notwendigkeit, den Leser vor der Skepsis zu warnen, die diese Lokalisierung
hervorrufen wird, legt mir dies nahe. Auch dieser Herausforderung werde ich
mich mit Eleganz und Gelassenheit stellen.)
91. Einbringen der Erde in das Sonnensystem und
Einordnung in ihre dritte Umlaufbahn.
92. Sublimation des Eismantels. (Unter Sublimation des
Eises versteht man den Übergang der Materie vom festen in den gasförmigen
Zustand, ohne den flüssigen Zustand zu durchlaufen. In diesem Fall wäre es der
umgekehrte Vorgang zur Sublimation von Gasen.
Wenn wir am gestrigen Tag gesehen haben, wie Gott es
geschafft hat, die Temperatur des Globus bis zum kritischen Sublimationspunkt
seiner Atmosphäre zu senken, werden wir an diesem neuen Tag den umgekehrten
Prozess betrachten. Mein Rat ist, die Augen des Verstandes zu öffnen und sich
darauf vorzubereiten, Wunder zu begreifen. Und wie immer: Sollte der eine oder
andere Einwand auftauchen, braucht man sich keine allzu großen Sorgen zu
machen, alles wird sich lösen.)
93. Zerbrechen des Eismantels in zwei Blöcke und Rückzug
zu den geografischen Polen. (Dieser Rückzug der beiden Eisblöcke zu den
Polkappen ist eine geohistorische Epoche, die die klassische Geologie –
ausgehend von einer anderen Perspektive – in das Bewusstsein aller eingeprägt
hat.
Ich erinnere hier daran, dass die Wissenschaft das ABC
der Sprache der Schöpfung ist. Das andere – nämlich der Versuch, das Universum
und seine Geschichte nach dem Maßstab der Allmacht der menschlichen Vernunft zu
formen – ist eine Übung in Eitelkeit, zu der ich mich jetzt nicht äußern werde.
Sowohl die Wissenschaft als auch die Theologie sind bis
heute der Knechtschaft unterworfen geblieben, die die Notwendigkeit des
Sündenfalls auferlegt hat. Wir sollten die Theorien und intellektuellen
Standpunkte, die sowohl der Glaube als auch die Vernunft durchlaufen haben,
nicht von einer Tribüne der Anklage und Verurteilung aus analysieren. Wären wir
möglicherweise in die Fußstapfen eines unserer Vorfahren getreten, hätten wir
genau das getan, was sie taten. An diesem Tag der Freude wollen wir also nicht
ernst werden).
94. Entstehung des Ozeans und Bildung der biosphärischen
Atmosphäre. (Diese Atmosphäre ist das Firmament im Wort des zweiten Tages.
Gleich tauchen wir in ihre geohistorische Abfolge ein. Bevor die
Morgendämmerung dieses zweiten Tages anbricht und die Geschichte uns einen
Schritt näher rückt, halte ich es für keine schlechte Idee, über den Ort
nachzudenken, an dem Gott das Licht schuf. Ich weiß schon, dass sich so mancher
die Hände über den Kopf schlagen und sprachlos sein wird. Nun, man muss nur das
Evangelium aufschlagen und sehen, was sein Sohn tat, um über diese Überraschung
zu staunen).
DRITTER TEIL
DIE SCHÖPFUNG DER LEITER DER NATURELEMENTE
KAPITEL 12 – ÜBER DIE FINSTERNIS
95. Der biblische Text lügt nicht. Am vierten Tag der
Genesis wird uns gesagt, dass Gott die Sterne schuf, um das Licht von der
Finsternis zu trennen. Ich zitiere:
„Und so geschah es. Gott schuf die beiden großen
Leuchten, die größere, um über den Tag zu herrschen, und die kleinere, um über
die Nacht zu herrschen, sowie die Sterne; und er setzte sie an das
Himmelsgewölbe, damit sie die Erde erleuchten und über Tag und Nacht herrschen
und das Licht von der Finsternis trennen.“
Wer hat diesen Text nicht schon einmal gelesen?:
„Gott schuf die Sterne und setzte sie an das
Himmelsgewölbe, um das Licht von der Finsternis zu trennen.“
Der Verfasser der Genesis sagt uns zunächst, dass Gott
das Licht schuf, und erklärt uns gleich darauf, dass er das Licht, nachdem es
geschaffen war, von der Finsternis trennte.
96. Nun, die Optionen, die uns geboten werden, sind, wie
sie sind, und lassen keinen Spielraum zu. Gott schuf das Licht, trennte es dann
von der Finsternis und schuf die Sterne, um das Licht von der Finsternis zu
trennen. Die Frage ist, was nun passieren würde, wenn wir an die Stelle, an der
Mose „Licht“ schrieb, den „Eismantel“ setzen würden, dessen Entstehung wir
verfolgt haben.
Wird die Stimmung langsam heißer?
Wie wäre es, wenn wir Bleistift und Papier zur Hand
nehmen und ein paar Linien ziehen?
Wir zeichnen einen Kreis in eine Ecke des Papiers und
nennen ihn Erde.
Auf der gegenüberliegenden Seite zeichnen wir einen
weiteren Kreis und nennen ihn „Finsternis“.
Nun zeichnen wir in der Mitte eine Trennmauer zwischen
Erde und Finsternis, die wir „Sterne“ nennen.
Das ist das Bild, das sich ergibt, wenn wir die Erde dort
platzieren, wo Moses das Licht platzierte. Und tatsächlich sehen wir, wenn wir
zum Himmel blicken, dass die Himmel als Trennmauer zwischen der Erde und dem
äußeren Kosmos fungieren.
97. Fazit: Wenn Gott das Licht schuf und es von der
Finsternis trennte … dann befand sich die Erde zu jenem Zeitpunkt in jenem
Bereich, von dem sie heute durch die Sterne getrennt ist. Oder, was auf
dasselbe hinausläuft: Bevor er das Licht schuf, befand sich die Erde inmitten
der Finsternis.
98. Ich verstehe, dass diese einfache Art, Logik zu
entwickeln, dem Leser als eine finstere Kunst erscheint, die Dinge noch weiter
zu verkomplizieren. Tatsache ist jedoch, dass ich, so sehr ich es auch
versuche, diese Komplikation nicht erkennen kann, und vielleicht wage ich mich
deshalb an die Nachstellung der geohistorischen Ereignisse, ohne an die Meinung
der Jahrhunderte zu denken. In der Stunde der Wahrheit, die uns hier
interessiert, lautet die Frage: Wo, in welcher Region des Weltraums, befindet sich
jene Finsternis, die die Oberfläche des Abgrunds bedeckte, als Gott sprach: „Es
werde Licht.“
99. Die Offenbarung beschränkt sich darauf, uns über die
astronomische Entfernung zu informieren, die Gott zwischen der Finsternis und
dem Licht geschaffen hat. Sie nennt weder Zahlen noch intergalaktische
Koordinaten. Sie sagt uns, dass Gott die Erde erschuf und zwischen der Erde und
seinem Ursprungsort die Himmel schuf. Eine wunderbare und revolutionäre
Übersetzung, die uns in unseren Sitzen festnagelt und uns genau dort platziert,
wo unser Schöpfer uns sehen wollte: inmitten der Finsternis und mit dem Blick
auf die Himmel gerichtet. Was nützt es uns also, mit den Füßen auf dem Boden zu
stehen, wenn am Ende doch derjenige, der mit dem Kopf in den Wolken schwebt,
die Dinge am besten sieht?
100. Eine zusätzliche Frage drängt sich auf.
Hat Gott die Sterne geschaffen, um die Erde von ihrem
Ursprungsgebiet zu trennen, ohne anderen Grund als den, den Tierkreis an die
Himmelskuppel zu zeichnen?
Oder hat er dem Himmel aus einem anderen Grund
galaktische Ausmaße verliehen?
Eine bejahende Antwort würde die Behauptung eines
historischen Unmöglichen bedeuten, nämlich nichts Geringeres, als dass ein
Mensch vor dreieinhalbtausend Jahren, ohne jemals den Kosmos beobachtet zu
haben, begriffen hätte, dass unser Universum eine Galaxie im Herzen eines
Ozeans aus sich bewegenden Galaxien ist – weshalb Gott unserem Himmel seine
heutigen astronomischen Ausmaße verlieh.
KAPITEL 13 – DIE LEITER DER NATÜRLICHEN ELEMENTE
101. Aber fahren wir fort.
Nachdem das Licht erschaffen worden war (ein Vorgang, den
wir entlang der Zeitachse beschrieben haben, mit der Gott seit seiner Genesis
die Wissenschaft aller Zeiten herausgefordert hat, und auf der wir zur
Verschmelzung der Primärkruste und zur Sublimation der daraus resultierenden
Uratmosphäre gelangt sind, in der Gott den Eismantel schuf, der am Morgen des
ersten Tages die Kugelform des Planeten Erde bedeckte, und ohne die
mechanischen Vorgänge zu beurteilen, da es sich um ein natürliches Phänomen handelt:
Verschmelzung der Urkruste und Sublimation der
Uratmosphäre), ließen wir das Thema der Offenbarung ein wenig in der Schwebe,
bis sich die Gelegenheit bot, wieder auf den Boden der Tatsachen
zurückzukommen.
102. Und ohne weiter ins Detail zu gehen, kehrten wir zum
Text zurück; beim Lesen seiner Zeilen waren wir uns einig, dass die Definition
des Schöpferwortes, durch dessen Identität es das Land der Metaphern,
Übertreibungen, Mythen und anderer legendärer Wesen verlässt, aus „dem Licht“
einen Schlüssel von Champollion machte, mit dessen Hilfe die Offenbarung
entgegen aller bis heute vertretenen theologischen oder wissenschaftlichen
Meinungen interpretiert wird, indem gesagt wird, dass Gott die Erde von ihrem
Ursprungsort trennte und sie in die Himmel einführte – eine Schlussfolgerung,
die sich aus dem Text ableiten lässt: „Und Gott sah, dass das Licht gut war,
und trennte es von der Finsternis“ – eine Aussage, die mich im Lichte dieser
Auslegung dazu bringt, den Mut des menschlichen Autors zu bewundern, der es
wagte, ohne wissenschaftliche Grundlage eine solche Trennung von Licht und
Finsternis durch die Hand Gottes selbst zu bekennen, der die Erde und den
Himmel erschaffen hatte.
Die Unwissenheit Moses’ ist genau der Ort, an dem die
Weisheit dessen liegt, der ihm den Text diktierte, und durch sein Schweigen
wurde sein Schreiber zum weisesten Mann seiner Zeit. In einem Abschnitt, der
der Unwissenheit Moses’ als Schreiber Gottes gewidmet ist, werden wir auf das
Thema der Allwissenheit des Herrn zurückkommen, der ihm die
Schöpfungsgeschichte des Universums diktierte. Wie könnte es auch anders sein?
Oder hat für uns nicht alles damit begonnen, als die Erde erschaffen wurde?
103. Wir wissen bereits, dass man da draußen sagt, die
wahre Geschichte des Menschen reiche sogar bis vor die Existenz der Erde
zurück. Nun ist aber weder die Existenz des Menschen für den Kosmos von
entscheidender Bedeutung, noch ist die Kenntnis der Struktur der Galaxien für
die Existenz des Menschen lebenswichtig. Wenn also der Mensch nicht existieren
würde, wäre der Kosmos weiterhin dort, wo er ist, und würde seinen Weg gehen,
und wenn der Mensch die Struktur des Kosmos nicht kennen würde, würde er
deshalb dennoch nicht aufhören, das zu sein, was er ist.
Das soll nicht heißen, dass die Erkenntnis des Universums
für uns keinen spezifischen existenziellen Wert habe; vielmehr soll damit
deutlich gemacht werden, dass die Erkenntnis, die für den Menschen als Wesen
von lebenswichtiger Bedeutung ist, die Erkenntnis Gottes ist; und da in Gott
der Schöpfer liegt, gehört die Wissenschaft der Schöpfung natürlich dazu, um es
bildlich auszudrücken.
104. Manch einer wird sich fragen, warum Gott dann die
Erinnerung an die Schöpfung der Erde und der Himmel im Schweigen gehalten und
den Schöpfer in Gott vom Herrn getrennt hat. Eine Haltung, die Gott in Christus
einnahm, indem Er den Glauben und die Intelligenz wie zwei Arme an einem
einzigen Körper vereinte, die dazu geboren sind, demselben Willen zu gehorchen,
wobei jedoch die Bewegung jedes Arms dem Gedanken des Kopfes unterworfen ist,
unter dessen Impulsen sich der gesamte Körper bewegt.
Und ich werde
diese einfache Frage beantworten, indem ich bekräftige, dass es in Wahrheit so
gewesen ist.
Gleichzeitig werde ich bestreiten, dass Gott von Anfang
an die Erkenntnis des Schöpfers in sich selbst nach diesem Wachstumsmuster
unter den Bedingungen der Erkenntnis von Gut und Böse vorgesehen hätte. Was
geschehen ist, ist geschehen, und es gibt kein Zurück mehr. Und weil es
geschah, erlitt die Bildung der Intelligenz nach dem Ebenbild und Gleichnis der
unseres Schöpfers im Laufe der Entwicklung einen Rückschlag, der Gott
tatsächlich dazu zwang, der Erkenntnis der Wissenschaft der Schöpfung die Erkenntnis
vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse voranzustellen, dessen Frucht, wie wir
wissen, der Krieg ist.
105. Ich weiß nicht, ob derjenige, der diese Zeilen
liest, die Gesetze dieser Wissenschaft begriffen hat. Ich für meinen Teil
glaube, dass die Struktur dieser Frucht verstanden wurde, und aus der
Erkenntnis, die aus der Erfahrung stammt, kann ich niederschreiben, was mit der
Erkenntnis, die aus der Theorie stammt, in der Sprache des Ersten Menschen
Gestalt annahm, nämlich: „Verflucht sei jeder, der von dieser Frucht isst, und
verflucht sei derjenige, der von der Frucht des Baumes der Erkenntnis von Gut und
Böse zu essen gibt.“
Ein abschließendes Bekenntnis, das mich zu dem Punkt
zurückführt, von dem aus wir diese kleine Reise begonnen haben, als wir über
die Trennung des Lichts sprachen, die Gott vollzog, nachdem er es in der
Finsternis erschaffen hatte. Als ich darüber schrieb, sagte ich, dass, solange
die Unwissenheit ihr Gesetz hatte, die Unmöglichkeit, in ihren Inhalt
einzudringen, die einen – die Theologen – und die anderen – die Wissenschaftler
– dazu veranlasste, Gott seine Genesis zurückzugeben, eingehüllt in das Papier
der Metaphern und Mythen.
Doch nachdem das Licht durch den Eismantel übersetzt
worden war, der am Ende des ersten Tages die Erdoberfläche bedeckte – ein
Eismantel, der durch die Sublimation der Uratmosphäre entstanden war, die aus
der Verschmelzung der Urkruste hervorgegangen war –,
bleibt uns nichts anderes übrig, als das Papier der theologischen Tradition und
der Kosmologie des 20. Jahrhunderts in Brand zu setzen, die Asche wegzublasen,
den Tisch abzuräumen und auf der Grundlage der Informationen, die Gott uns in
seinem Buch schenkt, erneut an die Arbeit zu gehen.
Vielleicht werde ich in einem anderen Abschnitt auf
dieses Thema zurückkommen, und vielleicht habe ich es bereits in einem früheren
Abschnitt getan.
Das spielt keine Rolle.
Und ich sage das nicht, weil ich zu denen gehöre, die
glauben, dass eine Wahrheit umso wahrer oder weniger wahr ist, je öfter der
Hammer auf den Kopf des jeweiligen Dummkopfs fällt. Ich sage das in der
Überzeugung, dass das Leben ein Gedanke ist, der sich ausgehend von
universellen Wurzeln selbst erschafft, und nicht, weil ein Traum durch häufiges
Träumen an Bedeutung gewinnt oder weil der Körper, wenn er aufhört zu träumen,
den Nutzen verliert, den ihm die nächtliche Ruhe verschafft.
Ganz und gar nicht!
106. Denn die Bedeutungslosigkeit des Menschen für den
Kosmos ist eine Tatsache; die Wahrheit existiert an sich, auch wenn es
niemanden im Universum gäbe. Ich könnte jetzt sofort aufhören zu existieren,
aber die Wahrheit war vor mir da und wird ohne mich weiterbestehen.
107. Was meine Gewohnheit betrifft, immer wieder auf
einen bestimmten Punkt zurückzukommen – der heute der eine und morgen ein
anderer sein kann –, so ist dies eher dem Bedürfnis geschuldet, einen
gemeinsamen Bezugspunkt zwischen Autor und Leser aufrechtzuerhalten.
Aus Gewohnheit neigt der Essayist dazu, sich in seinen
Gedanken zu verlieren, und der Leser dazu, sich an einer konkreten Idee
festzuhalten.
Und da der vorliegende Fall von solcher Komplexität ist,
so sehr ich ihn auch mit dem Tuch der Einfachheit überziehen möchte, bleibt
doch die Tatsache bestehen, dass das Verweisen von Kosmologie und Theologie –
unter Berücksichtigung ihrer Haltung gegenüber der Genesis des Mose – vom
Arbeitstisch, auf dessen Oberfläche sich der Geist der Intelligenz Gottes in
diesem 21. Jahrhundert bewegt, einen Akt voraussetzt, der eher der Kunst als
der Wissenschaft verwandt ist, vorausgesetzt, dass Schreiben eine Kunst ist und
es Kunst ist, dem Gedanken Ausdruck zu verleihen; etwas, dem ich persönlich
zustimme und was ich von den Philosophen und Helden der Revolutionen des
zweiten Jahrtausends ableite, wobei die Ersteren ihre Federn mit der Kunst des
Polemikers und die Letzteren ihre Schwerter mit der Kunst der Philosophen
schärften.
Die beiden Male, als diese Verbindung Früchte trug,
brachte sie zwei Ereignisse von ewiger Bedeutung hervor: die Französische
Revolution und die Russische Revolution.
108. Das Problem liegt also nicht im Wort, sondern in der
Anwendung der Kunst seiner Wissenschaft. In diesem Fall ist die Wahrheit, nicht
die Macht, der Anfang und das Ende. Und daher ist die menschliche Meinung Staub
auf dem Tisch, da der Mensch vergänglich und die Wahrheit ewig ist. Dessen
Oberfläche haben wir freigeräumt, um die Erde an ihren Platz zu setzen an dem
Tag, an dem Gott das Licht schuf, und nachdem es geschaffen war: „trennte er es
von der Finsternis“.
109. Um nun zum Punkt der Wiederherstellung
zurückzukommen, möchte ich sagen, dass jeder, der zwei Augen im Gesicht hat,
erkennen wird: Nachdem das Licht in der Finsternis geschaffen worden war,
befand sich die Erde – wobei das Licht der Eismantel war, der am Ende des
ersten Tages ihre Oberfläche bedeckte – in der Finsternis.
Von dieser Region trennte Gott es, nachdem das Licht
geschaffen war, d. h. den Eismantel, der am Ende des ersten Tages die Kugel der
Erde bedeckte, wie es seit dreitausendfünfhundert Jahren geschrieben steht:
„Und Gott sah, dass das Licht gut war, und er trennte es von der Finsternis.“
Wenn er es trennte, dann deshalb, weil es da war. Und
wenn Gott danach die Sterne schuf, um das Licht von der Finsternis zu trennen,
wie es am vierten Tag zu lesen ist: „Gott machte die beiden großen
Leuchtkörper, den größeren, um über den Tag zu herrschen, und den kleineren, um
über die Nacht zu herrschen, sowie die Sterne; und er setzte sie an das
Firmament der Himmel, damit sie die Erde erleuchten, über Tag und Nacht
herrschen und das Licht von der Finsternis trennen.“
110. Wenn wir also in dieser Zeile der Hieroglyphe des
Mose „Licht“ mit „Eismantel“ übersetzen, ergibt sich, dass sich die Erde in
einer Region außerhalb der Himmel befand. Eine umwerfende und erstaunliche
Übersetzung, die – wäre es nicht so, dass Gott selbst sie verfasst hat und sein
Schreiber sie mit dem Stab der Herrschaft niederschrieb, den er zur Trennung
der Wasser des Roten Meeres benutzte – unseren Verstand in die Welt der
Außerirdischen treiben würde, und wo ich C für Kosmologie setze, müsste ich F
für Fantasie setzen.
Nachdem dies nun feststeht – denn es verdient es,
festgehalten zu werden –, und da die Tür nun offen ist, treten wir ein.
111. Wie Gott diesen Wechsel von einem Bereich des
allgemeinen Raums in den Bereich bewirkte, in dem sie sich heute befindet,
darüber hat der Autor nichts gesagt. Er hat auch nichts über die spezifische
Beschaffenheit des Ursprungsbereichs gesagt, in dem Gott die Erde erschuf. Auch
ich werde an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen. Wenn es dieser
Kosmologie zuträglich ist, werden wir den Schleier lüften. Es reicht vorerst
aus, anzunehmen, dass Gott die Erde außerhalb unserer Himmel, jenseits der
Sternbilder unserer Galaxie, im von Finsternis bedeckten Abgrund erschuf.
112. Um auf das Thema der Entstehung der sekundären
Erdkruste und der Sublimation der Uratmosphäre zurückzukommen: Die Tatsache,
dass sich die Erde in einer Region befand, in der der absolute Nullpunkt
herrschte, war der Beschleuniger, den Gott nutzte, um den Eismantel zu
erschaffen.
Wir sehen, dass die Atmosphäre des Mars, da er weiter
entfernt war, nicht denselben Sublimationsprozess durchlief wie die der Erde.
Die Einzigartigkeit, die die Biosphäre unter den Planeten ausmacht, zeugt von
der Existenz einer besonderen geohistorischen Periode, die – so unglaublich es
uns auch erscheinen mag – durch die Offenbarung offenbar wird, wenn Gott
erklärt, dass die Einzigartigkeit der Biosphäre dem Ursprungsgebiet, in dem Er
sie erschuf, folgt und eine Antwort darauf ist. Eine spontane Feststellung, die
uns unmittelbar zum Problem der Macht des Schöpfers des Universums führt. Denn
wenn der Schöpfungsprozess der Biosphäre, intellektuell betrachtet, in der
dargelegten Abfolge seine wissenschaftliche Natur offenbart, so betrifft der
unüberwindbare Einwand die Natur jenes Wesens, das nicht nur darüber nachdenkt,
wie die Dinge zu tun sind, sondern zudem über unendliche Macht verfügt, um sie
auszuführen.
113. Ich weiß nicht, ob ich es bereits gesagt habe, aber
falls nicht, sage ich es jetzt: Macht ohne Intelligenz erfüllt nicht das
Erfordernis, das die Transformation der Wirklichkeit verlangt; und umgekehrt
bleibt Intelligenz ohne Macht in Träumen, in Fantasien, in Antworten, die der
Wind davonträgt.
In diesem Fall, da wir durch die Theologie Gott und durch
die Wissenschaft das Universum kennen, müssen wir nur noch beides zu einer
neuen Wissenschaft verschmelzen, der Wissenschaft der Schöpfung, und ihren
Gesetzen und Prinzipien folgen.
In diesem Fall wusste Gott, dass sich das Volumen einer
Atmosphäre, die einer Region ausgesetzt ist, in der der absolute Nullpunkt
herrscht, sublimieren und zur Entstehung eines Eisblocks führen würde, und da
er dazu in der Lage war, tat er es.
Und er nannte den Eismantel „Licht“.
114. Doch die Einbindung der Erde in die Himmel bereitete
Gott vor, noch bevor Er den Mund öffnete und die Schöpfungssequenz des Lichts
in Gang setzte. Es war kein Zufall, dass Gott ein Sternensystem mit
planetarischen Eigenschaften fand, die mit der Erde kompatibel waren. Bevor Er
in den Ozean der Milchstraßenkonstellationen eintauchte, wusste Gott, wonach Er
suchte, wo sich das Gesuchte befand und welche Eigenschaften das von Ihm
gesuchte Sonnensystem aufwies. Und Er wusste es, weil Er selbst dessen planetarische
Struktur so gestaltete, dass keine Ablehnung gegenüber der Einbindung der Erde
in das Sonnengefüge hervorgerufen würde.
115. Die Genesis geht von einer bereits bestehenden
Grundlage aus: Die Erde und die Himmel waren bereits erschaffen, und auf ihrer
Oberfläche haben wir uns auf die Reise begeben. Wir hätten diese Reise damit
beginnen können, in die Tiefen der Zeit einzutauchen, aber ich habe es
vorgezogen, dem von Gott im Voraus festgelegten Weg zu folgen, unter anderem,
weil Er das Terrain besser kennt als wir. Zu gegebener Zeit werde ich mich
daran wagen, die Entstehung des Sonnensystems nachzuzeichnen. Bis es soweit ist,
müssen wir die grundlegenden Gesetze auf den Tisch legen, die für das
Verständnis einer für uns so interessanten systemologischen Abfolge notwendig sind.
116. Die Einbindung der Erde in das Sonnensystem – so
selbstverständlich sie demjenigen auch erscheinen mag, der die Göttlichkeit mit
der Macht assoziiert, einfach nur den Mund aufzumachen und schon sei alles
erledigt – erforderte also die Lösung einer Flut komplexer Gleichungen, voller
Unbekannter und zu berücksichtigender Faktoren. Wie jedes andere System im
Universum kann auch das Sonnensystem die Einbindung eines neuen Elements nicht
akzeptieren, ohne selbst eine Zustandsänderung zu durchlaufen. In Anbetracht
dieser einfachen universellen Regel für die Integration astrophysikalischer
Körper in komplexe Systeme stellte Gott sicher, dass es unmöglich war, dass das
Sonnensystem als Reaktion auf die Einbindung der Erde in seine Struktur eine
Ablehnung oder zerstörerische Störung erfahren würde, indem er Sonne, Erde und
Mond mit demselben Ursprung in Raum und Zeit schuf.
117. Nachdem die Sonne und die Planeten mit ihren Monden
und Ringen erschaffen waren, schritt Gott zur Isolierung der Erde, der Wurzel
der Verwirrung, auf die sich der Text bezieht, um – wie wir bereits gesehen
haben – nach der Erschaffung des Lichts die Erde und die Sonne wieder zu
vereinen; um diesen Moment kreisen unsere Überlegungen in diesem Abschnitt.
Diese Integration folgte einem bestimmten Weg. Und auf diesem Weg musste die
Eisschicht ihren eigenen Weg zur Umwandlung in Luft und Wasser einschlagen. Die
Beschreibung dieses Weges ist das Ziel, das wir uns im nächsten Abschnitt
vornehmen werden.
118. Und schließlich machte sich die Folge des Eintritts
der Erde in die boreale Bahn (das Tor, durch das die Erde in das elektrische
Feld der Sonne eintrat) auf der Oberfläche des Eismantels bemerkbar. Die
Tatsache, dass die Erde über diese boreale Bahn in ihre biosphärische
Umlaufbahn gelangte, hatte komplexere Ursachen, als wir hier behandeln wollen.
Wenden wir uns vorerst dem Schmelzen des Eismantels und den physikalischen
Folgen seiner Beschleunigung bis zum maximalen kritischen Punkt im Verlauf dieses
Prozesses zu. Ein augenblicklicher Anstieg, den Gott anstrebte, als er der Erde
den Zugang über die boreale Bahn gewährte.
119. Tatsache ist, dass Gott durch die Führung der Erde
auf die boreale Sonnenbahn den Auftauprozess der Eisdecke auf die maximal
zulässige Geschwindigkeit beschleunigte und dasselbe auch mit der daraus
resultierenden Verdampfung des entstehenden Produkts tat.
Das Zusammenspiel der Kräfte, durch das sich das
Schmelzen des Eismantels auf sein mögliches Maximum beschleunigte, verbindet
klassische mit revolutionären Kräften und verweist auf jene schwer fassbare
Quantenkosmologie als Ursprung aller Prozesse der Entstehung
astrophysikalischer Materie und elektromagnetischer Energien.
Je näher sich Erde und Sonne einander näherten, desto
geringer wurde der Abstand Sonne-Erde und desto intensiver verlief der
Auftauprozess des Eismantels. Die Schnelligkeit dieser Annäherungsbewegung ist
der Grund, warum wir von Sublimation sprechen. In diesem Sinne war die
Sublimation des Eismantels eine direkte Verdampfung. Um dies so einfach wie
möglich zu verstehen, können wir es mit dem Auflegen eines glühenden Eisens auf
die Oberfläche eines Eisstabs vergleichen. Die Sonne
fungierte als glühender Eisenstab in der Hand Gottes und die Erde als Eisstab.
Ich spreche nicht im übertragenen Sinne, wenn ich sage:
Hätte Gott das Eisen unbegrenzt lange aufgelegt, hätte sich die gesamte Masse
der Eisdecke in Atmosphäre verwandelt. Zumindest ist das der Eindruck, den die
bis ins Unendliche reichende Ausdehnung des Themas bei uns hinterlässt. Ich
würde sagen, dass es sich dabei lediglich um einen Anschein handelt und um
nichts weiter. Ein Anschein, der uns dazu einlädt, einen weiteren Schritt nach
vorne zu machen. Und zu versichern, dass die Stabilität des Universums im
Allgemeinen und unseres Sonnensystems im Besonderen auf zwei Grundpfeilern
beruht. Den ersten haben wir bereits gesehen: Es ist die Umwandlung von Energie
in neue Energieformen. Der zweite ist die elektrodynamische Natur der
fundamentalen kosmischen Materie.
KAPITEL 14 – ZWEITER GRUNDSATZ DES VERHALTENS DES
UNIVERSUMS
120. Die Untersuchung, die Gott zum Verhalten der
kosmischen Materie durchführte, führte ihn in das Reich der astrophysikalischen
Elektrodynamik. Während der Forschungen über die Natur von Raum, Materie und
Zeit, die Gott im Rahmen seiner Suche nach der Beherrschung der Wissenschaft
der Schöpfung durchführte – was es ihm ermöglichen würde, die universelle
Realität zu transformieren – beobachtete Gott, wie die Elementarmaterie trotz
ihrer Transformationen und Dimensionssprünge im allgemeinen Raum die
Eigenschaften ihrer atomaren Natur bewahrt.
Die Entdeckung der Erhaltung der natürlichen atomaren
Eigenschaften der fundamentalen kosmischen Energie, unabhängig von der
zurückgelegten Richtung, eröffnete Gott einen grenzenlosen schöpferischen
Horizont. Denn so groß die Entfernungen auch sein mögen, die während des
Sprungs von der mikrokosmischen zur makrokosmischen Materie zurückgelegt werden
– die Natur ihrer elektrodynamischen Kräfte bleibt erhalten –, ist das
Szenario, das sich der schöpferischen Intelligenz eröffnet, unbegrenzt. Mehr
noch: Diese Entdeckung allein bewirkt, dass sich die Sterne und ihre systemologischen Netzwerke in Bausteine, in Blöcke, in ein
Feld aus Rohmaterial verwandeln, aus dem die gesamte Masse gewonnen werden
kann, die zum Errichten von Sternbildgebäuden erforderlich ist.
121. Wendet man dies nun an: Wenn das erste Gesetz (die
Umwandlung des Gravitationsfeldes in Licht) der Kontraktion des Universums bis
ins Unendliche entgegensteht, da die Energiemenge in der Gleichung nicht
statisch bleibt – eine aus der Umwandlung der Schwerkraft in Licht und
elektromagnetische Kräfte resultierende Instabilität der Gleichung –, eine
Stabilitätsbedingung, die die Hypothese erfordert, um der Kontraktion des
universellen Feldes zu einem Urkern freien Lauf zu
lassen, und die nicht erfüllt ist – eine Tatsache, die die Stabilität des
lokalen astrophysikalischen Systems belegt; dieses zweite Gesetz – die
elektrodynamische Natur der Gravitationsfelder – versperrt der
entgegengesetzten Bewegung (Zerstörung durch Zerstreuung) den Weg, indem es
zwischen den Sternensystemen ein elektrodynamisches Verhaltensnetzwerk aufbaut.
Das heißt, die Wirksamkeit dieses Gesetzes der Umwandlung
von Gravitationsenergie in elektromagnetische Kräfte und andere Formen von
Lichtenergie, die Wirksamkeit dieses Gesetzes – wie gesagt – gegen die
Zerstreuung durch ständige Abschwächung des Volumens der universellen Energie:
Sie erhält die Konzentration auf der Grundlage der Gesetze der Elektrodynamik
aufrecht.
122. Und schließlich ermöglicht das Inkrafttreten dieser
elektrodynamischen Schutzmauer die Existenz von Gravitationsströmen um
astrophysikalische Kontinente, die einer Theorie molekularer Strukturen
unterliegen, in der die Teilchen Himmelskörper sind.
123. Die sichtbare Anwendung dieser beiden Gesetze auf
ein einzelnes Sternensystem finden wir in unserem eigenen.
Einerseits fungiert das Magnetfeld als Verbindung
zwischen Erde und Sonne. Dies lässt sich auf alle anderen Planeten übertragen.
Andererseits errichtet das elektrische Feld eine Barriere
zwischen Sonne und Erde. Was wir poetisch ausgedrückt so zusammenfassen
könnten: Als die Erde auf die unmögliche Begegnung mit ihrer Zerstörung
zusteuerte, verwandelte die Natur ihres positiven Geistes den Anschein in
Bewunderung, als die Gleichheit der Vorzeichen den Konflikt löste.
Und wir fahren fort.
124. Auf mehr oder weniger einfache Weise werde ich den
ersten Abschnitt dieser neuen geohistorischen Abfolge nachzeichnen, die sich am
Zweiten Tag ereignete.
Aber zurück zum Thema: Die Aufnahme eines neuen Planeten
durch die Sonne bedeutete für ihr System die Integration eines neuen
Transformators für Gravitationsenergie mit seinen einzigartigen Eigenschaften
in ihr Feld. Wie diese strukturelle Veränderung das Verhältnis innerhalb der
Planetenfamilie veränderte, lässt sich nicht leicht bestimmen, doch dies war
ein Faktor, den Gott aus Erfahrung kannte, und ausgehend von dieser Erfahrung
löste er alle Unbekannten auf dem Papier, bevor er zur Tat schritt. Den Erfolg
der Anwendung seiner Mathematik auf die Realität muss man nicht weit suchen;
die Ergebnisse liegen auf der Hand. Wir werden uns auf die Erde konzentrieren
und darauf, was ihre Integration in ein gemeinsames Gravitationsfeld für ihren
physischen Körper bedeutete.
125. Ich möchte zunächst darauf hinweisen, dass jeder
astrophysikalische Körper, solange er von anderen Körpern isoliert ist,
lediglich seine eigene Energie verbraucht. Solange die Erde am Tag Null in
ihrer Ursprungsregion isoliert war, speiste sie sich aus ihrem eigenen
Gravitationsfeld. Die geringe Umwandlungsgeschwindigkeit, mit der ihr Kern
arbeitete, hielt ihren Puls auf einem stabilen Mindestwert an Umdrehungen. Das
Problem bestand darin, dass das Gravitationsfeld durch seinen
Schwarzloch-Effekt die Masse der Erde weiter vergrößerte. Die Erde hatte also
allen Grund, verwirrt zu sein.
126. Und Gott sagt, sie sei leer gewesen, weil die Erde
aus eigener Kraft nicht aus dieser Situation herauskommen konnte. Nur durch die
Anbindung an ein Energienetz konnte sie das Ende überwinden, auf das sie, auf
sich selbst gestellt, zusteuerte. Als Gott zurückkehrte und die Energie seines
Feldes verdoppelte, durchbrach er diese Situation, indem er die Rotation ihres
äußeren Körpers beschleunigte. Daraus ergab sich, wie ich gezeigt habe, die
Verschmelzung der Primärkruste und die Entstehung des Eismantels, der den
Globus am Ende des Ersten Tages bedeckte.
127. Nachdem die zugeführte Energie in Wärme umgewandelt
worden war und der Kern am Ende des Ersten Tages in einen neuen
Gleichgewichtszustand zurückgekehrt war, befand sich die Erde, als sie zu
Beginn des Zweiten Tages in das Sonnensystem eingeführt wurde, plötzlich in der
Situation, in der sich ein an ein Stromnetz angeschlossener Transformator
befindet.
Die erste Reaktion ihres Kerns bestand darin, von einem
langsamen Betriebszustand in einen fortgeschrittenen überzugehen.
Was dies bedeutet, können wir verstehen, wenn wir uns
daran erinnern, wie sich die Schwankung der Energie, mit der sein Feld spielen
kann, zu Beginn des Ersten Tages auf ihn auswirkte. Aus diesem Effekt lässt
sich allgemein ableiten, dass der Kern der Motor ist, der die Bewegung der
Sterne konstant hält.
128. Die Bewegung der Sterne und aller Körper des
Universums weist also, wie in unserem Sonnensystem sehr gut zu sehen ist, eine
Besonderheit auf. Alle drehen sich um ihre eigene Achse. Die natürliche
physikalische Auswirkung dieser Art von Bewegung ist, wie man an Hubschraubern
sieht, die Aufwärtsbewegung. Daraus müssten wir schließen, dass alle Sterne und
ihre Systeme einer aufsteigenden Bahn folgen. Als ob wir sagen würden, dass
sich das Universum wie ein Körper verhält, der sich ewig nach oben bewegt. Kehren
wir nun zu dem Punkt zurück, an dem ich diese Erzählung unterbrochen habe.
VIERTER TEIL
ENTSTEHUNG DER BIOSPHÄRE
KAPITEL 15 – DIE SCHÖPFUNG DER KONTINENTE UND OZEANE
129. Ich sagte, dass Gott die Erde in der Finsternis
erschuf und dass Er, nachdem Er den Eismantel erschaffen hatte, den Er in
Seinem Buch das Licht nennt, sie von der Finsternis trennte und sie in die
Himmel einführte, wo sie sich befindet.
Und ich glaube, gesagt zu haben, dass die erste aller
Auswirkungen, die die Erde infolge dieser Integration erlebte, mit der Wirkung
verglichen werden kann, die ein Transformator erfährt, wenn er in einen
Stromkreis integriert wird. Und dass, wie zu Beginn des Ersten Tages, auch zu
Beginn dieses Zweiten Tages der Anstieg der Rotationsgeschwindigkeit des Globus
– ein äußeres Zeichen für die Erhöhung der Umdrehungsfrequenz, die sein Kern
erlebte – die unmittelbare Auswirkung der Einbindung der Erde in das Feld des
Sonnensystems war.
130. Da nun die natürliche Bahn zwischen zwei sich
anziehenden Punkten die Gerade ist und die Bewegung in einem Gravitationsfeld
der einer Flüssigkeit in einem Glas ähnelt, beschreibt die Annäherungsbewegung
eines äußeren Körpers an einen astrophysikalischen Körper aufgrund dieser
Beziehung einen Kreis um den Stern. Da Gott jedoch die Annäherung auf der
planetarischen Bahn ausschloss, konnte die Bahn, die die Erde beschreiben
musste, nur eine Parabel sein. Und genau diese begann sie als Reaktion auf die
plötzliche Beschleunigung, die ihre Rotation erfuhr, zu beschreiben. Soviel zum
ersten Abschnitt des Fluges der Erde auf der Suche nach ihrer biosphärischen
Umlaufbahn.
131. Bei der ersten dargestellten Wirkung – dem Gesetz,
das den Flug von Hubschraubern mit dem Bleistift regelt – muss die
Beschaffenheit der jeweiligen elektrischen Felder in diesen Kopplungsprozess
einbezogen werden. Ein beliebiges elektromagnetisches Feld wird durch seine
beiden Komponenten definiert: die magnetische Kraft, die aus der Entfernung
zwischen den Körpern wirkt, und die elektrische Kraft, die sie um einen
Referenzkern anordnet. Im Fall des Starts der Erde wirkt die magnetische Kraft
in Kombination mit dem Gesetz der Drehbewegung. Die Beschreibung, die uns diese
Kombination von der Annäherung der Erde an die Sonne liefert, zeichnet eine
Parabel von außerhalb des Sonnensystems zum Nordpol der Sonne als Zugangsroute.
132. Das Wirken der zweiten elektromagnetischen Kraft,
der elektrischen Kraft, erzeugte am Ereignishorizont einen Umkehrstreifen bei
der unbegrenzten Annäherung der Erde an die Sonne.
Sobald sich die Erde innerhalb dieses Streifens befand,
begann ihre Flugbahn als Reaktion auf die Gleichheit der elektrischen
Vorzeichen zwischen den jeweiligen Feldern ihren Abstieg in ihre biosphärische
Umlaufbahn.
(Unabhängig von den Gleichungen, die die Masse
astrophysikalischer Körper regeln, die einer systemologischen Beziehung unterliegen, den Energien, die zwischen den Bestandteilen eines
sonnenähnlichen Sternensystems wirken, sowie die von einem Planetenkörper
während seiner Umlaufbahn zurückgelegte Strecke – führte die Abfolge von
Effekten, die die Erde während ihrer Bahn der Annäherung an die Sonne erlebte,
zu einer Überhitzung ihres Kerns, woraus sich die Reihe thermonuklearer Wellen
ergab, die den thermodynamischen Zustand des Mantels begründeten).
133. Die Folge der Umwandlung des Mantels – worauf wir
bereits im Zusammenhang mit der Entstehung des Eisrings eingegangen sind – in
eine thermonukleare Reaktionsmasse war die Verschmelzung der unteren
Lithosphäre.
(Unter der unteren Lithosphäre versteht man die
geophysikalische Kontaktzone zum oberen Mantel. Es sei daran erinnert, dass die
Unterteilung des Erdkörpers in drei Hauptzonen mit ihren dazwischenliegenden
Kontaktstreifen keine bloße Laune der Natur ist. Die Zone, die als „Äußerer
Kern“ bezeichnet wird, gehört innerhalb dieses Aufbaus zum Kontaktstreifen
zwischen dem eigentlichen Kern und dem Mantel. In Anbetracht der Tatsache, dass
der Kern der stellare Körper ist, um den sich ein Planet bildet, und somit der
Umwandler von Gravitationsenergie in Wärme ist, entspricht die Physik des
äußeren Kerns dem Zustand der Materie im unteren Mantel, der dem Zustand einer
Masse um einen Mikroaster mit niedriger Temperatur entsprechen würde,
d. h. komprimierte Materie im gasförmigen Zustand, auch wenn dieser
Zustand ungeeignet ist, um die Physik des Bereichs zu beschreiben, in dem der
Kern oszilliert und durch sein Schwingen – wie ich bereits an anderer Stelle
erwähnt habe – die Abflachung des Globus verursacht. Aber kehren wir zum
Hauptpunkt zurück:)
134. Unter anderen Umständen hätte die Erwärmung des
Körpers des Oberen Mantels – jener thermonuklearen Reaktionsmasse, die den
Ursprung des globalen geologischen Vulkanismus bildet – den oberen oder äußeren lithosphärischen Ring erreichen müssen, doch da sich
der lithosphärische Ring unter der Eisschicht befand,
deren Entstehung wir zu Beginn betrachtet haben, blieb die Struktur der lithosphärischen Kruste im festen Zustand erhalten,
wenngleich die sekundäre Kruste den physikalischen Gesetzen des Temperaturanstiegs
in einem Druckkessel unterlag. Es ist nachvollziehbar, dass die Temperatur im
Inneren dieses Druckkessels, in den Gott den geophysikalischen Körper
verwandelt hatte, nicht unbegrenzt weiter ansteigen konnte.
135. Unsere Geologen ermittelten die physikalischen
Eigenschaften der Erde ausgehend von einem kalten, mechanisch inaktiven Kern,
der nur im Sinne einer thermodynamischen Reaktion lebendig war, die vom
Gravitationsdruck abhängig war, der in diesem Fall als Festkörperdruck wirkte.
Sie benötigten ein virtuelles Modell, anhand dessen sie sich die Konstanz der
geophysikalischen Wärme erklären konnten, die für die vulkanische Aktivität der
Lithosphäre ausschlaggebend ist. Die Tatsache, dass die Wellenradiographie
ihnen auf dem Tisch eine thermodynamische Struktur von gering nach hoch, also
von außen nach innen, zeichnete, bestätigte das kindische Modell der
geonuklearen Wärme durch Massendruck, das sie sich im Kopf zurechtgelegt
hatten; ein kindisches Modell, das wiederum mit der Hypothese über den Ursprung
der stellaren Materie einherging, die von einer Staubkonzentration im Herzen
eines Gravitationsfeldes stamme, das durch die Sternenmeere treibe … man kann
das Meer nicht durchqueren, ohne dass es sprüht … bla bla bla … Der Leser möge
meinen unendlichen Zynismus entschuldigen.
136. Und während sie sich liebten, brachten sie auf
magische Weise eine Ökosphäre zur Welt, die durch „perfekte Gleichungen“
geregelt wurde, was ihnen – natürlich im Widerspruch zum Ursprung aus dem
Zufall – logischerweise verdächtig vorkommen musste und folglich keinerlei
Aussicht auf Erfolg hatte. Und sie zogen es vor, weiterhin am kindischen Modell
festzuhalten, anstatt weiter nach einem geophysikalischen Modell zu suchen, das
das thermodynamische Gleichgewicht der Biosphäre erklären könnte.
137. Wie jedoch ein Planet ohne Wärmeerzeuger über
Millionen von Jahren hinweg warm bleiben kann, sodass man, wie die
Fossilienfunde belegen, von einem ökosphärischen thermodynamischen Kreislauf
sprechen kann, Dies ist ein Punkt, den sie – nachdem das kindische Modell des
Materiedrucks als Ursprung der geonuklearen Wärme zum Dogma erhoben worden war
und da sie keine Hypothese hatten, durch die sie es ersetzen konnten – lieber
ignorierten, so wie jemand, der das Böse, das er kennt, dem Guten vorzieht, das
er erst noch kennenlernen muss. Und daraus ergibt sich die Herausforderung, die
sich in diesem neuen Jahrhundert durch „ “ – eine Theorie, in der der Kern
jedes Planeten zu einem stellaren Körper wird, der Gravitationsenergie in Wärme
umwandelt – eröffnet.
138. Wir sagten also, dass die Freisetzung der
geonuklearen Wärme (als Folge des Eintritts der Erde in das Sonnensystem), die
sich zwischen der Erdkruste und dem Erdmantel ansammelte, ohne einen Ausweg
schließlich eine astronomische Explosion auslösen würde, was den Zerfall des
geophysikalischen Körpers bedeuten würde. Das heißt, um das Thema auf den Punkt
zu bringen: Ohne die Lithosphäre zu zerstören, musste Gott diesen riesigen
Eisblock aufbrechen, unter dessen Masse die im Mantelkörper zunehmenden thermonuklearen
Reaktionen drohten, den Kern zum Bersten zu bringen. Die Lösung lag in der
Anziehungskraft, die das Sonnenmagnetfeld auf den geophysikalischen Körper
ausüben würde, wenn die Erde (in Richtung ihrer stationären Umlaufbahn) den
Wechselwirkungsstreifen zwischen den jeweiligen elektrischen Feldern
durchquert.
139. Der Ursprung der Kette thermonuklearer Reaktionen,
die den Mantel aktiv halten, ist ein Thema, das aus der Perspektive der von uns
entwickelten geophysikalischen Architektur untersucht werden muss. Zum
Beispiel, wie eine Kette thermonuklearer Reaktionen ihre Wellenfront bis zur
Lithosphäre ausdehnen und Auftriebswege öffnen kann, durch die magmatische
Wärme freigesetzt wird. Ebenso die Beziehung zwischen dem Kern und der
unregelmäßigen Geoidform der Erdkruste. Dieses Thema
führt uns dazu, die Schwingung des Kerns innerhalb des Mantels als Ursprung der
Ausbuchtung im äquatorialen Bereich zu betrachten. Und folglich dazu, zwischen
dem äußeren Bereich des Kerns und dem inneren Bereich des Mantels einen
geophysikalischen Ring im chromosphärischen Zustand
einzuführen, auf dessen Besonderheit ich hier nicht näher eingehen werde.
140. Wir haben – zusammenfassend – gesehen, dass unser
Planet, nachdem er in Richtung Sonne geschleudert worden war, den
Wechselwirkungsstreifen zwischen den jeweiligen elektrischen Feldern
durchquerte, was die natürliche elektrische Reaktion zwischen zwei Feldern
gleichen Vorzeichens auslöste. (Dasselbe Wirkungsgesetz, das die stationären
Bahnen der Teilchen um einen Atomkern in Abhängigkeit von den elektrischen
Feldern bestimmt, ist das Gesetz, das wir auf die Struktur des Sonnensystems
anwenden müssen. Auch wenn es zu einfach erscheint, um wahr zu sein, werden wir
in Kürze zeigen, dass die planetarische Konfiguration den Gesetzen der
Elektrodynamik folgt. Die Umlaufbahn der Erde ist eine natürliche Folge davon.)
141. Und es ist merkwürdig, dass die Wissenschaftler des
20. Jahrhunderts, obwohl sie die Ähnlichkeit zwischen der Struktur eines Atoms
und dem Sonnensystem sowie die Übereinstimmung zwischen den intraatomaren
Kräften und den systemologischen elektromagnetischen
Kräften bemerkt hatten – was offensichtlich war –, sich weigerten zu glauben,
dass die Natur und die Schöpfung so logischen Prinzipien gehorchen, weigerten
sich die Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts, das zu glauben, was sie vor
Augen hatten, und obwohl sie die Antwort direkt vor der Nase hatten, lehnten
sie diese als ihres Genies unwürdig ab und zogen es vor, sich in eine Theorie
der Vereinheitlichung der elektromagnetischen und Gravitationsfelder zu
vertiefen, die jedoch ihr tägliches Wunder in der Struktur der atomaren Materie
hat. Denn wenn der Ursprung der geonuklearen Wärme vom materiellen Druck
herrührt, wie ist es dann möglich, dass eben dieser Druck in den Millionen von
Jahrhunderten, in denen das System aktiv ist, nicht dazu geführt hat, die
gesamte Planetenmasse in den Körper der Sonne hineinzudrücken?
142. Sie antworten mit der Zentrifugalenergie, ignorieren
jedoch, dass eine Arbeit nicht bis ins Unendliche ausgeführt werden kann – die
Beständigkeit der Umlaufbahn widerspricht dem. Da sie also nach einer anderen
Kraft suchen mussten, begannen sie mit der Suche nach einem vereinheitlichten
Feld, und während sie von elektromagnetischen Kräften sprachen, taten sie dies,
indem sie die elektrische Komponente des Magnetfeldes ausklammerten. Das sind
wahrlich Gelehrte durch und durch!
Also: Nachdem die Flugbahn der Erde durch die elektrische
Abstoßung zwischen gleichnamigen Feldern in ihre stationäre Umlaufbahn gelenkt
wurde, lässt sich dieser Effekt in Bezug auf die Arbeit mit dem einer
beschleunigten Zentrifugalkraft vergleichen. Wäre das Magnetfeld nicht
eingetreten, um die Folgen dieses Effekts abzumildern, wäre die Erde – vom
elektrischen Sturm mitgerissen – beispielsweise in die Umlaufbahn des Mars
geschleudert worden. Der Gravitationszug, den die Verbindung zwischen den
jeweiligen Magnetfeldern erzeugte, als die Erde den ihr im Sonnensystem
zugewiesenen elektrischen „ “-Streifen durchquerte, war die Bremse, die sie in
ihrer Umlaufbahn stabilisierte. Diese Anziehungskraft wirkte sich auf die
untere Lithosphäre aus und riss die Fußteile der großen Gebirgsketten aus dem
oberen Mantel heraus. Mit dieser Anhebung der Fußteile der großen Gebirgsketten
war die Wirkung des Hammers auf die Eisstange, unter deren Ring sich die
Lithosphäre befand, bereits vollzogen. Diese globale seismologische Wirkung
nachzubilden hieße, eine Tür in der Zeit zu öffnen und es zu wagen, standhaft
auf einem Erdbeben zu verharren, dessen Epizentrum im Kern liegt und dessen
universeller Ausdehnungsradius den gesamten Körper der Erdkruste unter unseren
Füßen, die auf dem Eisring stehen, zum Tanzen bringt.
(Die Gelehrten des
20. Jahrhunderts fanden zwar Beweise für einen Rückzug des Eises, doch wovon
sie niemals zu träumen wagten, war, dass der sich zurückziehende Eiskörper
einst am Anfang die gesamte Kugel des Planeten bedeckte. Wie es seinem Schöpfer
gelang, diesen Eisblock zu spalten, ist der Punkt, der in diesem Abschnitt
behandelt wurde, über den es noch eine ganze Welt zu erzählen gibt, und mit
dessen Mechanik, dem Ursprung der oklosphärischen Orographie, wir uns im Laufe dieses 21. Jahrhunderts auf allen Ebenen
beschäftigen werden).
Nachdem der Eismantel, den Gott „das Licht“ nannte, auf
diese Weise aufgebrochen war, fand die im inneren geophysikalischen Körper
angesammelte Wärme einen Ausweg, um sich zu entladen: in Form von Gasen und
Lava, wodurch Gott die Umwandlung des Eises in Wasser bewirkte. Dies ist der
Ablauf der Entstehung von Wasser und Luft. Aber erinnern wir uns daran, wie der
Eismantel auf die Annäherung der Erde an die Sonne reagierte.
FÜNFTER TEIL
ENTSTEHUNG DER ÖKOSPHÄRE
KAPITEL 16 – SUBLIMATION DES EISMANDS
143. Es gibt zwei Arten, Dinge zu tun. Die eine besteht
darin, das Gesetz der Zeit wirken zu lassen, und die andere darin, die
Entwicklung eines Vorgangs mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu
beschleunigen. Dem Gesetz der Zeit unterworfen, hätte der Eismantel auf die
Sonnenenergie mit Schmelzen reagiert, sich in zwei Teile gespalten, und mit der
Zeit hätten sich die beiden Eismassen in Richtung der Polkappen zurückgezogen.
Das Wasser des ersten großen Ozeans wäre verdunstet. Langsam, aber unaufhaltsam
hätte sich der Ozean geteilt, um sich zu vermehren; aus den Ozeanen wären die
Meere hervorgegangen … Doch Gott kannte einen schnelleren Weg, diesen globalen
Prozess voranzutreiben.
Warum sollte er die Eisdecke bei niedriger Temperatur
schmelzen lassen, wenn er durch die Integration über den borealen Weg den
Effekt von glühendem Eisen auf einen Eisblock hervorrufen konnte? Diesen Effekt
nennen wir Sublimation des Eises. Die unmittelbare Auswirkung der Begegnung
zwischen Erde und Sonne unter den beschriebenen Bedingungen führte zur
beschleunigten Sublimation des Eismantels. Die Sonnenenergie wirkte wie
glühendes Eisen, das direkt auf die Oberfläche des Eismantels aufgebracht
wurde. Diese Sublimation führte zum Zerbrechen der Eishülle in zwei große Blöcke und zur Entstehung der biosphärischen Atmosphäre. (Wenn
ich von „dargelegten Bedingungen“ spreche, beziehe ich mich auf die
Zugangsparabel, die dazu führte, dass sich die Erde eine Zeit lang in einer
geringeren Entfernung befand, als es ihrer stationären Umlaufbahn entspricht.)
144. Ich habe bereits erwähnt, dass die Anziehungskraft
der Sonne eine Folge des gegenteiligen Effekts war, der die Erde in ihre
biosphärische Umlaufbahn trieb. Und dass infolge dieser Anziehungskraft, die
aus der magnetischen Verknüpfung zwischen den beiden Feldern resultierte, die
Fußteile der großen Gebirgsketten von Grund auf freigesetzt wurden. Vielleicht
ist „Anhebung“ das richtige Wort. Die Freisetzung wurde durch die Erwärmung des
geophysikalischen Gebildes begünstigt. Erinnern wir uns daran, dass sich der lithosphärische Ring beim Abkühlen des Mantels verfestigte,
wobei die Kontaktplatte zu einem einzigen Körper verschmolz. Als die Erde in
das Sonnensystem eintrat, erwärmte sich der Kern, der Durchmesser des Mantels
erweiterte sich und der Wärmedruck erzeugte natürliche Wellen, die eine
Ausdehnungsbewegung vom Zentrum zum Äußeren des geologischen Körpers auslösten.
Diese Bewegung reichte nicht aus, um die Gebirgsketten gegen eine äußere
Lithosphäre zu schleudern, die unter einem Eismantel eingeschlossen war, der
zwar äußerlich sublimierte, innerlich jedoch in seinem ursprünglichen Zustand
verblieb.
145. Die Festigkeit des Eismantels führte zu einer
Ansammlung von Wärme im Erdinneren. Diese Ansammlung löste eine allgemeine
seismische Bewegung aus, die vom Mantel ausgehend in ununterbrochenen Abfolgen
thermonuklearer Reaktionen die Erdkruste erhitzte und Wege zur Abgabe der Wärme
öffnete, die das gesamte Gebilde zu zerfallen drohte. Durch die Verschmelzung
der oberen Schicht des Mantels mit der unteren Schicht der auf diese Weise
gebrochenen Erdkruste begann der Wärmedruck, die Fußteile der Gebirgsketten
anzuheben, um deren Körper herum die geonukleare Wärme nach außen hin Fließwege
fand. Während also im äußeren Bereich die Sonnenenergie ihr Werk verrichtete,
tat dies im Inneren die geophysikalische Energie, die den Eismantel aufriss,
aus dessen Rissen Gase zu entweichen begannen und zur Entstehung der sich
gerade bildenden Atmosphäre beitrugen.
146. Die Entfernung zur Sonne stoppte die Sublimation und
machte das Auftauen des Eismantels möglich. Der äußere und innere Wärmedruck
auf das Eis führte dazu, dass das Eis zu Wasser schmolz. Ein Prozess, der
angesichts der Temperatur des Globus einen Ozean entstehen ließ, der den
Äquator und die tropischen Regionen bedeckte und die beiden großen Eisblöcke,
in die sich der ursprüngliche Block aufgeteilt hatte, weiter in Richtung der
geografischen Pole drängte. Die Gewässer dieses Mutterozeans waren die Gewässer,
die sich unter dem Firmament der Himmel befanden.
Das Firmament der Himmel, das „zwischen den Wassern lag,
die unter und über seinem Körper waren“, war die Atmosphäre.
147. Die Identifizierung des Firmaments, die uns viele
Fragen klärt.
Erstens: Da die Gewässer unterhalb des Firmaments die
Gewässer des Mutterozeans sind, sind die Gewässer oberhalb dieses Firmaments
die Gewässer des solaren Gravitationsfeldes.
Dieser Punkt macht
deutlich, dass wir das Verhalten der Schwerkraft ausgehend von der Natur der
Fluide betrachten müssen. Daraus ergibt sich das Bild des Universums als ein
Ozean aus Energie, auf dem die Kontinente mit ihren Inseln schwimmen, die in
diesem Fall die astrophysikalischen Systeme wären. Ein Ozean aus Energie, über
den noch mehr gesagt werden muss, der uns aber vorerst den Horizont zum
Verständnis des Verhaltens des Gravitationsfeldes eröffnet, ganz im Sinne der
typischen Phänomenologie einer Flüssigkeit, die inneren und äußeren Kräften
ausgesetzt ist.
148. Zusammenfassend:
Das Licht war der Eismantel, unter dessen Körper am Ende
des Ersten Tages der Rest des geophysikalischen Gebildes eingeschlossen wurde.
Seine Entstehung erfolgte durch die Verschmelzung der Primärkruste; und diese
Verschmelzung der Primärkruste wurde von Gott durch die Beschleunigung des
geonuklearen Pulses des Globus ausgelöst. Diese Erhöhung des Arbeitsrhythmus
des astrophysikalischen Herzens der Erde war die Folge der Vervielfachung der
Dichte des terrestrischen Gravitationsfeldes pro astrophysikalischer Kubikeinheit.
149. Zu Beginn des Zweiten Tages begegnen sich die Erde
und die Sonne wieder. Gott bewirkt eine Reihe von Effekten, von denen die
Sublimation des Eismantels der erste sein wird. Der Mantel bricht auf und die
Atmosphäre entsteht, deren Wachstum durch die Anziehungskraft am Ursprung der
stationären Umlaufbahn eine beeindruckende physikalische Beschleunigung erhält.
Die beiden entstandenen Eisblöcke beginnen ihre Reise zu den geografischen
Polen und lassen zwischen sich die Gewässer des Mutterozeans zurück, aus dessen
Volumen sich der Körper der Atmosphäre durch Verdunstung weiterhin speisen
wird. Diese Atmosphäre ist das Firmament im Wort des Zweiten Tages.
150. Ist das Firmament identifiziert, so erschließt sich
die Bewegung des Geistes Gottes über den Wassern als seine Bewegung im Raum.
Und wir tauchen ein in das Wirkungsverhalten der Schwerkraft, das wir anhand
unseres Wissens über die Natur von Flüssigkeiten verstehen können. Dies
eröffnet unserem Verstand das Verständnis des universellen Gravitationsfeldes
als einen Ozean, in dem sich die Sternensysteme als Kontinente und Inseln
präsentieren und dank ihrer Verankerung im lokalen galaktischen Raum die Sternennavigation
ermöglichen.
151. Feuer, Eis, Wasser und Luft. Dies sind die ersten
Sprossen der Leiter der Naturelemente, die wir erklimmen. Das nächste Element
bedarf keiner Vorstellung. Abschließend und zum Schluss:
A. – Verschmelzung der Primärkruste.
B. – Sublimation der Ur-Atmosphäre.
C. – Auftauen und
Rückzug des Eises.
D. – Entstehung der biosphärischen Atmosphäre.
KAPITEL 17 – ENTSTEHUNG DER EBENE DER BIOSPHÄRISCHEN
VERBINDUNGEN
152. Wir schließen den Aufstieg auf der Treppe der
Naturelemente ab und eröffnen einen neuen Weg.
Eis, Wasser, Luft – alle Elemente waren an ihrem Platz
und bereit für das große Ereignis des Sprungs von der anorganischen zur
organischen Materie. (Ein Punkt, an dem sich Vernunft und Glaube aus den Augen
verloren und Wege einschlugen, die ebenso gegensätzlich wie selbstzerstörerisch
waren).
Als er über die Evolution der Arten sprach, ließ der
biblische Weise par excellence den Stein ins Wasser fallen und sagte: „Und um
Gerechtigkeit an ihnen zu üben, einigten sich die Elemente, so wie sich die
Töne im Psalter in unveränderlicher Harmonie vereinen, wie aus den
Geschehnissen deutlich ersichtlich ist. Denn die Landtiere verwandeln sich in
Wassertiere, und die Schwimmenden wandeln auf der Erde.“ Beobachtende Worte
eines Mannes, der nicht zögerte, die Einsamkeit des Genies an anderer Stelle zu
beklagen, der aber in seinen besten Momenten auch nicht zögerte, dem
wissenschaftlichen Denken vorzugreifen und zu behaupten, dass Gott ihm „die
wahre Wissenschaft der Dinge und die Erkenntnis der Beschaffenheit des
Universums und der Kraft der Elemente; den Anfang, das Ende und die Mitte der
Zeiten; den Wechsel der Sonnenwenden und den Wechsel der Jahreszeiten; den
Kreislauf der Jahre und die Stellung der Sterne; die Natur der Tiere und die
Instinkte der wilden Tiere; die Kraft der Winde und die Überlegungen der
Menschen; die Unterschiede der Pflanzen und die Wirkungen der Wurzeln. Alles
Verborgene und Offenkundige kannte er, denn die Weisheit, die Schöpferin von
allem, lehrte es mich.“
Man darf annehmen,
dass, hätten Glaube und Vernunft diesem Bekenntnis Salomos mit demütigeren
Ohren gelauscht, die Feindschaft zwischen Christentum und Wissenschaft nicht
jene Extreme erreicht hätte, die sie in den ersten Jahrzehnten des 20.
Jahrhunderts annahm.
Um auf das Thema der Entwicklung des Baumes des Lebens
zurückzukommen: An erster Stelle stehen die Wurzeln. Dort beginnt der Baum zu
keimen. Doch damit es einen Baum gibt, muss es einen Samen geben. Unter der
Annahme, dass die Mutterzelle, der Same des Lebens, ihren Ursprung in Gott
hatte, geht aus den biohistorischen Abläufen, denen wir folgen, hervor, dass
Gott den Samen des Baumes der Arten unter den Wassern des Großen Ozeans gesät
hat. Und folglich gab es zuerst die Pflanzen. Aus diesem
unterwasserpflanzlichen Reich entstand durch die Anpassung der ersten Zweige an
das Leben an Land – entsprechend dem Absinken des Wasserspiegels des Großen
Ozeans – der Baum der terrestrischen Pflanzenarten. Die Entwicklung dieses
neuen Reiches war vollendet, als die Photosynthese die chemische
Zusammensetzung der Atmosphäre veränderte.
153. Dieser biohistorische Schritt fand am Abend des
dritten Tages statt. Wir haben bereits gesehen, wie sich die beiden
entstandenen Blöcke, nachdem der Eismantel gebrochen war, zu den Polen
zurückzogen und wie die fortschreitende Verdunstung des Ozeans sowie die Hebung
der Gebirgsketten durch die Anziehungskraft dazu führten, dass sich der Ozean
in Ozeane vervielfachte und die Ozeane in Meere aufteilten. So passten sich die
Meerespflanzen im Zuge des sinkenden Wasserspiegels an das Leben an Land an und
verwandelten schließlich im Laufe der Zeit die prähistorische Atmosphäre in die
historische Atmosphäre, in der Sauerstoff das Hauptelement ist. Gleichzeitig
und im Zuge der notwendigen Anpassung an den Wandel, den das Pflanzenreich
selbst herbeiführte, erlangte die prähistorische Pflanzenfaser des
Unterwassersubstrats die Eigenschaften der historischen Landbäume. Mit der
Schöpfung des Reiches der Bäume vollendete Gott die Struktur der biosphärischen
Wechselbeziehungsebene. Auf diese Ebene werde ich noch einen Moment eingehen,
bevor ich vom Boden abhebe und diese Erzählung in die Weiten des Weltraums
entlasse.
154. Die Autonomie der Ebene der biosphärischen
Wechselbeziehungen lässt sich dahingehend zusammenfassen, dass die Polkappen
stabilisiert wurden, um die beiden wichtigsten Wärme- und Kältezentren des
ökosphärischen Systems zu bilden. Von diesen Zentren machte Gott das
Temperaturgleichgewicht der Biosphäre abhängig, und um das Auftauen dieser
beiden Wärme- und Kältezentren zu stabilisieren, machte Gott sie vom
Rotationswinkel der Erdkugel abhängig. Gehen wir jedoch Schritt für Schritt
vor.
155. Stellen wir uns für einen Moment vor, die Erde wäre
flach und befände sich stets im gleichen Abstand zur Sonne. Was würde
geschehen? Wie lange würde die Sonne brauchen, um die Ozeane bis zum Siedepunkt
zu erhitzen und sie in einen Topf mit kochendem Wasser zu verwandeln? Und in
wie vielen geologischen Stunden würde die Atmosphäre ihr thermodynamisches
Gleichgewicht verlieren und ihre gesamte Struktur in Stücke zerfallen, da der
Rotationswinkel der Erde keinen regulierenden Mechanismus darstellt? Berechnen
wir, wie viele Jahre es dauern würde, bis die Temperatur der Ozeane und der
Atmosphäre ohne die beiden polaren Wärme- und Kältequellen um zehn Grad in die
Höhe schießen würde. Wie würde sich dieser Temperaturanstieg auf das Leben im
Meer auswirken? Wenn infolge einer Hitzewelle Menschen sterben – wie viele
würden dann pro Jahr sterben, wenn diese Hitzewelle anhalten würde und, was
noch schlimmer ist, beispielsweise in den nächsten zwanzig Jahren ein weiterer
Anstieg um zehn Grad drohen würde?
156. Was in diesen Millionen und Abermillionen von Jahren
geschehen ist, ist das Gegenteil. Die ökosphärischen Kühlherde sind konstant
geblieben, sie haben die Temperatur der Biosphäre stabil gehalten, wobei stets
zu berücksichtigen ist, dass bei einer Abnahme ihrer Masse die allgemeine
Temperatur zwangsläufig ansteigen musste. Indem unser Schöpfer jedoch die
Temperatur der Biosphäre von den polaren Wärme- und Kältequellen abhängig
machte, sah er sich gezwungen, diesen eine geophysikalische Plattform zu geben.
Diese Plattform werde ich als „autonomes ökosphärisches Substrat“ bezeichnen,
und sie steht im Zusammenhang mit den Gleichungen, die der Unveränderlichkeit
des Rotationswinkels der Erde zugrunde liegen.
KAPITEL 18 – DAS AUTONOME ÖKOSPHÄRISCHE SUBSTRAT
157. Die Erde dreht sich um die Sonne. Wir haben gesehen,
dass Gott die thermodynamische Stabilität der Biosphäre von den polaren Massen
abhängig gemacht hat. Nun gilt es, die Mechanismen zur Erhaltung der Polkappen
zu untersuchen, denn alles lässt uns annehmen, dass Temperatur und
Rotationswinkel in direktem Zusammenhang stehen; dennoch umkreist die Erde ein
Gravitationsfeld, das den Veränderungen unterliegt, die vom Zentralgestirn
ausgehen und den interplanetaren Raum aufgrund seiner Wechselbeziehung mit der
Sternenwelt, zu der er gehört, verändern. Dies führt bei den Planeten zu einer
instabilen Rotationsdynamik, die das Schwanken der Sonne widerspiegelt.
(Dass die Sonne schwankt, bedeutet, dass ihr
Rotationswinkel so wirkt, als würde sie wie ein Betrunkener schwanken, und so
wie der Körper eines Betrunkenen von links nach rechts schwankt, neigt sich
auch ihre geografische Achse mal nach rechts, mal nach links. Diese Bewegung
spiegelt sich besonders stark in der Rotation des Mars wider und sollte
naturgemäß auch für die Erdachse gelten. Wenn das Schwanken des planetarischen
Rotationswinkels die Regel ist, dann ist die Erde die Ausnahme von dieser
Regel. Die Bedeutung dieser konstanten Dynamik ist von entscheidender
Bedeutung, wenn wir bedenken, dass Temperatur und Rotationswinkel in direktem
Zusammenhang stehen).
Die Unterwerfung unseres Planeten unter das Gesetz der
Sonnenneigung – auf dessen Ursache wir in einem anderen Kapitel eingehen
müssten – würde den Bereich, in dem die Sonnenenergie auf die Kontinente
trifft, abwechselnd verändern, mit der Folge eines unregelmäßigen Abschmelzens
der Polkappen. Doch dies geschieht nicht, und daher stellt sich die Frage:
Warum bietet die Erde der Sonne immer denselben Rotationswinkel an?
158. Für diese Besonderheit gibt es eine Erklärung. Die
Antwort liegt in dem Gesetz, das die Neigung der Rotationsachse zu der einen
oder anderen Hemisphäre eines sich um sich selbst drehenden Körpers regelt. Die
Erfahrung täuscht nicht. Der Alltag liefert uns vielfältige Beispiele für das
Wesen und die praktischen Auswirkungen dieses Gesetzes. Seine Beschreibung ist
nicht kompliziert. Stellen wir uns einmal vor: Was würde passieren, wenn wir
uns mit ausgebreiteten Armen drehen würden und dabei in einer Hand eine
Enzyklopädie hielten? Würde der belastete Arm nicht in die natürliche Richtung
des Gewichts, das er trägt, absinken? Nun ja, über Beispiele wie über
Geschmäcker lässt sich nicht streiten. Hat man einmal die Natur des Gesetzes
und die daraus resultierende Wirkung verstanden, kann sich jeder seine eigenen
Beispiele ausdenken. Nachdem das Gesetz in seiner ganzen Tragweite verstanden
wurde, gilt es nun, es auf die Realität des Erdglobus anzuwenden. Ich meine,
man muss sich nur einen Erdglobus schnappen, ihn auf den Tisch legen und dieses
Beispiel der Enzyklopädie in einer Hand mit dem Phänomen der Konzentration der
Kontinente auf einer Hemisphäre betrachten. Ist nicht die gesamte kontinentale
Masse auf einer Hemisphäre zusammengefasst? Die andere Hemisphäre wird von den
Gewässern des Pazifiks eingenommen. Wir haben nun die Enzyklopädie auf einem
Arm der Erde – welche Auswirkung ergibt sich, wenn wir nun den Globus nehmen
und ihn um seine Achse drehen?
159. Dieser Effekt der Neigung des Rotationswinkels hin
zur überlasteten Hemisphäre ist genau das, was Gott beabsichtigte, als er die
Masse der fünf Kontinente auf eine Hemisphäre konzentrierte. Der daraus
resultierende Effekt war ein fester Rotationswinkel. Warum sich diese Mühe
machen? Nun, die Notwendigkeit der Stabilisierung der biosphärischen
Wechselbeziehungsebene war ein Grund von höchster Bedeutung. Die Schaffung
einer stabilen thermodynamischen Plattform war eine Notwendigkeit der
Evolution. Dank der Konzentration der fünf Kontinente innerhalb einer
Hemisphäre des Planeten sorgte Gott dafür, dass die Fläche, die der Globus der
Sonnenenergie entgegenstreckt, stets gleich blieb. Dank dieser optischen
Konstanz würde sich die Wachstumskurve der biosphärischen Temperatur und damit
des Abschmelzens der Polkappen über alle geologischen Zeitalter hinweg einem
stabilen Rhythmus unterwerfen. (Dies sind äußerst einfache und naheliegende
Schlussfolgerungen, die den Verfechtern der Plattentektonik beispielsweise wie
Ketzerei vorkommen dürften. Aber was soll man machen? Über Geschmack lässt sich
nicht streiten, und man kann es nicht allen recht machen.)
KAPITEL 19. – THEORIE DER GEOPHYSIKALISCHEN RINGE
160. Ich habe dargelegt, dass Gott durch die
Stabilisierung des Rotationswinkels der Erde mittels der Verschiebung
kontinentaler Massen auf einer Hemisphäre einen konstanten Einfallswinkel des
Sonnenlichts auf die geografischen Pole erreichte. Von diesem Effekt erhoffte
er sich das allmähliche Auftauen, das der Entwicklung des Stammbaums der Arten
die notwendige Zeit gewähren würde, um vollendet zu werden. Und ich habe
betont, dass diese architektonische Version natürlich mit der berühmten
Hypothese der Kontinentalverschiebung kollidiert. Aber es konnte gar nicht
anders sein. Die Kontinentalverschiebung kann die Konstanz des Rotationswinkels
nicht erklären; und was noch schlimmer ist: Sie widerspricht dessen Existenz.
Abgesehen davon, dass sie natürlich keine der Unbekannten klären kann, die die
Struktur und Morphologie der Lithosphäre aufwirft. Die Unbekannten zu leugnen,
um der Wissenschaft eine Fiktion aufzuzwingen, war leider die Haltung, die die
Moderne in ihrem Atheismus als Philosophie eingenommen hat.
161. Lassen wir die barocken Diskussionen beiseite und
gehen wir von der Konkretisierung der Mathematik des autonomen ökosphärischen
Substrats aus: Die geophysikalische Architektur, der Gott seine Zustimmung
gegeben hat, bildet eine Struktur, in der die Lithosphäre als kompakter Ring
erscheint, der sich gleichmäßig um einen flüssigen, magmatischen Ring dreht.
Der magmatische Ring oder Mantel schwebt seinerseits auf einem chromosphärischen Ring. Und im Zentrum schwingt der
Mikrostern, aus dem der Kern besteht, inmitten der Gravitationsströme, die ihm
als Umlaufbahn dienen. Innerhalb dieser Konfiguration ist die Tatsache, dass
die Temperatur an der Oberfläche des Kerns und an der Sonnen gleich ist, kein
Zufall. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass sich die Ozeane – bei konstanter Lithosphärentemperatur – wie das Flusswasser verhalten, das
der Kernreaktor benötigt, um seine Temperatur im Gleichgewicht zu halten. (Was
die Temperaturgleichheit zwischen der Oberfläche des Kerns und der der Sonne
betrifft, ist nicht bekannt, ob sie bei allen Mitgliedern des Systems gilt oder
nur für die Erde. Sollte sie nur für die Erde gelten, wäre es möglich, ein
Gesetz der Wechselwirkung zwischen Stern und Planet abzuleiten, das diese
Gleichheitsregel für jedes biosphärische System bestätigt. Die Größe des
Himmelskörpers und seine Oberflächentemperatur würden den Abstand zum
betreffenden Planeten bestimmen. Auch wenn dies derzeit noch reine Spekulation
ist: Würde die gegebene Gleichheit nicht eine Parität zwischen den
thermodynamischen Zyklen der Sonne und des Kerns implizieren? In diesem Fall
geht es weniger darum, etwas zu bestimmen, als vielmehr darum, die
Wechselwirkung zwischen Sonne und Erde zu erfassen).
162. Nach dem Vorangegangenen werdet ihr mir nun sagen,
dass das, was ich vorschlage, eine Art Lagergetriebe ist, bei dem der Magmaring
die Funktion der Kugeln erfüllt, auf denen sich das äußere Rad bewegt. Und da
gebt ihr mir vollkommen Recht. Ihr werdet mir dann entgegenhalten, dass man in
diesem Fall erklären muss, warum dieser Druckkochtopf nicht explodiert. Eine
subtile Frage, die euch zur Ehre gereicht und die ihr selbst anhand der
alltäglichen Beobachtung des Systems der Wärmeabgabe aus dem Erdinneren,
nämlich der Vulkane, beantworten könnt. Sind die Wasserlinien der geonuklearen
Wärme nicht konstant und werden sie nicht durch die Zirkulation
elektromagnetischer Ströme bestimmt?
KAPITEL 20 – THEORIE DES SEISMOLOGISCHEN
AUFTREIBUNGSSYSTEMS
163. Auch wenn es wie eine sinnlose Übung erscheint,
fangen wir noch einmal von vorne an. Am ersten Tag verdoppelte unser Schöpfer
die Energiedichte pro astrophysikalischer Kubikeinheit des Erdgravitationsfeldes. Die Reaktion des Kerns, der sich zu diesem Zeitpunkt
in einem kalten Zustand befand, bestand darin, sich zu aktivieren und diese
Energie in Wärme umzuwandeln. Sofort verflüssigte sich der Mantel und die
Primärkruste schmolz. Nach Abschluss dieser Vorgänge kühlte sich der Kern
wieder ab, sodass die Kruste erstarrte und zu dem geophysikalischen Ring wurde,
den wir Lithosphäre nennen. Wäre die Erde in der Region geblieben, in der diese
Vorgänge stattfanden, hätte die Abkühlung ihres Kerns auch die Erstarrung des
Mantels zur Folge gehabt. Die Bibel sagt, dass dies nicht geschah, weil Gott
die Erde von ihrer Ursprungsregion trennte und sie in ein Gravitationsfeld mit
stabiler Dichte einführte, das Sonnensystem.
164. Sobald sie sich im Wirkungsbereich der Sonne befand,
wurde der geonukleare Transformator reaktiviert und erreichte eine konstante
Temperatur, die der Außentemperatur des Himmelskörpers entspricht, um den sie
kreist. Ich glaube, das sind etwa sechstausend Grad Celsius. Diese Einbindung
in das Sonnensystem stoppte die Verfestigung des Mantels und bewahrte zugleich
die Festigkeit des lithosphärischen Rings, der sich
fortan mit eigener Bewegung über dem magmatischen Ring drehen würde. Grob
gesagt.
165. Da die Wärmeproduktion durch den Kern konstant ist,
zwingt uns die Physik dazu, zwischen Mantel und Kern eine Art chromosphärische Zone zu entwerfen, in deren Raum der Kern
selbst schwingt, wobei diese Schwingung – abhängig von den zuvor erwähnten
Schwankungen der Schwerkraft – die Abflachung der Pole verursacht, die der
Erdball aufweist. (In diesem Sinne hängt das Schwingen des Kerns innerhalb des
geophysikalischen Körpers von seiner eigenen Mechanik der Wärmeentwicklung und
von seiner Reaktion auf die thermonuklearen Wellen ab, die den Ursprung der
Vulkane bilden. Was die Morphologie des Kerns betrifft, so liefert uns die
Reaktion des geophysikalischen Körpers selbst auf dessen Schwingungsbewegung
gewisse Anhaltspunkte. Dies wird jedoch zu einem späteren Zeitpunkt auf einer
anderen Grundlage näher erläutert.)
166. Diese geophysikalische Struktur veranlasst uns zu
folgender Frage: Wie gibt die Erde die durch den lithosphärischen Ring entstandene innere Wärmespeicherung ab? Die Antwort erfordert weniger
Theorien als vielmehr Fakten, und nun ja, obwohl wir von einer Lithosphäre mit
festem Rotationswinkel über einer magmatischen Oberfläche sprechen, ist ihr
Körper mit einem komplexen System von Auftriebskanälen ausgestattet, durch die
die geonukleare Wärme kontinuierlich freigesetzt wird. Wer von Vulkanen
spricht, spricht von der gesamten seismologischen Dynamik, die mit der
Entstehung dieser geophysikalischen Architektur einhergeht – beeindruckend in
ihrer Ausprägung und perfekt in ihrer Ausführung. Nun: Warum verlaufen die
Mündungen des Aufsteigkanalsystems entlang der
Grenzen der großen Gebirgsketten?
167. Die Übereinstimmung zwischen den seismologischen
Linien und den Linien der großen Gebirgsketten lässt sich durch die Physik der
Gravitationskraft erklären, zu deren Phänomenologie jeder Experte Fragen klären
kann. Und wenn wir schon dabei sind: Der Einwand gegen die geophysikalische
Architektur, den der kontinuierliche Temperaturanstieg einer Lithosphäre, die
dem Gesetz des autonomen ökosphärischen Substrats unterliegt, darstellen würde,
wird durch die konstante Temperatur des Meeresbodens mit einem Federstrich
ausgeräumt; dank dieser bremst die am stärksten exponierte Oberfläche der
Lithosphäre diesen natürlichen Temperaturanstieg, der ohne dieses Gleichgewicht
letztendlich dazu führen würde, dass dieses geophysikalische Konstrukt
zerbricht. Ich glaube, dass Kernreaktoren genau diese Theorie nutzen, um die
Erwärmung ihrer Reaktoren zu bremsen.
168. Dieses autonome geophysikalische System, das Ursache
so vieler Kopfzerbrechen ist, wird durch eine einzigartige, besondere und
überwältigend wunderbare planetarische Struktur vervollständigt, deren
Grundlagen ich euch mit Stolz vorstellen darf. Doch ich möchte von einer
Tatsache ausgehen. Besser noch von einem Gesetz: Nämlich, dass, wenn jedes
astrophysikalische System ein Umwandler universeller Energie in Licht und Wärme
ist, seine Arbeitsgeschwindigkeit von der Gravitationsdichte seines Feldes und
von der Anzahl der Umdrehungen seines Himmelskörpers pro Jahrhundert abhängt.
Das ist die eine Seite.
169. Andererseits ist es richtig zu sagen, dass die
siderische Geschwindigkeit eines Systems – sei es eine Konstellation oder eine
Galaxie – eine Konstante ist, die sich aus den Kräften der astrophysikalischen
Region ableitet, zu der dieses System gehört. Mit anderen Worten: Würde das
Sonnensystem nicht mit dem Universum der Sternbilder in Wechselwirkung stehen,
hänge seine Reisegeschwindigkeit ausschließlich von der Energiemenge seines
Gravitationsfeldes ab. Da das Sonnensystem dem Gesetz der Anziehungskraft
zwischen den Himmelskörpern des Universums unterliegt, besagt dieses Gesetz
selbst, dass bei einer Verringerung des Abstands zwischen den Sternbildern
logischerweise die Reisegeschwindigkeit der Sternsysteme, aus denen sie
bestehen, ansteigen muss. Aus diesem universellen Effekt können wir ableiten:
Wenn sich die Geschwindigkeit des Zentralgestirns beschleunigt, von dessen
Geschwindigkeit die kleineren Körper eines Systems abhängen, werden alle von
dessen Physik abhängigen Körper diese Veränderung erfahren. In irgendeiner
Form, auf irgendeine Weise.
170. Und dies ist relevant, weil die Frage nicht umgangen
oder aufgrund bestimmter Zusammenhänge beiseitegeschoben werden kann,
insbesondere nachdem die Evolution des Lebens auf der Erde zu einem komplexen
System physikalischer Gleichungen geworden ist, ohne deren Lösung die Zukunft
des Lebens nicht garantiert werden könnte. Die neue Frage, die sich hier
stellt, lautet: Wie hat Gott im Voraus die möglichen Veränderungen aufgehalten,
die die Erde in der Zukunft – gerade weil unser System diesem universellen Gesetz
unterliegt – erleben müsste? Um den Kern der Sache besser zu erfassen,
vergleichen wir unser System mit einem Raumschiff. Nachdem wir das Sonnensystem
mit einem Raumschiff im Flug verglichen haben, versuchen wir nun
herauszufinden, ob dieses Raumschiff mit einer Sicherheitsbremse ausgestattet
war oder ob es einfach treibend durch das Meer der Sternbilder navigiert, den
Gravitationswinden und den elektromagnetischen Feldern des Weltalls ausgesetzt.
171. Aber warum musste Gott das Sonnensystem mit einer
Sicherheitsbremse ausstatten, um seine Reisegeschwindigkeit stabil zu halten?
Das ist die umgekehrte Frage zur vorherigen. Nun, ich denke, die Notwendigkeit
ist so offensichtlich wie die Tatsache, dass alle Körper des Universums den
Gesetzen unterliegen, die es regeln. Wenn die Räder beschleunigen, tut das
Chassis das dann nicht gleichzeitig? Wenn die Sonne Gas gibt, werden die
Planeten dann nicht die Folgen zu spüren bekommen?
172. Und inwieweit wird sich diese hypothetische
Beschleunigung auf die zentralen Transformatoren der Planeten auswirken,
insbesondere auf den der Erde, nachdem der direkte Zusammenhang zwischen
Geschwindigkeit und Wärme entdeckt wurde? Was aber, wenn nun die
Geschwindigkeit der Sonne aufgrund elektrodynamischer Fernwechselwirkungen
abrupt sinken würde? Oder anders gesagt: Hat sich Gott den Kopf zerbrochen, um
ein autonomes ökosphärisches Substrat für die Ebene der biosphärischen Wechselbeziehungen
zu schaffen, um dann die gesamte geophysikalische Architektur durch einen
konstellationsbedingten Kurswechsel der Zerstörung auszusetzen? Er zog Linien,
verschob Kontinente von einer Hemisphäre zur anderen, schuf seismologisch
aktive Zonen, regulierte die geonukleare Thermodynamik, überließ nichts dem
Zufall, kein loses Ende entging ihm. Und nun, da das Abenteuer des Lebens
gerade erst begann, wollte er das Sonnenschiff nun den interkonstellarischen Strömungen überlassen? Die Notwendigkeit, Flugbahnen im Zeitverlauf zu
korrigieren, Schwankungen im Raum zu kontrollieren und die Materie per
Fernsteuerung zu lenken, zwang die Schöpferische Intelligenz dazu, das
Sonnensystem mit einer Sicherheitsbremse auszustatten, die die
Reisegeschwindigkeit des Zentralgestirns innerhalb eines Bereichs von Höchst-
und Mindestwerten hält. Die Frage ist, auf welche Art von automatischer Bremse
ein Astrophysik-Ingenieur zurückgreifen muss, wenn er ein Sonnensystem in eine
Umlaufbahn bringt. Aber wenn wir nicht wissen, zu welchem Typ das Sonnensystem
gehört, können wir die Antwort natürlich kaum finden. Die Antwort liegt direkt
vor unseren Augen.
SECHSTER TEIL
ENTSTEHUNG DES SONNENSYSTEMS
KAPITEL 21. – ANGEWANDTE FINITISTISCHE SYSTEMOLOGIE
(DYNAMISCHE STRUKTUR DES SONNENSYSTEMS
173. Die Antwort auf das im vorigen Abschnitt dargelegte
Rätsel, nämlich: Welche Art von automatischer Bremse hält die
Reisegeschwindigkeit des Sonnensystems trotz des Gravitationsgesetzes, das
aufgrund der abnehmenden Entfernungen zwischen der Sonne und jedem Punkt, dem
sie sich nähert, eine konstante Beschleunigung erfordert, konstant? – Die
Antwort auf dieses Dilemma ist eindeutig. Nun gut, und ich gestehe meinen
Fehler ein, doch die Pflicht gebietet es, die Natur des Problems genauer zu
spezifizieren. Ich meine, wir sind es gewohnt – oder waren es zumindest –, mit
einer Momentaufnahme des Sonnensystems zu arbeiten. Hier ist sie:
174. Aus Trägheit und aufgrund einer virtuellen
Simulation, die uns während unserer intellektuellen Ausbildung eingeprägt
wurde, neigen wir dazu, allwissend zu sein, und es genügt uns, die Keplerschen
Gesetze auf das imaginäre Bild anzuwenden, um uns wie Gott zu fühlen. Diese
Prägung reicht Jahrhunderte zurück, und das Bild ist so subtil in unserem
Innersten verankert, dass es den Fachleuten der intellektuellen Bildung genügt,
mit dem Taktstock ihrer staatlichen Regime Ordnung durchzusetzen, um das Problem
abzuschließen. Tatsache ist, dass dieses vereinfachte Bild der keplerschen
Bewegung heutzutage nur noch für geistig zurückgebliebene Menschen und für
Intelligenzen ohne jegliche eigenständige Aktivität und ohne jegliche Fähigkeit
zum kritischen Urteilsvermögen typisch ist. Tatsächlich sieht das Ergebnis gut
und sogar schön aus und erreicht sein Ziel: Selbst der größte Dummkopf fühlt
sich größer als der heilige Thomas und der heilige Augustinus zusammen. Was die
Übereinstimmung mit der Realität angeht, so ist dieses Bild eines in der Zeit
erstarrten Sonnensystems das genaue Gegenteil der Physik eines Sonnensystems,
das sich zwischen Himmelskörpern bewegt, die nur wenige Lichtjahre entfernt
sind und mit denen es ganz offensichtlich – Kakophonie? – einen offenen
Sternhaufen bildet. Hier ist das Sonnensystem, offen für die Mitglieder seines
Sternhaufens:
175. Wenn wir die Parameter der offenen Sternhaufen
unseres Himmels als Maßstab nehmen und diese mit denen von Doppel- und
Mehrfachsternsystemen kombinieren, bei denen die Abstände zwischen den
Himmelskörpern eines einzelnen Sternsystems oft größer sind als beispielsweise
die Entfernung zwischen der Sonne und Alpha Centauri, dann frage ich mich: Wo
bleibt das Bild für Kinder, die gerade erst in die Astrophysik eingeführt
werden, das in den Tagen von María Castaña aus Keplers Werkstatt stammte? Man
sagt, das Gesetz gelte bei unendlichen Entfernungen – und wird bestritten, dass
dasselbe Gesetz auch zwischen Körpern wirkt, die nur vier oder fünf Lichtjahre
voneinander entfernt sind? Hat im Laufe des 19. Jahrhunderts neben dem gesunden
Menschenverstand auch die Vernunft verloren, und niemandem im 20. Jahrhundert –
nachdem sich die Akademie auf das Abenteuer der Suche nach dem Ursprung des
Kosmos begeben hatte, bereits bequem in dem Raumschiff der Zeit untergebracht,
das die Gelehrten zum Kern des Ursprungs führen und von dort durch eine
Raumfalte zum Ende springen sollte … niemandem kam es in den Sinn, den Knopf zu
drücken und das Bild eines in der Zeit eingefrorenen Sonnensystems in Gang zu
setzen, das Kepler in die Zukunft geschickt hatte. Nicht einmal, um sich eine
Weile zu amüsieren. Der Dogmatismus der Anhänger der Einstein’schen Revolution
erwies sich als so primitiv und stark, dass sich selbst angesichts der
aktuellsten dynamischen Berechnungen kein Astronom traute, den Finger an den
Knopf zu legen und das Sonnensystem so zu betrachten, wie es tatsächlich in
Raum und Zeit existiert – eingebettet in einen lokalen Sternhaufen und mit
Planeten, die eine feste Struktur aufweisen. Es ist daher so deprimierend, dass
es einen zum lautesten Gelächter treibt , ein von Professoren verfasstes
Astronomie-Lehrbuch aufzuschlagen – wie zum Beispiel das Lehrbuch der Complutense-Universität Madrid, um mich nicht in anderen,
subtileren Sprachen zu verlieren – und zu lesen, dass Pluto ein gasförmiger
Körper sei. Da man gut erzogen ist, hält man das Erbrechen zurück. Fahren wir
also fort.
176. Ich habe oben gesagt, dass die Antwort auf die
Frage, warum die Geschwindigkeit des Sonnensystems sich dem Geltungsbereich des
Gravitationsgesetzes entzieht, unter dessen Kraft das gesamte Universum steht,
eine eindeutige, einfache und logische Antwort sein muss. Ich erkenne nun, dass
verbale Ausdrücke im Gegensatz zur Mathematik eine so tiefgreifende
Mehrdeutigkeit besitzen, dass sie in der Lage sind, die Reinheit selbst des
gewaltigsten Berges von Zahlen in ihrem Abgrund zu verschlingen. Und ich möchte
dieses Rätsel erklären. Das Wort ist letztlich ein Vehikel, das in seinem
Inneren verschiedene Reisende befördern kann, und je nach Reisendem kann es
vorkommen, dass ein Wort seine ursprüngliche Bedeutung verliert und eine neue
annimmt. Politiker sind Meister dieser Kunst. Aber nicht nur sie – seien wir
nicht zu hart zu diesen kleinen Tierchen. Die Zahl zum Beispiel ist ein
vollkommenes Wesen, ihre Bedeutung ist nicht übertragbar, göttlich in ihrer
Unbestechlichkeit, und daher rührt die heidnische, wilde Verehrung, die
Mathematiker für diese Wesen empfinden. Eine Vier ist eine Vier, und ob sie nun
auf Bananen oder Mäuse angewendet wird – das Wesen und die Substanz der Vier
als abstraktes, reines, makelloses Wesen bleibt trotz aller Veränderungen
bestehen. Ich, der ich ein Trottel bin und als solcher als Beispiel diene –
denn ich kann ebenso gut ein Idiot wie eine Blume sein, woraus sich die
Mehrdeutigkeit des Wortes ergibt, eine Verwirrung, der sich die Zahl unter
keinen Umständen hingibt –, und weil ich die Notwendigkeit verteidige, den
Knopf der Solaren Systemologischen Bewegung zu
drücken, um die keplerschen Traumata und die aus vergangenen Jahrhunderten
geerbten Komplexe zu überwinden, behalte ich mir das Lachen vor, das es in mir
auslöst, wenn ich im Netz die kompromisslose Verteidigung dieses veralteten systemologischen Systems sehe, das, wenn es seinerzeit auch
zur Revolutionierung entstanden ist, heute das reaktionärste System ist, das
ich kenne. Ich weiß nicht, warum die Astronomen ihrer Aufgabe nicht nachkommen
und den Berg an Daten nicht aufarbeiten, mit dem – hätten Kepler und Newton
damit gearbeitet – das fertige Bild des überlieferten Systems längst die lange
Liste der Fehler ergänzt hätte, die zwar als Schritt nach vorn notwendig sind,
aber der Zivilisation feindlich gegenüberstehen, weil sie sich weigern, der
Geschichte zu weichen.
177. Doch dass eine Antwort eindeutig sein kann, bedeutet
nicht, dass sie nicht komplex sein darf. Alles hängt von dem Modell ab, mit dem
man arbeitet. Stößt die Argumentation auf eine Intelligenz, die im
archetypischen Bild verhaftet ist, das Planeten mit Gasbällen gleichsetzt,
gelangt man letztendlich zur Brücke der Seufzer, um über das Wasser ein
melancholisches „Armer Kleiner!“ zu schreiben. Ist dieses Problem überwunden
und unter der Voraussetzung, dass die uns zur Verfügung stehende Datenbank es unmöglich
macht, eine Antwort aufrechtzuerhalten, die aus einer Reihe von Daten gewonnen
wurde, die im Vergleich zu dem Berg des Wissens, von dessen Gipfel aus wir
erneut auf das Universum, den Kosmos und das Sonnensystem blicken, kaum ins
Gewicht fallen, liegt die Entscheidung bei uns, und die Verarbeitung dieser
Ansammlung von Parametern, deren endgültige Übereinstimmung und da sie auf
einer neuen Datenreihe basiert, muss sie uns logischerweise eine lokale
stellare Architektur vor Augen führen, in Bezug auf die – ohne das keplersche
Fotofinish zu leugnen – diese angewandte finistische Systemologie nichts anderes sein will als der Anfang und
niemals der Schlusspunkt der zentralen Frage dieses Abschnitts: Warum ist die
Geschwindigkeit der Sonne stabil und weicht vom Gesetz der universellen
Gravitation ab, wonach sich die Geschwindigkeit der Sonne in Abhängigkeit von
der Entfernung verdoppeln müsste, je näher sie sich einem astrophysikalischen
System nähert?
178. Es zeigt sich, dass eine Antwort allein aufgrund
ihrer Komplexität dennoch einfach sein kann. Man muss sie in ihren wahren
Kontext einordnen. Die Natur des Problems, das sie verkörpert, präzisieren.
Definieren, welches Gesetz sie hervorruft. Raum schaffen und auf der Leinwand
unseres Verstandes die Natur der Frage skizzieren, auf die wir eine Antwort
suchen. Es gibt einen Moment, in dem die Experten eingreifen müssen, denn sie
verfügen über jene Datenbank, anhand deren Verarbeitung sich die Einordnung der
Sonne in einen Sternhaufen – mehr oder weniger offen und mehr oder weniger
dicht besiedelt, je nach der graviti n Architektur,
die sich aus diesen Daten ergibt – gegebenenfalls belegen oder widerlegen
lässt. Nehmen wir eine neue lokale stellare Erweiterung auf 20 Lichtjahre:
179. Wie viele offene Sternhaufen könnten uns als
astrophysikalisches Modell dienen? Offensichtlich sprechen wir hier von einer
echten Revolution auf der Ebene der Konzeption dessen, was ein Sternhaufen ist.
Es gilt, alte Konzepte zu verwerfen und von Doppelsternsystemen ausgehend so
weit voranzuschreiten, bis sich im universellen Raum regionale
Gravitationsfelder eröffnen, innerhalb deren Grenzen sich die Himmelskörper wie
Atome in einem astrophysikalischen Molekül verhalten. Dies würde erklären,
warum die stellaren Formationen am Himmelsgewölbe optisch konstant sind, warum
die Entfernungen und Geschwindigkeiten der Sternensysteme innerhalb des
Universellen Milchstraßennetzes konstant sind, und würde uns ein Universum vor
Augen führen, das sich wie ein kristalliner Körper verhält, der von
Gravitationsströmen gespeist wird, in Abhängigkeit von denen sich der
Gesamtenergieverbrauch im Laufe der Zeit innerhalb einer Bandbreite von Maxima
und Minima hält. Daraus ergeben sich die Schwankungen der Sternenleuchtkräfte.
Dies impliziert natürlich Gott, aber in diesem kosmologischen System wird Gott
als gegeben vorausgesetzt; lassen Sie uns also nun die lokale Antwort auf das
Problem der Konstanz der Geschwindigkeit der Sonne hervorheben.
180. Nun muss ich mich selbst korrigieren, nachdem ich
den wirklich wichtigen Punkt hervorgehoben habe: die Existenz der Sonne als
Teil eines Sternensystems; führt mich mein eigener Gedankengang dazu, die
Umwandlung der Planetenmasse in einen Mechanismus zur Korrektur der Sonnenbahn
zu definieren, durch dessen Wirken die Zentrifugalkraft, der die Sonne als
Reaktion auf die Bewegung ihres Systems innerhalb eines kumulativen
Gravitationsfeldes ausgesetzt ist, aufgehoben wird und auf einen bestimmten
konstanten Wert festgelegt wird. Habe ich zuvor gesagt: „Wir müssen lediglich
die Gesamtmasse der Planetenfamilie in eine Mitnahmemasse umwandeln, und schon
haben wir die stabilisierende Bremse für die Reisegeschwindigkeit der Sonne“,
so denke ich nun, dass diese Umwandlung ihren Schwerpunkt in der
Korrekturgleichung der Sonnenbahn hat, durch die, wie ich bereits sagte, die
Zentrifugalkraft, der die Sonne ausgesetzt ist, durch die Umwandlung der
Planetenmasse in eine Fernsteuerung der Richtung überwunden wird. (Wenn euch
ein Einwand in den Sinn kommt, stellt euch vor, ihr rennt los, indem ihr nur
eure Körper mitzieht, und wiederholt dann denselben Vorgang, indem ihr euch
einen Sandsack auf den Rücken werft. Das nur vorweg. Doch bevor wir uns nicht
den Globus wie jener Titan auf den Rücken laden, sondern die neun Planeten mit
ihren Monden und die Sonnenringgürtel, bevor wir den Hebel ergreifen, um das
Universum zu bewegen, müsst ihr den Ballast der veralteten Vorstellung von den
Planeten als riesige Gasbälle, die zwischen den elektromagnetischen Fäden des
Sonnenfeldes schweben, ablegen.)
181. Ich möchte auf dieses Thema noch einmal eingehen,
weil ich es für wichtig halte. Die wissenschaftliche Behauptung, Planeten seien
unter dem Einfluss der Schwerkraft komprimierte Gasbälle, ist eines dieser
primitiven pseudowissenschaftlichen Argumente, die typisch für den
Fundamentalismus des 20. Jahrhunderts sind und sich in keiner Weise von selbst
tragen, aber im 21. Jahrhundert als Symbol für die Unterwerfung der
Universitäten unter das Genie des wissenschaftlichen Atheismus fortbestehen.
Wie lange noch werden Dummheit und Genialität als zwei Seiten derselben
Medaille nebeneinander bestehen? Das lässt sich nicht so einfach sagen. Noch
bis gestern, um ein Beispiel zu nennen, war der Mars ein Gasball,
genau wie die Venus, der Merkur, der Jupiter, der Saturn und die übrigen
Mitglieder unseres Sonnensystems. Und so wird es auch weiterhin in den
Lehrbüchern beschrieben, die von den renommiertesten Köpfen des Planeten für
den Massenkonsum verfasst wurden. Die Fotos und Expeditionen zum Mars und
seinen Nachbarn dienen uns als Beweis in dieser Frage – der absurden
Vorstellung von den Planeten als Gaskörpern. Dennoch reichen die Beweise nicht
aus, um diese beschämende Lüge aus den Lehrbüchern der Astronomie und den
Naturwissenschaftsbüchern zu tilgen. Es ist daher geradezu lächerlich, ja fast
schon eine Farce, zu sehen, wie die bedeutenden Genies der astronomischen
Observatorien auf der ganzen Welt weiterhin das Evangelium von der gasförmigen
Natur der Planeten predigen. Sie müssen einen verborgenen Grund haben, mit
ihren Lippen zu bekennen, was ihre Ohren als Ketzerei empfinden. Nun gut,
sollte es an einer der Universitäten dieser Welt einen herausragenden
Superweisen geben, der beweisen kann, dass der Mars eine Gaskugel ist, dann
soll er nicht zögern und uns exorzieren – –, denn wenn wir dem Willen eines
solchen Megagottes folgen, werden wir in die Hölle der Dummköpfe gehen. Es ist
peinlich – sage ich –, in Astronomie-Lehrbüchern Worte zu sehen, die nur aus
dem Mund eines Idioten entschuldbar wären; peinlich, weil diejenigen, die sie
schreiben, allesamt Koryphäen sind, Inhaber von Lehrstühlen und dergleichen.
Verdient das 21. Jahrhundert den typischen Geist eines Dummkopfs als Lehrer und
Führer zum Wissen über das Universum? Die Frage bleibt: Unter welcher
Philosophie werden wir einer „Kosmologie für den Selbstmord“ das Wort erteilen,
wohl wissend, dass ihre Auswirkungen auf die Nationen – diesmal mit unendlich
tödlicheren Vernichtungsmitteln in ihrer Reichweite – dieselben sein werden?
Erinnern wir uns daran, dass Satan nicht mit dem Schwert tötete, sondern mit
dem Wort; denn auch wenn es noch immer Menschen gibt, die es nicht glauben, ist
die ultimative Waffe – zum Guten wie zum Bösen – das Wort. Wie kann man also
heutzutage glauben, dass Pluto ein Gasball sei?
Heutzutage muss man schon ein echter Trottel sein, um solch einen Unsinn zu
lehren, und ein Idiot, um ihn zu glauben. Für den, der schreibt, und den, der
außerhalb dieses für das 20. Jahrhundert typischen tödlichen Kreises liest,
geht es uns jetzt darum, herauszufinden, wie die Summe der gesamten
Planetenmasse bei der korrigierenden Stabilisierung der Reisegeschwindigkeit
der Sonne ins Spiel kommt. Kehren wir also zu dem betreffenden Problem zurück,
zu dem uns die Umstände selbst ein anderes Mal wieder in den Schlund dieses
Schwarzen Lochs führen werden, in dessen Bauch die Gehirne der Jugend weltweit
gewaschen werden, in denen wider die Natur geschrieben steht, dass Planeten
Gasbälle seien. Und ich bin Rotkäppchen, das ist klar.
182. Nehmen wir also den Faden wieder auf. Bei einer
Reisegeschwindigkeit X befindet sich unter den Sternbildern des Himmels ein
Stern namens Sonne. Die Reibung dieses Raumschiffs an der Flugoberfläche ist zu
vernachlässigen, um seine Geschwindigkeit zu bremsen; und was noch
selbstverständlicher ist: Der Anstoß der Zentrifugalkraft, der seine Umlaufbahn
unterliegt, treibt dieses Raumschiff aus dem Gravitationsfeld hinaus, zu dem es
gehört. Unser Problem besteht darin, zu verstehen, warum sich seine Annäherungsgeschwindigkeit
gegenüber dem Stern, auf den es sich zubewegt, im Laufe der Zeit nicht erhöht.
Unabhängig davon, ob die Sonne nun in einer geraden Linie oder auf einer
gekrümmten Bahn fliegt: Während die Sonne durch den interstellaren Raum
navigiert, verkürzen sich die Abstände zwischen ihr und dem scheinbaren
Annäherungspunkt. Das liegt auf der Hand. Und sobald sich der Abstand zwischen
der Sonne und dem scheinbaren Annäherungspunkt verkürzt, nimmt die
Anziehungskraft zwischen der Sonne und diesem stellaren Punkt zu. Das Gesetz
der Schwerkraft gilt. Mit zunehmender Anziehungskraft zwischen der Sonne und
dem als Bezugspunkt dienenden Sternsystem steigt die
Annäherungsgeschwindigkeit. Folglich steigt die Reisegeschwindigkeit unseres
Systems. Und sie nimmt weiter zu. Je kürzer die Entfernung zwischen zwei
Himmelskörpern wird, desto höher wird die Geschwindigkeit des kleineren der
beiden. Dabei kann es sich um die Sonne handeln oder auch nicht. Ob die Sonne
nun der größere oder der kleinere Himmelskörper des betreffenden Paares ist –
Tatsache ist, dass sich ihre Reisegeschwindigkeit verändert. Aber da wir gerade
von der Sonne sprechen … lassen Sie uns darüber sprechen.
183. Ich glaube, der Abstand der Sonne zum nächsten
Sternensystem beträgt nur wenige Lichtjahre. Proxima Centauri ist etwa vier
Lichtjahre von der Sonne entfernt. Es wurden sogar noch näher gelegene Sterne
entdeckt. Bei der Geschwindigkeit, mit der sich die Sonne bewegt – etwa 600
Kilometer pro Sekunde –, würde der Zusammenstoß zwischen der Sonne und dem
Proxima-Centauri-System, ab dem jetzigen Zeitpunkt gerechnet, in etwa 500
Jahren stattfinden. Wir stellen uns nun ganz direkt die Frage: Wie viele
Tausend Jahre schon segelt die Sonne zwischen den Sternbildern des Himmels
dahin? Und können wir aus diesen Millionen von Jahren, in denen das Leben auf
der Erde seinen Lauf genommen hat, ohne eine tödliche Störung zu erfahren,
nicht auf die Stabilität der Reisegeschwindigkeit der Sonne schließen? Und
haben wir nicht das Recht zu glauben, dass die Geschwindigkeit der Sonne eine
Konstante ist? Und wenn sie eine Konstante ist – zwingt diese Konstante dann
nicht dazu, die Phänomenologie der Schwerkraft zu korrigieren, nicht als
Gesetz, sondern hinsichtlich ihrer Natur? Ich möchte diesen Abschnitt mit dem
Hinweis abschließen, dass meine Fragen darauf abzielen, neue Perspektiven zu
eröffnen, niemals Wege zu versperren. Im Rahmen meines Wissens versuche ich,
das Ganze so weit wie möglich zu verdichten, um den Prozess aus einer
dynamischen Perspektive zu betrachten. Ich kann mir das keplersche „Fotofinish“
nicht vorstellen, und wenn ich die Bewegung der Planeten um die Sonne mit etwas
vergleiche, dann mit einem elektrischen Strom, der durch einen Metallstab
fließt, ähnlich einem Solenoid. Die e Winkelform der in einen dreidimensionalen
Raum projizierten Umlaufbahnen verdeutlicht die Notwendigkeit eines Fluges in
Stromwellen, bei dem die Sonne den Platz des Metallstabs einnimmt. Ungefähr so:
184. Ausgehend von diesem Bild vereinfacht sich die
dreidimensionale Fragestellung, und es lassen sich die nutationellen Unregelmäßigkeiten einiger äußerer Umlaufbahnen ableiten. In einem anderen
Abschnitt, der ausschließlich dem Sonnensystem gewidmet ist, werde ich auf das
Thema zurückkommen und versuchen, das Bild durch die Einbeziehung
physikalischer Daten genauer zu definieren. Ich beabsichtige mit diesem solenoidalen Bild nichts anderes, als das in der Zeit
erstarrte Bild zu verschieben, das seit den Zeiten von Kepler, Galileo und
Newton im Umlauf ist und das in der heutigen Zeit zu einer Mauer geworden ist,
zu einem billigen Idol, vor dem sich jeder für ein Genie hält und, die Knie
beugend, beruhigt nach Hause geht, weil er ja schon alles weiß.
185. Die Akademie, stets so brillant, versteht es, sich
in jedem Moment die Erklärung zu suchen, die ihr am besten passt, um ihren Ruhm
angesichts der Kritik der Zukunft unversehrt zu bewahren. Denn offenbar bewegt
sich die Sonne auf einer ungewöhnlichen Bahn, sodass sie den gravitativen
Kontakt mit den anderen Sternbildern meidet. Indem sie sich unwissend gibt,
ganz im Stil jenes Sokrates, der nur wusste, dass er nichts wusste, dabei aber
alles wusste, verbietet die Akademie den Universitäten, die Unwahrheiten aus
den Astronomie-Lehrbüchern zu streichen, auf denen ihre Vorstellung vom
Sonnensystem und dessen Platz im Universum beruht. Denn ganz klar: Wenn die
Sonne keine natürliche Bahn verfolgt, wie es für einen Körper, der dem Gesetz
der universellen Schwerkraft unterliegt, zu erwarten wäre – welche Art von Bahn
beschreibt die Sonne dann zwischen den anderen Sternensystemen in ihrer
Nachbarschaft? Die kindliche Berechnung, die ich oben in Bezug auf Proxima Centauri
angestellt habe, lässt sich auf die letzten 500 Millionen Jahre hochrechnen. Da
die Sonne in dieser Zeit 500.000 Mal am Rande einer Kollision stand und es doch
nicht dazu kam, gibt mir das Anlass, die idyllische Vorstellung einer einsamen
Sonne, die keinem Sternhaufen angehört, von der Landkarte zu streichen. Und
euch sollte das abrupt zum Innehalten bringen, und wenn ihr nach oben blickt,
solltet ihr unter euren Füßen die Schwingungen des stellaren Motors spüren.
Fragt euch selbst, wie es möglich ist, dass die Sonne in den Millionen von
Jahren, in denen sie mit 600 km pro Sekunde dahinschwebt, mit keinem dieser
Herren aus ihrer Nachbarschaft kollidiert ist. Erscheint es euch nicht logisch
anzunehmen, dass sie es weder konnte noch kann, weil die Sonne ganz einfach zu
diesem Sternhaufen gehört? Ich beharre auf diesem Bild:
186. Das ist tatsächlich eine interessante Frage, die
aufgrund der Einfachheit ihrer Formulierung wie eine unbedeutende Kleinigkeit
klingen mag. Ein schwerwiegender Irrtum. Oder interessiert sich der Passagier,
der in ein Flugzeug steigt, etwa überhaupt nicht für die Mechanik des
Flugzeugs, obwohl wir doch wissen, dass man in der Luft sein Leben riskiert?
Ist die Sonne nicht in gewisser Weise ein ewig in der Luft schwebendes
Raumschiff, vollgepackt mit Passagieren? Was die Aufrechterhaltung der Eigenbewegung
des Sonnenraumschiffs betrifft, so können wir dies ableiten, indem wir die
phänomenologische Beobachtung der Sonnenphotosphäre in den Verbrauch des
Treibstoffs umrechnen, der erforderlich ist, um einen Körper im Weltraum
anzutreiben. Inwiefern unterscheiden sich die großen Sonneneruptionen nicht vom
Triebwerksstrahl, der ein Raumschiff in die entgegengesetzte Richtung seiner
Emission antreibt? Unterliegen nicht beide Phänomene demselben Gesetz von
Aktion und Reaktion? Nehmen wir für einen Moment an, dass dies der Fall ist.
Und da wir den elfjährigen Zyklus kennen, dem die Temperatur des Sonnenkörpers
in der Photosphäre unterliegt – da dieser Zyklus der Erwärmung der Photosphäre
einem stabilen Zyklus unterliegt –, können wir dann nicht aus seiner Konstanz
die Mechanik des kontrollierten Antriebs ableiten, die die Reisegeschwindigkeit
der Sonne bestimmt, wobei diese Mechanik wiederum dem Gesetz der Umwandlung von
Gravitationsenergie in Lichtenergie unterliegt? Die Antwort ist schwierig, aber
nicht unmöglich.
187. Betrachten wir die Reaktion der Sonne auf den
Vorbeiflug des Kometen Hale-Bopp. Erinnert ihr euch daran? Ist die
außergewöhnliche Sonneneruption, die unmittelbar nach dem Vorbeiflug des
Kometen Hale-Bopp auf der Sonnenoberfläche zu beobachten war, nicht ein
Phänomen, das ausreicht, um uns den Zusammenhang zwischen Temperatur,
Gravitationsdichte und Umwandlungsgeschwindigkeit bewusst zu machen – in diesem
Fall ausgelöst durch eine Wellenfront mit festem Kopf? Und wenn der
Zusammenhang zwischen dem Vorbeiflug von Hale-Bopp und der beobachteten
außergewöhnlichen Sonneneruption eine wissenschaftliche Tatsache ist – wie soll
man dann weiterhin die Beziehung zwischen der Sonne und den Planeten innerhalb
derselben Verhaltensparameter aufrechterhalten, wenn ein winziges, Körper
ausreicht, um die Umwandlungsgeschwindigkeit eines ganzen Sterns für eine
bestimmte Zeit zu beschleunigen!
188. Eine der Grundsäulen der Entwicklung des
menschlichen Denkens besteht darin, die Ursachen für beobachtete Wirkungen zu
ergründen und umgekehrt ausgehend von gegebenen Ursachen die Wirkungen zu
entdecken. Dank der Fähigkeit des Verstandes, sich der Instrumente der Logik zu
bedienen, konnte das Abenteuer des Denkens ungeahnte Höhen erreichen. Doch im
Laufe der Zeit und nach vielen Heldentaten begingen die einst revolutionären
Denker das verhängnisvolle Verbrechen, die Ursache der beobachteten Wirkung zu beseitigen,
weil die Entdeckung ihren subjektiven Interessen und irrationalen Emotionen
zuwiderlief. Nachdem das 20. Jahrhundert im Netz eines wissenschaftlichen
Atheismus verloren gegangen war, der Ursachen auslöschte und Argumente gegen
die Logik der Realität vorbrachte, ist zu vermuten, dass die Erben jener Genies
wissen, wie man den Weg zwischen Wirkung und Ursache verdreht und die
Unwissenden in den Abgrund einer altmodischen Irrationalität führt. Denn so
schwer es auch zu glauben sein mag: Die Wissenschaft wurde atheistisch, um sich
selbst zu beweisen, dass sie mehr wusste als Gott. Dass ihr Diskurs am Vorabend
des Ersten Weltkriegs endete, veranlasste sie während des Kalten Krieges nicht
dazu, über die Pathologie nachzudenken, in die ihre Intelligenz ihre Logik
hatte abgleiten lassen. Diese Pathologie hieß Atheismus. Aber kehren wir zum
Thema unseres Sonnensystems zurück.
189. Der Erste, der über alle Faktoren nachdenken musste,
die im Hinblick auf die dynamische Stabilität des Sonnensystems zu
berücksichtigen waren, war der Ingenieur, der dessen Schöpfung innerhalb eines
astrophysikalischen Molekülnetzwerks namens „Himmel“ plante. Die größte Hürde,
die Gott zu überwinden hatte, stellten die Millionen von Jahren dar, die die
Evolution des Artenbaums für dessen Entstehung und Wachstum erforderte. Während
im Falle der Schöpfung der Biosphäre die Prozesse beschleunigt werden konnten,
ohne einen wissenschaftlichen Konflikt hervorzurufen, galt und gilt im Falle
des Lebens ein ganz anderes Gesetz. Auf dem Gebiet des Lebens, sagen wir es so:
Die Gesetze sind strenger. Die Millionen von Jahren, die die Evolution des
Lebens auf der Erde von Gott erforderte, mussten ihm zwangsläufig ein komplexes
System von systemologischen Gleichungen vorlegen.
Darunter waren die beiden großen und wichtigsten Herausforderungen, die seine
Intelligenz bewältigen musste: wie die Reisegeschwindigkeit der Sonne in Raum
und Zeit konstant zu halten und wie ihrem System eine Flugroute zu geben, auf
der sie zwischen den Sternbildern gleiten konnte, ohne sich in deren Systeme zu
integrieren. Und auf der Suche danach, wie er dies bewerkstelligte, befinden
wir uns gerade.
190. Die Flugautonomie, die den Sternen durch ihre
Eigenschaft als Umwandler von Energie in Licht und Wärme verliehen wird – ein
Phänomen, das dem Verhalten eines angeregten Teilchens sehr ähnlich ist, das
sich durch die Abstrahlung eines Subteilchens verteidigt –, ist ein Aspekt, der
die Notwendigkeit impliziert, die Hypothese der astrophysikalischen Bewegung
ausgehend von und ausschließlich auf der Grundlage des Gesetzes der
universellen Gravitation zu korrigieren. Man leugnet sie nicht, sondern korrigiert
lediglich ihre Definition. War das Gesetz bisher die einzige Kraft, so verfügen
wir fortan über eine Mechanik der Energieumwandlung, deren Auswirkungen unter
anderem die für die Aufrechterhaltung einer konstanten Geschwindigkeit des
Systems erforderliche Antriebsautonomie erzeugen. In diesem Zusammenhang dient
uns die Phänomenologie der Sonnenphotosphäre als Bezugsrahmen, von dem aus wir
das Bild eines Himmelskörpers als autonom angetriebenes Raumschiff aktivieren
können, das durch die Umwandlung seiner Energie den für die Aufrechterhaltung
des Anfangsimpulses notwendigen Treibstoff erzeugt. Eine andere Sache ist es,
dass die Akademie in ihrer wissenschaftlichen Irrationalität die Anwendung des
Aktions-Reaktions-Gesetzes auf stellare Flares und siderische Geschwindigkeit
leugnen will. Der Autor sieht nicht, wie eine solche Leugnung bewiesen werden
könnte, und zieht es daher vor, mit seiner Darstellung über die Beziehung
zwischen den Planeten und der Drehung der Sonne während ihrer Bahn zwischen den
Konstellationen, die ihre Umlaufbahn markieren, fortzufahren.
191. Stellen wir uns folgenden Fall vor: Wir haben das
System, in dem wir den Baum des Lebens anbauen werden. Wir wissen mit
Sicherheit, dass vom Zeitpunkt der Pflanzung bis zur Ernte seiner Früchte
Millionen natürlicher Jahre vergehen müssen. Wir wissen auch, dass die
Entwicklung des Lebens erfordert, dass die Natur ihre Struktur unter den ihr
eigenen Bedingungen aufrechterhält. Das bedeutet , dass wir eine
Beeinträchtigung des Evolutionsprozesses durch externe kosmologische Faktoren
vermeiden müssen. Dies zwingt uns dazu, das biosphärische System so zu
schützen, dass es zwar weiterhin Teil eines Universums ist, die Existenz dieses
Universums jedoch keine tödliche Störung für das System darstellt. Wie lässt
sich das bewerkstelligen? Die Reisegeschwindigkeit der Sonne selbst, etwa 600
Kilometer pro Sekunde, und ihre Unterwerfung unter das Gesetz der Schwerkraft
besagen, dass diese Geschwindigkeit im Laufe der Zeit zunehmen muss – was genau
das ist, was wir nicht wollen. Folglich sind wir gezwungen, das Sonnensystem
mit einer Sicherheitsbremse auszustatten, die automatisch greift und als
Reaktion auf die zunehmende Geschwindigkeit ausgelöst wird. Das ist das Ziel.
Schauen wir uns an, welche praktischen Lösungen unser Schöpfer gefunden hat.
192. Die erste praktische Lösung war logisch: Das
Sonnenschiff so zu beladen, dass die Gravitationsbeschleunigung durch die
Bewegungsarbeit gebremst wird und das Schiff gezwungen ist, diese exogene
Beschleunigung in die Kraft umzuwandeln, die erforderlich ist, um die
Bewegungsarbeit der Bremslast zu verrichten. Auf diese praktische Weise würde
das Sonnenschiff seine Reisegeschwindigkeit stets konstant halten und
gleichzeitig der Trägheitstendenz entgegenwirken, mit der Zeit an
Geschwindigkeit zu gewinnen. Aber übertragen wir diesen Fall auf den Boden.
Stellen wir uns vor, wir hätten ein mit Kraftstoff beladenes Fahrzeug. Die
Zeit, die das Fahrzeug auf der Straße verbringt, hängt neben der erreichten
Geschwindigkeit auch von dem Gewicht ab, mit dem wir es beladen. Wenn wir den
Kofferraum maximal beladen, verkürzen wir die Betriebszeit, die der Tank
leisten kann. Diese Art von Bremse werden wir als exogen bezeichnen.
193. Stellen wir uns nun aber eine noch ausgefeiltere Art
exogener Bremse vor. Stellen wir uns vor, dass sich das Gewicht der Ladung im
Kofferraum vervielfacht, je weiter die Maschine voranschreitet. Würde nicht der
Moment kommen, in dem die Maschine gebremst und unter dem durch diese exogene
Bremse entstandenen Gewicht zerquetscht würde? Die Frage lautet: Verfügt die
Sonne über diese Art exogener Bremse, sodass sich das Gewicht der Planeten mit
der im Laufe der Zeit gewonnenen potenziellen Energie vervielfacht? Und
umgekehrt: Wird nicht gerade durch dieses Gesetz der Zunahme der potenziellen
Energie und ihrer Umwandlung in Gewicht die Tendenz der Sonne gebremst, sich
gemäß dem Gesetz der universellen Gravitation zu verhalten?
194. Da die Vorstellungen über die Natur der Planeten
falsch sind, müssen es auch die Zahlen sein. Das veranlasst mich zu der
Feststellung, dass man zu keinem Ergebnis gelangen kann, solange die Diktatur
der Kosmologie des 20. Jahrhunderts der Intelligenz des 21. Jahrhunderts
weiterhin ihr dogmatisches Gesetz und ihren rationalistischen Absolutismus
aufzwingt. Noch bis gestern war der Mars – wie ich bereits sagte – ein Gasball. Wenn wir also darauf warten müssen, dass die
Sonden den Pluto erreichen, um seinen Körper in geophysikalische Masse
umzurechnen, dann können wir uns genauso gut hinsetzen und auf den Tod warten;
der Tod wird eher kommen als die Sonde zum Pluto. Sobald die korrekten
Berechnungen vorliegen, können wir beginnen, auf der Grundlage von Fakten zu
arbeiten und nicht auf der Grundlage von Argumenten, die durch Auszeichnungen
aufgezwungen wurden. Lassen wir also die destruktive Kritik an solchen Genies
hinter uns, reisen wir weiter an Bord des Sonnenschiffs und stellen wir uns
weiterhin Fragen.
195. Die Sonne nähert sich einem Sternensystem, und
folglich wird ihre Beschleunigung trotz der exogenen Bremse noch weiter in die
Höhe schnellen. Wie werden wir dieses neue Problem bewältigen? In dem
Fantasiespiel, das wir ins Leben gerufen haben, haben wir das Kommando, wir
steuern das Raumschiff, und daher hängt seine Zukunft von uns ab. Was wir jetzt
tun sollten, ist, das Steuerrad zu ergreifen und zum Beispiel nach links zu
lenken. Entweder das, oder wir prallen gegen die Himmelskörper des Sternensystems,
in das uns das Gesetz der Schwerkraft hineinzieht. Vielleicht nicht morgen oder
übermorgen. Das ist egal. Unsere Mission ist es, einen Weg zu finden, die Wende
herbeizuführen, die uns von dem unvermeidlichen Zusammenstoß mit dem System
wegführt, das mit seiner Schwerkraft die Kontrolle über unser Raumschiff
übernommen hat. Das Erste, was uns einfällt, ist, nach dem Steuerrad zu suchen.
Wo ist es? Denn es gibt es tatsächlich. Millionen von Jahren und die Sonne, die
immer noch auf Kurs ist, sind der beste Beweis dafür, dass Gott das
Sonnenschiff mit einer exogenen Bremse ausgestattet hat – nämlich den Planeten
und dem Zusammenspiel der Energien, die sie bewegen – sowie mit einem
Steuerrad, das von einem Fernsteuerungsprogramm bewegt wird, das die
unüberwindbare interkonstellare Beschleunigung
überwindet und das Schiff zum Drehen zwingt. Mein Verstand veranlasst mich,
mich umzuschauen und mich zu fragen: Welche Art von endogener Kraft ist in der
Lage, das Sonnensystem so verhalten zu lassen, als wäre es ein von einem
intelligenten Kapitän gesteuertes Raumschiff? Um diese Drehung zu ermöglichen,
die die Sonne seit Anbeginn der Zeit vollführt und ohne deren Mechanismus sich
das Raumschiff in ein beliebiges Sternensystem der Nachbarschaft integriert
hätte: Mit welcher Art von autonomer Mechanik hat Gott die Sonne ausgestattet?
196. Wie gestern und wie immer hebe ich meine Arme zu
meinem Schöpfer und widme ihm die Freude, die meine Bewunderung für die
Antwort, die er auf diese Probleme gegeben hat, in meinem Verstand weckt. Das
Fernsteuerungsprogramm für die Flugbahn heißt „Interplanetare Ausrichtung“.
Nachdem die exogene Bremse geschaffen wurde – wozu braucht man eine Bremse,
wenn es keinen Fuß gibt, der darauf tritt? Diese Einwirkung des Fußes auf die
Bremse werden wir „endogene Drehmechanik“ nennen. Wenn die exogene Bremswirkung
als Reaktion des Systems als Ganzes auf das universelle Umfeld entsteht, so ist
diese Einwirkung des Fußes auf die Bremse die Reaktion der Planeten auf das
Verhalten der Sonne. Mehr oder weniger. Bevor wir jedoch auf die Auswirkungen
der Planetenausrichtungen auf die Sonnenbahn eingehen, möchte ich an dieser
Stelle an die Verstärkung der Armkraft unter Wasser und die
Gewichtsverringerung eines Körpers im Wasser erinnern. Glaubt nicht, ich täte
dies, um euch in die Irre zu führen. Im Gegenteil, ich tue es, um euch das
natürliche Umfeld zu erschließen, in dem sich das Zusammenspiel der Naturkräfte
in unserem System abspielt.
197. Bedenkt, dass das Gewicht eines Körpers in direktem
Zusammenhang mit der Schwerkraft steht. Ein Stein von einem Kilogramm hat auf
der Erde dieselbe Masse wie auf dem Mond. Und hat derselbe Stein im Wasser
nicht dieselbe Masse wie außerhalb des Wassers? Haben sie dennoch dasselbe
Gewicht? Das ist doch nicht der Fall, oder? Wenden wir diese Tatsache nun auf
die Sonne selbst an. Dabei maßen wir uns nicht an, dem Genie gleichzukommen,
das nach einem Hebel suchte, um das Universum zu bewegen. Stellen wir uns also
vor, wir legen die Sonne an das eine Ende des Hebels, wir selbst stellen uns
ans andere Ende und müssen sie bewegen. Als Erstes müssen wir uns fragen, wie
groß die Schwerkraft in dem Medium ist, in dem wir uns befinden. Auch wenn es
wie ein Trick erscheint: Je geringer die Schwerkraft ist, desto geringer ist
das Gewicht des Körpers und desto größer die Wirksamkeit der Kraft, die der Arm
auf den Hebel ausübt. Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand. Das Gewicht der
Sonne und jedes anderen Himmelskörpers variiert je nach der jeweiligen
Gravitationswechselwirkung. Das gilt für die eine Seite. Auf der anderen Seite
bewegen sich die Planeten unseres Systems im Gegensatz zur Sonne in einem
stabilen Gravitationsfeld und halten daher das Gleichgewicht zwischen der von
ihnen entwickelten Kraft und dem Gewicht, das sie heben können.
198. Die planetarische Ausrichtung – ob vollständig oder
teilweise, mehrfach oder einfach – wirkt wie ein Hebelarm, und ihre Wirkung auf
die Sonne entspricht der eines Hebelarms. Die systemologische Gleichung besagt, dass die Sonnenbeschleunigung durch das regulierende Programm
gebremst wird, in das Gott die planetarische Ausrichtung verwandelt hat. Die
Planeten wandeln das Gewicht des einzigen Körpers, zu dem die Anordnung sie
macht, in Kraft um; und da jede Kraft von Natur aus dazu bestimmt ist, Arbeit
zu verrichten, besteht die von ihnen verrichtete Arbeit darin, den zuvor
erwähnten Drehwinkel zu erzeugen und ihn konstant zu halten. Dies ist in der
Tat das Schwungrad, nach dem wir gesucht haben.
199. Was die physikalisch-mathematische Beschreibung
dieses ferngesteuerten Raumschiffs im autonomen Flug inmitten der Sternbilder
des Himmels angeht, überlasse ich diese einem anderen, der sich besser mit
Zahlen, Unbekannten und sonstigen komplexen Gleichungen auskennt. Dabei sind
stets sowohl die partiellen als auch die vollständigen Planetenkonstellationen
im Rahmen der Angewandten Astrophysikalischen Systemologie hervorzuheben, wobei erstere als Gegengewicht zur Geschwindigkeit wirken und
letztere als Verschiebung der Systemnase in Richtung der Hemisphäre, von der
aus die Beladung erfolgt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Gott, bevor er
den Samen des Baumes der Arten unter den Wassern des großen Ozeans aussäte,
viele Gleichungen lösen musste.
200. Zusammenfassend lässt sich sagen: Alles muss noch
anhand der endgültigen Daten geklärt werden. Ideen sind der Vorläufer der
Forschung. Und in diesem Zusammenhang wollte ich meine ursprüngliche Idee zu
überarbeiten: die Beziehung zwischen den Planeten und der Sonne im Inneren
eines gemeinsamen Gravitationsfeldes, in dem – so wie das Sonnenfeld selbst
eine Zentrifugalkraft verursacht, die die Körper wegstößt und die äußeren
Asteroidenringe erzeugt – während die Sonne in ein multistellares Feld
eingebunden ist, dessen Zentrum ein Gravitationszentrum ist – sozusagen ein
Bezugspunkt, um den sich die kumulative Bewegung vollzieht –, und dieses
Zentrum eine allgemeine Zentrifugalkraft erzeugt, die die Sonne durch die
gesamte Planetenmasse ihres Systems überwindet. Was uns schließlich zu einer
Struktur der astrophysikalischen Technik führt, die so perfekt ist, dass es
schlicht und einfach das Werk eines Genies ist, das unfähig ist, das komplexe
Gebäude aus Gleichungen zu verstehen, das dieser göttliche Ingenieur am Anfang
gelöst hat, und weil er nicht in der Lage ist, das Scheitern zu akzeptieren,
selbst wenn er – wenn schon nicht in drei Dimensionen, so doch zumindest auf
dem Papier – die unendliche Wissenschaft dieser schöpferischen Intelligenz
nachahmen wollte, entscheidet er sich für die Alternative des Verrückten: Gott
existiert nicht. Nehmen Sie dies also zur Kenntnis, Astronomen und Mathematiker
dieses Jahrhunderts.
201. Die Dinge sind also, was sie sind, und nicht, was
sie scheinen; auch wenn manchmal das, was sie scheinen, das ist, was sie sind.
Wir sprechen von einer unbestimmten Anzahl von Millionen von Jahren, einer
Zeit, in der das biosphärische System seine Einbindung in eine stabile
astrophysikalische Struktur forderte. Bislang sind die Zeiträume für die
beschriebenen geophysikalischen Abläufe noch nicht in die Erzählung
eingeflossen. Ich überließ diese Zahlen den Herausforderungen, die Gott eine
nach der anderen bewältigte. Und ich glaube gesagt zu haben, dass, sobald die
schöpferische Allmacht mit dem physikalischen Begriff der Leistung in
Verbindung gebracht wird, die natürlichen Berechnungen im Feuer verbrennen, im
Eis gefrieren, im Wasser ertrinken und in der Luft verdampfen. In wie vielen
Millionen Jahren verkürzte Gott die Sublimation und das Auftauen des
Eismantels, als er die Erde über die boreale Parabel in das Sonnensystem
integrierte? Wäre das Auftauen des Eismantels in der Entfernung der dritten
Umlaufbahn stattgefunden, wie viele Millionen Jahre hätte das Auftauen dann
gedauert?
SIEBTER TEIL
SCHÖPFUNG DER HIMMEL
KAPITEL 22 – DAS ALLGEMEINE KOSMOLOGISCHE PRINZIP
202. Das Ziel und der Zweck der Erschaffung der Himmel
und der Erde, des Menschen am Ende des Zeittunnels – wir sehen, wie Gott die
allgemeine Architektur der Himmel und die besondere Architektur der Erde
entwarf, wobei er die Millionen von Jahren im Blick hatte, die die Geburt und
das Wachstum des Baumes des Lebens erforderten, um Früchte zu tragen. Weil Gott
dazu in der Lage war und wusste, wie es zu tun war, schuf er einen Plan der
Wechselbeziehungen zwischen den Elementen der Biosphäre, mit zwei Hauptwärme-
und Kältezentren an den Enden der Ökosphäre sowie punktuellen Zentren, die über
die Kontinente verteilt sind und die Gebirgsketten mit ewigem Schnee bilden.
Wie sich die atmosphärischen und ozeanischen Strömungen von den Polzentren aus
regenerieren und das Temperaturgleichgewicht der Biosphäre stabil halten, ist
ein ebenso wunderbares wie erstaunliches Werk der geophysikalischen Technik,
das die Morphologie der Lithosphäre selbst mit einbezog. Da das
Temperaturgleichgewicht der Ökosphäre stabil gehalten werden musste, musste
Gott der Ökosphäre einen beständigen Rotationswinkel verleihen. Und weil er es
konnte und wusste, schuf er das autonome ökosphärische Substrat, dank dessen,
wie ich bereits sagte, der Einfallswinkel der Sonnenenergie über die Millionen
von Jahren hinweg konstant bleiben würde, die der Baum des Lebens benötigen
würde, um seine Früchte zu tragen. Doch es gab noch mehr, denn das Sonnensystem
ist nicht vom Rest der Schöpfung isoliert, und da es sich in Bewegung befindet
und den allgemeinen Gesetzen des Universums unterliegt, gab es Wechselwirkungen,
die Störungen verursachen konnten, welche das Werk von so vielen Millionen
Jahren zunichte machen würden. Da dies möglich war
und Gott es wusste, zögerte er nicht, seine Intelligenz einzusetzen und das
Sonnensystem mit einem Mechanismus zur Fernsteuerung seiner
Sternengeschwindigkeit auszustatten, den ich „Angewandte Astrophysikalische Systemologie“ genannt habe. Und doch reichte all dies nicht
aus.
203. Das lokale Universum, die Milchstraße, bewegt sich
im Schoß eines Kosmos, in dem Bewegung das charakteristischste sichtbare
Merkmal ist. Es mag qualitative und quantitative Unterschiede zwischen den
Galaxien geben, doch alle haben einen gemeinsamen Nenner: Sie bewegen sich. Zu
sagen, dass sie sich bewegen, bedeutet, dass sie miteinander interagieren, sich
vermehren, teilen, addieren und subtrahieren. Die Schöpfung ist ständige,
mitreißende, wunderbare, überraschende Bewegung. Mehr noch: Der Kosmos, wie er
in den Theorien des 20. Jahrhunderts dargestellt wird, und der Kosmos nach
Hubble ähneln einander so wenig wie eine Robbe einer Schwalbe. Im wirklichen
Kosmos, dem von Hubble, gibt es keine homogene Bewegung, keine
Standardentfernungen, keine Muster. Das Reich der Galaxien ist reine Vielfalt,
reine Harmonie bei der Entdeckung des Unbekannten, Ekstase in der Apotheose der
unendlichen Fähigkeit der kosmischen Materie, sich im Weltraum zu vermehren und
zu unterhalten, ohne jemals zu langweilen. Genialität, die sich in alle Winde
entfaltet, Schönheit, die sich fröhlich manifestiert und nicht nach dem
neuesten Schrei verlangt. Entwicklung von Sternen in Haufen von Haufen aus
Billionen von Himmelskörpern, die weder zerstört werden noch kollabieren; sie
sind wie Leuchttürme in den Weiten des Ozeans. Galaxien, die wie
Unterwasserlebewesen durch die kosmischen Strömungen reisen und wie Adler ihre
Flügel ausbreiten und sich von den intergalaktischen Winden tragen lassen. Wo
ist der Kosmos des 20. Jahrhunderts?
204. Tatsächlich weist die himmlische Struktur, die wir
in unserer unmittelbaren Umgebung beobachten, sehr typische Merkmale auf. Denn
letztendlich löst sich das Ganze in einer konstellationsartigen Architektur zur
Verteidigung des astrophysikalischen Herzens auf, aus dessen Zentrum sich ihre
besondere optische Konfiguration ergibt. Denn so, wie wir es mit unseren
Teleskopaugen betrachten können, wird das Universum von mächtigen
Gravitationsströmungen durchzogen, die große Wolkenmassen hin und her bewegen –
der Ursprung der Nebel. Indem Gott uns also offenbart, dass er „die Sterne am
Firmament schuf, um das Licht von der Finsternis zu trennen“, sagt er uns viel
darüber, wie sich der Durchgang der Erde durch eine dieser Nebelströmungen auf
das Sonnensystem auswirken würde. Und er enthüllt uns die Natur der
Sternbildschilde.
205. Der biblische Text ist glasklar. „Gott schuf die
Sterne, um das Licht von der Finsternis zu trennen“, heißt es dort. Am ersten
Tag wird uns gesagt, dass Gott das Licht schuf und es von der Finsternis
trennte. An diesem vierten Tag der ersten Woche der Menschheitsgeschichte heißt
es, dass Gott, nachdem das Licht von der Finsternis getrennt war, die Himmel
schuf, um das Licht von der Finsternis zu trennen. Der Text könnte nicht
direkter sein. Dass die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen spannend und
– so wunderbar sie auch sein mögen – der Mentalität des 20. Jahrhunderts völlig
entgegenstehen, bedeutet nichts. Die Meinung des modernen Menschen über das
Wesen des Universums spielt keine Rolle. Gott hat seine Offenbarung an Mose
nicht mit Blick auf den modernen Menschen verfasst. Wer für Gott keine Rolle
spielte, kann auch für seine Kinder keine Rolle spielen. Die
Schlussfolgerungen, zu denen sie gelangten, interessieren dieses Buch ebenso
wenig wie ihre Meinungen den Autor. Fahren wir also fort.
206. Die Struktur des Universums der Offenbarung und ihre
Auflösung im Spiegel der Wirklichkeit ergibt folgendes: Das Universum der
Genesis ist die Milchstraße. Und es geht um die Schöpfung dieser Milchstraße:
„Gott schuf die Himmel, um die Erde vom Reich der Galaxien zu trennen.“ Eine
physikalische Notwendigkeit, die sich aus der Erforschung der Himmel ableiten
lässt und deren Phänomene zeigen, dass auf der anderen Seite der Himmel
mächtige Strömungen und Winde den Kosmos durchziehen. Da sind die astronomischen
Bilder, die mit der Kraft von tausend Worten pro Foto sprechen. Ihre Schönheit
darf jedoch die Klarheit unseres Verstandes nicht trüben, wenn es darum geht,
die Ereignisse zu deuten, die ihre Ursache sind. Die physikalische Funktion,
die die uns umgebenden Sternhaufen erfüllen, ist die eines Netzes, das alles
einfängt, was der Strom mit sich reißt, und den intergalaktischen Wolken den
Weg ins Innere des Sternbildsystems versperrt, um das herum sie verteilt sind.
Lassen Sie uns nun die göttliche Aussage, dass die Himmel geschaffen wurden, um
zwischen der Erde und der Welt der Galaxien eine Schutzmauer zu errichten, auf
wissenschaftliche Grundlagen stellen.
207. Die Beschreibung des allgemeinen kosmologischen
Raums, die wir geerbt haben, zeichnet uns also ein Universum-Galaxie, das sich
bewegt und mit den anderen Körpern nach allgemeinen Gesetzen in Wechselwirkung
tritt. Dies passt perfekt zur Ausdehnung der Materie bis ins Unendliche, die
die Idee der Schöpfung nahelegt. Die Notwendigkeit zu verstehen, warum Gott die
Himmel schuf, um die Erde vor der allgemeinen kosmischen Bewegung zu schützen,
impliziert die Antwort auf die Beziehung zwischen Gott und dieser Vermehrung
der Materie bis ins Unendliche. Und die Antwort auf diese Frage führt uns
direkt zu jener anderen Frage, die das Genie des 20. Jahrhunderts mit seiner
kosmologischen Theorie zu beantworten suchte, nämlich: Was war vor dem Anfang?
Eine Frage, die uns wiederum direkt dazu führt, uns zu fragen, welchen Anteil
Gott an diesem Anfang aller Anfänge hatte und was von Ihm vor diesem
allgemeinen kosmologischen Anfang war. Ein Thema, das uns zwingt, uns mit
Theologie zu befassen, dabei jedoch stets die wissenschaftliche Haltung
beizubehalten, die bisher als Sprache des Verständnisses zwischen der Schöpfung
und uns gedient hat.
208. Vor der Schöpfung war die Nicht-Schöpfung, und vor
dem Schöpfer war Gott. Gott erklärt sich selbst als ewig, und über sein Alter
gibt es nichts zu sagen. Aber er bekennt auch: „Vor mir wurde kein Gott
geschaffen, und nach mir wird es keinen geben.“ Da wir also wissen, dass Gott
ewig ist und die Schöpfung, von der er spricht, daher seine Natur nicht
betreffen konnte, lässt sich ableiten, dass sich diese Schöpfung auf seine
Intelligenz bezog, die der Teil des Seins ist, der im Laufe der Zeit wächst und
sich entwickelt. Eine logische Schlussfolgerung, die das Wissen der
Schöpfungswissenschaft auf die eine Seite stellt und auf die andere das Wesen,
das alle natürlichen Eigenschaften Gottes besaß. Als diese beiden Dinge sich
vereinigten und eins wurden, da wurde Gott zum Schöpfer und die Wirklichkeit zu
seiner Schöpfung.
209. Wann und wie diese kosmologische Revolution
stattfand, habe ich in der Geschichte Jesu angesprochen. Dort bin ich auf das
Thema der Geschichte der Nicht-Schöpfung eingegangen und habe deren wichtige
Momente dargelegt. Ich glaube mich zu erinnern, gesagt zu haben, dass der
Schöpfer entstand, weil er in Gott war. Mehr oder weniger wollte ich damit
sagen: Wenn Intelligenz ohne Macht nicht ausreicht, um die Wirklichkeit zu
verwandeln, so hat auch Macht ohne Intelligenz diese Fähigkeit nicht. Und ich
habe dort bekräftigt, dass die Macht in Gott und die Intelligenz in der ungeschaffenen Kraft, dem Ursprung aller Dinge, lag. Ich
erinnere mich, dass ich Ewigkeit und Unendlichkeit neben, aber nicht gegen Gott
gestellt habe. Und dass ich diese ungeschaffene Beziehung geschildert habe, indem ich von der Kindheit des Göttlichen Wesens
sprach. Und diese Kindheit aus der Perspektive der Revolution, die Gott dazu
brachte, zum Ursprung aller neuen Dinge zu werden. In Bezug auf diesen Prozess
sprach Er von sich selbst und sagte, dass Er geformt wurde. Ein
Entstehungsprozess, der nur so verstanden werden kann, dass er von der
Unendlichkeit und der Ewigkeit als ungeschaffene Realitäten vollzogen wurde, die in Gott den Mittelpunkt all dessen hatten, was
sich bewegte und geschah. Und sobald der Schöpfer in Gott geformt war, vollzog
sich die Revolution, die Gott, die Unendlichkeit und die Ewigkeit zu einem
einzigen Ganzen machen sollte. Grob gesagt.
210. Aus dieser ontologischen Revolution, die Gott, Raum,
Zeit und Materie vereinte, entsteht das Konzept des Allgemeinen Kosmologischen
Prinzips, d. h. das Ereignis, das ein Vorher und ein Nachher markierte.
In Anlehnung daran sprach das Genie des 20. Jahrhunderts vom Urknall, und ich
ging in der „Göttlichen Geschichte“ von einer natürlichen Schöpfungsaktivität
aus, in der Gott die Wirklichkeit ausgehend von der Struktur der Wirklichkeit
selbst verwandelte. Das heißt, es gab die Zerstörung eines früheren Kosmos und
die Verwandlung dieses Kosmos in einen neuen, der, wie alles, was beginnt, von
einem Ereignis oder einem Allgemeinen Kosmologischen Prinzip ausging. Ein
allgemeines kosmologisches Prinzip, das das Vorher und Nachher unwiderruflich
prägte. Die Frage ist, wie Gott diesem Prinzip Leben einhauchte, von dem
insbesondere der Ursprung unseres Universums ein Fragment der historischen
Abfolge ist, die durch jenes Ereignis in Gang gesetzt wurde.
211. Die Antwort auf diese Frage erfordert eine
Auseinandersetzung mit den Grundgesetzen der Vermehrungsbewegung der kosmischen
Materie, die seit Ewigkeit wirksam waren. Nur dass im Gegensatz zum ungeschaffenen Kosmos, der das Unendliche in diese
Vermehrung einbezog, diese Bewegung – da sie ihren Ursprung in Gott hatte –
revolutioniert und durch Felder vollzogen wurde, die Materie in kosmische
Energie und diese kosmische Energie wiederum in astrophysikalische Materie
umwandeln. Um diese Phänomenologie zu verstehen, greifen wir auf die
Quantennatur der atomaren Materie zurück.
212. Sowohl bei Beobachtungen im Labor als auch in
Teilchenbeschleunigern hat die Vermehrung der Materie ihren Ursprung in der
Erhöhung der dynamischen Energie, die das Verhältnis des Teilchens zu dem Feld,
in dem es sich bewegt, verändert. Schon seit den Anfängen der Quantenphysik
wurde beobachtet, dass die Zunahme der Masse eine Erhöhung der kinetischen
Energie erfordert – ein Zusammenhang, den Einstein in seiner berühmten
Energiegleichung zu erfassen versuchte. Doch wenn im Atom in seiner natürlichen
Umgebung das Teilchen auf die Erhöhung seiner Geschwindigkeit reagiert, indem
es den Geschwindigkeitsunterschied in Masse umwandelt – und dasselbe geschieht
auch in einem Beschleuniger –, und wenn wir nun die Geschwindigkeitsbegrenzung
aus der Gleichung entfernen und das Teilchen aus seinem Medium herauslösen,
indem wir ihm die Eigenschaften der kosmischen Energie im freien Flug in einem
Raum ohne elektromagnetischen Bezugspunkt verleihen: Dann wird dieses Teilchen
weiterhin den Geschwindigkeitsunterschied in Masse umwandeln. Nehmen wir an,
wir fügen eine bis ins Unendliche reichende Anhäufung von Flugbahnen hinzu,
dann haben wir bereits den Sprung von der Quantenphysik zur Astrophysik. Dies
war der natürliche, nicht geschaffene Prozess.
213. Gott revolutionierte diesen Prozess, indem er die
Flugbahn in einem Feld konzentrierte, in dem sich die mathematische Zeit krümmt
und der physikalische Raum zum Zentrum hin fällt. Man stelle sich einen
Ringbeschleuniger vor, der von außen eine Spirale auf der Oberfläche einer
Sanduhr erzeugt, wobei jedes Fragment unabhängig von seiner Masse die
Beschleunigungsgeschwindigkeit beibehält: In dem Moment, in dem der Strahl das
Zentrum erreicht, also die Öffnung der Sanduhr, springt der Strahl durch die
Explosion am Ursprung der Sterne auf die andere Seite. Dies ist das Phänomen,
das ich als astrophysikalische Implosion bezeichne, ein Phänomen, das die
Entstehung von Galaxien und Sternen kennzeichnet.
214. Da ein einzelner Himmelskörper eine unbegrenzte
Anzahl kosmischer Energiestrahlen hervorbringen kann, ist die Vermehrung der
Materie bis ins Unendliche eine Realität, die aus der Ewigkeit stammt. Was
diese Vermehrung bis ins Unendliche auszeichnet, ist, dass sie früher das
Unendliche als Grundlage der Transformation erforderte und sich später derselbe
Prozess auf Raum-Zeit-Felder wiederholt, die von Gott an den Grenzen des Kosmos
entfaltet wurden. Dies macht den Kosmos zu einem massereicheren Gebilde und
verleiht dem allgemeinen Raum eine höhere Materiedichte; aus diesem Grund
verblüfft uns der Kosmos jeden Tag, an dem das Hubble-Teleskop seine Augen
öffnet, mit neuen galaktischen Geschöpfen. Die Schöpfung ist fortwährend und
ihre Ausdehnung beständig.
215. Diesen Prozess der Vermehrung der kosmischen Materie
ausgehend von einem allgemeinen kosmologischen Prinzip können wir mit einer
Kettenreaktion vergleichen, die niemals endet und deren Wirkungsradius und
Ausdehnung sich mit der Zeit vom Zentrum zu den Grenzen hin vergrößern. Unsere
teleskopischen Augen ermöglichen es uns, die Bewegung der Galaxien innerhalb
dieses sich ständig ausdehnenden allgemeinen kosmischen Raums zu bewundern. Und
wir können auch die Gesetze der Schwerkraft auf die galaktischen Gebilde
anwenden, bei deren Wirkung wir beobachten, wie sie sich anziehen und
ansammeln; ein klassisches Gesetz, zu dem wir das Gesetz der elektrodynamischen
Kräfte hinzufügen müssen, dank dessen die Konzentration der Gesamtmasse an
einem Punkt physikalisch unmöglich zu erreichen ist. Ein außergewöhnlicher
Grund dafür, dass die Bewegung der Atome eines heißen Gases in einem Gefäß der
allgemeinen kosmologischen Bewegung entspricht.
KAPITEL 23. – DER ALLGEMEINE KOSMOLOGISCHE RAUM
216. Die Entstehung von Galaxien als eigenständiges
Phänomen, das von Gott durch die ständige Zufuhr des transformierenden Feldes
der kosmischen Energie in astrophysikalische Materie in Gang gesetzt wird,
führt uns direkt dazu, den Kosmos als ein Feld aus Rohmaterie zu entdecken, aus
dem Gott die notwendige Materie entnimmt, um seine Werke zu erschaffen. Unser
Universum ist eines davon. Es war nicht das erste und wird auch nicht das
letzte sein. Das Wort Gottes dazu ist eindeutig: „Wahrlich, wahrlich, ich sage
euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur das, was er den Vater
tun sieht; denn was dieser tut, das tut auch der Sohn. Denn der Vater liebt den
Sohn und zeigt ihm alles, was er tut, und er wird ihm noch größere Werke als
diese zeigen, sodass ihr staunen werdet.“ Die theologischen Schlussfolgerungen
könnten nicht klarer sein.
217. Aber warum wächst ein kosmischer Energiestrahl nicht
bis ins Unendliche, sobald die Grenze der Lichtgeschwindigkeit überwunden ist?
Da der Ursprung der astrophysikalischen Materie im Sprung der kosmischen
Energie liegt und dieser Sprung durch die Umwandlung von kinetischer Energie in
Masse bedingt ist, warum setzt sich die Umwandlung nicht bis ins Unendliche
fort, sobald eine Flugbahn geschaffen wurde, die das Vakuum simuliert? Neigt
ein im Vakuum abgeschossenes Projektil nicht dazu, unendliche Geschwindigkeit
zu erreichen, wenn ihm unendliche Zeit zur Verfügung steht? Warum gibt es dann
keinen dunklen Körper mit unendlicher Masse? Kurz gesagt: Um welche Art von
Sicherheitsmechanismus handelt es sich, der dem Sprung von kosmischer Energie
zu astrophysikalischer Materie Grenzen setzt?
218. Die Antwort liefert die Erfahrung. Der Sprung ins
Unendliche stößt auf den kritischen Wachstumspunkt oder den astrophysikalischen
Implosionspunkt, ab dem der Sternkörper die absorbierte Energie in Licht
umwandelt. Auf diese Weise führt das dynamische Eigengewicht des
Schöpfungsprozesses – selbst wenn das Materie-Energie-System freie Bahn hätte –
zu einem Punkt, an dem die Umwandlung in Masse der Umwandlung in Licht weicht.
Und der Zyklus geht weiter. Dieser kritische Punkt liegt also in der Natur der
Materie im Allgemeinen und bleibt während des gesamten Verlaufs des Sprungs
erhalten, sowohl vom Quanten- zum siderischen Bereich als auch von der
Astrophysik zur Kosmologie. Eine andere Sache wird es sein, zu ermitteln, wie
dieser harte Kern, der eigentliche Akteur des interdimensionalen Sprungs,
funktioniert und inwieweit sich seine Arbeitsumdrehungen beschleunigen oder
verlangsamen. Und so auch andere Fragen, die mit dem schöpferischen Sprung an
sich zu tun haben. Wie zum Beispiel, was geschieht, wenn die geschaffene
galaktische Masse die Energie des Raum-Zeit-Feldes aufgebraucht hat. Und noch
vieles mehr. Wir beobachten im Allgemeinen Kosmischen Raum auch, wie die
Galaxien dem natürlichen Muster eines Stroms folgen, der aus dem Mund einer
sich um ihre Achse drehenden Sanduhr austritt. Vergleicht man die Spiralarme
mit astrophysikalischen Energiestrahlen, die durch Zentrifugalkräfte in den
Allgemeinen Kosmischen Raum geschleudert werden, so öffnet sich das Spektrum
der Galaxien der Energiemenge, die zu einem bestimmten Zeitpunkt von einem
Transformationsfeld konzentriert wird. Mehr noch: Wenn wir diese Felder mit
Netzwerken vergleichen, in denen kosmische Energie in wechselnden Strömen
fließt, öffnet sich das zuvor beschriebene Spektrum fächerförmig, und was wir
bisher gesehen haben, ist nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird.
Die galaktischen Arten wachsen in der Ewigkeit bis ins Unendliche.
219. Und wie verhalten sich Galaxien, sobald sie einmal
entstanden sind? Wie wachsen sie, nach welcher Regel formt sich ihr Wesen, wie
bewahren sie kinetische Energie, in welcher Beziehung stehen sie zum
Transformationsfeld und wie sieht die Beziehung zwischen diesem Feld und dem
astrophysikalischen Gravitationsfeld aus? Können wir aus dem, was wir sehen,
einige Gesetze ableiten, die uns helfen, die Natur dieses Baumes aus
Sternenwesen zu verstehen, der das Reich der Galaxien darstellt? Sind wir in
der Lage, durch die Verknüpfung lokaler physikalischer Gesetze die großen
Gesetze nachzubilden, die die Bewegung im allgemeinen kosmischen Raum regeln?
Warum gehorchen die Galaxien nicht dem berühmten Gesetz der universellen
Schwerkraft? Warum verhalten sie sich eher wie Schwärme exotischer Wesen, die
ohne erkennbare Richtung fliegen, wobei der Wind ihnen die Flugbahn vorgibt?
Lässt sich aus der Brownschen Bewegung, die sie
offensichtlich aufweisen, auf die Galaxien die Gesetze der Elektrodynamik
anwenden oder nicht, kraft derer sie sich abstoßen, zusammenstoßen, vermischen,
teilen, vermehren und stets in Bewegung bleiben? Ignoriert die allgemeine
kosmologische Bewegung nicht die neutrale Natur des universellen
Gravitationsfeldes? Und welche Art von intergalaktischen Strömungen und Winden
wird diese ständige Bewegung dieser riesigen Gebilde, die sich mit
fantastischen Geschwindigkeiten durch einen Kosmos von ewiger Bestimmung
bewegen, wohl hervorrufen? Sind die Nebelstürme, die auf ihrem Weg unser
Universum und unsere Galaxie mitreißen, nicht ein Beweis für die Existenz
dieser intergalaktischen Strömungen, die, von der Allgemeinen Kosmologischen
Bewegung aufgepeitscht, Massen kosmischer Materie hin und her tragen –
verursacht sowohl durch die Verbrennung ganzer Systeme als auch durch deren
Existenz vor der Schöpfung des Allgemeinen Kosmologischen Prinzips? (Nun ja,
bei der Behandlung dieses Themas könnten sich die Fragen so sehr häufen, dass
sie einen ganzen Berg bilden würden. Dass die Kosmologie des 20. Jahrhunderts allwissend
war und mit ihrem übermächtigen Genie einer neu entdeckten Galaxie bereits
Natur, Alter und Entfernung zuweisen konnte, ist eines jener Naturwunder, die
wir einer Analyse, Prüfung und kritischen Beurteilung unterziehen müssen. Aber
nicht in diesem Buch.)
220. An dieser Stelle sollte betont werden, dass die Idee
des Universums vor dem Universum selbst existierte. Es geht hier weder darum,
Dogmen aufzustellen, noch zu philosophieren. Das ist nicht meine Absicht. Es
geht lediglich darum, eine ebenso selbstverständliche Tatsache auf den Tisch zu
legen wie die, dass vor dem Bau eines jeden Ingenieurwerks eine Untersuchung
des Geländes erforderlich ist. Da Gott die Gesetze seiner Schöpfung, ihre
Dimensionen, ihre Phänomenologie und ihre Natur kennt, ist es logisch und
natürlich, dass er, wenn er den Bau eines Werks plant, Linien zieht und
Berechnungen anstellt, wobei er den Einfluss des Geländes auf die Zukunft des
Gebäudes – in diesem Fall des astrophysikalischen Gebäudes – berücksichtigt.
Besser als ich kann Gott selbst diesen Prozess der Untersuchung und Reflexion
vor dem Schöpfungsakt beschreiben, der Salomo zu diesen Worten über seine
Weisheit inspirierte: „Jahwe hat mich am Anfang seiner Wege geschaffen, vor
seinen Werken, von alters her. Von Ewigkeit her wurde ich gegründet; von
Anbeginn, noch bevor die Erde war. Bevor die Abgründe entstanden, wurde ich
gezeugt; bevor die Quellen der reichen Wasser da waren; bevor die Berge
gegründet wurden, bevor die Hügel, da wurde ich empfangen. Bevor er die Erde
schuf, noch die Felder, noch den ersten Staub der Erde. Als er die Himmel
festigte; als er einen Kreis über der Oberfläche des Abgrunds zog. Als er die
Wolken in der Höhe verdichtete, als den Quellen des Abgrunds Kraft verlieh. Als
er dem Meer seine Grenzen setzte, damit die Wasser seine Grenzen nicht
überschreiten. Als er die Fundamente der Erde legte, war ich bei ihm als
Baumeisterin, stets seine Freude; ich erfreute mich vor ihm zu jeder Zeit.“
221. Mit der Idee im Sinn und allen Berechnungen
abgeschlossen, macht sich Gott an das Werk. Im Falle der Himmel war das Erste,
was Er tat – laut Salomo: „einen Kreis über dem Abgrund zu ziehen“. Das heißt,
das Gebiet abzugrenzen, den Umfang zu markieren, innerhalb dessen Durchmesser
Er die Himmel erschaffen würde. Das bedeutet, die Abmessungen des materiellen
Bauwerks durch den ihm im Raum zugewiesenen Umfang festzulegen. Der Radius und
der Durchmesser dieses Kreises, innerhalb dessen Umfangs er die Himmel
erschaffen wollte, sind keine Zahlen, die uns unbekannt sind. Der Grund für
diese Zahl lässt sich aus der Kenntnis der Beschaffenheit des kosmischen Raums
vollkommen nachvollziehen; umso mehr, wenn wir das Fotoalbum vor Augen haben,
das uns das Hubble-Teleskop kostenlos schenkt. Vergessen wir nicht: Auch wenn
sich die astronomische Aufnahme darauf beschränkt, uns einen punktuellen
Schnappschuss der Materie in der Zeit zu bieten, ähneln die Phänomene, die sie
hervorbringt, den Phänomenen, die wir in der lokalen physikalischen Welt
beobachten, so sehr, dass wir logischerweise aus dem Bekannten auf das
Unbekannte schließen müssen. Ähneln Nebel nicht atmosphärischen Stürmen? Und
sieht es nicht so aus, als würden riesige Energiewellen sie aufwirbeln und
gegen die Sternensysteme unseres Universums schleudern?
222. Wir sind nun bereits auf das Problem eingegangen.
Die Galaxien erzeugen im allgemeinen kosmologischen Raum mächtige Strömungen
und Winde. Diese bewegen sich und folgen den Richtungen, die ihnen die Galaxien
selbst vorgeben. Aber wir sprechen hier nicht nur von Nebelmasse. Hier muss man
das Gesetz der Lichtkrümmung mit dem Flug der kosmischen Energie in Einklang
bringen. Formulieren wir es besser anders. Gehen wir von einem einfacheren Bild
aus. Verwandeln wir die Galaxien in Kanonen, die kosmische Energie erzeugen.
Während sie diese erzeugen, schießen sie sie in den allgemeinen kosmologischen
Raum ab. Wir heben die Lichtgeschwindigkeit innerhalb des galaktischen Feldes
nicht auf; im Gegenteil, wir behalten ihre Grenze bei. Und während er seinen
Weg nimmt, während er sich auf der Suche nach einem Weg aus der Galaxie heraus
dreht, summiert sich der Energiestrahl eines Sterns mit dem eines anderen, was
schließlich dazu führt, dass nicht Strahlen, sondern Energieströme in den
allgemeinen kosmologischen Raum projiziert werden.
223. Dieses Phänomen der Vervielfachung und Konzentration
der Masse eines Teilchenstrahls, wodurch ein Strom entsteht, der sich wie ein
harter Kern verhält, wurde in Teilchenbeschleunigern beobachtet. Es hat sich
gezeigt, dass die quantenmechanische Vervielfachung der Materie durch die
Beschleunigung des ursprünglichen Strahls keine neuen, verstreuten Strahlen
erzeugt, von denen jeder seiner eigenen Bahn folgt.
224. Außerhalb des galaktischen Gravitationsfeldes nimmt
die Beschleunigung der von der Galaxie freigesetzten Energieströme tendenziell
zu, je weiter sie sich von ihrem Einfluss entfernen, und wächst weiter an, je
näher sie der nächsten Galaxie kommen. In diesem Sinne verhält sich die
Ursprungsquelle, die Galaxie, wie eine Kanone, in der der Strahl seine
anfängliche Energie für den kosmischen Flug erhält, und der Allgemeine
Kosmologische Raum wie ein Beschleuniger, in dem sich der Strahl vervielfacht
und die harten Kerne erzeugt, die die intergalaktischen Ströme bilden, welche
den Ursprung der Bewegungen der nebulösen kosmischen Materie von einer Seite
zur anderen darstellen. Diese Strömungen bewegen sich im Allgemeinen
kosmologischen Raum so, wie Flüsse sich ihr Bett bahnen, indem sie die
Ausläufer von Gebirgsketten umgehen und sich in gerader Linie ausbreiten,
sobald das Gelände dies zulässt. Aus unserem Hubble’s chen Wissen über den Kosmos können wir die Anzahl und
Vielfalt der Strömungen ableiten, die sich im intergalaktischen Raum bewegen,
die Menge an Energie, die sie transportieren, sowie die Folgen für jedes
System, das ihnen ungeschützt vor ihrer Wellenfront in den Weg gerät.
225. Gottes Schöpfung in dieser dynamisch strukturierten
Form, der Allgemeine Kosmologische Raum, der sich in eine Fläche verwandelt
hat, auf der mächtige Flüsse kosmischer Energie ihre Flussbetten zeichnen – das
Ende der Reise dieser Strömungen ist der Ozean! Und was anderes als das äußere
Schöpfungsfeld, in dessen Schoß die Umwandlung kosmischer Energie in
astrophysikalische Materie stattfindet, kann dieser Ozean sein ? Doch bevor sie
ihr Ziel erreichen, verhalten sich diese kosmischen Strömungen auf ihrem Weg
von ihren Ursprungsquellen – den Schluchten – hin zum Ozean, der die kosmischen
Strömungen in astrophysikalische Materie umwandelt, wie wahre Wirbelstürme. So wie
ein alter Baum in den Fluss fällt und stromabwärts mitgerissen wird, so bewegen
auch die kosmischen Strömungen die intergalaktische Nebelmasse von einem Ort
zum anderen. Und so wie der Wind seinen Weg fortsetzt, wenn er sich einem Berg
nähert, aber seine Ladung auf diesen entlädt, so verhalten sich auch die Ströme
kosmischer Energie gegenüber den Galaxien, an die sie grenzen. Natürlich können
wir diese Ströme nicht nachweisen, aber wir können sie aus unserem Wissen über
die Materie und aus dem, was wir mit den Augen des Hubble-Teleskops sehen,
ableiten.
226. Unser Universum-Galaxie, die Milchstraße, steht mit
dem Rest der Schöpfung in Beziehung, indem sie den Parametern dieser
allgemeinen kosmologischen Bewegung folgt. Von außen betrachtet verhält sich
unser Universum wie der Berg, auf den der Kosmos seine Wolken entlädt und aus
dessen Innerem eine neue Quelle elektromagnetischen Wassers entspringt, die ihr
Bett über das kosmische Feld ausbreitet, ihre intergalaktischen Zuflüsse
aufnimmt und zwischen den Galaxien voranschreitet, bis sie ihr Ziel erreicht. Der
Ursprung der Nebel liegt in diesem Wechselspiel der Wechselwirkungen,
angesichts dessen und unter Berücksichtigung ihrer Dimensionen Gott unserem
Universum seine eigenen Dimensionen verlieh.
KAPITEL 24. – ASTROPHYSIKALISCHE SCHÖPFUNGSINGENIEURKUNST
227. Die schöpferische Intelligenz bezog sich selbst in
das Wechselspiel von Aktion und Reaktion ein, indem sie ein Universum erschuf,
das so konzipiert war, dem Gewicht der kosmologischen Strömungen standzuhalten.
Das heißt, Gott errichtete das universelle Gebilde, ausgestattet mit allen
notwendigen physikalischen Mechanismen, um die Folgen des Erdbebens zu
bewältigen, das seine eigene Schöpfung auslösen würde. Gott wusste auch, dass
viele Himmelskörper außerhalb unseres Universums – wie Soldaten, die an der
Front des Kampfes fallen – unter dem Druck der intergalaktischen Strömungen
untergehen würden. Was wir als Noven und Supernoven bezeichnen, sind jene Krieger, die im Kampf
gefallen sind und in gewaltigen Explosionen zerfallen, die wiederum die Wiege
der Kometen und Meteoriten sind, die den Himmel durchqueren. Halten wir also
einen Moment beim Ursprung der Noven und Supernovae
inne. Und ausgehend von der Menge an physikalischer Energie, die ein harter
Kern freisetzen kann – angesichts der Ähnlichkeit zwischen dem allgemeinen
kosmologischen Raum und einem Teilchenbeschleuniger: Wenn wir den Prozess auf
die astrophysikalische Dimension übertragen und das Gesetz der gegenseitigen
Beeinflussung von Feld und Licht anwenden, müssen wir zu dem Schluss kommen, dass
ein galaktisches Feld auf die Krümmung der Bahn kosmischer Ströme reagiert und
dadurch die Rotationsgeschwindigkeit seines äußeren Sternengürtels
beschleunigt. Lassen Sie uns dieses Verhalten näher erläutern.
228. Wie wir in der Schöpfung Gottes sehen, addieren sich
alle Systeme eines galaktischen Körpers zu einem Gesamtfeld, das als Ganzes auf
die Außenwelt reagiert. Ich habe dieses Gesamtfeld zuvor ausgehend von der
Offenbarung mit einem Ozean verglichen. Unter der Annahme dieser Ähnlichkeit
und ausgehend vom Vergleich des universellen Feldes mit dem in einem Wasserglas
enthaltenen Volumen lässt sich die Einwirkung der kosmischen Strömungen auf das
Gravitationsfeld mit der Reaktion des Wassers auf die Bewegung der Hand
vergleichen, die ihren Finger hineinsteckt und ihn dreht. Da jeder flüssige
Körper eine eigene, dem ihn enthaltenden Körper eigene Bewegung besitzt, muss
die Beschleunigung von außen auf die äußeren Bereiche einwirken, von wo aus sie
gegebenenfalls ins Innere fließt.
229. Natürlich reagieren nicht alle Körper eines Systems
auf dieselbe Weise auf eine äußere Kraft. Bei Sternensystemen ist dieses
einfache Gesetz an der Tagesordnung. Und da die Umwandlung der Schwerkraft in
Licht von der Rotationsgeschwindigkeit des Systems abhängt, die durch die
Begegnung mit den kosmischen Strömungen beeinflusst wird, werden die äußeren
Sternensysteme, wenn sie der Einwirkung des Fingers auf das Wasser ausgesetzt
sind, ständig beschleunigt – eine Reaktion, die manche Himmelskörper problemlos
verkraften, während andere sie jenseits einer kritischen Grenze nicht mehr
aushalten können. Ist diese Grenze erreicht, versagt die systemische Sicherheitsbremse,
das System entgleitet der inneren Kontrolle und steuert auf seine Zerstörung
zu. Das Ergebnis ist eine Nova-Explosion. Dies gilt für einen einzelnen
Himmelskörper. Löst der Himmelskörper jedoch eine Kettenreaktion aus, die sein
gesamtes System durch die Hitze, die bei der beschleunigten Verbrennung der
Schwerkraft entsteht, in die Zerstörung reißt, sprechen wir von einer
Supernova.
230. Die Erfahrung spricht für sich. Das Foto beweist es.
Und die Realität überzeugt. Stellen wir uns vor, wir hätten einen riesigen
Ball, den wir durch Anschieben zum Drehen bringen wollen, es uns aber nicht
gelingt; wir rufen weitere Helfer herbei und vereinen unsere Kräfte, bis wir
ihn zum Drehen zwingen können. Sobald er sich dreht, ist die Kraft, die
erforderlich ist, um seine Rotation konstant zu halten, geringer, sodass die
Wirkung derselben Kraft auf denselben Ball umso größer wird, je mehr seine Geschwindigkeit
zunimmt. Dieses einfache Spiel übertragen wir nun auf die Beziehung zwischen
einem Himmelskörper und seinem Gravitationsfeld. Und wir sind uns einig, dass
die Rotation eines Gravitationsfeldes der eines festen Körpers ähnelt, in dem
der Himmelskörper den Kern bildet. Sofort vergleichen wir die Wirkung des
kosmischen Stroms auf diesen Körper mit der der Handkraft auf den Ball. Und
schon haben wir den physikalischen Effekt, der den Ursprung der Noven bildet. Dabei gehen wir stets davon aus, dass die
Krümmung eines kosmischen Stroms, wie beispielsweise des Lichts, nicht
stattfinden würde, wenn dieser Strom keine Masse hätte. Hätte er keine Masse,
hätte er kein Gewicht, und hätte er weder Gewicht noch Masse, könnte das
Phänomen der Lichtkrümmung nicht existieren. Denn aus optischer Sicht lässt
sich die Krümmung der kosmischen Energie beim Eintritt in ein Gravitationsfeld
mit der Lichtbrechung vergleichen. Die Flugbahn der Kometen bei ihrem
Vorbeiflug an der Sonne hilft uns dabei, die optische Struktur der Krümmung zu
entdecken, die die kosmische Energie beim Durchqueren eines Gravitationsfeldes
beschreibt. Doch während sich die Krümmung der kosmischen Energie nicht
berührt, haben wir im Fall der Kometen die Antwort darauf, dass das
Gravitationsfeld zu einer Realität wird, die sich physikalisch wie ein Körper
verhält. Und als solcher dreht es sich mit dem Himmelskörper, zu dem es gehört.
231. Da bekannt ist, dass das Alter von Sternen anhand
der Zeit gemessen wird, die sie benötigen, um die Energie ihres
Gravitationsfeldes zu verbrauchen – wobei dieser Verbrauchsvorgang von der
Arbeitsgeschwindigkeit des Transformators abhängt –, lässt uns die Logik an die
Existenz eines Gesetzmäßigkeit zwischen den Arbeitsumdrehungen und der
Lebensdauer des Systems glauben. Die Frage, die uns hier beschäftigt, ist, wie
man die Arbeitsumdrehungen des astrophysikalischen Transformators so weit beschleunigen kann, dass sich seine Lebensdauer auf
die kürzestmögliche Zeit reduziert. Die Logik sagt
uns, dass es nur einen Weg gibt, nämlich das Feld bis ins Unendliche anzuregen,
so wie die in einem Gefäß enthaltene Flüssigkeit durch eine Zentrifugalwirkung
überläuft. Ist das nicht die kumulative Wirkung der Kräfte auf den großen Ball,
von dem wir gesprochen haben? Nun sprechen wir von Strömen, die sich als
Reaktion auf die Reize der galaktischen Felder und deren Anregung im Rahmen
dieser Reaktionen bewegen: Das Ausmaß der ausgelösten Anregung zeigt sich in
der Intensivierung der Lichtproduktion. Je größer die Anregung, desto höher die
Produktionsintensität und desto kürzer die Lebensdauer des Systems. Die
Phänomene der zyklischen und atypischen Intensivierung von Sternensystemen
müssen wir mit diesem universellen Verhalten in Verbindung bringen.
232. Zusammenfassend: Im Fall von Novae und Supernovae
bezieht sich die Anregung auf die Erhöhung der Umwandlungsgeschwindigkeit bis
ins Unendliche. Da die natürlichen Bremsmechanismen der Gravitationssysteme
außer Kontrolle geraten, schießen die Rotation des Himmelskörpers und des
Feldes in die Höhe und wirken so lange aufeinander ein, bis sie sich
gegenseitig aufzehren, wodurch Millionen von Jahren auf eine Frage von Sekunden
reduziert werden. Spricht man von einem einfachen astrophysikalischen System,
spricht man von Noven. Und wenn es sich um ein ganzes
Mehrfachsystem handelt, das in diese Dynamik gerät, spricht man von Supernovae.
Sowohl die einen als auch die anderen finden in den äußeren Sternbildgürteln
statt, die den intergalaktischen Strömungen am stärksten ausgesetzt sind. Diese Noven und Supernovae sind der Ursprung der Kometen;
die Kometen werden wie Kanonenkugeln geschleudert, deren zerstörerische Kraft
zunimmt, je mehr zurückgelegte Strecke sie ansammeln.
233. Und abschließend: Mit diesen drei Handlungsfeldern
im Blick – Nebel, Noven und Kometen – strukturierte
Gott die Verteilung der Sternbilder um das Sonnensystem herum und simulierte so
ein kristallines Gravitationsnetz, an dessen Festigkeit die Gefahr einer
Unterbrechung der Evolution des Baumes des Lebens auf der Erde zerbröckeln
sollte. Die wunderbaren positiven Ergebnisse, die in der Realität sichtbar
sind, dürfen den Blick unseres Verstandes nicht trüben, wenn wir erkennen, dass
Gott diesen Kreis über der Fläche des Abgrunds, von dem uns Salomo in seiner
Weisheit berichtete, entsprechend den astronomischen Dimensionen gezeichnet
hat. Was der weise und friedliche König par excellence mit den Augen seiner
Weisheit sah, sehen wir, Gott sei Dank, mit unseren eigenen Augen. Sternhaufen
und Superhaufen im äußeren Gürtel sowie offene Sternhaufen und Mehrfachsysteme
im inneren Gürtel bilden dieses kristallklare, von der Schwerkraft geprägte
Sternbildnetz, über das es noch so viel zu sagen gibt. Beginnen wir damit, das
Geheimnis des Ursprungs der Himmel zu lüften.
KAPITEL 25. – URSPRUNG UND AUFBAU DER HIMMEL
234. Wir kommen nun zu einer der großen Fragen, dem
Ursprung der Sterne am Firmament. Die Antwort darauf wurde meiner Meinung nach
bereits in den vorangegangenen Abschnitten skizziert. Die Entstehung von
Sternen als Ziel der Existenz der Galaxien führt letztendlich zur Umwandlung
des Kosmos in ein Feld aus Rohmaterie, aus dem Gott die Materie entnimmt, mit
der er seine Werke vollbringt. Da die Entstehung von Galaxien ein ständiger
Vorgang ist, kennt die Gesamtmasse an Rohstoff, die das kosmische Feld Gott zur
Verfügung stellt, um jedes Werk zu vollbringen, keine Grenzen. Eine andere
Frage ist, wie Gott diese Sternenmasse entnimmt und von ihren Ursprungsregionen
ins Universum transportiert. Da wir wissen, dass die Art und Weise, wie Dinge
vollbracht werden, stets von der Macht desjenigen abhängt, der sie vollbringt,
und dass die Vorstellungskraft, Dinge zu vollbringen, in direktem Zusammenhang
mit der Intelligenz desjenigen steht, der sich vornimmt, sie zu vollbringen,
können wir von großen Flüssen sprechen, die die intergalaktischen Ebenen
durchziehen, so wie es der Herr der Galaxien für am besten hält und
entsprechend seinen Arbeitsbedürfnissen. Welchen anderen Namen könnten wir dem
geben, der sie erschafft und regiert? Oder wie wollen wir die Gesetze, die sie
regieren, und die Verhaltensweisen der Galaxien und ihrer Sternenmeere
angesichts des Wirkens ihres Schöpfers auf ihre Körper unserem eigenen Ermessen
unterwerfen? Wollen wir der göttlichen Vorstellungskraft die natürlichen
Grenzen unserer eigenen Vorstellungskraft auferlegen? Wie könnten wir es wagen,
unsere Art zu leben, zu fühlen, zu atmen, zu denken, zu gehen, zu arbeiten, zu
planen, zu berühren, zu lieben, umzugehen, zu ordnen, zu lachen, zu rechnen …
mit derjenigen jenes Wesens am Ursprung des Kosmos zu vergleichen? Wie könnte
das Geschöpf, ausgehend von den natürlichen Grenzen seiner Realität, seinen
Schöpfer beurteilen, ohne damit einen Akt des Wahnsinns zu begehen? Der Anfang
und das Ende der menschlichen Intelligenz ist die Bewunderung; sie entspringt
der Bewunderung der Schöpfung und mündet schließlich in der Bewunderung ihres
Schöpfers. Alles, was darüber hinaus gesagt wird, entspringt jenem Keim, der
nicht im Menschen vorhanden war und durch eine Kraft, die der Schöpfung Gottes
fremd ist, in sein Wesen gesät wurde – was Gegenstand der Theologie ist. Wie
dem auch sei, die große Frage nach dem Ursprung führt uns direkt zur anderen
großen Frage: der Beschaffenheit des Universums.
235. Aus dem bisher Gelesenen lässt sich ableiten, dass
das Universum und der Kosmos zwei verschiedene Dinge sind. Diese beiden Dinge
zusammen bilden die Schöpfung Gottes, und innerhalb dieser ist das eine der
Kosmos und das andere das Universum. Der Kosmos ist das Feld der Rohmaterie,
aus dem Gott schöpft, und mit der Freiheit des Herrn entnimmt er alle
notwendigen Materialien, um seine Werke zu vollbringen. Was das Universum
betrifft, so ist das Universum das Sternenfeld, in dem Gott diese Werke vollbringt.
Wenn also Mose von der Schöpfung des Universums spricht, bezog er sich auf
dieses Sternenfeld. Dessen Ursprung liegt, wie wir gesehen haben, in jenem kosmologis n Feld, aus dem Gott Ströme von Sternen
hervorgehen lässt, die die intergalaktischen Ebenen durchziehen und in diesen
universellen Ozean münden, in dessen Gewässern der Baum des Lebens seine
Wurzeln geschlagen hat. Ein Baum des Lebens, über den es viel zu sagen gibt,
besonders an diesem Punkt seiner Geschichte. Über den Aufbau des Universums ist
jedoch noch nicht alles gesagt.
236. Offensichtlich spricht Mose in seinem
Schöpfungsbericht von unseren Himmeln. Und damit konfrontiert er uns mit einer
Wirklichkeit: Gott ist ihr Schöpfer. Eine Wirklichkeit, die uns zu einer
anderen Wirklichkeit führt: zur Ewigkeit, jener Ewigkeit, die das Unendliche
impliziert. Realitäten, deren Gesamtheit die Menschheit als Frucht hervorbringt
– doch nicht als einzige Frucht dieses Baumes des Lebens, dem der Gott der
Unendlichkeit und der Ewigkeit das Universum als Ort des Ursprungs und des
Wachstums geschenkt hat. Diese abschließende Erkenntnis führt uns zurück zur
Offenbarung des Sohnes dieses Schöpfers und Herrn des Kosmos und des
Universums: „Der Vater zeigt dem Sohn alles, was er tut, und wird ihm noch
größere Werke zeigen als diese, sodass ihr staunen werdet.“ Indem er den Plural
verwendet, wenn er von der Vergangenheit als Spiegelbild der Zukunft spricht,
offenbart uns der Sohn Gottes, dass unsere Himmel und unsere Erde – kurz
gesagt, dass die Menschheit – nicht die erste Ernte ist, die der Baum des
Lebens hervorgebracht hat. Diese Aussage löst das Dilemma über das Leben im
Universum auf. Denn der Mensch ist weder die erste noch wird er die letzte
Frucht dieses Baumes sein. Vor dem Menschen wurden bereits andere Welten
erschaffen, und nach dem Menschen werden neue Welten aus den Zweigen des Baumes
des Lebens entstehen. „Die Kinder Gottes“, von denen die Bibel spricht, sind
die Frucht jener Werke, von denen der Sohn uns verkündete, dass der Vater sie
vollbringt. Über die Herkunftsregionen solcher „Kinder Gottes“ im Universum
soll hier nicht weiter ausgeholt werden. Tatsache ist, dass das Wissen um ihre
Existenz uns zu einer neuen Sichtweise auf den Aufbau der Himmel und des
Universums im Allgemeinen führt.
237. Und diese Sichtweise hat mit der Konzeption des
Universums zu tun. Das heißt: Als Gott es in seinem Geist entwarf, welche Idee
stand ihm dabei zugrunde? Schuf er es als ein Feld, auf dem ein Haus errichtet
wird, das, wenn es altersbedingt einstürzt, abgerissen und durch ein neues
ersetzt wird? Oder schuf er es, um es im Laufe der Zeit so zu gestalten, wie
jemand, der ein Stück Land besitzt, dieses im Laufe der Zeit bewirtschaftet und
umgestaltet? Schuf er die Himmel, die die Erde umgeben und die Wiege der
Menschheit sind, damit sie im Laufe der Zeit aus dem Universum hinweggefegt
werden, oder schuf er die Himmel, damit sie ewig bestehen bleiben?
238. Und wenn man diese letzte Alternative in Betracht
zieht und weiß, dass die Erschaffung einer Welt dem Universum eine Reihe von
strukturellen Problemen von astronomischem Ausmaß auferlegt, wie wir in den
vorangegangenen Abschnitten gesehen haben, ist das Universum dann nicht ein
Feld, das aufgrund der Umwandlung seiner Regionen in Ursprungszonen von Welten
ständig einer schöpferischen Neudefinition seiner Regionen unterliegt? Kehren
wir zum Ursprung des Universums zurück, um diese ständige Gestaltung der
universellen Geografie besser zu definieren.
239. Nachdem der Kosmos als Region zur Erzeugung von
Galaxien geschaffen wurde und diese als Sternenfabriken fungieren, denkt Gott
an das Leben und ersinnt einen Sternenozean, der unaufhörlich wachsen wird und
unter dessen Gewässern das Leben seine Wurzeln schlagen, seinen Baum entfalten
und seine Frucht tragen wird. So eröffnet Gott den Ursprung der Welten, indem
er Ströme von Sternen aus allen Teilen des kosmischen Feldes lenkt, die von
ihren Quellen in den galaktischen Gebirgsketten aus die kosmologischen Ebenen
durchqueren und in einen bestimmten Raum münden, wo sie einen Sternenozean
schaffen: das Universum. Ein Universum, das zunächst formlos und in gewisser
Weise wild ist, in dem sich Sternhaufen und Superhaufen verbinden und wieder
trennen und sich die Sternströme unter dem Einfluss der Kräfte bewegen, die im
Inneren dieses Sternenozeans wirken, der wie eine Flutwelle an die Küsten des
Universums angeschwemmt wurde. Doch das Ziel dieser Bewegung ist es, Leben zu
säen und dessen Frucht zu ernten; der Horizont, den Gott dem Universum
entgegenstreckt, ist die Unendlichkeit; und die Zeit ist die Ewigkeit. So
streckt er während jedes Schöpfungsakts seine Hand über einen Bereich des
Universums aus und formt ihn, modelliert ihn, identifiziert ihn, verleiht ihm
Eigenschaften, indem er dem Formlosen Gestalt gibt und das, was keine eigene
Identität hatte, erkennbar macht. Innerhalb dieses fortwährenden
Schöpfungsprozesses des Universums und als Ergebnis dieser Bewegung entstanden
unsere Himmel. Die zentrale Frage, ob die Himmel von – unser Firmament –
geschaffen wurden, um zu bestehen, oder um wie eine Sandburg bei steigender
Flut aus dem Weltraum weggefegt zu werden, hat eine endgültige, entscheidende
Antwort: Indem Gott sie schuf, gab er einem Bereich des gesamten Universums
durch ihre Schöpfung Gestalt und Identität. Ich glaube, dass er in seinem Buch
ganz beiläufig den Ausdruck „die Himmel der Himmel“ eingefügt hat, womit das
Universum als eine Ansammlung vieler Himmel beschrieben wird, von denen jeder
nach dem Bild und Gleichnis unseres eigenen die Wiege und der Ursprung anderer
Welten ist, die waren und die noch sein werden, jede mit ihrer eigenen
einzigartigen Region. Dieser Aspekt führt uns zu einer weiteren Frage: der
Navigation durch das Universum.
240. Die Tendenz zum Wachstum bis ins Unendliche, die
Gott dem Universum verliehen hat, setzt die Notwendigkeit einer universellen
Kosmographie voraus, die eine Navigation im Inneren durch die
Fernidentifizierung der Regionen ermöglicht, aus denen es besteht. Gott ist
frei und mächtig, mit dem Universum zu verfahren wie die Flut mit einer
Sandburg, doch hat er das Universum nicht so konzipiert. Er hätte die
Geschichte und den himmlischen Aufbau jeder Welt in einem Buch festhalten
können, doch in seinem Geist stellte er sich vor, dass diese Geschichte und
dieser Aufbau ewig bestehen bleiben sollten, wobei die Himmel zu den Buchstaben
dieses universellen Buches werden, in dem jedes Kapitel von der Schöpfung einer
Welt und ihrer Dinge handelt. Sind nicht die Linien schön, auf denen sich die
Sterne anordnen, um dem Menschen diese Botschaft zu schreiben: Unendlichkeit +
Ewigkeit = Gott?
ENDE DER GÖTTLICHEN GESCHICHTE JESU CHRISTI 2026
DIGITALISIERT
VON RAÚL PALMA GALLARDO
(RPI
. Z-229-20 )
WENN EIN PRODUKTIONSUNTERNEHMEN DIE NATIONALEN UND
INTERNATIONALEN PRODUKTIONSRECHTE ERWERBEN MÖCHTE, WENDET SICH BITTE AN DEN
AUTOR
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Die Wahrheit wird die Gerechtigkeit gebären, und die Gerechtigkeit wird den Frieden gebären |
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