📚 BIBLIOTECA INDICE GENERAL
CRYS. DEUTSCHES TOR. DIE INTELLECTUELLE REVOLUTION DES MORGENSTERN. DIE SCHÖPFUNG DES UNIVERSUMS
web counter

CRISTORAUL.ORG

info@cristoraul.org

EL VENCEDOR EDICIONES

La Batalla Final

DEUTSCHES TOR

DIE INTELLECTUELLE REVOLUTION DES MORGENSTERN

Dies ist der gegenwärtige Wille Gottes:

"Alle Kirchen zu einer einzigen zu vereinen".

PDF

DIE GÖTTLICHE GESCHICHTE VON JESUS CHRISTUS

 

LICHT, WAHRHEIT UND LEBEN

 

ERSTES BUCH. LEBEN UND ZEITEN DES HERRN JAHWEH, GOTTES DES VATERS

ZWEITES BUCH. DAS HERZ MARIENS

DRITTES BUCH. DIE SCHÖPFUNG DES UNIVERSUMS NACH DER GENESIS

 

 

DIE SCHÖPFUNG DES UNIVERSUMS

NACH DER GENESIS.

 

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

Die Erde war formlos und leer, und Finsternis lag über der Tiefe,

Doch der Geist Gottes schwebte über der Oberfläche der Wasser.

Da sprach Gott: „Es werde Licht!“, und es ward Licht.

 

 

GRUNDSATZERKLÄRUNG

ERSTER TEIL – DIE SCHÖPFUNG DES LICHTS IN DER GENESIS

ZWEITER TEIL – DIE SCHÖPFUNG DES HIMMELSWOLKENS

DRITTER TEIL – DIE LEITER DER NATÜRLICHEN ELEMENTE

VIERTER TEIL – DIE SCHÖPFUNG DER BIOSPHÄRE

FÜNFTER TEIL – DIE SCHÖPFUNG DER ÖKOSPHÄRE

SECHSTER TEIL – DIE SCHÖPFUNG DES SONNENSYSTEMS                                                          

SIEBTER TEIL.- DIE SCHÖPFUNG DER HIMMEL     

 

 

EINFÜHRUNG IN DIE KOSMOLOGIE DES 21. JAHRHUNDERTS

 

Hier ist das bestgehütete Geheimnis der Welt. In den 3.500 Jahren, die seit Moses bis zu Christus Raúl vergangen sind, war es keinem Menschen gestattet, das Siegel zu öffnen, mit dem YAVÉ, Gott, verfügt hatte, dass die Geschichte der Schöpfung der Himmel und der Erde jahrtausendelang dem Verstand verborgen bleiben sollte; bis zu dem Tag, den er in seiner Allwissenheit festgelegt hatte, versteht sich.

Ist dieses Siegel nun geöffnet und die von Moses geschriebene Hieroglyphe allen Völkern zum Lesen zugänglich gemacht, so wird die Weisheit JAHWES, Gottes, ihres Schöpfers, bis ins Unendliche verherrlicht – umso mehr, als die Weisen und Genies aller Jahrhunderte versucht haben, dieses Siegel zu öffnen, seinen Inhalt zu lesen, und es nicht vermochten. Die Weisheit JAHWES, Gottes, des Schöpfers des Universums, erscheint umso erhabener und unerreichbarer, wenn man bedenkt, dass der Mensch, dem er die Ehre zuteilwerden ließ, dieses Siegel zu öffnen und seinen Inhalt allen Völkern vorzulesen, nichts anderes ist als ein Mann, dessen Bildung sich auf die für seine Zeit und sein Volk üblichen Grundkenntnisse beschränkt.

Offensichtlich vervielfacht sich die Kraft, die dieses Buch überwinden muss, durch jene Anzahl von Menschen, die – frustriert durch ihre Unfähigkeit, das Siegel der Genesis zu öffnen – sich darauf geeinigt haben, diese Unmöglichkeit darauf zurückzuführen, dass der biblische Bericht der Genesis nichts anderes sei als „eine Metapher ohne jeglichen wissenschaftlichen Gehalt“.

Da die menschliche Intelligenz geschaffen wurde, um sich zum Ebenbild der göttlichen Intelligenz zu erheben – wie es heißt: „Lasst uns den Menschen nach unserem Bild und Gleichnis schaffen“ –, konnte diese Frustration nur eine Sichtweise auf den Ursprung des Universums hervorbringen, die dazu bestimmt war, die menschliche Unwissenheit zu übertönen und „die Allmacht der wissenschaftlichen Vernunft“ über Wasser zu halten. Die Frucht dieser emotionalen Dualität brachte der Welt eine gottlose Kosmologie hervor, die zunächst defensiv und später offensiv, d. h. antikreationistisch, war, mit dem Ziel, die menschliche Größe angesichts des „Todes Gottes“ zu retten.

Nun lügt Gott jedoch nicht; nicht umsonst sagte Er von Sich selbst: „Ich bin die Wahrheit“. Da Er also die Erinnerung an die Schöpfung unseres Universums in Form von Hieroglyphen niedergeschrieben hat, gerade wegen der Unmöglichkeit, in Seinen Text einzudringen, ohne durch die Hand seines Autors einzutreten, und da sich diese Unmöglichkeit im Sturz der Wissenschaft des 20. Jahrhunderts in die Abgründe des Nationalsozialismus manifestiert, wurde die Existenz des Textes durch diese Unmöglichkeit zu einem Versprechen der Öffnung, das sich dank Christus zu einem Zeitpunkt erfüllen wird, der ausschließlich Ihm bekannt ist.

Kurz gesagt: Das Siegel musste sich öffnen und das Geheimnis seines Inhalts ans Licht kommen.

Da sich nun der wissenschaftliche Atheismus des 19. Jahrhunderts zur Kosmologie des 20. Jahrhunderts weiterentwickelt hat und das 20. Jahrhundert dem irrealen Gebilde seines fiktiven Bildes vom Universum in Zeit und Raum eine künstliche Struktur verliehen hat, muss der Zusammenprall zwischen einer solchen künstlichen und fiktiven Sichtweise und dem wahren Bild des Universums, das hier offenbart wird, logischerweise Funken sprühen lassen.

Sagen wir, dass die Notwendigkeit, ein kosmologisches Bild, das keinerlei Stütze in der Struktur der Wirklichkeit hat, auf pseudowissenschaftlichen Prinzipien zu gründen, um dieses Luftschloss, das die CSXX war, herum eine ganze neopaganistische Religion entstehen ließ, mit den Universitäten als Tempeln und der Akademie der Wissenschaften als Vatikan, womit sie selbst in ihrem Atheismus bewiesen, dass jede menschliche Struktur, die danach strebt, unbesiegbar zu sein, dem Vorbild folgen muss, das Christus zu Lebzeiten geschaffen hat: die katholische Kirche.

In ihrem Streben nach Unsterblichkeit zögerten sowohl das Dritte Reich als auch die marxistisch-leninistisch-stalinistische Partei nicht, die katholische Struktur an ihre Parteien anzupassen. Der antikreationistische Atheismus der CSXX stand dem in nichts nach und verfolgte diese Nachahmung bis zur Vollendung, umso mehr, als sich unter ihren Erbauern die Genies befanden, die das Atomzeitalter hervorbrachten.

Gottes Aufgabe in diesem Jahrhundert ist weder gering noch unbedeutend.

Doch gerade in der Unmöglichkeit offenbaren sich die göttliche Allwissenheit und Allmacht in ihrer wahren unendlichen und ewigen Natur.

Was den literarischen Aspekt betrifft, so sind mir alle Mängel dieses kleinen Buches anzulasten. Da es sich um eine Einführung handelt, bedeutet dies weder Unfehlbarkeit noch Dogma. Da jedoch seine Grundlagen vom Schöpfer des Himmels und der Erde selbst gelegt wurden, bedeutet jeder Bruch mit diesen Grundlagen, die Tür zu den Weltkriegen wieder zu öffnen.

Im Laufe der Jahre hat sich mein Denken weiterentwickelt. Das ursprüngliche Fundament bleibt bestehen.

Die Lektüre dieses Büchleins ist nicht einfach, und ich habe auch nicht die Absicht, meinen Stil den Gesetzen des Marktes anzupassen. Umso schwieriger ist es für mich, je komplexer die künstliche Struktur war, die die Kosmologie des 20. Jahrhunderts für den Atheismus der wissenschaftlichen Klasse errichtet hat.

Zahlreich waren die Genies, die Newtons Rücken als Sprungbrett zu Einsteins nutzten. Unter Außerachtlassung der technologischen und wissenschaftlichen Revolutionen der vergangenen zwei Jahrhunderte ziehen es die Erben jenes kosmologischen Systems – das auf einer Hypothese beruhte, deren Größe darin bestand, ein Universum neu erfunden zu haben, das nur in ihren Köpfen existierte – ziehen es die Astronomen unserer Tage vor, weiterhin mit geschlossenen Augen vor den Daten zu arbeiten, anstatt dieses wunderbare, von Menschenhand geschaffene kosmologische Bauwerk zu gefährden und unter dem Gewicht der Beweise den Abriss der Religion des Atheismus des 20. Jahrhunderts unterschreiben zu müssen. Die göttliche Wahrheit ist jedoch unbesiegbar. Die im astronomischen Gedächtnis des 21. Jahrhunderts gespeicherten Daten erheben sich, um mit einem Schlag jene Luftschlosskonstruktion einzureißen, die das 20. Jahrhundert darstellte.

Die dynamische Struktur unseres Himmels, dieses Firmament, das uns jede Nacht die Augen für die Unermesslichkeit seiner Schöpfung öffnet und von dessen freier Betrachtung die Menschen aus Gründen historisch-sozialer Barbarei entfremdet wurden, da sie Sklaven eines tierischen Sozialsystems sind, das gerade auf jenem kosmologischen System gründet, aus dessen Schoß alle Übel des 20. Jahrhunderts hervorgingen; wenn wir die physikalischen Daten untersuchen, die uns die Naturastronomie liefert, offenbart sich uns ein Bauwerk von unendlicher Schönheit, dessen Fundamente die Augen unseres Denkens für die Existenz einer schöpferischen Weisheit öffnen, die auf der grenzenlosen Intelligenz eines allmächtigen Wesens beruht, dessen Kraft in den Dienst des Baumes der Wissenschaften der Schöpfung der Universen gestellt wurde, in dessen Wirken sein Wesen die übernatürlichen Eigenschaften annimmt, die dem Schöpfer des Kosmos eigen sind: Allwissenheit und Allmacht.

Es ist daher logisch, dass die Astronomen unserer Tage angesichts der Frage nach dem Sein oder Nichtsein der CSXX als Religion der Wissenschaft weiterhin die Augen vor den Beweisen verschließen, die ihnen die universellen astrophysikalischen Daten vorlegen.

Meine Aufgabe in diesem Zusammenhang besteht darin, das Schwierige einfach zu machen und deutlich zu machen, dass das Licht, das die Augen blendet, genau das Licht ist, das den Verstand des Menschen für das Ebenbild der göttlichen Intelligenz seines Schöpfers öffnet. Denn man zieht es weiterhin vor, unter tierischen Bedingungen zu arbeiten, einzig und allein aus Angst davor, eine Freiheit zu leben, die – nach dem Ebenbild und in der Ähnlichkeit des Göttlichen – alles überwindet und sich den Problemen von Raum und Zeit mit dem siegreichen Bewusstsein stellt, das gelernt hat, dass das Leben ein Abenteuer ist, ein Epos in ständigem und kontinuierlichem Voranschreiten auf einen Horizont zu, der sein Wesen offenbart, je näher man ihm kommt. , in den Worten unseres Schöpfers, Gottes, des eingeborenen Sohnes, unseres Königs und Herrn, unseres Vaters und Meisters: „Jeder Tag wird seine eigene Sorge mit sich bringen.“

Ich verstehe, dass ich, nachdem ich auf diesem Gebiet der Schöpfung unseres Universums mit der Beharrlichkeit eines Menschen gearbeitet habe, der sein Leben der Wiederherstellung des wahren Bildes unserer Himmel und ihrer Beziehung in Raum und Zeit zum Kosmos, in dem sie geschaffen wurden, gewidmet hat, und nachdem ich meinen Verstand darauf geschult habe, mit einfachen Bildern zu arbeiten, die durch natürliche astronomische Daten gestützt werden, muss ich von einem klaren universellen Prinzip ausgehen, das keinen Raum für Zweifel lässt und als Brücke zwischen dem 20. Jahrhundert und dieser Einführung in das 21. Jahrhundert dient. Um diesem Bedürfnis gerecht zu werden, möchte ich gleich zu Beginn sagen, dass diese Einführung genau das ist, was ihr Titel andeutet: „Eine Einführung“. Wer die Tür öffnet, hat seine Aufgabe erfüllt; es obliegt denjenigen, die eintreten, weiterzuarbeiten und das kosmologische und astrophysikalische Denken zu aktualisieren, damit sich die neuen Generationen in den kommenden Jahrhunderten auf einem Terrain bewegen können, das von einem Baum der schöpferischen Wissenschaften genährt wird, dessen Frucht nach dem Gesetz des Lebens und nicht nach dem Gesetz des Todes lebt – denn das war die Frucht, die der Baum des wissenschaftlichen Atheismus dem 20. Jahrhundert servierte.

Was den Ursprung des Kosmos betrifft, wobei wir hier das Prinzip unseres Universums als ein Werk nach der Schöpfung des Kosmos festlegen und als einen Kosmos, der geschaffen wurde, um das Feld der Ursubstanz zu sein, dessen sich sein Schöpfer für die Schöpfung neuer Universen bedienen würde, so fand dieser kosmologische Ursprung in einer massiven Umwandlung von astrophysikalischer Materie in kosmische Energie statt; eine globale Energie, die, nachdem sie in Raum-Zeit-Energiefelder umgeleitet wurde, ihre Rückreise zur astrophysikalischen Materie antrat.

Im Grunde genommen findet dieser ursprüngliche Urknall weiterhin an den Grenzen des Kosmos statt, wo die von den Galaxien erzeugte kosmische Energie von Raum-Zeit-Energiefeldern aufgefangen wird, die Energie in Materie umwandeln. So geht es bis ins Unendliche, für alle Ewigkeit, und daraus ergibt sich die natürliche Expansion ad infinitum des Kosmos. Die Entstehung von Galaxien ist ein endloses Geschehen, das der Schöpfer des ursprünglichen Urknalls nährt, indem er den Raum an den Grenzen seiner Schöpfung erweitert, während sich die Zeit in Galaxien und Galaxienhaufen materialisiert.

Es ist also kein Zufall, dass die radioastronomische Revolution, die wir gerade erleben, immer neue Galaxien zu den bereits entdeckten hinzufügt und die Grenzen des Kosmos erweitert, während diese neue Summe uns die Augen für eine Expansion öffnet, die jeglicher endgültigen kosmologischen Kontraktion fremd ist.

Genau wie die Ewigkeit, das Unendliche und Gott haben auch die Schöpfung weder Anfang noch Ende: Sie ist gekommen, um für immer und ewig zu bestehen. Das Gegenteil – die Ablehnung der Ausdehnung des Kosmos bis ins Unendliche zugunsten der Behauptung einer Kontraktion, die an einem bestimmten Punkt auf der Linie der Ewigkeit beginnen soll – bedeutet, sich der Science-Fiction hinzugeben, das heißt, in das Zeitalter des Irrtums des 20. Jahrhunderts zurückzukehren, als eine Hypothese als Gesetz galt, solange ihre Falschheit nicht bewiesen war. Da die Irrtümer des 20. Jahrhunderts die Felder der Erde mit zwei Weltkriegen überzogen haben, bedeutet das Festhalten an einem solchen Irrtum, sich im offenen Krieg gegen die Menschheit, gegen das Leben und gegen Gott zu erklären.

Zum Abschluss dieses Vorworts sei angemerkt, dass die direkte Beobachtung der Entwicklung, die die Astronomie und die Physik im Allgemeinen in den letzten 40 Jahren durchlaufen haben, eine Quelle für die Erforschung intellektueller Ressourcen darstellt, die dem Aufbau eines klaren und lückenlosen Denkens über das natürliche Bild dienen, das unseren Himmeln und unserer Erde entspricht. Es steht mittlerweile außer Zweifel, dass das Bild, das die geologischen und astronomischen Wissenschaften der Menschheit vermitteln, deren Haltung gegenüber ihrer eigenen Zivilisation und ihre Einstellung zum Universum beeinflusst. Der Versuch, die Verantwortung abzuschieben und die eigenen Missstände einer Kraft außerhalb des eigenen Systems anzulasten, ist ein pathologischer Mechanismus, der – wie sich aus der historischen Realität, in der wir uns derzeit befinden, ergibt – nirgendwohin führt, oder besser gesagt, sehr wohl an einen ganz bestimmten Ort führt: in die Zerstörung.

 Die Rolle, die die Naturwissenschaften beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gespielt haben, ist ein „mea culpa“, das wie eine Grabplatte schwer in der Luft hängt.

 Die Beziehung zwischen Wissen und Verhalten – ein Gesetz, das von den Naturwissenschaften seit den Anfängen der Ethologie, um uns zeitlich nicht zu sehr auszubreiten, voll und ganz anerkannt wird – sowie die Rolle, die der wissenschaftliche Atheismus, gestützt durch die 20. Jahrhundertwissenschaft, bei der Tragödie des 20. Jahrhunderts spielte, stehen außer Frage. Es sei denn natürlich, man möchte uns nun nicht nur blind, sondern auch noch hirnlos haben.

Ich persönlich glaube nicht, dass das Böse bewusst gehandelt hat. Doch sobald das Bewusstsein erlangt ist, können die Folgen der Freiheit nicht der Unmöglichkeit zugeschrieben werden, ein Siegel zu öffnen, das Gott mit seiner Faust und seiner Handschrift verschlossen hielt. Es gibt also keine Verurteilung; und es ist auch nicht meine Aufgabe, über die Denker der letzten Jahrhunderte zu urteilen. Die Wahrheit liegt jenseits des Urteils über andere; es liegt in ihrer Natur, jene zu befreien, die in der Finsternis eines Schweigens gefangen waren, das seinen Ursprung in einer kosmologischen Notwendigkeit hatte, die heute überwunden ist.

Lasst uns also die Tür öffnen, die seit 3.500 Jahren verschlossen geblieben ist – zur Ehre unseres göttlichen Schöpfers und zur Befreiung der Gesamtheit der Völker der Menschheit von den Mächten, die die aus dem Sündenfall des ersten Menschen entstandene Unwissenheit über alle Völker der Erde entfesselt hat.

 

 

KAPITEL 1. GRUNDSATZERKLÄRUNG

 

1. Doch zu Beginn – und da man stets einen guten Ausgangspunkt wählen sollte – möchte ich sagen, dass diese Studie über die Erinnerung an die Erschaffung des Universums (Himmel und Erde) ihren Ursprung in der Notwendigkeit hat, den Glauben für die wissenschaftlichen Prinzipien der Natur zu öffnen. Ich beabsichtige nicht, den Glauben auf solche Prinzipien zu gründen, denn der Glaube beruhte und beruht auf den übernatürlichen Prinzipien, deren ewige Abhandlung die Evangelien sind. Menschwerdung und Auferstehung sind die beiden Säulen des Tempels des Glaubens. Wenn es um Fragen nach dem Ursprung aller Dinge geht, ist die einzige Erklärung, die uns unsere Eltern geben konnten – und die wir selbst unseren Kindern bisher geben konnten –, der Schöpfungsbericht des Universums gemäß der Genesis. Das heißt: „Gott schuf Himmel und Erde“ … Und der Rest, das „Wie“ und das „Wann“, sind Aspekte des Schöpferwirkens, die wir kennen oder nicht kennen können, die dem Glauben jedoch weder etwas hinzufügen noch ihm etwas nehmen.

2. Die Aufgabe, die ich mir in diesem Buch gestellt habe, besteht darin, die erste der beiden Unbekannten zu überwinden: das „Wie“. Denn auch wenn der Glaube unbesiegbar ist, kann niemand leugnen, dass der Glaube ohne Verstand verderblich ist, wie sich im Laufe der Jahrhunderte deutlich gezeigt hat. Alle Irrtümer des Christentums müssen wir also der Unwissenheit zuschreiben. Daher werde ich in diesem Buch direkt zur Wahrheit vordringen; und die Wahrheit lautet: Das Universum, dieses astrophysikalische Bauwerk, innerhalb dessen Grenzen unser Sonnensystem kreist, wurde vom Gott der Genesis erschaffen. Das Gegenteil – die vermeintliche Zufälligkeit, dass dieses vollendete Ganzes von beeindruckender Schönheit, das wir „das Universum“ nennen, aus einer chaotischen Abfolge von Elementen entstanden sein soll – bereitete dem wissenschaftlichen Materialismus keinerlei psychologischen Konflikt, da die Wissenschaft die Existenz einer natürlichen Ästhetik leugnete. (Dieses Thema der Ästhetik der Himmel und ihrer die Intelligenz anregenden Funktion ist eine Angelegenheit, die der wissenschaftliche Atheismus als Ergebnis einer Reihe von Zufällen erklärte, die alle ihren Ursprung im Chaos hatten. Was den Rest betrifft: Wie es möglich ist , dass das Chaos Himmel von solch beeindruckender Schönheit hervorbringt, ist ein Punkt, auf den sie sich weigerten, eine Antwort zu geben. Oder sie antworteten mit der Verachtung, die die Frage eines Narren verdient). Nicht umsonst stellte der Vater der Ethologie und Nobelpreisträger Konrad Lorenz in seiner klassischen Gleichung Wissen und Verhalten in Zusammenhang: „Wahrheit = Überleben; Lüge = Zerstörung“.

3. Die Beispiele, die uns der weise Konrad Lorenz, der Vater der Ethologie, im Zusammenhang mit der direkten Beziehung zwischen Wissen und Verhalten vor Augen geführt hat, sind unendlich zahlreich, lassen sich jedoch letztlich zu einer universellen Schlussfolgerung zusammenfassen, nämlich: Das positive Verhalten – also das Verhalten, das dem Überleben, der Anpassung und der Evolution jedes Lebewesens dient – ist das Ergebnis seines wahren und realen Wissens über die Natur; Informationen, die es einerseits über seine Sinne und andererseits durch sein phylogenetisches Erbe erlangt; so dass wir anhand der Art des tatsächlichen Verhaltens einer Spezies die Art des Wissens definieren können, das ihr als Grundlage dient, sich in Raum und Zeit zu bewegen.

Das heißt: Wenn wir einem Individuum falsche Informationen über die Umgebung liefern, in der es sich bewegt, wird dies dazu führen, dass es ins Straucheln gerät. Beispiel: Wenn wir einem Individuum, das sich in Bewegung befindet, falsche Informationen über die Länge einer Lücke auf seinem Weg übermitteln – auf die es sich, je näher es kommt, vorbereiten muss, um sie zu überwinden –, indem wir ihm zwei Meter Länge als Tatsache angeben, obwohl es in Wahrheit zehn sind, wird die Bestätigung dieser Falschheit sein Verderben bedeuten.

Bei Tieren sind es die Sinne, welche auch immer diese sein mögen, die die Informationen während der Bewegung erfassen. Beim intelligenten Wesen, also beim Menschen, stammen die Informationen aus der Kommunikation, und daher ist der Einzelne einer externen Manipulation von Fakten ausgesetzt, die, indem sie sein Verhalten lenkt, auf seine Zerstörung abzielen kann oder auch nicht. Wenn nun jedoch die gesamte Spezies, in diesem Fall die gesamte Menschheit, einen selbstzerstörerischen Kurs einschlägt, müssen wir logischerweise von einer intellektuellen Pathologie sprechen, die, da sie alle Menschen betrifft, zwangsläufig alle in den Abgrund ihres Aussterbens reißen muss. Und da sich die Kosmologie auf die Struktur der Natur bezieht, den Ursprung allen Lebens auf der Erde, muss das selbstzerstörerische globale Verhalten der Menschheit in einer Pathologie des Intellekts gesucht werden, um die Natur der Welt, in der der Mensch lebt, existiert und ist, intellektuell neu zu erschaffen.

4. Um auf das metaphysische Thema zurückzukommen: Tatsache ist, dass auch die Ethik nicht in der Genetik verankert ist, und dennoch manifestiert sie sich auf allen bekannten historischen Ebenen. Da dieses Bedürfnis also angeboren ist, ist das Wissen Teil unserer genetischen Struktur. Oder, was auf dasselbe hinausläuft: Wir würden nicht auf die Ästhetik des Universums reagieren, wenn unsere genetische Struktur nicht darauf vorbereitet wäre, auf die Funken zu reagieren, die der Himmel in unserem Gehirn entfachen.

Indem der wissenschaftliche Materialismus also die Beziehung zwischen natürlicher Intelligenz und universeller Ästhetik leugnete, hat er den Zug der kreationistischen kosmologischen Forschung in eine Sackgasse geführt. Gegen diesen Versuch ist anzumerken, dass die Geschichte der Zivilisationen seit ihren frühesten Tagen Aufzeichnungen über die Reaktionen der verschiedenen Kulturen auf diesen natürlichen Reiz (natürliche Intelligenz – universelle Ästhetik) enthält, über den die Menschheit, die sich damals in ihrer ontologischen Kindheit befand, weder die Fähigkeit zur Manipulation noch zur Beherrschung besaß. Oder, was auf dasselbe hinausläuft: Der Mensch reagiert auf die Schönheit des Universums so selbstverständlich wie die Bäume auf den Einzug des Frühlings und die Winde auf den Winter.

Da „die Bewunderung die Mutter des philosophischen Denkens ist“, ist es die Natur selbst, die in ihrer universellen Struktur den Abdruck der Intelligenz ihres Schöpfers trägt: da ihre Wirkung auf das Leben nichts anderes sein kann als ein intelligentes Geschöpf „nach dem Bild und Gleichnis seines Schöpfers“, im Menschen das metaphysische Denken hervorbringt, auf dessen Grundlage er die eigene Materialität der von den Sinnen erfassten Informationen überwindet, um sich zu einer universellen äußeren Ursache zu erheben, die ihren Ursprung in Gott hat.

In diesem Zusammenhang könnte man mir entgegenhalten, dass die Metaphysik nichts oder nur wenig mit der Kosmologie zu tun habe. Ein unbegründeter Einwand, denn die Philosophie, die Mutter der Metaphysik, ist das Feuer, das im Wesen die Intelligenz entzündet, die es zur Wissenschaft führt. Und die Wissenschaft richtet ihr Denken auf die Schöpfung. Ein Verhaltensmuster, das wir in allen Zivilisationen beobachten. Und woraus wir schließen, dass sich der Abdruck des Schöpfers in die Schöpfung einfügt, um das Leben seines Geschöpfes zu dessen Existenz und Teilhabe an der Ewigkeit zu erheben.

5. Was die Erschaffung intelligenten Lebens auf der Erde betrifft – damals (wir sprechen vom Homo sapiens adanensis), als der Mensch sich noch in seiner ontologischen Kindheit befand –, so war das Wort die Antwort des Menschen auf den Reiz des Universums in seinem Gehirn. Das heißt: Wenn die Wissenschaft ihre Vergangenheit in der Bewunderung hat, so hat eben diese Bewunderung schon viel früher die Zukunft des Menschen revolutioniert, indem sie ihm den Mund öffnete, um sein erstes Wort auszusprechen.

Das erste Wort, das bewundernde Wort schlechthin – welches andere hätte es sein können als „Gott!“?

Tatsächlich hat der biblische Schöpfungsbericht seinen Ursprung in der Befriedigung jenes Reizes, der im Menschen die Suche nach der Erkenntnis des Ursprungs aller Dinge weckte. Inmitten jener Antworten, die die verschiedenen Völker der Antike auf diesen Anreiz gaben (himmlische Ästhetik – natürliche Intelligenz), schuf die biblische Antwort zwischen Moses und seinen Zeitgenossen eine Kluft, die ebenso unüberwindbar war, wie es für den Pharao unmöglich war, das Rote Meer zu durchqueren.

6. Tatsächlich trugen die kosmogonischen Erzählungen der alten Völker im Vergleich zu Moses’ Schöpfungsbericht den Stempel des historischen Traumas, das ihre Vorfahren irgendwo jenseits der Sintflut erlebt hatten. Götter, Dämonen, Ozean, Himmel, Erde, Halbgötter … Alle Paranoien jener Menschen vermischten sich zu einem mythischen Chaos, aus dessen Tiefen nichts Gutes hervorgehen konnte, außer der Rechtfertigung des sozialen Verhaltens, das ihr historisches Erbe war. Aus diesem Grund ziehe ich es in diesem Buch vor, eine Analyse über die Entstehung der Antworten der Antike auf die Herausforderung des Kosmos auf einen anderen Anlass zu verschieben. Ebenso wenig werde ich mich in der Analyse und Widerlegung moderner kosmologischer Theorien verlieren, denn obwohl sie in einem anderen Gewand erscheinen, hatten die Antworten des Atomzeitalters auf die alten klassischen Fragen nach dem Ursprung und der Struktur des Universums ihre Wurzeln in derselben psychologischen Haltung, die den Menschen der Antike in das Zeitalter der Mythen und Legenden trieb.

Zu gegebener Zeit, wenn sich die Gelegenheit bietet, werde ich ihre Grundzüge Stück für Stück auseinandernehmen, bis die Natur ihrer Hypothesen offenbart ist. Da diese Neue Kosmologie jedoch weder die Weiterentwicklung einer früheren Hypothese ist noch einer von ihnen verpflichtet ist, muss die historische Theorie, die dieses Buch in Gang setzt, nicht derselben Methode der Erfassung und Widerlegung aller Hypothesen folgen, die seit den Tagen der klassischen Welt bis ins Atomzeitalter dasselbe getan haben, nämlich zu versuchen, das Wissensbedürfnis des Menschen zu befriedigen. Und in Anbetracht dessen, dass sich die Meinungsfreiheit mit der Gedankenfreiheit verbindet, um eine eigene Methode zu schaffen, habe ich es vorgezogen, als Leitlinie die Plattform zu befolgen, die Moses in der Genesis entworfen hat. Und ich sage dies in dem Bewusstsein, dass es ohne die Arbeit vergangener Generationen unmöglich wäre, heute hier zu sein.

Nun, in Anbetracht der Tatsache, dass dieser Fortschritt bereits von dem Moment an in der Geschichte unserer Zivilisation verankert war, als ihr Gründer niemand anderes war als Derjenige, der seinen Mund öffnete und sprach: „ES WERDE LICHT“, erkennt diese Einleitung keine andere Verwandtschaft an als die zu Dem, der es so verfügt hat, dass die menschliche Intelligenz die offene Tür zur Wissenschaft v r Schöpfung vorfindet. Die Wissenschaften haben eine heilige historische Aufgabe erfüllt, nämlich nichts anderes, als den Verstand unseres Zeitalters darauf vorzubereiten, Zugang zum grenzenlosen Verstand unseres Schöpfers zu erlangen.

7. Aus dem Studium der Wissenschaftsgeschichte im Allgemeinen und der Astronomie im Besonderen wird ersichtlich, in welcher Weise und in welchem Maße die Unwissenheit das Erbe war, das die Generation jener mythischen Erbauer der ersten von Menschenhand errichteten Städte der Menschheit hinterlassen hat, deren goldenes Zeitalter erreicht war, als „die Krone vom Himmel herabkam“, als die Städte zum Leib des Ersten Königs der Erde erhoben wurden, jenem Adam, der, indem er das Gesetz herausforderte und den Frieden verachtete – der doch der Weg zur Zivilisation der Fülle der Völker der Menschheit war –, den Heiligen Krieg zu seinem eisernen Gesetz machte; ein Erbe, das alle in den Tod führte. Eine Zerstörung, in der sich die empfindliche Beziehung zwischen Wissen und Verhalten besser als anderswo erkennen lässt.

Eine „falsche“ Information über die Identität und Persönlichkeit des Schöpfers, die als wahr und richtig angenommen wurde, löste den ersten weltweiten Bürgerkrieg aus, inszeniert im Brudermord Kain gegen Abel; eine Information, die, wäre sie nicht angenommen worden und hätte der Mensch einen direkten Weg zur universellen Zivilisation eingeschlagen, der Menschheit so viel Unglück erspart hätte.

Da wir dieses Büchlein jedoch nicht geschrieben haben, um den Historikern der Antike zu korrigieren, sollten wir das Thema des Sündenfalls im Lichte der Geschichtswissenschaften vorerst beiseite lassen, und wir werden, wenn Gott es so will, noch Zeit haben, ins siebte Jahrtausend v. Chr. zu reisen und im Lichte der Beweise die Welt vor dem Sündenfall jenes ersten Königreichs nachzuzeichnen, dessen König die Krone erhielt, „die vom Himmel herabkam“ – Adam für uns, „Alulim“ für die Erben jener verlorenen Welt … wegen eines Apfels!

8. Um beim Thema zu bleiben, möchte ich einleitend – auch wenn ein kurzer Überblick hier vielleicht unpassend erscheint – darauf hinweisen, dass der Eintritt Moses in die Weltgeschichte aus vielen Gründen die Struktur der Zukunft der Menschheit revolutionierte. Er war der erste Gesetzgeber, der Menschenopfer abschaffte. Nachdem Jesus Christus die mit dem biblischen Vergehen verbundenen Strafen aufgehoben hatte, bildet der mosaische Gesetzeskodex weiterhin die Grundlage unserer Sozialethik, wobei seine Gebote „Du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht ehebrechen, du sollst kein falsches Zeugnis ablegen“ … die Säulen bleiben, auf denen der Palast der Gerechtigkeit seine Grundstruktur aufrechterhält.

Offensichtlich bleibt die Welt so, wie sie ist, aufgrund des Kampfes auf Leben und Tod, den der Same Kains gegen Christus führt.

Seit den Anfängen der Welt, jener Welt, die aus der Asche der alten vorchristlichen Welt wiederauferstanden ist, war und ist das Ziel von Königreichen und Imperien, Tyrannen und Diktatoren kein anderes als die Legalisierung von Diebstahl, Ehebruch, Verbrechen, Falschaussage, widernatürlichem Sex usw. Die Geschichte dieses Kampfes zwischen dem Gesetz der Natur, das Gott, der Schöpfer, in die Herzen aller ersten Familien der Erde geschrieben hat, und dem Gesetz des Verbrechens, dessen Ziel die Legalisierung dieser Übertretung war und ist (im Namen des Staates, der Kaste, der Demokratie, ja sogar Gottes), hatte und hat als Leitlinien, die Nationen zur Akzeptanz des Krieges als Lebensweise zu führen.

Die Bedeutung des Gesetzes des Mose und sein revolutionärer Charakter müssen nicht extra betont werden. Wie ich bereits sagte, war dieses Gesetz das Feuer, das aus der Asche jene Antike Welt entstehen ließ, die mit der Quadratur der Cäsaren die antike Zivilisation in den Untergang trieb. Beflügelt vom Geist Christi entstand aus dieser Asche die moderne Welt, die derzeit erneut auf dem Rücken derselben Pferde ihrem Untergang entgegenreitet, die einst das Römische Reich in den Untergang trieben.

9. In vielerlei Hinsicht wirkt die Revolution des Mose also auch dreitausendfünfhundert Jahre nach seiner Geburt noch immer auf uns ein.

Ohne in irgendeiner Weise unserer Dogmatik über die Dreifaltigkeit zu widersprechen, bleibt sein Monotheismus weiterhin der Felsen, auf dem Christus seine Kirche errichtete. (Aus dem Gegensatz zwischen jener alten Kraft, die in ihrer Trägheit erstarrt war und sich weigerte, den Sprung nach vorn zu wagen, und der neuen Kraft, die nach ihrer Geburt verlangte, entstand der große Konflikt, der mit seiner Explosion der Heiligen Schrift den revolutionären Charakter zurückgab, den sie in ihren Anfängen besaß und den sie nie aufgegeben hat. Dank Jesus Christus – selbst um den Preis, als „Verräter an seinem Vaterland“ zu gelten, weil er die Heilige Schrift zum universellen Erbe der Menschheit machen wollte – fand die klassische natürliche Intelligenz die Tür zum Studium der Schöpfung offen vor. Und was noch wichtiger ist: Jesus Christus gab der Bibel ein Volk, das sie vor dem bevorstehenden Untergang des Römischen Reiches schützen würde.)

10. Das jüdische Volk hatte zwar die Heilige Schrift gegen den Wind der Jahrhunderte bewahrt. Doch es hatte dies getan wie jemand, der eine Last trägt, von der man sich nicht befreien kann. Seine Phasen des Götzendienstes, seine Zeiten der Korruption, die in seiner Geschichte so häufig vorkamen, waren nichts anderes als dies: der Ausdruck dieser Unmöglichkeit, sich diese Last von den Schultern zu nehmen. Moses schloss einen Bund zwischen Gott und dem hebräischen Volk, wonach Israel niemals vernichtet werden würde; doch da dieser Bund für beide Seiten bindend war und das Auge Gottes überall wachte, musste er im Bewusstsein des jüdischen Volkes das Bedürfnis wecken – und weckte es auch –, sich nicht auf diese so beständige und allgegenwärtige Weise überwacht zu fühlen. Die Folge dieses Bedürfnisses nach Befreiung waren jene Phasen des Götzendienstes und der Verderbnis, von denen die Bibel so reichlich berichtet.

Es war diese Beziehung sadomasochistischer Natur – insofern, als Gott wusste, dass es dem Menschen unmöglich war, nicht zu sündigen, und der Mensch wusste, dass es Gott unmöglich war, nicht zu bestrafen –, die das jüdische Volk in jene endgültige Situation führte, die uns Jesus Christus durch seine Konfrontation mit den priesterlichen Mächten Jerusalems offenbarte.

Nach anderthalb Jahrtausenden des Studiums der Heiligen Schrift, in der sie – wie ich sagen würde – am eigenen Leib erlebt wurde, war dies das Beziehungsmodell zwischen Gott, dem Universum und dem Menschen, das Jerusalem und seine Kinder geprägt hat. Ihre liturgischen Riten, ihre gesetzlichen Vorschriften, die jüdische Lebensweise im Allgemeinen hielten – von Ausnahmen abgesehen – die Hände der übrigen Welt von der Heiligen Schrift fern und die des jüdischen Volkes – von seltenen Ausnahmen abgesehen – fern von den Büchern des Goldenen Zeitalters der Philosophie und der klassischen Wissenschaften.

Diese Situation, diese in beide Richtungen unüberwindbare psychohistorische Mauer, machte sich Jesus Christus daran, sie einzureißen.

Und er riss sie nieder.

 Die Notwendigkeit war lebenswichtig. Als Hüter der Heiligen Schrift konnten die Juden nicht ignorieren, dass sich die Weltgeschichte weiterentwickelte und es um sie herum ein anderes Volk gab, dem Gott eine andere Art von „heiliger Schrift“ anvertraut hatte.

War die Heilige Schrift die Frucht der Liebe Gottes zum Menschen, so wäre die Frucht der Liebe des Menschen zur Weisheit die Philosophie, die Mutter der Wissenschaft.

11. Lang war der Weg der Wissenschaft durch die Jahrhunderte. Wie könnte es auch anders sein? Denn da der Mensch geschaffen wurde, um an der schöpferischen Allwissenheit teilzuhaben, konnte und kann die menschliche Intelligenz, lebendiges Abbild der göttlichen Intelligenz, nicht umhin, danach zu streben, ihr Wachstum innerhalb der natürlichen, allwissenden Dimension der Quelle ihrer Existenz zu erleben. Die direkte und bösartige Folge, die der Sündenfall allen Familien der Welt hinterließ, war diese Entfremdung; so dass der Mensch, obwohl er „in sich die Kraft des Seins“ besaß, sich nach dem Sündenfall mit der Unmöglichkeit konfrontiert sah, vom „Sagen“ zum „Tun“ überzugehen, was in der Philosophie als Übergang von der „Potenz“ zur „Akt“ bezeichnet wird.

Diese natürliche Unmöglichkeit schlug sich in Mythologien und Kosmogonien nieder, die einzeln und in ihrer Gesamtheit das Verbrechen gegen eine Natur vorantrieben, die, obwohl sie das göttliche Gesetz in ihrem Schoß trug, machtlos war, das menschliche Geschöpf wieder mit seinem Schöpfer zu verbinden.

Die Unwissenheit war das Los der Menschheit (auf deren Natur wir zu gegebener Zeit noch eingehen werden, jedoch nicht an dieser Stelle, da dieses Buch darauf ausgerichtet ist, sich ausschließlich auf dem Gebiet der Erkenntnis Gottes als Schöpfer des Himmels und der Erde zu bewegen) … Gegen diese Unwissenheit erhob sich das philosophische Denken, und obwohl der menschliche Verstand dem Gesetz der tierischen Vernunft versklavt war, sollte die göttliche Intelligenz, da der Mensch den Keim derselben in sich trug, durch die Schöpferische Bestimmung ihre Frucht bringen.

12. So kam 1.500 Jahre nach der Geburt Christi für die Wissenschaft die Stunde ihrer Freiheit. Die Vormundschaft, die die Theologie über ihren Körper ausgeübt hatte, ging zu Ende. Nur war die Situation nicht mehr dieselbe. Man kann die Welt 1.500 Jahre nach Moses nicht mit der Welt Galileos 1.500 Jahre nach Jesus Christus vergleichen. Doch was das Ende der Vormundschaft der Theologie über die Wissenschaft betraf, so war die Stunde tatsächlich gekommen.

Die Zeiger der Uhr der Zeit waren auf diese Stunde zugegangen.

Wenn sich die Theologen an Galileo empörten, dann nicht, weil Gott aufgehört hätte, der Geist zu sein, der seinen Geschöpfen den Atem des Lebens einhaucht. Ich würde sagen, es war genau das Gegenteil; es lag daran, dass die Theologie versucht hatte, diesen Atem des Lebens zu monopolisieren, und da ihr dies nicht gelang, musste sie sich logischerweise über Gott empören. Doch diese Dinge waren bereits vorhergesagt worden. Das eigentliche Problem, das der Unabhängigkeit der Wissenschaft zugrunde liegt, entstand, als aus den Reibereien jenes Gefühl der Freiheit hervorging, das derjenige empfindet, der sich endlich vom Schutz einer – wie ich sagen würde – übertrieben madonnenhaften Mutter befreit. Ein wachsendes Gefühl, das, genährt durch die Kritik der unabhängigen Vernunft an einer in ihren mittelalterlichen Verhaltensweisen verankerten Kirche, schließlich dazu führte, dass sich die moderne Welt den verschiedenen Formen des wissenschaftlichen Materialismus zuwandte.

Angesichts der intellektuellen Prägung durch die moderne Wissenschaft war es kaum möglich, dass der Fortschritt des physikalischen Wissens über das Universum auf die Begegnung mit seinem Schöpfer hinausführte.

13. Auch wenn es nach destruktiver Kritik klingt – was es nicht ist –, ist es eine Tatsache, dass das Scheitern der Neuzeit bereits in ihrem Vermächtnis an das Atomzeitalter vorbestimmt war. Viele Ideen zu möglichen kosmologischen Modellen, jedes einzelne ein Teil eines Puzzles, das wunderbar anmutete, das aber niemand zusammenfügen konnte. Es fiel dem Genie Einsteins und seiner Generation zu, die Zahl in den Rang des Wortes zu erheben und mit ihrer alles verschlingenden Kraft den Kosmos zu ordnen. (Der Wahnsinn, der – ihrer Meinung nach – im Genie steckte, veranlasste die Weisen des Atomzeitalters zu der Annahme, sie befänden sich in einem Staffellauf und nun seien sie an der Reihe zu laufen. Mit der Treue der Weisen zu einer verlorenen Sache stürzten sich die Genies der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf die Bahn, die in die Hölle der Weltkriege führte. Als sie es merkten, als sie den Zug anhalten wollten, war es bereits zu spät, und die Trägheit tat ihr Übriges.) Sie sprangen ab und zogen sich, wie Pilatus, der sich die Hände wusch, aus dem Staub.

Wie könnten wir sie nicht in die Entstehung des Monsters verwickeln, das sie mit der Milch des Gesetzes des Stärkeren und dem Brot des Krieges als Instrument des Fortschritts und der Evolution genährt haben!

Genährt von der Doktrin des wissenschaftlichen Materialismus wuchsen das Nazi-Monster und das bolschewistische Monster heran, bis sie zu den Heeren jener Hölle wurden, die das 20. Jahrhundert zur bis dahin bösartigsten Epoche der Menschheitsgeschichte machte.

Zugegeben, der Untergang des Römischen Reiches war nicht weniger höllisch, doch die Tatsache, dass das 20. Jahrhundert über alle notwendigen Mittel verfügte, um die apokalyptische Katastrophe zu verhindern, und dass es im Krieg das einzig mögliche Mittel sah, um aus der ideologischen und wirtschaftlichen Krise herauszukommen, von der alle Nationen gleichermaßen betroffen waren, verwandelte den Untergang der modernen Welt in die größte Tragödie, die je bekannt wurde – sowohl hinsichtlich der Zahl der Seelen, die in dieser apokalyptischen Katastrophe gefangen waren, als auch hinsichtlich des Hasses und der Bosheit, die in den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts freigesetzt wurden.

Das heißt, ausgehend vom Evangelium des Stärkeren: Der Weltkrieg war legitim.

Sie mussten beginnen.

Und sie begannen

14. Zum Glück für uns hat alles, was einen Anfang hat, auch ein Ende, und der größte aller Kriege, den die Menschheit je erlebt hat, fand ebenfalls sein Ende.

Er endete; doch auf der Flucht vor der Niederlage der Starken rannten die Athleten der Wissenschaft in alle Richtungen und übergaben den Staffelstab der Atomenergie an die beiden großen Siegermächte des Konflikts.

Der Kalte Krieg brach aus.

Ein Kalter Krieg, der seinen Ursprung in Gottes Entscheidung hatte, Kain und Abel mit demselben Kieferknochen zu bewaffnen, um den Brudermord durch die Angst vor der Vernichtung beider zu verhindern. Eine wunderbare Politik, deren Früchte wir nun alle genießen. Nicht, dass das Atomzeitalter ein Paradies der Einigkeit wäre oder gewesen wäre, in dem die Gedanken auf die Rettung der Nationen und die Erlösung von Mutter Erde gerichtet waren. Keineswegs! Aber die technologische Revolution musste ihren Lauf nehmen.

Und durch eine dieser wunderbaren Entscheidungen der Vorsehung öffneten sich die Augen der menschlichen Intelligenz; sie begannen, in die astronomischen Weiten vorzudringen.

Und während sich das universelle Feld vor den teleskopischen Augen der Zivilisation immer weiter ausdehnte, löste sich dieses Universum des Stärksten auf, verflüchtigte sich wie die Seifenblase, die es nach den Worten ihrer Schöpfer gewesen sein soll. Fassungslos, mit den ungläubigen Augen dessen, der sieht, wie seine Idole auf ihrem Sockel wanken und das Gewicht des Erdbebens nicht aushalten können, das die Fundamente der Erde erschüttert, sahen die letzten Generationen des Kalten Krieges, wie Einsteins Religion und seine kosmologische Lehre auf ihrem Altar wankten, und es gab nichts, was ihre Priester tun konnten, um dies zu verhindern.

Wieder einmal hat die Realität die Ideologie des wissenschaftlichen Materialismus widerlegt, widerlegt sie und wird sie weiterhin widerlegen. Zuerst widerlegte sie dessen Evangelium vom Stärkeren; dann widerlegte sie dessen Lehre von der Notwendigkeit des Krieges als biologisches Instrument der Zivilisation, und nun lässt sie die Fundamente des Kosmos gemäß der Wissenschaft erzittern.

15. Doch anstatt mich in einer Kritik am wissenschaftlichen Verhalten zu verlieren, ziehe ich es vor, direkt zur Hervorhebung der Entwicklung der Zivilisation als Ergebnis der Evolution der menschlichen Sprache überzugehen – jenes Arbeitspferds, das uns zum Sieg über jene Unwissenheit geführt hat, über die der Sohn Gottes klagte, als er sagte: „Wenn ihr die Dinge der Erde nicht versteht, wie wollt ihr dann die des Himmels verstehen?“

Es ist keine rhetorische Übung zu behaupten, dass der Sinn, das Ziel, der Zweck, auf den die vergangenen zwei Jahrtausende hingesteuert haben, die Überwindung dieses intellektuellen Mangels war. Erinnern wir uns daran, dass Gott als Prophet gesprochen hatte, dass Gott als Gesetzgeber gesprochen hatte, dass Gott als König und Herr gesprochen hatte, und schließlich sprach Gott als Vater; doch niemals sprach Gott zu uns als die schöpferische Intelligenz dessen, der, als er seinen Mund öffnete, sagte: „Es werde Licht“.

Und doch: Nachdem er bekräftigt hatte, dass er das Universum erschaffen habe, lag in dieser Behauptung das Versprechen, dies zu tun. So pulsierte in der Klage des Sohnes Gottes dieses Versprechen in Form der Zukunft, die noch kommen sollte, die er gerne schon jetzt gesehen hätte, die aber leider erst noch bevorstand.

Denn die Intelligenz des klassischen Menschen müsste noch sehr wachsen, um die Gesetze der Wissenschaft der Schöpfung begreifen zu können. Der Weg aus der Barbarei bis zum Anbruch unserer Zeit würde lang und schmal sein; doch dieser Tag würde kommen. Die Geschichte würde ihm den Horizont öffnen, und der Morgenstern, der die Ankunft des neuen Tages ankündigt, würde sein Licht über die Fülle der Völker strahlen lassen.

16. Als er sie aus der Ferne der Jahrhunderte herankommen sah, begrüßte einer der Jünger Jesu sie mit den Worten: „Die sehnsüchtige Erwartung der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Herrlichkeit der Freiheit der Kinder Gottes.“ Da alle Apostel Jesu Christi Kinder Gottes waren, prophezeite der heilige Paulus, als er auf seine Weise bekräftigte, dass „die ganze Schöpfung“ auf die „Offenbarung der Herrlichkeit der Freiheit der Kinder Gottes“ warte, auf jene kluge Weise, die der heilige Petrus in ihm erkannte, prophezeite der heilige Paulus die Geburt dieses Tages, an dem Gott zu uns sprechen würde als jener Schöpfer des Universums, der sich am Anfang seines Buches zu erkennen gab.

Mehr noch: Die ersten beiden Schritte in diese Richtung waren bereits getan worden. Da waren die Offenbarung und die Wissenschaft.

Auch wenn zwischen beiden eine Mauer stand, riss das Christentum sie, wie sich in der ersten Hälfte des ersten Jahrtausends zeigen sollte, nieder, und im Lichte seines Lehramtes lernten Theologie und Wissenschaft, miteinander zu leben und gemeinsam zu wachsen.

Natürlich sollte die Zivilisation noch bittere und kritische Zeiten durchleben müssen; über ihrem Weg schwebten die Invasionen, die Spaltung der Kirchen, der Kampf zwischen Glaube und Vernunft und, am Ende der beiden Jahrtausende, die Weltkriege. Erst am Ende würde der Geist der Intelligenz die Bühne betreten.

 

 

ERSTER TEIL

DIE SCHÖPFUNG DES LICHTS IN DER GENESIS

 

KAPITEL 2 AM ANFANG SCHUF GOTT…

 

17. Wir tauchen nun voll und ganz in das zentrale Thema dieses Buches ein: die Schöpfung unseres Universums. Und zu Beginn habe ich – wie könnte es auch anders sein – die biblische Offenbarung als Weg zur Entdeckung des Ursprungs und der Beschaffenheit unseres Himmels und unserer Erde gewählt.

Allein aufgrund der Tatsache, dass sich das wissenschaftliche Denken von der Offenbarung entfernt hat, ist das Recht, sich ein Universum nach eigenem Maß zu erschaffen, keineswegs legitimiert. Die Legitimierung von Weltmodellen, „sofern bei ihrer Konstruktion die Zahlenwissenschaften als Bausteine verwendet werden“, ist nichts anderes als eine subtile Art, insgeheim – ohne es öffentlich zu bekennen – die Unfähigkeit der Wissenschaft anzuerkennen, dem, der der Ursprung aller Wissenschaften ist, die Riemen seiner Sandalen zu lösen.

Aber könnte es denn anders sein? Sind wir, sozusagen erst gestern geboren, etwa so vermessen, Gott zu leugnen, damit unser Stolz vor dem Zusammenbruch bewahrt bleibt?

18. Seltsamerweise ließ sich die Theologie, angesteckt von der Kühnheit des wissenschaftlichen Atheismus, von der Täuschung der Kosmologie des 20. Jahrhunderts irreführen; und da auch sie nicht in der Lage war, Zugang zum Denken Gottes zu erlangen, brachte sie die Kirche dazu zu glauben, dass der Schöpfungsbericht der Genesis nichts weiter als eine weitere Metapher ohne jeglichen wissenschaftlichen Gehalt sei; das heißt, dass das einzige Ziel der Offenbarung der Genesis darin bestehe, die Erfahrung des Universums mit der Idee eines göttlichen Schöpfers in Verbindung zu bringen.

Von hier aus ist es also nur noch ein kleiner Schritt, ein ständiges „Aggiornamento“ des Textes zu fördern und ihn an die Mentalität und den Verstand der jeweiligen Jahrhunderte anzupassen – na und!

Dem Stolz der Intelligenz wird es immer nützlicher sein, ihre Unfähigkeit zu leugnen, sich auf die Ebene des Schöpfergottes des Kosmos zu begeben, als die Unmöglichkeit einzugestehen, sich auf die Höhe der Schuhsohlen des Schöpfers all der Wunder zu begeben, die das Gewand unseres Universums schmücken.

19. Die einen aus dem einen Grund, die anderen aus dem anderen – Tatsache ist, dass wir alle, wenn wir das Gebiet der schöpferischen Allwissenheit betreten, so vorgehen, als würden wir Neuland betreten. Ob die einen nun die Existenz eines Schöpfergottes des Universums und des Kosmos leugnen und die anderen ihre Unfähigkeit bekräftigen, durch den theologischen Kunstgriff, die Schöpfungsgeschichte als Metapher zu betrachten, in das Schöpferwort einzutreten – jenseits der Überzeugungen und Meinungen der einen und der anderen hat die Schöpfungsgeschichte ihre historische Funktion erfüllt, den Menschen seinem Schöpfer vorzustellen.

In der Hand Gottes liegt das Recht, in seine eigene Schöpfung einzugreifen; die Offenbarung wurde gegeben, um die Eitelkeit aller natürlichen Intelligenz aufzudecken. Da Gott sich jedoch nicht damit rühmt, sich über seine Geschöpfe lustig zu machen – zumal er sich als Vater mit seiner Schöpfung vereint hat – und da Weisheit das Gegenteil von Unwissenheit ist, war im literarischen Werk der Offenbarung das allmächtige Versprechen des Zugangs versiegelt, im Geist des Glaubens, vom Verstand des Menschen zur göttlichen schöpferischen Allwissenheit.

Freude also, und lassen wir den Fluss der Jahrhunderte die Argumente, die entstanden sind, um das Versagen aller – Wissenschaftler und Theologen – zu verschleiern, ins Meer der Vergangenheit treiben, um die Tür zu öffnen, einzutreten und zu sehen.

20. Vor diesem Hintergrund, im Sinne des Gedankens Gottes, heißt es im Originaltext der Genesis:

„Die Erde war … chaotisch!“

„Am Anfang war die Erde chaotisch und leer“, lautet der vollständige Satz.

In der überwiegenden Mehrheit der Übersetzungen des biblischen Originals, insbesondere seit den Tagen von Luthers Rebellion gegen die Einheit der universellen Kirche, die vom Herrn Jesus, dem einzigen ewigen König, dem einzigen universellen Pontifex, dem eingeborenen Sohn Gottes, gegründet wurde, der mit seinem mächtigen Wort das Licht, das Firmament und alles Leben, mit dem Mutter Erde von ihrem Schöpfer erfüllt wurde, ins Dasein rief, lauten die Worte: „Die Erde war chaotisch und leer“ nicht genau gleich.

Und das ist verständlich.

Die modernen Übersetzer selbst waren in der wissenschaftlichen Vernunft gefangen und zogen es vor, das Wort Gottes dem Zeitgeist anzupassen, um ihren Lesern „Verwirrung“ zu ersparen.

Unabhängig von den Komplexen und Vorurteilen der jeweiligen Zeit und deren Anpassungen – denn wir betrachten Gott als ewig – habe ich es vorgezogen, den Originaltext beizubehalten und auf der Grundlage seiner Informationen zu arbeiten:

 „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

Die Erde war formlos und leer …“.

21. Nun ist es aber eine ebenso grundlegende und offensichtliche Tatsache, dass die Erde eine geohistorische Periode durchlaufen hat, die durch eine planetarische Leere (was die Biosphäre betrifft) gekennzeichnet war, wie die Tatsache, dass wir nackt geboren werden. Aus der Perspektive der klassischen Geologie ist von einer historischen Periode der Leere im Sinne der Genesis, wie sie uns der Verfasser der Genesis darzustellen versucht, keine Rede. Aber selbst wenn wir uns an die Kriterien der modernen Geogeschichte halten müssten, wäre es ebenfalls nicht korrekt, von einer Leere auf der Erdoberfläche zu sprechen, die derjenigen gleicht, die wir auf der Mondoberfläche sehen. Und genau von dieser Art höfischer Leere spricht der Verfasser der Offenbarung.

22. Der Mond zum Beispiel: Wenn wir vom Mond sprechen, können wir sagen – und sagen auch –, „dass er leer ist“. Aus offensichtlichen Gründen. Auf dem Mond gibt es keine Pflanzen; der Mond hat keine Atmosphäre; der Mond hat keine Ozeane; der Mond hat auf seiner äußeren Kruste nichts, aufgrund dessen Eigenschaften wir uns den Luxus erlauben könnten zu behaupten, dass der Mond eine Biosphäre hatte oder auf dem Weg ist, eine zu haben.

Insbesondere von der Mondkruste – abgesehen davon, dass sie nichts weiter ist als eine endlose Wüste, die nicht einmal Überreste einer verlorenen Zivilisation in den Falten einer jener Asimovschen Katastrophen aufweist, die die Leser des 20. Jahrhunderts so sehr liebten – und vom Mond im Allgemeinen können wir behaupten und behaupten wir, dass „der Mond leer ist“. Ohne Atmosphäre, ohne Ozeane, ohne Kontinente, ohne Leben jeglicher Art, weder pflanzlich noch tierisch, ist der Mond heute so leer wie es die Erde gestern war, bevor Er, der Sohn Gottes, seinen Mund öffnete und sprach: „Es werde Licht.“

23. Es besteht keine Notwendigkeit, immer wieder auf das geohistorische Bild einzugehen, aus dessen Rahmen heraus das Wort, als es seinen Mund öffnete, mit seinem allmächtigen Wort die Nacktheit von Mutter Erde mit dem Mantel aus Eis bekleidete, den Er „das Licht“ nannte.

Wenn uns also der göttliche Schöpfer offenbart, dass die Erde „am Anfang leer war“, dann ist das wissenschaftliche Bild, das uns ihr Schöpfer, Gott der Vater, vermitteln will, genau dieses: das eines superriesigen Mondes namens Erde. Und es war diesem Planeten in seiner Kindheit, „nackt“ und der Zerstörung ausgesetzt, dass sich Gott der Sohn näherte, zum Staunen aller Kinder Gottes, „die nicht aus dieser Schöpfung stammen“, und indem er seinen Mund öffnete, gab er den Anstoß zur Erschaffung der Menschheit.

24. Um also den Horizont zu erweitern: Die Leiter der Naturelemente, die uns die Genesis zum Erklimmen einlädt, führt uns vor eine Erde ohne Ozeane, ohne Atmosphäre, ohne Kontinente, ohne Polkappen, ohne Pflanzen, ohne Tiere, ohne Vögel und ohne Fische. Mit einem Wort: ohne Biosphäre. Und aus dieser Rückschau heraus fragte ein Mann vor 35 Jahrhunderten in aller Ruhe alle Weisen aller Zeiten und Orte, die bereits geboren waren und noch geboren werden sollten:

„Meine Damen und Herren, ausgehend von jenem leeren Planeten, so leer wie die Oberfläche des Mondes: Wie schuf Gott das Wasser, das Eis, die Luft, die Erde, das Feuer? Das heißt: die Ozeane, die Kontinente, die Atmosphäre, die Polkappen, die Pflanzen, die Vögel, die Fische und alles Leben.“

Seitdem schwebt die Frage des Verfassers der Offenbarung über dem Verstand der Jahrtausende.

25. Angesichts der Distanz zwischen dem göttlichen Verfasser und dem Leser des 21. Jahrhunderts lautet die offizielle Antwort, wie sie von Theologen und Wissenschaftlern vorgebracht wird, dass sich Mose darauf beschränkte, eine Metapher zu ersinnen, die auf einer seltenen Art mystischer Übertreibung beruhte.

Ich persönlich weiß nicht, wie ich ein Scheitern bezeichnen soll, das die Möglichkeit jeglichen Sieges leugnet und in der Behauptung des Nichts darauf hofft, seine Niederlage im Meer des Vergessens zu ertränken. Vielleicht werde ich eines Tages die Antwort finden. In der Zwischenzeit ist es die erste Aufgabe dieses Buches, entgegen Descartes zu beweisen, dass Gott nicht lügt. Die zweite Aufgabe besteht darin, zu zeigen, dass die Genies sich für klüger hielten, als sie tatsächlich waren. Und die dritte Aufgabe ist es, die richtige Antwort auf die Frage zu geben, auf die die Zivilisation hingesteuert ist: „Wie hat Gott das Universum erschaffen?“

26. Die Notwendigkeit, irgendwo anzufangen, hat uns vor die biblische Aussage gestellt:

 „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

Die Erde war formlos und leer, und Finsternis lag über der Tiefe, doch der Geist Gottes schwebte über der Oberfläche der Wasser.

Da sprach Gott: Es werde Licht! Und es ward Licht.“

Wie oft wurde diese Aussage schon gelesen? Wie oft wurde diese Offenbarung schon kommentiert? Wie viele Generationen haben versucht, ihr Geheimnis zu entschlüsseln! Und wie viele Denker waren ehrlich zu sich selbst und zu anderen und erkannten, dass der Intelligenzquotient dessen, der diesen Himmel und diese Erde erschaffen hat, so weit vom menschlichen Intelligenzquotienten entfernt ist wie die Hölle vom Himmel?

(In diesem Buch ist Zeit stets im geologischen Maßstab zu verstehen. Im Laufe der Zeit werden sich neue Horizonte eröffnen. Der Anfang ist das Problem. Und das Problem liegt in der Wahl der Grundlage.)

 

KAPITEL 3 – DIE SCHÖPFUNG DER ERDE

 

27. Die biblische Überlieferung versetzt uns auf eine bestimmte geologische Grundlage. Konkret breitet die Offenbarung eine geohistorische Epoche zu unseren Füßen aus. Wenn wir ausgehend von ihrer Aussage („Die Erde war wüst und leer“) um uns blicken und alle klassischen Elemente der Natur von der Oberfläche des Globus tilgen: Atmosphäre, Kontinente, Ozeane und Polkappen – was bleibt uns dann? Uns bleibt ein leerer Planet am Tag vor der Entstehung seiner Biosphäre!

Doch der Punkt, auf den die Intelligenz ausgerichtet wurde, konzentriert sich auf die Suche nach der Antwort, hinter der sich so viele Anstrengungen verloren haben. Ich meine: Ausgehend von einem Planeten mit solchen geologischen Eigenschaften, mit einer primären Erdkruste, der es an jeglichem natürlichen Element mangelt, mit dem man etwas anfangen könnte – das Bild, das seinem ursprünglichen Zustand am nächsten kommt, ist der Anblick der Mondoberfläche –, lautet die Frage ausgehend von diesem ursprünglichen Zustand:

Wie hat Gott es geschafft, die Biosphäre zu erschaffen?

Das wäre die traditionelle Herangehensweise an dieses Thema.

Aber es gibt noch eine andere.

28. Betrachten wir das Thema einmal aus einer neuen Perspektive. Warum stellen wir uns die Frage nicht selbst? Nämlich: Welche Abfolge physikalischer Prozesse müssten wir auslösen, kontrollieren und lenken, um auf einer solchen geologischen Grundlage eine Biosphäre zu erschaffen?

Sehen heißt glauben! In Zukunft werden wir mit eigenen Augen Gott in Aktion sehen und staunen, wenn wir betrachten, wie Gott seine Werke vollbringt. Als sein Sohn davon sprach und uns gleichzeitig eine Einladung aussprach, dem Schauspiel der Schöpfung beizuwohnen, versetzte er uns in Staunen, indem er uns sagte, „dass sein Vater noch größere Werke als dieses vollbringen werde“. Daraus verstehen wir auch, dass diese Einladung der Grund für die Beteiligung der Kinder Gottes an diesem Werk, der Schöpfung unseres Himmels und unserer Erde, war; Eine Einladung, die ihren höchsten Höhepunkt erreichte, als er seine Kinder rief und sie an unserer Erschaffung teilhaben ließ, und indem er sagte: „Lasst uns den Menschen nach unserem Bild und Gleichnis erschaffen“, wurde die Einladung zur Teilnahme am Schöpfungsakt eröffnet.

Nachdem dies gesagt ist und um uns nicht auf parallelen Wegen zu verlieren – und da der Ursprung unseres Universums von uns nur mit den Augen der Vernunft gesehen werden kann –, werden wir mit diesen Augen der Vernunft betrachten, wie Gott das Licht und alle Dinge schuf.

29. Es versteht sich von selbst, dass die Wiedergewinnung einer historischen Realität für das Gedächtnis der Menschheit – zu der der Menschheit der Zugang verwehrt wurde – logischerweise mit den kosmologischen Systemen kollidieren muss, die sich die moderne Welt geschaffen hat, um diese Lücke zu füllen.

Unabhängig von den Details über die Ursprünge der kosmologischen Systeme des 20. Jahrhunderts, denen zur Erhöhung ihrer virtuellen Glaubwürdigkeit sogar Zeitangaben in Nanosekunden zugewiesen wurden, muss das Auftauchen des wahren historischen Systems am Ursprung des Universums den Verstand all jener überwältigen, deren Denken noch immer in jenem Ozean verankert ist, unter dessen Wassern die moderne Welt unterging.

Da ich es gewohnt bin, frei durch das Wissen der Erinnerungen des Universums zu navigieren, laufe ich stets Gefahr, schneller voranzukommen, als der Leser mir folgen kann. Ich vertraue darauf, dieses Problem überwinden zu können. Zumindest hoffe ich das.

Die geohistorische Plattform, von der wir ausgehen werden, habe ich skizziert.

Im Morgengrauen des ersten Tages der Genesis war die Erde leer, kahl, ohne Ozeane, ohne Kontinente, ohne Atmosphäre und ohne Polkappen. Keines der Naturelemente schmückte die Nacktheit der Erde am Tag nach ihrer Geburt. Wie schuf Gott also die Biosphäre?

Wie würden wir sie erschaffen, wenn wir die Macht dazu hätten?

30. Tatsächlich schuf Gott die Erde in der Finsternis, denn der Verfasser schreibt, dass Gott, nachdem das Licht geschaffen war, das Licht von der Finsternis trennte; und dann heißt es, dass „Gott die Sterne schuf, um das Licht von der Finsternis zu trennen“.

Daraus ergibt sich die Frage: Wo befand und befindet sich diese Finsternis, „die die Oberfläche des Abgrunds bedeckte“, inmitten derer Gott das Licht schuf?

Diese Frage wird zu gegebener Zeit eine angemessene Antwort erhalten. Aus dem Gelesenen lässt sich mit Adleraugen erkennen, dass, wo auch immer sich jene Finsternis befand, in der Gott das Licht schuf, die Erde in ihrem Ursprung nicht im Schoß der Sterne unseres Himmels erschaffen wurde. Eine frühe Behauptung, die auf den Flügeln der Morgenröte voranschreitet, die aber das Firmament des Jahrhunderts mit der Kraft der Sonne bedecken wird, indem sie die Nacht vom Tag trennt.

Es genügt, Papier und Bleistift zur Hand zu nehmen, die Informationen vom Anfang her zu ordnen, das Licht mit der Erde in Verbindung zu bringen und sich einem revolutionären Bild in der Fülle seiner Größe gegenüber zu sehen. Bis dieses Bild gezeichnet ist, ist es noch ein weiter Weg.

Lasst uns diesen Weg beschreiten.

31. In Wahrheit wird meine Aufgabe in dieser Einleitung darin bestehen, dieses Bild zu schaffen, es in die Geschichte der Erde einzubinden und ausgehend von diesem Bild die Tür zum Licht der Intelligenz für alle Wissenschaften zu öffnen.

Gibt es etwas Natürlicheres, als zu wissen, woher wir kommen!

Sobald das Sternenmeer unserer Himmel zwischen Licht und Finsternis einmal auf dem Papier festgehalten ist, erwacht nicht nur die Bewunderung, sondern es öffnet uns auch die Augen für eine Schöpfungsszene, die an Ungläubigkeit grenzt: „Die Erde wurde jenseits des Sternenmeers unserer Himmel erschaffen.“

Aber lassen wir uns vom Licht erwecken, lassen wir es uns die Augen öffnen, und möge die erstickte „Kraft“, die dazu geschaffen wurde, zum „Akt“ zu werden, diese Berufung einer Intelligenz, die dazu geboren wurde, in der ihrem Schöpfer eigenen natürlichen Allwissenheit zu wachsen, diese Natur verwirklichen, die uns so eigen ist – aufgrund einer Rebellion, die im Abgrund der Unwissenheit erstickt ist, der Mutter aller Verbrechen, in deren Blutströmen sich Mutter Erde vor den Augen des Himmels vor Scham und Trauer sterben sieht. Um ihretwillen erhebe ich meine Seele aus dem Staub, und möge Gott unsere Tränen des Entsetzens angesichts eines nicht nachlassenden Hasses in Ströme der Freude verwandeln, die niemals versiegen.

32. Was das Verständnis der Schöpfung betrifft: Welcher Vater würde seinen Kindern nicht seine innersten Geheimnisse offenbaren!

Die Erde wurde dort, in der Finsternis, jenseits der Sterne des Firmaments erschaffen. Ja, aber warum?

Aus der Ferne betrachtet zeichnete die Erde im Weltraum die Gestalt eines Planeten, der ganz wie ein Mond aussah, nur um ein Vielfaches größer. Ein „leerer“ Planet über jenem Abgrund, dessen Oberfläche von Finsternis bedeckt war – wie sollte man da nicht verwirrt sein!

Hatte ihr Gott sie erschaffen, um sie in der Finsternis zurückzulassen? Wo war jener Sternenbräutigam, den ihr Schöpfer ihr gegeben hatte, damit sie seine himmlische Braut sei? Seit ihrer Geburt waren Erde und Sonne einander in ewiger Ehe versprochen; aus ihrer Umarmung würde das Leben nach dem Ebenbild Gottes entstehen, zur Freude aller Sterne. Getrennt von ihren Bruderplaneten, , verlassen in der Finsternis, die die Oberfläche des Abgrunds jenseits der Welt der Sterne bedeckt, von Zerstörung umgeben, ihre Zukunft an einem seidenen Faden unter einer Steinbrücke hängend – wie sollte man da nicht die Verwirrung spüren, die die Seele zerreißt!

33. Verspricht Gott Hallelujas, die vor Freude den Verstand verlieren, und wendet er sich, sobald die Geburt vollendet ist, von seinem Geschöpf ab, überlässt es seiner Zerstörung, und machen wir einfach weiter wie bisher?

Ach, das Herz der Erde, dieses zarte Herz, dessen Hoffnung stärker ist als Blitz und Sturm, ausgeliefert der ewigen Einsamkeit, die dem Zerfall des Bewusstseins und der Vernunft vorausgeht. „Ach, meine Seele, die vor der Gleichgültigkeit meines Schöpfers in Stücke zerbricht“, weint verzweifelt die Mutter, die nie geboren hat, und in ihrer Verwirrung glaubt sie, niemals gebären zu werden.

Die Hochzeit wurde angekündigt, sie wurde zur Brautjungfer erwählt, schön wie keine andere, dieser Mond, der schweigend mit seinem Blumenstrauß auf die Ankunft seiner Herrin und Königin wartet, und schon bald sieht er sich in der Finsternis verlassen ...

34. „Leer und verwirrt“, verlassen in der Finsternis jenseits der Welt der Sterne, schrumpft die Erde zusammen, die Arme um die Knie geschlungen, und wartet auf den Tod. Er umgibt sie bereits. Schon lässt sie sich kraftlos fallen. Der Traum, der alles heilt, wird sie aus der Schöpfung hinauswerfen wie einen Stein, der unter dem Schlag des Bildhauers zerbrach, und sie in den Staub zurückbringen, aus dem ihr Schöpfer sie hervorgebracht hat. Die Erde atmet atemlos. Sie legt sich um den letzten Funken Wärme herum. Es ist die Weisheit, die sie umarmt, sie mit einer Decke zudeckt und ihr ins Ohr Worte des Vertrauens und der Liebe zuflüstert:

„Halte durch, meine Tochter, dein Schöpfer kommt schon.“

Das war die Kulisse; und dies wird die Plattform sein, von der aus wir beginnen werden, die Leiter der Naturelemente zu erklimmen.

Wie ich dazu gekommen bin, diese Kulisse für eine kosmologische Einführung zu entwerfen, wird sich zu gegebener Zeit zeigen.  In Ermangelung von Zahlen sind Buchstaben gut genug. Und die Intelligenz mit Worten anzuregen, ist wie Zucker in der Hand eines Kindes. Intelligenz ohne Macht ist unfruchtbar, und Macht ohne Wissenschaft wird zur zerstörerischen Kraft. Zu behaupten, der Mensch sei das Maß aller Dinge, ist wie eine Pistole in den Händen eines Selbstmörders; die Existenz Gottes aufgrund von Unwissenheit zu leugnen, bedeutet, den Völkermord des Aussterbens zu schüren. Die Gründe des Schöpfers des Kosmos bedürfen keiner Rechtfertigung, und es ist töricht von einem Geschöpf, von seinem Schöpfer Erklärungen zu verlangen. Wer ein Universum allein durch sein Wort zerstören kann, tut, was er tut, weil er das Leben liebt; sich über Seine Macht und die Gründe, aus denen Er bestimmt, dass Seine Schöpfung den einen oder anderen Weg einschlägt, zu empören, bedeutet, die Freiheit zu nutzen, um Mord zu begehen. Nicht in der Unwissenheit, die aus der Verleugnung entsteht, liegt der Sieg der Wissenschaft; und schließlich: Alles, was steigt, muss auch wieder fallen, und die Lüge kann nicht ewig herrschen, solange die Wahrheit lebt.

Fahren wir also fort.

 

KAPITEL 4 – DIE ENTSTEHUNG DER BIOSPHÄRE

 

35. Wir haben also zwei Realitäten: auf der einen Seite die Erde und auf der anderen Seite Gott. Hier geht es darum zu wissen, wie Gott ausgehend von dieser „leeren“ geologischen Plattform die Biosphäre erschuf.

Ich habe zuvor gesagt, dass wir uns diese Frage selbst stellen könnten. Denn als Kenner der Naturwissenschaften und des Verhaltens der Materie könnten wir immer eine geophysikalische Abfolge auf den Tisch legen, die dem tatsächlichen historischen Modell so nahe wie möglich kommt. Und ich habe das gesagt, weil dies genau das gleiche Problem ist, mit dem Gott konfrontiert war und das er lösen musste. Und er hat es gelöst. Darüber muss man sich nicht weiter auslassen oder übermäßig darauf herumreiten. Die Ergebnisse springen ins Auge und erfüllen alles, was die Erde enthält.

36. Tatsache ist: „Weil Er die Antwort kannte“, löste Gott das Problem der Erschaffung der Biosphäre ausgehend von jener geologischen Struktur, die scheinbar formlos war. Und Er kannte die Antwort, weil Er alle Gleichungen kannte, die Ihm die geophysikalischen Gleichungen vorlegten.

Als vollkommener Kenner dieser Gleichungen und ihrer Lösungen erhob sich Gott, betrat die Bühne, öffnete seinen Mund und verkündete sein Wort: „Es werde Licht.“

37. Wir sprechen von der Verschmelzung des äußeren geophysikalischen Körpers. Und hier könnten wir uns daran machen, eine Verschmelzung durch Feuer von außen zu beschreiben, oder aber eine Verschmelzung in den Vordergrund rücken, die durch eine Kompression von außen nach innen verursacht wird, so als würde das Gravitationsfeld in sich zusammenfallen, bis sein Radius auf das kleinstmögliche Maß reduziert ist.

Wären wir noch immer durch die Unwissenheit an die Mauer des Todes gefesselt, stünde die Wahl offen. Dies ist jedoch nicht der Fall, und folglich komme ich zum Kern der Sache.

38. Der erste Schritt, den Gott unternahm, um die Verschmelzung des geophysikalischen Körpers in die Wege zu leiten, war „die Erhöhung der Dichte pro astrophysikalischer Kubikeinheit des Erdgravitationsfeldes“. Die unmittelbare Auswirkung war folgende:

Sofort begann sich die Erde mit immer höherer Geschwindigkeit um ihre eigene Achse zu drehen.

Unter dem entstehenden Gravitationsdruck – so wie ein Windstoß allem, was sich am Rand seiner Bahn befindet, eine beschleunigte Bewegung verleiht – begann der Erdglobus, sich mit immer höheren Geschwindigkeiten um seine eigene Achse zu drehen.

Dies war der erste Effekt.

39. Was die Grundlagen dieser Natur der Gravitationsfelder betrifft, die in einem bestimmten dreidimensionalen Raum wirken, sodass sich die Dichte gemäß dem Gesetz der Energieumwandlung erhöhen oder verringern kann, wobei diese Beschaffenheit der Felder die Grundlage für die Beziehung zwischen der universellen Energie und der astrophysikalischen Materie bildet, hätte die Schöpfung nicht entstehen können, ohne dass Gott diese kosmologische Beziehung, die der Expansion des Kosmos und der Erschaffung von Universen zugrunde liegt, bis ins Unendliche kennt.

Die Umwandlung von Gravitationsenergie in materielle physikalische Kräfte – elektrische Felder, Licht, kosmische Energie usw. – ist in der Tat die tragende Säule, auf der das gesamte Gebäude der Schöpfung ruht. Was diese Beziehung impliziert und bedeutet, wird im Folgenden deutlich werden.

40. Folglich begann sich die Erde, ausgehend von einer Rotation von Null – wie es für jeden astrophysikalischen Körper, dessen Kern am Rande des Kollapses steht, natürlich ist –, mit immer größerer Geschwindigkeit um ihre eigene Achse zu drehen. Eine Rotationsgeschwindigkeit, die Gott entsprechend den Erfordernissen berechnete; die kinetische Energie des Erdkörpers musste im Einklang mit der Gravitationsdichte pro astrophysikalischer Kubikeinheit stehen, die sie erzeugen sollte.

Diese Entsprechung zwischen der Gravitationsdichte eines Feldes und den thermodynamischen Parametern astrophysikalischer Körper ist eines der Grundgesetze des Verhaltens der kosmischen Materie.

41. Dies war also der erste Abschnitt der geohistorischen Abfolge beim Ursprung unserer Biosphäre.

Der Fusionsprozess des äußeren geophysikalischen Körpers – Mantel und Kruste – als Reaktion auf die Aktivierung des astrophysikalischen Erdkerns ließ nicht lange auf sich warten.

Versuchen wir, in das Bild einzutreten und von der Innenseite der Leinwand aus die Bewegung zu spüren, die als Erinnerung als dekoratives Objekt an der Wand unserer Weltgeschichte hängt.

Da wir wissen, dass die Materie, die direkt auf die Schwerkraft reagiert, die astrophysikalische Materie ist, und da wir anhand der Wirkungen, die auf die Ursache zurückgeführt werden können, verstehen, dass die kinetischen Parameter eines Sternkörpers aus dieser Entsprechungsbeziehung zu den Eigenschaften des Gravitationsfeldes stammen, in dem er sich befindet, können wir unseren Verstand für die Rotationsbeschleunigung des Erdkerns als Folge der von Gott bewirkten Erhöhung der Dichte des Erdgravitationsfeldes öffnen.

42. Nachdem diese Aktivierung des astrophysikalischen Erdkerns geschaffen worden war, begann der geonukleare Transformator, natürliche physikalische Kräfte in seinem Körper zu erzeugen, nämlich elektromagnetische Kräfte und Wärme; schoss der seismologische Puls der inneren geophysikalischen Struktur in die Höhe, wobei sowohl der Erdmantel als auch die Erdkruste in diesem Moment die natürliche Auswirkung ihrer Einbindung in den von Gott ausgelösten Expansionsprozess des physikalischen Erdkerns einerseits und dessen thermische Erwärmung andererseits erlebten.

43. Wie das Brüllen des Dschungelkönigs beim Erwachen, wie das Echo der ersten Blitze eines Gewitters, wie ein Stern am Tag seiner Implosion, wie ein Erdbeben von astronomischem Ausmaß, das den Mantel erschütterte, unter dem der Kern geschlummert hatte – so begannen sowohl Mantel als auch Erdkruste sich zu erhitzen und unter einer Symphonie aus Erdbeben und Vulkanausbrüchen zu knacken.

Das Schauspiel des Erwachens jenes Riesen, der schlafend im Herzen der Erde lag, verwandelte die Erdoberfläche in ein Meer aus glühender Lava, das von einem vulkanologischen Prozess von unbeschreiblicher Kraft und Schönheit erschüttert wurde.

Wie der Soldat, der seinem König und Herrn gehorcht und auf den Befehl zum Kampf hin einen Sprung macht, Schwert und Schild ergreift und sich ohne zu zögern mit der Stimme eines Vulkans brüllend in den Kampf stürzt und mit der Kraft von Beinen, die Erdbeben auslösen, den Boden unter seinen Füßen zum Knacken bringt – auf diese wunderbare Weise verwandelte sich jene „chaotische und leere“ Erde innerhalb geologischer Stunden in einen Ozean aus glühender Lava, unter dessen Strömungen sich eine Armee von Vulkanen zu bewegen schien, die gegen die magmatischen Wellen eines Mantels kämpften, der die äußeren Dämme durchbrochen hatte und fröhlich über die Erdoberfläche tobte. Seebeben, gigantische Lava-Tsunamis erschütterten die Erdoberfläche; von ihren Kämmen wurden Magma-Inseln in die Stratosphäre geschleudert, die sich beim Abkühlen in Gestein verwandelten und mit dem Getöse eines Meteoriten oder Kometen zurück in den Feuerozean stürzten.

 

KAPITEL 5. – SCHMELZEN DER ERDRINDE

 

44. Wir sehen also, dass, wenn man aus dem Sichtbaren das ableitet, was sich daraus ergibt – so wie es die Trägheit an sich nahelegt –, und wenn man von dem ausgeht, was man hat, die Konsequenzen, zu denen die Tatsachen führen, keine Unstimmigkeiten zulassen, auch wenn es wahr ist, dass derjenige, der etwas besitzt, gewöhnlich nicht wertschätzt, was ein anderer verliert; und genau diesem Gedankengang folgend setzt die Antwort physikalischer Natur auf das biblische Rätsel eine geophysikalische Abfolge in Gang, deren wichtigste Stationen folgende sind:

1: Verschmelzung der Primärkruste

und 2: Sublimation der daraus entstehenden Protoatmosphäre.

45. Der Motor dieser geohistorischen Abfolge war der Kern. Die für diese Zustandsänderung erforderliche Energie erzeugte Gott durch die Beschleunigung des Arbeitsrhythmus des Kerns; eine revolutionäre Beschleunigung, die wiederum eine Folge der Erhöhung der Gravitationsdichte pro astrophysikalischer Kubikeinheit des Erdgravitationsfeldes war.

Praktisch ausgedrückt, wenn wir nun den geophysikalischen Körper mit einer Maschine vergleichen, könnte man sagen, dass Gott den Tank (das Erdfeld) mit Energie (Schwerkraft) füllte und auf diese Weise die automatische Erhöhung der Parameter des geonuklearen Motors bis zum kritischen Punkt der astrophysikalischen Implosion bewirkte.

Dass dieser kritische Punkt nicht überschritten wurde, lässt sich an den Auswirkungen der Sublimation der Protoatmosphäre erkennen, die wiederum den Ursprung der Polkappen bildete, ohne die das biosphärische System nicht entstanden wäre und deren Verschwinden dessen unwiederbringlichen Untergang voraussetzt.

Sobald sich also die Primärkruste in ein Meer aus glühender Lava verwandelt hatte, dessen Ufer sich von einem Pol zum anderen des Globus erstreckten, und die (ursprüngliche) Protoatmosphäre ihren Körper bis zur Obergrenze des Planeten emporhob, begann der geonukleare Körper, seine Umdrehungszahl pro geologischer Zeiteinheit zu verlangsamen.

46. Es war bereits Mittag, als sich die durch die Krustenschmelze entstandenen Gase um den Globus angesammelt und eine primitive planetarische Atmosphäre gebildet hatten, die jedoch in ihrem Volumen alle notwendigen Elemente enthielt, um unsere Biosphäre hervorzubringen.

Diese Atmosphäre wuchs den ganzen Vormittag über weiter an und begann im Laufe der Stunden, das Magmameer, aus dem sie entstanden war, unter ihrem verdünnten Volumen zu verbergen. (Ich spreche hier immer in groben Zügen, grob gesagt, allgemein gesprochen und konzentriere mich dabei eher auf das Ganze als auf die Details.)

Diese Dinge geschahen am Morgen des ersten Tages. Es lag noch ein Nachmittag vor uns.

47. Unter Berücksichtigung der Mechanismen der Verschmelzung von Feststoffen – eine Lektion für Kleinkinder, die seit Urzeiten in allen Klassen vermittelt wird und deren Kern wir uns hier ersparen werden, indem wir auf die genauen Kenntnisse der Kristallstrukturen und deren Handhabung sowohl in der Chemie als auch in der Physik verzichten – und in dem Verständnis, dass es genau diese elementare Mechanik war, die Gott auf die primäre Erdkruste angewandt hat, können wir ohne Angst vor einem Abgleiten in den Absolutismus der allmächtigen Vernunft der Wissenschaft und erst recht ohne Angst vor der nobelpreiswürdigen Falle der Dogmatik der Akademie behaupten, dass die dynamische Stabilisierung des äußeren geophysikalischen Aufbaus jener Ur-Erde als Folge des Nachlassens der seismologischen Aktivität ihres inneren Körpers entstand.

Sagen wir, jene Kraft, die Gott einsetzte, um mit der Erde zu spielen, als handele es sich um ein Orchester aus Vulkanen, mit dem er eine einzigartige, spektakuläre, wunderbare und atemberaubende Symphonie komponieren wollte, und nachdem er Funken und Donner aus den Becken hervorgebracht hatte – sei es, weil er müde geworden war und nicht mehr konnte, sei es, weil er die Trommelstöcke zertrümmert hatte –, Tatsache ist, dass die Kraft nachließ, und es wurde still. Im Klartext:

48. Dem Trägheitsgesetz folgend und nachdem sich die Energie, die die Verschmelzung der Primärkruste bewirkt hatte, umgewandelt hatte, kehrte der astrophysikalische Kern der Erde, nachdem er seine Aufgabe erfüllt hatte, in den Gleichgewichtszustand zurück, der vor dem Moment herrschte, als Gott seinen Mund öffnete und sein Wort verkündete: „Es werde Licht“.

Als die Stille immer dichter wurde, bis sie die Dichte der so entstandenen Primäratmosphäre erreichte, begann die rote und gelbliche vulkanische Farbe der Primärkruste zu verblassen, zu schwinden und die Farbe fester vulkanischer Materie anzunehmen. Und so begann die Erde, als „ “ in den Abend des ersten Tages der Genesis eintrat, in ihren natürlichen Gleichgewichtszustand zwischen den verschiedenen Teilen ihres geophysikalischen Körpers zurückzukehren.

49. Der Endpunkt dieses Prozesses (der Schaffung der Ur-Atmosphäre) war die Sublimation einer Proto-Atmosphäre, deren primäre chemische Zusammensetzung wir mit der der „Gasplaneten“ vergleichen können, deren Entwicklung diesem besonderen Ereignis nicht unterworfen war, wobei jedoch die einzigartige Phänomenologie nicht außer Acht gelassen werden darf, der Gott die Bildung der primären Erdkruste unterwarf – ein Thema, das zu gegebener Zeit im Rahmen dieser Einleitung behandelt werden wird.

Nachdem die Erde also von einer externen Energiequelle isoliert war, mit der sie einen „Energieaustausch“ hätte eingehen können – um es mit alltäglichen Begriffen auszudrücken –, trat der Erdkern infolge der Umwandlung des Gravitationsfeldes in mechanische Kräfte in eine gefährliche Phase des astrophysikalischen Kollapses ein (ein Thema, das ebenfalls behandelt wird, wenn es angebracht und relevant ist. Wichtig sind die Fakten, und der Fakt war, dass:) Während des Übergangs vom „Zustand der massiven Fusion“ zum „Zustand des geophysikalischen Gleichgewichts“ verfestigte sich die Erdkruste, und die Protoatmosphäre trat infolgedessen in eine Phase der plötzlichen Sublimation ein.

50. Als die Nacht des ersten Tages hereinbrach, hatte sich die Protoatmosphäre bereits in einen Eismantel verwandelt.

Ein Eismantel, der die Erde vom Nordpol bis zum Südpol bedeckte und das Licht war, von dem in der Genesis die Rede ist.

Grob gesagt: vom Feuer zum Eis.

 

KAPITEL 6 – ENTSTEHUNG DER URATMOSPHÄRE

 

51. Natürlich habe ich diesen ersten Tag so schnell wie möglich hinter mich gebracht, um auf einer soliden Grundlage weiterarbeiten zu können. Ich wollte nicht, dass sich der Leser, ohne zu wissen, wovon ich spreche, beim Versuch verliert, die Idee zu verstehen, die ich ihm hier skizziere.

Die Verschmelzung der Urkruste und die Sublimation der Uratmosphäre – das waren die beiden Hauptprozesse, die Gott am ersten Tag vollbrachte.

(Der Zeitfaktor bleibt unbekannt. Ich werde nicht derjenige sein, der die Dauer beziffert, die Gott für jeden einzelnen Prozess benötigte.

Aus Gründen, die wir noch sehen werden, rate ich dem Leser, sich darüber auch nicht allzu viele Gedanken zu machen. Vor allem, weil Gott allmächtig ist und – sobald die Leistung aus dem Verhältnis von Kraft und Arbeit definiert ist – es zu den Möglichkeiten des Schöpfers gehört, einen Prozess bis zu seinem maximal möglichen Ausmaß zu beschleunigen.

Wenn ich von Allmacht spreche, verstehe ich sie aus dieser Perspektive. Logischerweise setzt die Materie gewisse Grenzen, nach oben wie nach unten.

Das gehe ich ebenfalls als gegeben hin).

52. Aber was tat Gott, um die beschleunigte Rotation des Globus am Beginn der Verschmelzung seines geophysikalischen Körpers auszulösen?

Na gut, „Gott sprach, und so geschah es“. Ich bin der Erste, der sich absolut keinen Kopf darüber macht, wie er es tat oder wie Gott tut, was er tun will. Tatsache ist: Da ich nach seinem Ebenbild geschaffen bin, ist es nicht mein Ding, wegzuschauen und mich nicht um eine Antwort zu kümmern, ohne die sich mein Wesen unzufrieden fühlen würde. Es reicht mir nicht, zu glauben. Ich meine, das reicht mir zwar, aber wenn ich sehen kann – und da ich nun einmal Augen habe, um zu sehen –, dann ist es umso besser, wenn ich auch sehe.

Ich frage also noch einmal: Welche Kraft, die zu einer solchen Abfolge geophysikalischer Prozesse fähig ist, hat Gott in Gang gesetzt, um die beschleunigte Rotation der Erde auf diese Weise auszulösen?

 Was Gott zu Beginn des Ersten Tages vollbrachte, war die Erzeugung eines Energiefeldes. (Wir werden noch sehen, dass sich die göttliche Natur und das Wesen des Schöpfergeistes in der Aussage „Gott ist Energie“ widerspiegeln, und wir werden noch Zeit haben, uns in dieses Feld hineinzuversetzen. Tatsächlich werden wir, während sich die Intelligenz der Betrachtung der ungeschaffenen Natur des göttlichen Seins nähert, erkennen, wie sich die schöpferische Energie in die Naturkräfte des Körpers verwandelt, an dem sich der Schöpfungsakt vollzieht).

Das Erste also, was Gott im Morgengrauen dieses Ersten Tages tat, war, ein Energiefeld zu erzeugen. Und das Zweite, dieses Energiefeld auf die Erde zu projizieren.

53. Ich sagte, das Erste, was Gott zu Beginn dieses Ersten Tages tat, war, ein Energiefeld zu erzeugen. Und das Zweite war, dieses Energiefeld auf die Erde zu projizieren. Und ich erklärte, dass Gott Energie ist; und dass seine physische Manifestation durch seine Umwandlung in die Natur des Feldes des Objekts erfolgt, auf das Gott seine Kraft projiziert. Im vorliegenden Fall, der Erde, verwandelte sich das von Gott erzeugte Energiefeld in Gravitationsenergie.

54. Um es etwas anschaulicher zu machen, damit wir uns nicht in den aufgrund ihres wissenschaftlichen Gewichts sehr langsamen Abläufen verlieren, werde ich sagen, dass das Gravitationsfeld der Erde diesen Energiestrom absorbierte und dessen durchschnittliche Dichte pro astrophysikalischer Kubikeinheit verdoppelte. Das geschah auf der einen Seite. Auf der anderen Seite verdoppelte Gott die ursprüngliche Dichte des Erdgravitationsfeldes aufgrund der von ihm vorgenommenen Schätzungen, um den Erdkern zu seinem astrophysikalischen Implosionspunkt zu bringen, wobei die Folge dieser Implosion die Verschmelzung der Primärkruste sein würde.

Die unmittelbare Folge der Vermehrung der Energie pro astrophysikalischem Kubikeinheit, der das Gravitationsfeld der Erde ausgesetzt war, war die Beschleunigung der Umlaufrotation der Erde.

(Im weiteren Verlauf wird sich zeigen, inwieweit die Geschwindigkeit der Umwandlung von Gravitationsenergie in Masse und Wärme sowie die Rotationsgeschwindigkeit des betreffenden Himmelskörpers eine Art Verhältnis aufweisen, das dem einer Maschine zu dem für ihren Betrieb notwendigen Treibstoff ähnelt.)

55. Ich weiß, ich kann mir vorstellen, dass es bei dieser Geschwindigkeit, mit der wir das Thema angehen, nicht so aussieht, als würde uns der Vergleich des Gravitationsfeldes mit einem Kraftstofftank, der sich füllt und leert, weiterbringen. Aber genau das ist geschehen: Die automatische Reaktion der Erde auf die Vergrößerung der durchschnittlichen Dichte ihres Gravitationsfeldes war die sofortige Beschleunigung der Drehzahl, mit der sich ihr Kern bis dahin bewegt hatte. Und die Reaktion des Kerns auf die Erhöhung seiner Arbeitsdrehzahl war die Erzeugung von Wärme.

(Etwas oberflächlicher oder weniger tiefgehend betrachtet weiß wohl jeder mehr oder weniger, was das Endprodukt der Verschmelzung von Feststoffen ist. Ich sage dies im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Primärkruste. Vulkane sind das beste Beispiel, das ich hierfür anführen kann. Die Verbindung zwischen einem Vulkanausbruch und in den Himmel aufsteigenden Gasmassen ist ein Klassiker der Natur, und das Foto erspart uns, durch die Kristallgitter und ihre molekularen Bindungen navigieren zu müssen – eine für manche angenehme Reise, für andere ziemlich mühsam. Auf industrieller Ebene bieten uns Hochöfen kostenlos ein weiteres Beispiel. Wenn es uns jedoch darum geht, das Thema gründlich zu verstehen, ist es am besten, einen Experten für Naturwissenschaften hinzuzuziehen und ihn zu fragen, wie es dem festen Stoff gelingt, das Schlimmste zu verzögern; schließlich ist das Verhalten von Kristallgittern, die einer zunehmenden Wärmequelle ausgesetzt sind, ein allgegenwärtiges Thema in den grundlegendsten Physiklehrbüchern.

56. Die Fragen, die uns hier Kopfzerbrechen bereiten, lauten wie folgt:

Was hatte Gott vor, als er die Motoren des geophysikalischen Transformators auf Hochtouren brachte?

Was beabsichtigte er, als er die Arbeitsumdrehungen des Erdkerns beschleunigte und die Verschmelzung der Primärkruste herbeiführte?

(Die anderen Punkte, die ich noch offen gelassen habe – die chemische Beschaffenheit der Primärkruste und ihre Entstehung – sind Details, auf die ich später eingehen werde, wenn ich zum Kapitel über die Entstehung der Erde komme. Zu gegebener Zeit werde ich auch auf die astrophysikalische Beschaffenheit des Erdkerns eingehen und auf die Beziehung zwischen Sternmaterie und Gravitationsfeldern, die den Ursprung der Eigenschaften des Kosmos bildet. Darauf hinzuweisen, wie ich es getan habe, dass sich diese Energie-Materie-Beziehung in Licht und Wärme niederschlägt, ist keine willkürliche Idee, sondern einfach die natürlichste und einfachste Art, den grundlegenden Prozess zu erklären, aus dem Sterne und Galaxien hervorgehen und gemäß dessen Phänomenologie sie sich verteilen und miteinander interagieren. Aber da ein Versprechen eine Verpflichtung ist, hoffe ich, mich später daran zu erinnern, und sollte ich es doch nicht tun, hoffe ich, dass der Leser mir diese psychologische Marotte verzeiht, die mich befällt, wenn es darum geht, „Schulden“ zu begleichen.

57. Kehren wir also zurück, nehmen wir den Faden wieder auf und folgen wir dem Weg, den uns das Licht in der Dunkelheit des Tunnels weist.

Ich war gerade dabei zu sagen, dass, sobald der Kern durch den Druck der sich vervielfachenden Gravitationsdichte des Erdfeldes aktiviert war, die Umwandlung von Energie in Wärme der Verschmelzung des geophysikalischen Körpers vorausging. Und ich fragte dann, was Gott sich von dieser Verschmelzung erhoffte.

Ausgehend von der Darstellung der Verschmelzung der Primärkruste lautet die Antwort wie folgt:

 Gott strebte die Erzeugung einer chemisch vorgegebenen Atmosphäre an. Mit anderen Worten: Der Endzustand, den Gott herbeiführte, als er das Gaspedal des geonuklearen Transformators durchdrückte, hatte in der Primäratmosphäre seinen Leitstern.

(Wir werden in diesem Abschnitt alles ausklammern, was sich auf die Mathematik der Flugsteuerung vom Anfangszustand bis zum Ende bezieht. Die Logik des errungenen Sieges impliziert in ihrer Struktur und Entwicklung die Überwindung eines komplexen Systems von Unbekannten. Angesichts der sichtbaren Ergebnisse wäre es nicht fair, zu riskieren, den Faden aufgrund spezifischer Überlegungen zu verlieren, die „nur für Genies geeignet“ sind.

Es wäre jedoch gut, deutlich zu machen, dass die Notwendigkeit, dieses Meer von Gleichungen zu durchqueren, die Zukunft als Belohnung in Aussicht stellte. Jeder Fehler bei der Verdopplung der Gravitationsdichte pro astrophysikalischer Kubikeinheit jenseits eines kritischen Punktes hätte dazu geführt, dass sich das geophysikalische System in eine Art planetarische Supernova verwandelt hätte. In diesem Fall wäre die Erde in einen Schwarm von Meteoriten zerfallen. Aber kehren wir zum Thema zurück.

58. Ich wollte gerade sagen, dass sich die Erde, sobald der Mittag dieses Tages erreicht war, in einer Atmosphäre wiederfand, die mit einem der im Weltraum am häufigsten vorkommenden Elemente – dem Wasserstoff – übersättigt war. In allen anderen Aspekten ähnelte die Erdatmosphäre den Atmosphären der anderen Planeten.

Was die Farben betrifft, so wechselte die Erde vom typischen Schwarz-Weiß des Mondkörpers zu dem leuchtenden, lebendigen Rot der Sonnenausbrüche, nur in flüssiger Form, um schließlich zu erlöschen und abzukühlen, bis ihre Oberfläche in einer dichten Wolke verschwand, so einhüllend und rätselhaft wie ein Nebel, der mit der Reisegeschwindigkeit eines Weihnachtskometen um ein imaginäres Feld kreisen würde.

Sagen wir mal…

Und belassen wir es dabei.

 

KAPITEL 7 – DIE SCHÖPFUNG DES LICHTS

 

59. Und wir machen weiter.

Ich hoffe, ihr konntet meinen Gedankengängen bis hierher folgen und die Geschwindigkeit, mit der sich meine Gedanken daran gemacht haben, die Erinnerungen unseres Universums nachzuzeichnen, hat euch keine Schwierigkeiten bereitet.

Fahren wir also fort.

Nachdem die Erde die Energie, die ihr Schöpfer ihr zugeführt hatte, in natürliche Kräfte ihres geophysikalischen Systems umgewandelt hatte und die geonukleare Implosion in der Architektur ihres Körpers die beiden beschriebenen mechanischen Prozesse ausgelöst hatte: die Verschmelzung der Primärkruste und die Entstehung der Uratmosphäre; sobald diese erste Abfolge vollzogen war, verlangsamte der geonukleare Motor seine Arbeitsdrehzahl, bis er einen neuen Gleichgewichtszustand erreichte.

60. In Physiklehrbüchern lässt sich dieser Prozess nachvollziehen. Tatsächlich muss man nur die Abfolge umkehren, die Rotationsgeschwindigkeit des Globus sowie die Temperatur des Planeten senken, und der Rest ist ein Kinderspiel – wobei man allerdings sagen muss: ein Kinderspiel zwar, aber für Kinder, die intellektuell in der Lage sind, das Kräftespiel zu erkennen, das das System der Schöpfung ausmacht, in das Gott als „universelle Energiequelle“ eintritt, und in dem sich das Gravitationsfeld gemäß den klassischen Prinzipien der Energie manifestiert, das heißt, es wandelt sich in diesem Fall in die natürlichen Kräfte des jeweiligen astrophysikalischen Körpers um – eine Umwandlung, die die Wurzel der universellen Bewegung bildet und sowohl die Existenz punktförmiger, weit geöffneter oder kugelförmiger astrophysikalischer Systemstrukturen als auch die von Strukturen vom Typ der Galaxien ermöglicht; nicht umsonst, wobei wir stets das Wort als Inspirationsquelle nehmen, was sich im weiteren Verlauf zeigen wird, wenn wir uns mit der Erschaffung des Firmaments befassen: Gott spricht von der Schwerkraft als von jenen „Wässern …, die über dem Firmament sind …“, und eröffnet uns auf diese Weise den Vergleich der Schwerkraft mit dem flüssigen Element – eine Realität, an die Er selbst gewöhnt ist, die Ihm natürlich ist, und ausgehend von dieser Realität: Schwerkraft = flüssiger Brennstoff, wirkt Er. Gewiss ist die Schwerkraft eine „einzigartige flüssige Energie“, doch dies wird im weiteren Verlauf noch genauer beleuchtet werden.

61. Nachdem also die zusätzliche Vergrößerung des ursprünglichen Volumens des Gravitationsfeldes, die Gott durch die Worte „Es werde Licht“ bewirkt hatte, in Arbeit umgewandelt worden war – eine Umwandlung von Energie in die Arbeit, die die Verschmelzung des äußeren geophysikalischen Körpers mit sich brachte –, und nachdem die Verschmelzung der primären Erdkruste und des geologischen Mantels vollendet war, sank die Rotationsgeschwindigkeit des Erdkerns, und zog in ihrem Sinkflug die allgemeine Temperatur des Planeten mit sich hinab.

Die beiden unmittelbaren Folgen des Temperaturrückgangs im gesamten geophysikalischen Körper waren:

1: Die Bildung der Lithosphäre

und 2: Sublimation der Atmosphäre.

62. Was ich zuvor gesagt habe, bekräftige ich nun noch einmal. Meine Gewohnheit, diese Prozesse als Teil meiner „lebendigen Erinnerung“ zu behandeln, führt dazu, dass ich aus Gewohnheit bestimmte Abläufe überspringe, die in den Augen anderer vielleicht nicht so offensichtlich sind.

Ich erkläre es genauer.

Wenn ich gesagt habe, dass die Rotationsgeschwindigkeit und die Geschwindigkeit der Umwandlung von Schwerkraft in Licht und Wärme in direktem Zusammenhang stehen, und ich nun sage, dass die Rotationsgeschwindigkeit der Erde abzunehmen begann, so ist klar, dass sich dieser Rückgang auf den Erdkern auswirkte. Da sich dessen Umdrehungen in einem vertikalen Abstieg befanden, sobald der zugeführte Brennstoff im Prozess der Umwandlung von Schwerkraft in Wärme verbraucht war, begann die allgemeine geologische Temperatur zu sinken. Zuerst die des Erdkerns, dann die des Erdmantels und schließlich die der Erdkruste. Eine Folge dieser Abkühlung wäre die Entstehung des lithosphärischen Rings und die Sublimation der Atmosphäre. Auf diese Sublimation werden wir im Folgenden eingehen.

63. Und noch einmal, wenn ich über die Verschmelzung der Primärkruste spreche, betone ich die grundlegende Bedeutung des Wissens über die Verschmelzung von Feststoffen als Ausgangspunkt für das Verständnis der Veränderung der Kristallstruktur, die sich in der Struktur der Erde infolge der Verschmelzung ihres primären geophysikalischen Körpers vollzog.

In diesem Zusammenhang stellt die im Universellen bestehende künstliche Vorbedingung hinsichtlich des natürlichen Ursprungs der Planeten eine Hürde dar, die der Leser überwinden muss. Dieses archetypische Bild für Unwissende, die sich noch immer blind im Tunnel der Schande des 20. Jahrhunderts bewegen, in dem eine Schwerkraft, die wie durch Zauberei aus dem Nichts entsteht, ein Meer aus schwebender Materie zusammenpresst, das aus dem Hut des jeweiligen Merlins sprudelt, und abrakadabra ein physisches Wesen hervorbringt, dieses Bild, das sich aus dem Diskurs selbst ergibt, passt wie die Faust aufs Auge zu einer Geschichte aus „Alice im Land der Science-Fiction“.

Und das war’s auch schon.

64. Jede Intelligenz, die etwas auf sich hält und mit einem System arbeitet, in dem astrophysikalische Werte durch das Verhältnis zwischen Materie (Stern) und Energie (Schwerkraft) bestimmt werden, gelangt zu dem Schluss – unter Berücksichtigung der Astro-Ikonografie als Spiegelbild der Realität –, dass die zeitliche Abkühlung von Sternkörpern dazu führt, dass sich Nebelmasse an deren äußerer Hülle absetzt, was den natürlichen Ursprung der Planeten darstellt.

Im Falle des Ursprungs des Planeten Erde ergibt sich seine kosmische Einzigartigkeit aus der Tatsache, dass sein Ursprung eine direkte Anwendung der schöpferischen Intelligenz auf das Materie-Energie-System ist – ein Thema, auf das wir zu gegebener Zeit noch eingehen werden –, und dass diese sowohl die primären geophysikalischen Parameter als auch die aus dieser schöpferischen Anwendung ableitbaren geohistorischen Auswirkungen bestimmte.

An dieser Stelle könnten wir uns fragen, warum Gott sich damals nicht darauf beschränkte, mit einem Planeten natürlichen Ursprungs zu spielen; eine Frage, die im weiteren Verlauf beantwortet wird, die jedoch die Theologie betrifft, da sie sich auf das „Warum“ bezieht, während das „Wie“ das eigentliche Gebiet der Naturwissenschaften ist.

65. Zurück zu unserem Hauptthema:

Unter der Sublimation von Gasen versteht man den Übergang der Materie vom gasförmigen in den festen Zustand, ohne den flüssigen Zustand zu durchlaufen. Das alltäglichste Beispiel für die Sublimation von Gasen bietet uns die Natur jeden Winter. Die Wolken verwandeln sich in Schnee und Hagel.

Auf der Ebene der häuslichen Erfahrung ist der Spielraum für Experimente sehr begrenzt, doch auf Laborebene gibt es zahlreiche Experimente, die der Neugier offenstehen. Da wir hier weder den Platz noch die Mittel haben, um die Worte in Bilder umzusetzen, schließe ich mit den Worten:

Der Eismantel, in den Gott die Uratmosphäre verwandelte – der Star dieses Ersten Tages –, war „das Licht“ der Genesis.

66. Und ich überlasse es hier meinen Lesern, über das unglaublichste Geheimnis aller Geheimnisse nachzudenken: Wie konnte sich ein Mensch vor dreieinhalbtausend Jahren eine so moderne physikalische Vorstellung vom Ursprung der Biosphäre machen?

A. Verschmelzung der Urkruste,

B. Entstehung der Protoatmosphäre,

C. Abkühlung der Erdkruste und Sublimation der Ur-Atmosphäre.

Ist das nicht zum Staunen?

Dies ist ein Punkt, auf den ich, glaube ich, immer wieder zurückkommen sollte – oder zumindest sollte ich das denken. Ich nehme an, wir werden Zeit haben, auf dieses Thema der kognitiven Beziehung zurückzukommen, wie sie in dieser Einleitung beschrieben wird: die Gedanken Moses’ zum Inhalt der Hieroglyphe, die wir „Genesis“ nennen.

67. Jedenfalls vollzog sich die Beziehung des Hebräers Moses zur Weltgeschichte nicht über die Brücke der Wissenschaft, sondern auf den Schienen der Allmacht und der Allgewalt, wobei er die Allwissenheit – verstanden als Wissenschaft – Gott überließ, dem wahren Urheber dieser Hieroglyphe, wobei die menschlichen Hände nichts anderes sind als Federn, die sich im Rhythmus bewegen, den der Gedanke dessen vorgibt, der vor der Ewigkeit steht und Ereignisse auf die Leinwand der Jahrtausende zeichnet, mit derselben Leichtigkeit, mit der andere ihre Verbrechen im Licht der ganzen Welt planen. Zwei Themen also, Allwissenheit und Allmacht, zwei verschiedene Gerichte, die zu gegebener Zeit nach den Regeln der guten Tischkultur serviert werden.

 

 

ZWEITER TEIL

SCHÖPFUNG DES HIMMELSWOLKENS

 

KAPITEL 8. – GEOHISTORISCHE ZUSAMMENFASSUNG

 

68. Die Überraschung bei der Entdeckung dieser Abfolge geohistorischer Ereignisse, in der die Genies der modernen Welt nichts anderes sahen als die überhitzte und fanatische Vorstellungskraft eines Geistes in einem fieberhaften religiösen Zustand (eine in ihrem Ansatz und ihrer Entwicklung vollkommen wissenschaftliche Abfolge), darf unseren Blick nicht von der gesamten Reihe von Tatsachen ablenken, die ich, um den Gesamtüberblick zu erleichtern, nur flüchtig gestreift habe.

Fassen wir zusammen:

69. Erstens: Kontrollierte Vervielfachung der astrophysikalischen Dichte pro Kubikeinheit des Erdgravitationsfeldes. Der Ursprung dieser kontrollierten Vervielfachung, so sagte ich, ist das Wesen des Göttlichen.

70. Zweitens: Vertikale Beschleunigung der Arbeitsumdrehungen des geonuklearen Transformators der Erde. Daraus ergaben sich die Rotationsbeschleunigung des Globus um seine Achse und die astrophysikalische Implosion des Kerns als Ursprung der Wärme des Planeten.

71. Drei: Globale thermodynamische Erwärmung des geophysikalischen Körpers, die sich vom Mantel bis zur Oberfläche ausbreitete und die Verschmelzung der Primärkruste bewirkte.

72. Viertens: Verflüssigung der Primärkruste unter dem Einfluss der Verschmelzung des äußeren Globus und Entstehung der Ur-Atmosphäre.

(Die chemische Beschaffenheit der Erdatmosphäre, die unter den Atmosphären ihrer Planetenfamilie einzigartig ist, wirft ein weiteres Problem auf, auf das ich an dieser Stelle nicht eingehen werde, auf das ich aber zu gegebener Zeit zurückkommen werde.)

73. Fünf: Nachdem die Umwandlung des Gravitationsbrennstoffs in Wärme abgeschlossen war, kehrte die Erde in die Hände der Natur zurück, wobei sich ihre neuen Veränderungen dem Trägheitsgesetz anpassten.

A. Verlangsamung der Arbeitsumdrehungen des geonuklearen Transformators.

B. Rückgang der Rotationsgeschwindigkeit des Planeten.

C. Und Absinken der Temperatur des Erdkörpers.

Dies waren die ersten drei sichtbaren Auswirkungen.

74. Sechs: Diese drei Effekte lösten eine neue Abfolge von Effekten aus. Der erste dieser neuen Effekte war die Abkühlung der äußeren Oberfläche des Globus, was ipso facto den Grundstein für die Entstehung des äußeren geophysikalischen Rings, der Lithosphäre, legte.

75. Sieben: Wir können auch von einer Verfestigung der sekundären Erdkruste sprechen. Nun ja, das ist Geschmackssache. Sobald wir tiefer in die Materie einsteigen, werden wir Zeit haben, diese Begriffe voneinander abzugrenzen. Um das Thema etwas voranzutreiben, sagen wir: Die Lithosphäre ist für den Globus das, was die sekundäre Kruste für die Lithosphäre ist. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die sekundäre Kruste die äußere Schicht der Lithosphäre ist. Die sekundäre Kruste war also die erste lithosphärische Schicht, die sich verfestigte.

76. Acht: Der kontinuierliche Rückgang der geophysikalischen Temperatur auf ihren früheren Ausgangszustand, den sie nie wieder erreichen würde, führte, wie bereits erwähnt, zur Verfestigung der sekundären Erdkruste und zur Entstehung des lithosphärischen Rings. Die geophysikalische Architektur vollendete ihren Aufbau mit der Entstehung des zweiten Rings, des Mantels, dessen Abkühlung die Wärmequelle verschließen würde, aus der die Uratmosphäre bis dahin versorgt worden war, um ihren natürlichen Zustand zu bewahren.

77. Neun: Die Abkühlung von außen nach innen des Globus musste logischerweise den lithosphärischen Ring in eine Barriere verwandeln, die den Wärmeübergang vom Kern zur Atmosphäre unterband.

78. Zehn: Thermisch vom Kern isoliert, sank die Temperatur der Atmosphäre mit der schwindelerregenden Geschwindigkeit, die die Isolierung vorgab. Ihr Volumen gefror. Das Ergebnis war die Umwandlung der Atmosphäre in den Eismantel, der während des Nachmittags des Ersten Tages die Kugelform des Planeten vom Nordpol bis zum Südpol bedeckte.

Wie ich bereits sagte, ist dieser Eismantel das Licht im Wort des ersten Tages.

79. Dies ist die Abfolge, die wir freudig durchlaufen haben. Im Laufe der Darstellung habe ich immer wieder konkrete Fakten erwähnt, die das Ausmaß der Schöpferischen Intelligenz und ihre Beherrschung der Wissenschaften von Raum, Zeit, Materie und Energie verdeutlichen. Diese kognitive Beherrschung gleicht einem Feld, in dem der Baum der Wissenschaft der Schöpfung seine Wurzeln schlägt. Auf diese Fakten werden wir im nächsten Abschnitt eine Weile näher eingehen.

 

KAPITEL 9 – ERSTES GESETZ DES VERHALTENS DES UNIVERSUMS

 

80. Gott wandte auf das geophysikalische System das erste der Gesetze an, die das Verhalten des Universums regeln: die Umwandlung von Gravitationsenergie in Licht und Wärme. Da dieses erste Gesetz das allgemeine Prinzip ist, auf dem Gott die Architektur der Himmel errichtet hat, bleibt die Geometrie unseres Universums dank seiner Manifestation im lokalen Raum über die Zeit hinweg konstant. Ich weiß, dass es etwas voreilig ist, eine so kühne Behauptung aufzustellen, doch im weiteren Verlauf wird sich das Bild, das die dargelegten Ergebnisse unserem Verstand vermitteln wollen, immer weiter entfalten, bis sich die ganze Pracht ihrer Schönheit in allen Farben offenbart.

81. Vor diesem Hintergrund führt uns die Anwendung des ersten Gesetzes aus der Gruppe der Gesetze, die die Physik der Himmel regeln, auf das geophysikalische System dazu, uns für die Reaktionen zu interessieren, die Sternkörper mit unterschiedlichen Eigenschaften angesichts desselben äußeren Faktors auslösen, wie beispielsweise das Eindringen eines Energiestroms in das Innere ihres Systems, etwa in Form einer intergalaktischen Gravitationsschnur, die, während er die Abgründe durchquert, die gesamte lose Materie mitreißt, die sich ihm in den Weg stellt.

82. Die Erklärungen, zu denen wir gelangen können, werden stets in diesem historischen Ereignis (der Vervielfachung der Gravitationsdichte des Erdfeldes) ihren Ausgangspunkt haben. Ihre Ableitungen führen uns dazu, die Beziehung zwischen der universellen Energie und der astrophysikalischen Materie im Rahmen der Erzeugung von Licht und Wärme zu formulieren – den beiden unmittelbarsten sichtbaren Folgen, die unsere Sinne erreichen. Wenn ich von Lichtentstehung spreche, ist damit das gesamte Spektrum der Sternstrahlung als Wurzel der kosmischen Energie gemeint. Die Bedeutung dieses Verhältnisses zwischen Gravitationsenergie und Sternmaterie wird in den folgenden Kapiteln aufgezeigt werden. Vorerst werde ich mich auf die Fakten beschränken und stets die Vervielfachung der ursprünglichen Dichte des Gravitationsfeldes als Ausgangspunkt dieser Neuen Kosmologie betrachten.

83. Wir haben beobachtet (und dies geschah, weil aus den Endwirkungen auf ihre ursprüngliche Ursache geschlossen wurde), dass sich bei einer Verdopplung der astrophysikalischen kubischen Dichte, d. h. der in einem Gravitationsfeld vorhandenen Energiemenge – im Falle eines Planeten, genauer gesagt der Erde –, die Wärmeabgabe des astrophysikalischen Transformators um diesen Faktor vervielfacht.

Würden wir von einem stellaren Transformator sprechen, würde sich die erste sichtbare Folge in der Intensität des erzeugten Lichts zeigen.

In dem Fall, den unser Schöpfer uns vor Augen führt, ist die Wärme die direkte Folge, die sich aus der Beschaffenheit des Transformators ergibt, an dem Gott gewirkt hat.

(Das Spektrum astrophysikalischer Wandler übersteigt unsere Vorstellungskraft. Innerhalb des Horizonts, der sich vor uns auftut, ist anzunehmen, dass dieses Spektrum Quellen von Gammastrahlen, Röntgenstrahlen und Strahlen von für unser begrenztes Verständnis des Kosmos undefinierbarer Natur umfasst. Und schließlich: Wie könnte man es wagen, dem Unendlichen Grenzen zu setzen!).

84. Die Fragen lauten: Was würde geschehen, wenn nicht Gott den Prozess der Umwandlung der Energie eines astrophysikalischen Systems in Licht und Wärme kontrollieren würde, sondern wir uns an den Grenzen des Himmels befänden und ein Doppel- oder Mehrfachsternsystem aus irgendeinem äußeren Grund eine außer Kontrolle geratene Vermehrung der Dichte seines Gravitationsfeldes erleiden würde? Und umgekehrt: Was würde passieren, wenn die Geschwindigkeit der Umwandlung des Gravitationsfeldes in Licht oder eine andere Art von Strahlungsquelle das Tempo des Energietransfers von einem System zum anderen übersteigen würde? Müssten wir dann nicht anfangen, unsere Hypothesen über den Ursprung von Noven und Supernovae zu korrigieren?

85. Hier ist noch eine Frage: Sind die Schwankungen in der Lichtintensität der Sterne und die Variationen ihrer Umlaufperioden und -zyklen nicht ein Appell an unseren Verstand, mit der Absicht, unseren Geist dafür zu öffnen, das Universum als einen Ozean aus Energie zu erkennen, auf dessen Gewässern die Materie schwebt?

Ist es nicht wunderbar merkwürdig, dass Gott, als er von sich selbst sprach und sich an jene Tage erinnerte, uns davon erzählte und sagte: „der über der Oberfläche der Wasser schwebte“?

Ich persönlich habe keinerlei Zweifel daran, dass das universelle Gravitationsfeld mit einem Ozean aus Energie gleichzusetzen ist, in dem Strömungen stattfinden, die als Kanäle für den Transfer der Schwerkraft von einem Bereich zum anderen fungieren, wobei Gott durch dieses Bewässerungssystem die Geometrie seiner Schöpfung in einem perfekten Gleichgewicht hält.

 Die Frage, die ich zuvor aufgeworfen habe, betrifft jedoch die Beziehung unseres Universums – unserer Galaxie – zum äußeren Kosmos, zum Reich der Galaxien.

86. Die Frage lautete: Was geschieht, wenn eine überlokale Strömung wie ein Wirbelsturm in den Randbereich unseres Himmels eindringt und ein Gebiet aus dem Gleichgewicht bringt, sei es durch die Vermehrung der gesamten vorhandenen Energie oder durch die augenblickliche Beschleunigung der Arbeitsumdrehungen der astrophysikalischen Materie?

Mit dieser Darstellung soll der Effekt der beschleunigten Rotation wiedergegeben werden, den die Erde erlebte, als Gott die Dichte ihres Gravitationsfeldes vervielfachte – ein Effekt, aus dem wir ein Gesetz der direkten Regelmäßigkeit zwischen dem Prozess der Wärmeerzeugung und der Rotationsgeschwindigkeit des astrophysikalischen Transformators ableiten.

Diese Idee führt uns zu der Erkenntnis, dass, wenn ein Stern in eine augenblickliche beschleunigte Rotation versetzt wird, dieser Effekt folgendermaßen ablaufen muss: die Entstehung einer Nova oder einer Supernova, falls es sich bei dem von der augenblicklichen Vervielfachung seiner Arbeitsumdrehungen betroffenen Körper um ein Mehrfachsystem handelt.

Zu gegebener Zeit werden wir uns auch damit beschäftigen, diesen Entstehungsprozess von Noven und Supernovae genauer zu untersuchen.

 

KAPITEL 10 – UND DAS WORT IST GOTT

 

87. Und nun nehmen wir den Faden wieder auf, den unser Schöpfer vor uns ausgebreitet hat, der zwar schon immer da war, den Er aber in Seiner Allwissenheit in der Finsternis liegen ließ, bis die Intelligenz unserer Zivilisation ihre Ohren für die Sprache der Schöpfungswissenschaft öffnete. Vor diesem Hintergrund lässt sich die chronologische Zusammenfassung der historischen Ereignisse, in denen Gott an jenem Ersten Tag die Hauptrolle spielte, wie folgt darstellen:

A: Vervielfachung der Dichte des Erdgravitationsfeldes. (Diese Frage der Vervielfachung des Energievolumens eines bestimmten astrophysikalischen Systems durch Gott – eine Frage, die der Schöpfung selbst zugrunde liegt – haben wir gelöst, indem wir die Natur des Schöpfers selbst berücksichtigt haben, eine Natur, die es ihm ermöglicht, die grundlegende Energiequelle zu sein, aus der der kosmische Ozean schöpft).

B: Vertikaler Anstieg der Arbeitsfrequenz des geophysikalischen Zentraltransformators. (Die Existenz einer angeborenen Entsprechung zwischen Gravitationsdichte und Sternrotation bildet die Grundlage für das Licht und seine Intensität.)

C: Verschmelzung des Mantels und vulkanische Verflüssigung der Primärkruste. (Ich verzichte auf jeglichen Kommentar hierzu, da ich den Zusammenhang zwischen der genannten ursprünglichen Ursache und den dargelegten Endwirkungen der natürlichen Intelligenz des Lesers anvertraut habe.)

D: Entstehung der „klassischen“ Ur-Atmosphäre. (Wenn ich von „klassisch“ spreche, meine ich die typische planetarische Atmosphäre – dünn, chaotisch –, wie wir sie auf den anderen Planeten unseres Sonnensystems vorfinden.)

E: Abkühlung des Kerns und Verfestigung der sekundären oder lithosphärischen Kruste.

(Dies war der Ursprung der sekundären Kruste. Auf ihr und während der Abkühlung wirkte Gott mit Blick auf die Bildung des autonomen ökosphärischen Substrats, über das ich noch nichts gesagt habe, über das aber noch etwas gesagt werden wird. Kurz gesagt, da sind die ozeanischen Rücken als Beweise für die von Gott in Gang gesetzten Zugkräfte, aus deren Verfestigung sich der Moment ergibt, in dem Gott die Geografie der Kontinente gestaltete.

Die elementarste Logik setzt sich durch und geht davon aus, dass ein halbflüssiger Zustand der perfekte Moment ist, um einen Teil der Materie von der Oberfläche des halbfesten Körpers zu entfernen, so wie es jemand tut, der mit Ton arbeitet und die entstandene Figur anschließend dem Brennofen aussetzt. In diesem Fall übernahm der beschleunigte Erstarrungsprozess, den die sekundäre Erdkruste in Gang gesetzt hatte, die Funktion des Brennofens.

Warum Gott die atlantische Hemisphäre aufgeschnitten hat, ist Teil der geophysikalischen Architektur, die der Schöpfung der biosphärischen Ebene zugrunde liegt, worüber wir gleich das Nötige sagen werden.

Tatsache ist, dass die Zugkräfte, die den Atlantikanal schufen und zur Entstehung der ozeanischen Rücken führten, beim Erstarren der lithosphärischen Schicht ihre Spuren hinterließen. Und dort sind sie als Zeugnis für die Existenz der schöpferischen Aktivität, die an den Kontinentalplattformen wirkt.

Ich möchte mich nicht dazu äußern, inwiefern diese Schöpfung die Theorie der Plattentektonik beeinflusst. Neben der Theorie der Biosphärenebene werde ich einen weiteren Beweis gegen das geophysikalische Modell vorbringen, das das 20. Jahrhundert als Norm durchgesetzt hat.

F: Sublimation der Ur-Atmosphäre. (Ich sagte, als die Lithosphäre die Ur-Atmosphäre vom Kern isolierte: Durch den Temperaturabfall gezwungenermaßen gefror die Atmosphäre, sublimierte, und das Endergebnis war ihre Umwandlung in einen Eismantel, der – wie zuvor das Lavameer – die Kugel der Erde vom Nordpol zum Südpol, von Ost nach West bedeckte.)

88. Dieser Eismantel, der den Planeten am Nachmittag jenes Tages umhüllte, war das Licht, das aus den Lippen unseres Schöpfers kam, als er sprach: „Es werde Licht.“

 Und so geschah es. Und so war es.

Das Gegenteil wäre absurd gewesen.

Der kartesische Zweifel als Methode zur Beziehung zwischen der Intelligenz des Schöpfers und der des Geschöpfes ist keine Methode, sondern eine Trennmauer, ein Zaun, der die Möglichkeiten und Fähigkeiten der Wissenschaft einschränkt, in Richtung der schöpferischen Allwissenheit zu wachsen.

Wenn ich unter Allmacht zuvor die schöpferische Fähigkeit verstanden habe, die Dauer eines Prozesses auf das mögliche Minimum zu reduzieren, so verstehe ich unter Allwissenheit nun die Herrschaft, die Gott in seiner Weisheit über alle Wissenschaften der Materie, des Raums, der Zeit und der Energie ausübt. Und dabei schließe ich in diese Liste Wissenschaften ein, die in verschiedenen Universen wirken, über die wir nichts sagen können, außer dass wir ihr unendliches Wissen bestaunen.

 

KAPITEL 11 – DIE SCHÖPFUNG DES FIRMAMENTS

 

89. Wenn man also den Zustand der Erde am Ende des Ersten Tages vor Augen hat – den geophysikalischen Globus, der von jenem Eismantel umhüllt war, den sein Schöpfer „das Licht“ nennt –, bot sich aus der Ferne der Anblick unseres Planeten als eine riesige Eiskugel, die im Abgrund schwebte, wie der Anblick eines gewaltigen kosmischen Eies, das in der Finsternis geboren wurde.

 Die nächste geohistorische Abfolge, die Gott im Sinn hatte, war die folgende:

90. Die Verschiebung der Erde von ihrer Ursprungsregion an ihren endgültigen Platz im Himmel.

(Die Lokalisierung der Ursprungsregion unserer Erde wird ein Problem sein, das in den kommenden Kapiteln gelöst werden muss. Die Notwendigkeit, den Leser vor der Skepsis zu warnen, die diese Lokalisierung hervorrufen wird, legt mir dies nahe. Auch dieser Herausforderung werde ich mich mit Eleganz und Gelassenheit stellen.)

91. Einbringen der Erde in das Sonnensystem und Einordnung in ihre dritte Umlaufbahn.

92. Sublimation des Eismantels. (Unter Sublimation des Eises versteht man den Übergang der Materie vom festen in den gasförmigen Zustand, ohne den flüssigen Zustand zu durchlaufen. In diesem Fall wäre es der umgekehrte Vorgang zur Sublimation von Gasen.

Wenn wir am gestrigen Tag gesehen haben, wie Gott es geschafft hat, die Temperatur des Globus bis zum kritischen Sublimationspunkt seiner Atmosphäre zu senken, werden wir an diesem neuen Tag den umgekehrten Prozess betrachten. Mein Rat ist, die Augen des Verstandes zu öffnen und sich darauf vorzubereiten, Wunder zu begreifen. Und wie immer: Sollte der eine oder andere Einwand auftauchen, braucht man sich keine allzu großen Sorgen zu machen, alles wird sich lösen.)

93. Zerbrechen des Eismantels in zwei Blöcke und Rückzug zu den geografischen Polen. (Dieser Rückzug der beiden Eisblöcke zu den Polkappen ist eine geohistorische Epoche, die die klassische Geologie – ausgehend von einer anderen Perspektive – in das Bewusstsein aller eingeprägt hat.

Ich erinnere hier daran, dass die Wissenschaft das ABC der Sprache der Schöpfung ist. Das andere – nämlich der Versuch, das Universum und seine Geschichte nach dem Maßstab der Allmacht der menschlichen Vernunft zu formen – ist eine Übung in Eitelkeit, zu der ich mich jetzt nicht äußern werde.

Sowohl die Wissenschaft als auch die Theologie sind bis heute der Knechtschaft unterworfen geblieben, die die Notwendigkeit des Sündenfalls auferlegt hat. Wir sollten die Theorien und intellektuellen Standpunkte, die sowohl der Glaube als auch die Vernunft durchlaufen haben, nicht von einer Tribüne der Anklage und Verurteilung aus analysieren. Wären wir möglicherweise in die Fußstapfen eines unserer Vorfahren getreten, hätten wir genau das getan, was sie taten. An diesem Tag der Freude wollen wir also nicht ernst werden).

94. Entstehung des Ozeans und Bildung der biosphärischen Atmosphäre. (Diese Atmosphäre ist das Firmament im Wort des zweiten Tages. Gleich tauchen wir in ihre geohistorische Abfolge ein. Bevor die Morgendämmerung dieses zweiten Tages anbricht und die Geschichte uns einen Schritt näher rückt, halte ich es für keine schlechte Idee, über den Ort nachzudenken, an dem Gott das Licht schuf. Ich weiß schon, dass sich so mancher die Hände über den Kopf schlagen und sprachlos sein wird. Nun, man muss nur das Evangelium aufschlagen und sehen, was sein Sohn tat, um über diese Überraschung zu staunen).

 

 

DRITTER TEIL

DIE SCHÖPFUNG DER LEITER DER NATURELEMENTE

 

KAPITEL 12 – ÜBER DIE FINSTERNIS

 

95. Der biblische Text lügt nicht. Am vierten Tag der Genesis wird uns gesagt, dass Gott die Sterne schuf, um das Licht von der Finsternis zu trennen. Ich zitiere:

„Und so geschah es. Gott schuf die beiden großen Leuchten, die größere, um über den Tag zu herrschen, und die kleinere, um über die Nacht zu herrschen, sowie die Sterne; und er setzte sie an das Himmelsgewölbe, damit sie die Erde erleuchten und über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis trennen.“

Wer hat diesen Text nicht schon einmal gelesen?:

„Gott schuf die Sterne und setzte sie an das Himmelsgewölbe, um das Licht von der Finsternis zu trennen.“

Der Verfasser der Genesis sagt uns zunächst, dass Gott das Licht schuf, und erklärt uns gleich darauf, dass er das Licht, nachdem es geschaffen war, von der Finsternis trennte.

96. Nun, die Optionen, die uns geboten werden, sind, wie sie sind, und lassen keinen Spielraum zu. Gott schuf das Licht, trennte es dann von der Finsternis und schuf die Sterne, um das Licht von der Finsternis zu trennen. Die Frage ist, was nun passieren würde, wenn wir an die Stelle, an der Mose „Licht“ schrieb, den „Eismantel“ setzen würden, dessen Entstehung wir verfolgt haben.

Wird die Stimmung langsam heißer?

Wie wäre es, wenn wir Bleistift und Papier zur Hand nehmen und ein paar Linien ziehen?

Wir zeichnen einen Kreis in eine Ecke des Papiers und nennen ihn Erde.

Auf der gegenüberliegenden Seite zeichnen wir einen weiteren Kreis und nennen ihn „Finsternis“.

Nun zeichnen wir in der Mitte eine Trennmauer zwischen Erde und Finsternis, die wir „Sterne“ nennen.

Das ist das Bild, das sich ergibt, wenn wir die Erde dort platzieren, wo Moses das Licht platzierte. Und tatsächlich sehen wir, wenn wir zum Himmel blicken, dass die Himmel als Trennmauer zwischen der Erde und dem äußeren Kosmos fungieren.

97. Fazit: Wenn Gott das Licht schuf und es von der Finsternis trennte … dann befand sich die Erde zu jenem Zeitpunkt in jenem Bereich, von dem sie heute durch die Sterne getrennt ist. Oder, was auf dasselbe hinausläuft: Bevor er das Licht schuf, befand sich die Erde inmitten der Finsternis.

98. Ich verstehe, dass diese einfache Art, Logik zu entwickeln, dem Leser als eine finstere Kunst erscheint, die Dinge noch weiter zu verkomplizieren. Tatsache ist jedoch, dass ich, so sehr ich es auch versuche, diese Komplikation nicht erkennen kann, und vielleicht wage ich mich deshalb an die Nachstellung der geohistorischen Ereignisse, ohne an die Meinung der Jahrhunderte zu denken. In der Stunde der Wahrheit, die uns hier interessiert, lautet die Frage: Wo, in welcher Region des Weltraums, befindet sich jene Finsternis, die die Oberfläche des Abgrunds bedeckte, als Gott sprach: „Es werde Licht.“

99. Die Offenbarung beschränkt sich darauf, uns über die astronomische Entfernung zu informieren, die Gott zwischen der Finsternis und dem Licht geschaffen hat. Sie nennt weder Zahlen noch intergalaktische Koordinaten. Sie sagt uns, dass Gott die Erde erschuf und zwischen der Erde und seinem Ursprungsort die Himmel schuf. Eine wunderbare und revolutionäre Übersetzung, die uns in unseren Sitzen festnagelt und uns genau dort platziert, wo unser Schöpfer uns sehen wollte: inmitten der Finsternis und mit dem Blick auf die Himmel gerichtet. Was nützt es uns also, mit den Füßen auf dem Boden zu stehen, wenn am Ende doch derjenige, der mit dem Kopf in den Wolken schwebt, die Dinge am besten sieht?

100. Eine zusätzliche Frage drängt sich auf.

Hat Gott die Sterne geschaffen, um die Erde von ihrem Ursprungsgebiet zu trennen, ohne anderen Grund als den, den Tierkreis an die Himmelskuppel zu zeichnen?

Oder hat er dem Himmel aus einem anderen Grund galaktische Ausmaße verliehen?

Eine bejahende Antwort würde die Behauptung eines historischen Unmöglichen bedeuten, nämlich nichts Geringeres, als dass ein Mensch vor dreieinhalbtausend Jahren, ohne jemals den Kosmos beobachtet zu haben, begriffen hätte, dass unser Universum eine Galaxie im Herzen eines Ozeans aus sich bewegenden Galaxien ist – weshalb Gott unserem Himmel seine heutigen astronomischen Ausmaße verlieh.

 

KAPITEL 13 – DIE LEITER DER NATÜRLICHEN ELEMENTE

 

101. Aber fahren wir fort.

Nachdem das Licht erschaffen worden war (ein Vorgang, den wir entlang der Zeitachse beschrieben haben, mit der Gott seit seiner Genesis die Wissenschaft aller Zeiten herausgefordert hat, und auf der wir zur Verschmelzung der Primärkruste und zur Sublimation der daraus resultierenden Uratmosphäre gelangt sind, in der Gott den Eismantel schuf, der am Morgen des ersten Tages die Kugelform des Planeten Erde bedeckte, und ohne die mechanischen Vorgänge zu beurteilen, da es sich um ein natürliches Phänomen handelt: Verschmelzung der Urkruste und Sublimation der Uratmosphäre), ließen wir das Thema der Offenbarung ein wenig in der Schwebe, bis sich die Gelegenheit bot, wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen.

102. Und ohne weiter ins Detail zu gehen, kehrten wir zum Text zurück; beim Lesen seiner Zeilen waren wir uns einig, dass die Definition des Schöpferwortes, durch dessen Identität es das Land der Metaphern, Übertreibungen, Mythen und anderer legendärer Wesen verlässt, aus „dem Licht“ einen Schlüssel von Champollion machte, mit dessen Hilfe die Offenbarung entgegen aller bis heute vertretenen theologischen oder wissenschaftlichen Meinungen interpretiert wird, indem gesagt wird, dass Gott die Erde von ihrem Ursprungsort trennte und sie in die Himmel einführte – eine Schlussfolgerung, die sich aus dem Text ableiten lässt: „Und Gott sah, dass das Licht gut war, und trennte es von der Finsternis“ – eine Aussage, die mich im Lichte dieser Auslegung dazu bringt, den Mut des menschlichen Autors zu bewundern, der es wagte, ohne wissenschaftliche Grundlage eine solche Trennung von Licht und Finsternis durch die Hand Gottes selbst zu bekennen, der die Erde und den Himmel erschaffen hatte.

Die Unwissenheit Moses’ ist genau der Ort, an dem die Weisheit dessen liegt, der ihm den Text diktierte, und durch sein Schweigen wurde sein Schreiber zum weisesten Mann seiner Zeit. In einem Abschnitt, der der Unwissenheit Moses’ als Schreiber Gottes gewidmet ist, werden wir auf das Thema der Allwissenheit des Herrn zurückkommen, der ihm die Schöpfungsgeschichte des Universums diktierte. Wie könnte es auch anders sein? Oder hat für uns nicht alles damit begonnen, als die Erde erschaffen wurde?

103. Wir wissen bereits, dass man da draußen sagt, die wahre Geschichte des Menschen reiche sogar bis vor die Existenz der Erde zurück. Nun ist aber weder die Existenz des Menschen für den Kosmos von entscheidender Bedeutung, noch ist die Kenntnis der Struktur der Galaxien für die Existenz des Menschen lebenswichtig. Wenn also der Mensch nicht existieren würde, wäre der Kosmos weiterhin dort, wo er ist, und würde seinen Weg gehen, und wenn der Mensch die Struktur des Kosmos nicht kennen würde, würde er deshalb dennoch nicht aufhören, das zu sein, was er ist.

Das soll nicht heißen, dass die Erkenntnis des Universums für uns keinen spezifischen existenziellen Wert habe; vielmehr soll damit deutlich gemacht werden, dass die Erkenntnis, die für den Menschen als Wesen von lebenswichtiger Bedeutung ist, die Erkenntnis Gottes ist; und da in Gott der Schöpfer liegt, gehört die Wissenschaft der Schöpfung natürlich dazu, um es bildlich auszudrücken.

104. Manch einer wird sich fragen, warum Gott dann die Erinnerung an die Schöpfung der Erde und der Himmel im Schweigen gehalten und den Schöpfer in Gott vom Herrn getrennt hat. Eine Haltung, die Gott in Christus einnahm, indem Er den Glauben und die Intelligenz wie zwei Arme an einem einzigen Körper vereinte, die dazu geboren sind, demselben Willen zu gehorchen, wobei jedoch die Bewegung jedes Arms dem Gedanken des Kopfes unterworfen ist, unter dessen Impulsen sich der gesamte Körper bewegt.

 Und ich werde diese einfache Frage beantworten, indem ich bekräftige, dass es in Wahrheit so gewesen ist.

Gleichzeitig werde ich bestreiten, dass Gott von Anfang an die Erkenntnis des Schöpfers in sich selbst nach diesem Wachstumsmuster unter den Bedingungen der Erkenntnis von Gut und Böse vorgesehen hätte. Was geschehen ist, ist geschehen, und es gibt kein Zurück mehr. Und weil es geschah, erlitt die Bildung der Intelligenz nach dem Ebenbild und Gleichnis der unseres Schöpfers im Laufe der Entwicklung einen Rückschlag, der Gott tatsächlich dazu zwang, der Erkenntnis der Wissenschaft der Schöpfung die Erkenntnis vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse voranzustellen, dessen Frucht, wie wir wissen, der Krieg ist.

105. Ich weiß nicht, ob derjenige, der diese Zeilen liest, die Gesetze dieser Wissenschaft begriffen hat. Ich für meinen Teil glaube, dass die Struktur dieser Frucht verstanden wurde, und aus der Erkenntnis, die aus der Erfahrung stammt, kann ich niederschreiben, was mit der Erkenntnis, die aus der Theorie stammt, in der Sprache des Ersten Menschen Gestalt annahm, nämlich: „Verflucht sei jeder, der von dieser Frucht isst, und verflucht sei derjenige, der von der Frucht des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen gibt.“

Ein abschließendes Bekenntnis, das mich zu dem Punkt zurückführt, von dem aus wir diese kleine Reise begonnen haben, als wir über die Trennung des Lichts sprachen, die Gott vollzog, nachdem er es in der Finsternis erschaffen hatte. Als ich darüber schrieb, sagte ich, dass, solange die Unwissenheit ihr Gesetz hatte, die Unmöglichkeit, in ihren Inhalt einzudringen, die einen – die Theologen – und die anderen – die Wissenschaftler – dazu veranlasste, Gott seine Genesis zurückzugeben, eingehüllt in das Papier der Metaphern und Mythen.

Doch nachdem das Licht durch den Eismantel übersetzt worden war, der am Ende des ersten Tages die Erdoberfläche bedeckte – ein Eismantel, der durch die Sublimation der Uratmosphäre entstanden war, die aus der Verschmelzung der Urkruste hervorgegangen war –, bleibt uns nichts anderes übrig, als das Papier der theologischen Tradition und der Kosmologie des 20. Jahrhunderts in Brand zu setzen, die Asche wegzublasen, den Tisch abzuräumen und auf der Grundlage der Informationen, die Gott uns in seinem Buch schenkt, erneut an die Arbeit zu gehen.

Vielleicht werde ich in einem anderen Abschnitt auf dieses Thema zurückkommen, und vielleicht habe ich es bereits in einem früheren Abschnitt getan.

Das spielt keine Rolle.

Und ich sage das nicht, weil ich zu denen gehöre, die glauben, dass eine Wahrheit umso wahrer oder weniger wahr ist, je öfter der Hammer auf den Kopf des jeweiligen Dummkopfs fällt. Ich sage das in der Überzeugung, dass das Leben ein Gedanke ist, der sich ausgehend von universellen Wurzeln selbst erschafft, und nicht, weil ein Traum durch häufiges Träumen an Bedeutung gewinnt oder weil der Körper, wenn er aufhört zu träumen, den Nutzen verliert, den ihm die nächtliche Ruhe verschafft.

Ganz und gar nicht!

106. Denn die Bedeutungslosigkeit des Menschen für den Kosmos ist eine Tatsache; die Wahrheit existiert an sich, auch wenn es niemanden im Universum gäbe. Ich könnte jetzt sofort aufhören zu existieren, aber die Wahrheit war vor mir da und wird ohne mich weiterbestehen.

107. Was meine Gewohnheit betrifft, immer wieder auf einen bestimmten Punkt zurückzukommen – der heute der eine und morgen ein anderer sein kann –, so ist dies eher dem Bedürfnis geschuldet, einen gemeinsamen Bezugspunkt zwischen Autor und Leser aufrechtzuerhalten.

Aus Gewohnheit neigt der Essayist dazu, sich in seinen Gedanken zu verlieren, und der Leser dazu, sich an einer konkreten Idee festzuhalten.

Und da der vorliegende Fall von solcher Komplexität ist, so sehr ich ihn auch mit dem Tuch der Einfachheit überziehen möchte, bleibt doch die Tatsache bestehen, dass das Verweisen von Kosmologie und Theologie – unter Berücksichtigung ihrer Haltung gegenüber der Genesis des Mose – vom Arbeitstisch, auf dessen Oberfläche sich der Geist der Intelligenz Gottes in diesem 21. Jahrhundert bewegt, einen Akt voraussetzt, der eher der Kunst als der Wissenschaft verwandt ist, vorausgesetzt, dass Schreiben eine Kunst ist und es Kunst ist, dem Gedanken Ausdruck zu verleihen; etwas, dem ich persönlich zustimme und was ich von den Philosophen und Helden der Revolutionen des zweiten Jahrtausends ableite, wobei die Ersteren ihre Federn mit der Kunst des Polemikers und die Letzteren ihre Schwerter mit der Kunst der Philosophen schärften.

Die beiden Male, als diese Verbindung Früchte trug, brachte sie zwei Ereignisse von ewiger Bedeutung hervor: die Französische Revolution und die Russische Revolution.

108. Das Problem liegt also nicht im Wort, sondern in der Anwendung der Kunst seiner Wissenschaft. In diesem Fall ist die Wahrheit, nicht die Macht, der Anfang und das Ende. Und daher ist die menschliche Meinung Staub auf dem Tisch, da der Mensch vergänglich und die Wahrheit ewig ist. Dessen Oberfläche haben wir freigeräumt, um die Erde an ihren Platz zu setzen an dem Tag, an dem Gott das Licht schuf, und nachdem es geschaffen war: „trennte er es von der Finsternis“.

109. Um nun zum Punkt der Wiederherstellung zurückzukommen, möchte ich sagen, dass jeder, der zwei Augen im Gesicht hat, erkennen wird: Nachdem das Licht in der Finsternis geschaffen worden war, befand sich die Erde – wobei das Licht der Eismantel war, der am Ende des ersten Tages ihre Oberfläche bedeckte – in der Finsternis.

Von dieser Region trennte Gott es, nachdem das Licht geschaffen war, d. h. den Eismantel, der am Ende des ersten Tages die Kugel der Erde bedeckte, wie es seit dreitausendfünfhundert Jahren geschrieben steht: „Und Gott sah, dass das Licht gut war, und er trennte es von der Finsternis.“

Wenn er es trennte, dann deshalb, weil es da war. Und wenn Gott danach die Sterne schuf, um das Licht von der Finsternis zu trennen, wie es am vierten Tag zu lesen ist: „Gott machte die beiden großen Leuchtkörper, den größeren, um über den Tag zu herrschen, und den kleineren, um über die Nacht zu herrschen, sowie die Sterne; und er setzte sie an das Firmament der Himmel, damit sie die Erde erleuchten, über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis trennen.“

110. Wenn wir also in dieser Zeile der Hieroglyphe des Mose „Licht“ mit „Eismantel“ übersetzen, ergibt sich, dass sich die Erde in einer Region außerhalb der Himmel befand. Eine umwerfende und erstaunliche Übersetzung, die – wäre es nicht so, dass Gott selbst sie verfasst hat und sein Schreiber sie mit dem Stab der Herrschaft niederschrieb, den er zur Trennung der Wasser des Roten Meeres benutzte – unseren Verstand in die Welt der Außerirdischen treiben würde, und wo ich C für Kosmologie setze, müsste ich F für Fantasie setzen.

Nachdem dies nun feststeht – denn es verdient es, festgehalten zu werden –, und da die Tür nun offen ist, treten wir ein.

111. Wie Gott diesen Wechsel von einem Bereich des allgemeinen Raums in den Bereich bewirkte, in dem sie sich heute befindet, darüber hat der Autor nichts gesagt. Er hat auch nichts über die spezifische Beschaffenheit des Ursprungsbereichs gesagt, in dem Gott die Erde erschuf. Auch ich werde an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen. Wenn es dieser Kosmologie zuträglich ist, werden wir den Schleier lüften. Es reicht vorerst aus, anzunehmen, dass Gott die Erde außerhalb unserer Himmel, jenseits der Sternbilder unserer Galaxie, im von Finsternis bedeckten Abgrund erschuf.

112. Um auf das Thema der Entstehung der sekundären Erdkruste und der Sublimation der Uratmosphäre zurückzukommen: Die Tatsache, dass sich die Erde in einer Region befand, in der der absolute Nullpunkt herrschte, war der Beschleuniger, den Gott nutzte, um den Eismantel zu erschaffen.

Wir sehen, dass die Atmosphäre des Mars, da er weiter entfernt war, nicht denselben Sublimationsprozess durchlief wie die der Erde. Die Einzigartigkeit, die die Biosphäre unter den Planeten ausmacht, zeugt von der Existenz einer besonderen geohistorischen Periode, die – so unglaublich es uns auch erscheinen mag – durch die Offenbarung offenbar wird, wenn Gott erklärt, dass die Einzigartigkeit der Biosphäre dem Ursprungsgebiet, in dem Er sie erschuf, folgt und eine Antwort darauf ist. Eine spontane Feststellung, die uns unmittelbar zum Problem der Macht des Schöpfers des Universums führt. Denn wenn der Schöpfungsprozess der Biosphäre, intellektuell betrachtet, in der dargelegten Abfolge seine wissenschaftliche Natur offenbart, so betrifft der unüberwindbare Einwand die Natur jenes Wesens, das nicht nur darüber nachdenkt, wie die Dinge zu tun sind, sondern zudem über unendliche Macht verfügt, um sie auszuführen.

113. Ich weiß nicht, ob ich es bereits gesagt habe, aber falls nicht, sage ich es jetzt: Macht ohne Intelligenz erfüllt nicht das Erfordernis, das die Transformation der Wirklichkeit verlangt; und umgekehrt bleibt Intelligenz ohne Macht in Träumen, in Fantasien, in Antworten, die der Wind davonträgt.

In diesem Fall, da wir durch die Theologie Gott und durch die Wissenschaft das Universum kennen, müssen wir nur noch beides zu einer neuen Wissenschaft verschmelzen, der Wissenschaft der Schöpfung, und ihren Gesetzen und Prinzipien folgen.

In diesem Fall wusste Gott, dass sich das Volumen einer Atmosphäre, die einer Region ausgesetzt ist, in der der absolute Nullpunkt herrscht, sublimieren und zur Entstehung eines Eisblocks führen würde, und da er dazu in der Lage war, tat er es.

Und er nannte den Eismantel „Licht“.

114. Doch die Einbindung der Erde in die Himmel bereitete Gott vor, noch bevor Er den Mund öffnete und die Schöpfungssequenz des Lichts in Gang setzte. Es war kein Zufall, dass Gott ein Sternensystem mit planetarischen Eigenschaften fand, die mit der Erde kompatibel waren. Bevor Er in den Ozean der Milchstraßenkonstellationen eintauchte, wusste Gott, wonach Er suchte, wo sich das Gesuchte befand und welche Eigenschaften das von Ihm gesuchte Sonnensystem aufwies. Und Er wusste es, weil Er selbst dessen planetarische Struktur so gestaltete, dass keine Ablehnung gegenüber der Einbindung der Erde in das Sonnengefüge hervorgerufen würde.

115. Die Genesis geht von einer bereits bestehenden Grundlage aus: Die Erde und die Himmel waren bereits erschaffen, und auf ihrer Oberfläche haben wir uns auf die Reise begeben. Wir hätten diese Reise damit beginnen können, in die Tiefen der Zeit einzutauchen, aber ich habe es vorgezogen, dem von Gott im Voraus festgelegten Weg zu folgen, unter anderem, weil Er das Terrain besser kennt als wir. Zu gegebener Zeit werde ich mich daran wagen, die Entstehung des Sonnensystems nachzuzeichnen. Bis es soweit ist, müssen wir die grundlegenden Gesetze auf den Tisch legen, die für das Verständnis einer für uns so interessanten systemologischen Abfolge notwendig sind.

116. Die Einbindung der Erde in das Sonnensystem – so selbstverständlich sie demjenigen auch erscheinen mag, der die Göttlichkeit mit der Macht assoziiert, einfach nur den Mund aufzumachen und schon sei alles erledigt – erforderte also die Lösung einer Flut komplexer Gleichungen, voller Unbekannter und zu berücksichtigender Faktoren. Wie jedes andere System im Universum kann auch das Sonnensystem die Einbindung eines neuen Elements nicht akzeptieren, ohne selbst eine Zustandsänderung zu durchlaufen. In Anbetracht dieser einfachen universellen Regel für die Integration astrophysikalischer Körper in komplexe Systeme stellte Gott sicher, dass es unmöglich war, dass das Sonnensystem als Reaktion auf die Einbindung der Erde in seine Struktur eine Ablehnung oder zerstörerische Störung erfahren würde, indem er Sonne, Erde und Mond mit demselben Ursprung in Raum und Zeit schuf.

117. Nachdem die Sonne und die Planeten mit ihren Monden und Ringen erschaffen waren, schritt Gott zur Isolierung der Erde, der Wurzel der Verwirrung, auf die sich der Text bezieht, um – wie wir bereits gesehen haben – nach der Erschaffung des Lichts die Erde und die Sonne wieder zu vereinen; um diesen Moment kreisen unsere Überlegungen in diesem Abschnitt. Diese Integration folgte einem bestimmten Weg. Und auf diesem Weg musste die Eisschicht ihren eigenen Weg zur Umwandlung in Luft und Wasser einschlagen. Die Beschreibung dieses Weges ist das Ziel, das wir uns im nächsten Abschnitt vornehmen werden.

118. Und schließlich machte sich die Folge des Eintritts der Erde in die boreale Bahn (das Tor, durch das die Erde in das elektrische Feld der Sonne eintrat) auf der Oberfläche des Eismantels bemerkbar. Die Tatsache, dass die Erde über diese boreale Bahn in ihre biosphärische Umlaufbahn gelangte, hatte komplexere Ursachen, als wir hier behandeln wollen. Wenden wir uns vorerst dem Schmelzen des Eismantels und den physikalischen Folgen seiner Beschleunigung bis zum maximalen kritischen Punkt im Verlauf dieses Prozesses zu. Ein augenblicklicher Anstieg, den Gott anstrebte, als er der Erde den Zugang über die boreale Bahn gewährte.

119. Tatsache ist, dass Gott durch die Führung der Erde auf die boreale Sonnenbahn den Auftauprozess der Eisdecke auf die maximal zulässige Geschwindigkeit beschleunigte und dasselbe auch mit der daraus resultierenden Verdampfung des entstehenden Produkts tat.

Das Zusammenspiel der Kräfte, durch das sich das Schmelzen des Eismantels auf sein mögliches Maximum beschleunigte, verbindet klassische mit revolutionären Kräften und verweist auf jene schwer fassbare Quantenkosmologie als Ursprung aller Prozesse der Entstehung astrophysikalischer Materie und elektromagnetischer Energien.

Je näher sich Erde und Sonne einander näherten, desto geringer wurde der Abstand Sonne-Erde und desto intensiver verlief der Auftauprozess des Eismantels. Die Schnelligkeit dieser Annäherungsbewegung ist der Grund, warum wir von Sublimation sprechen. In diesem Sinne war die Sublimation des Eismantels eine direkte Verdampfung. Um dies so einfach wie möglich zu verstehen, können wir es mit dem Auflegen eines glühenden Eisens auf die Oberfläche eines Eisstabs vergleichen. Die Sonne fungierte als glühender Eisenstab in der Hand Gottes und die Erde als Eisstab.

Ich spreche nicht im übertragenen Sinne, wenn ich sage: Hätte Gott das Eisen unbegrenzt lange aufgelegt, hätte sich die gesamte Masse der Eisdecke in Atmosphäre verwandelt. Zumindest ist das der Eindruck, den die bis ins Unendliche reichende Ausdehnung des Themas bei uns hinterlässt. Ich würde sagen, dass es sich dabei lediglich um einen Anschein handelt und um nichts weiter. Ein Anschein, der uns dazu einlädt, einen weiteren Schritt nach vorne zu machen. Und zu versichern, dass die Stabilität des Universums im Allgemeinen und unseres Sonnensystems im Besonderen auf zwei Grundpfeilern beruht. Den ersten haben wir bereits gesehen: Es ist die Umwandlung von Energie in neue Energieformen. Der zweite ist die elektrodynamische Natur der fundamentalen kosmischen Materie.

 

KAPITEL 14 – ZWEITER GRUNDSATZ DES VERHALTENS DES UNIVERSUMS

 

120. Die Untersuchung, die Gott zum Verhalten der kosmischen Materie durchführte, führte ihn in das Reich der astrophysikalischen Elektrodynamik. Während der Forschungen über die Natur von Raum, Materie und Zeit, die Gott im Rahmen seiner Suche nach der Beherrschung der Wissenschaft der Schöpfung durchführte – was es ihm ermöglichen würde, die universelle Realität zu transformieren – beobachtete Gott, wie die Elementarmaterie trotz ihrer Transformationen und Dimensionssprünge im allgemeinen Raum die Eigenschaften ihrer atomaren Natur bewahrt.

Die Entdeckung der Erhaltung der natürlichen atomaren Eigenschaften der fundamentalen kosmischen Energie, unabhängig von der zurückgelegten Richtung, eröffnete Gott einen grenzenlosen schöpferischen Horizont. Denn so groß die Entfernungen auch sein mögen, die während des Sprungs von der mikrokosmischen zur makrokosmischen Materie zurückgelegt werden – die Natur ihrer elektrodynamischen Kräfte bleibt erhalten –, ist das Szenario, das sich der schöpferischen Intelligenz eröffnet, unbegrenzt. Mehr noch: Diese Entdeckung allein bewirkt, dass sich die Sterne und ihre systemologischen Netzwerke in Bausteine, in Blöcke, in ein Feld aus Rohmaterial verwandeln, aus dem die gesamte Masse gewonnen werden kann, die zum Errichten von Sternbildgebäuden erforderlich ist.

121. Wendet man dies nun an: Wenn das erste Gesetz (die Umwandlung des Gravitationsfeldes in Licht) der Kontraktion des Universums bis ins Unendliche entgegensteht, da die Energiemenge in der Gleichung nicht statisch bleibt – eine aus der Umwandlung der Schwerkraft in Licht und elektromagnetische Kräfte resultierende Instabilität der Gleichung –, eine Stabilitätsbedingung, die die Hypothese erfordert, um der Kontraktion des universellen Feldes zu einem Urkern freien Lauf zu lassen, und die nicht erfüllt ist – eine Tatsache, die die Stabilität des lokalen astrophysikalischen Systems belegt; dieses zweite Gesetz – die elektrodynamische Natur der Gravitationsfelder – versperrt der entgegengesetzten Bewegung (Zerstörung durch Zerstreuung) den Weg, indem es zwischen den Sternensystemen ein elektrodynamisches Verhaltensnetzwerk aufbaut.

Das heißt, die Wirksamkeit dieses Gesetzes der Umwandlung von Gravitationsenergie in elektromagnetische Kräfte und andere Formen von Lichtenergie, die Wirksamkeit dieses Gesetzes – wie gesagt – gegen die Zerstreuung durch ständige Abschwächung des Volumens der universellen Energie: Sie erhält die Konzentration auf der Grundlage der Gesetze der Elektrodynamik aufrecht.

122. Und schließlich ermöglicht das Inkrafttreten dieser elektrodynamischen Schutzmauer die Existenz von Gravitationsströmen um astrophysikalische Kontinente, die einer Theorie molekularer Strukturen unterliegen, in der die Teilchen Himmelskörper sind.

123. Die sichtbare Anwendung dieser beiden Gesetze auf ein einzelnes Sternensystem finden wir in unserem eigenen.

Einerseits fungiert das Magnetfeld als Verbindung zwischen Erde und Sonne. Dies lässt sich auf alle anderen Planeten übertragen.

Andererseits errichtet das elektrische Feld eine Barriere zwischen Sonne und Erde. Was wir poetisch ausgedrückt so zusammenfassen könnten: Als die Erde auf die unmögliche Begegnung mit ihrer Zerstörung zusteuerte, verwandelte die Natur ihres positiven Geistes den Anschein in Bewunderung, als die Gleichheit der Vorzeichen den Konflikt löste.

Und wir fahren fort.

124. Auf mehr oder weniger einfache Weise werde ich den ersten Abschnitt dieser neuen geohistorischen Abfolge nachzeichnen, die sich am Zweiten Tag ereignete.

Aber zurück zum Thema: Die Aufnahme eines neuen Planeten durch die Sonne bedeutete für ihr System die Integration eines neuen Transformators für Gravitationsenergie mit seinen einzigartigen Eigenschaften in ihr Feld. Wie diese strukturelle Veränderung das Verhältnis innerhalb der Planetenfamilie veränderte, lässt sich nicht leicht bestimmen, doch dies war ein Faktor, den Gott aus Erfahrung kannte, und ausgehend von dieser Erfahrung löste er alle Unbekannten auf dem Papier, bevor er zur Tat schritt. Den Erfolg der Anwendung seiner Mathematik auf die Realität muss man nicht weit suchen; die Ergebnisse liegen auf der Hand. Wir werden uns auf die Erde konzentrieren und darauf, was ihre Integration in ein gemeinsames Gravitationsfeld für ihren physischen Körper bedeutete.

125. Ich möchte zunächst darauf hinweisen, dass jeder astrophysikalische Körper, solange er von anderen Körpern isoliert ist, lediglich seine eigene Energie verbraucht. Solange die Erde am Tag Null in ihrer Ursprungsregion isoliert war, speiste sie sich aus ihrem eigenen Gravitationsfeld. Die geringe Umwandlungsgeschwindigkeit, mit der ihr Kern arbeitete, hielt ihren Puls auf einem stabilen Mindestwert an Umdrehungen. Das Problem bestand darin, dass das Gravitationsfeld durch seinen Schwarzloch-Effekt die Masse der Erde weiter vergrößerte. Die Erde hatte also allen Grund, verwirrt zu sein.

126. Und Gott sagt, sie sei leer gewesen, weil die Erde aus eigener Kraft nicht aus dieser Situation herauskommen konnte. Nur durch die Anbindung an ein Energienetz konnte sie das Ende überwinden, auf das sie, auf sich selbst gestellt, zusteuerte. Als Gott zurückkehrte und die Energie seines Feldes verdoppelte, durchbrach er diese Situation, indem er die Rotation ihres äußeren Körpers beschleunigte. Daraus ergab sich, wie ich gezeigt habe, die Verschmelzung der Primärkruste und die Entstehung des Eismantels, der den Globus am Ende des Ersten Tages bedeckte.

127. Nachdem die zugeführte Energie in Wärme umgewandelt worden war und der Kern am Ende des Ersten Tages in einen neuen Gleichgewichtszustand zurückgekehrt war, befand sich die Erde, als sie zu Beginn des Zweiten Tages in das Sonnensystem eingeführt wurde, plötzlich in der Situation, in der sich ein an ein Stromnetz angeschlossener Transformator befindet.

Die erste Reaktion ihres Kerns bestand darin, von einem langsamen Betriebszustand in einen fortgeschrittenen überzugehen.

Was dies bedeutet, können wir verstehen, wenn wir uns daran erinnern, wie sich die Schwankung der Energie, mit der sein Feld spielen kann, zu Beginn des Ersten Tages auf ihn auswirkte. Aus diesem Effekt lässt sich allgemein ableiten, dass der Kern der Motor ist, der die Bewegung der Sterne konstant hält.

128. Die Bewegung der Sterne und aller Körper des Universums weist also, wie in unserem Sonnensystem sehr gut zu sehen ist, eine Besonderheit auf. Alle drehen sich um ihre eigene Achse. Die natürliche physikalische Auswirkung dieser Art von Bewegung ist, wie man an Hubschraubern sieht, die Aufwärtsbewegung. Daraus müssten wir schließen, dass alle Sterne und ihre Systeme einer aufsteigenden Bahn folgen. Als ob wir sagen würden, dass sich das Universum wie ein Körper verhält, der sich ewig nach oben bewegt. Kehren wir nun zu dem Punkt zurück, an dem ich diese Erzählung unterbrochen habe.

 

 

VIERTER TEIL

ENTSTEHUNG DER BIOSPHÄRE

 

KAPITEL 15 – DIE SCHÖPFUNG DER KONTINENTE UND OZEANE

 

129. Ich sagte, dass Gott die Erde in der Finsternis erschuf und dass Er, nachdem Er den Eismantel erschaffen hatte, den Er in Seinem Buch das Licht nennt, sie von der Finsternis trennte und sie in die Himmel einführte, wo sie sich befindet.

Und ich glaube, gesagt zu haben, dass die erste aller Auswirkungen, die die Erde infolge dieser Integration erlebte, mit der Wirkung verglichen werden kann, die ein Transformator erfährt, wenn er in einen Stromkreis integriert wird. Und dass, wie zu Beginn des Ersten Tages, auch zu Beginn dieses Zweiten Tages der Anstieg der Rotationsgeschwindigkeit des Globus – ein äußeres Zeichen für die Erhöhung der Umdrehungsfrequenz, die sein Kern erlebte – die unmittelbare Auswirkung der Einbindung der Erde in das Feld des Sonnensystems war.

130. Da nun die natürliche Bahn zwischen zwei sich anziehenden Punkten die Gerade ist und die Bewegung in einem Gravitationsfeld der einer Flüssigkeit in einem Glas ähnelt, beschreibt die Annäherungsbewegung eines äußeren Körpers an einen astrophysikalischen Körper aufgrund dieser Beziehung einen Kreis um den Stern. Da Gott jedoch die Annäherung auf der planetarischen Bahn ausschloss, konnte die Bahn, die die Erde beschreiben musste, nur eine Parabel sein. Und genau diese begann sie als Reaktion auf die plötzliche Beschleunigung, die ihre Rotation erfuhr, zu beschreiben. Soviel zum ersten Abschnitt des Fluges der Erde auf der Suche nach ihrer biosphärischen Umlaufbahn.

131. Bei der ersten dargestellten Wirkung – dem Gesetz, das den Flug von Hubschraubern mit dem Bleistift regelt – muss die Beschaffenheit der jeweiligen elektrischen Felder in diesen Kopplungsprozess einbezogen werden. Ein beliebiges elektromagnetisches Feld wird durch seine beiden Komponenten definiert: die magnetische Kraft, die aus der Entfernung zwischen den Körpern wirkt, und die elektrische Kraft, die sie um einen Referenzkern anordnet. Im Fall des Starts der Erde wirkt die magnetische Kraft in Kombination mit dem Gesetz der Drehbewegung. Die Beschreibung, die uns diese Kombination von der Annäherung der Erde an die Sonne liefert, zeichnet eine Parabel von außerhalb des Sonnensystems zum Nordpol der Sonne als Zugangsroute.

132. Das Wirken der zweiten elektromagnetischen Kraft, der elektrischen Kraft, erzeugte am Ereignishorizont einen Umkehrstreifen bei der unbegrenzten Annäherung der Erde an die Sonne.

Sobald sich die Erde innerhalb dieses Streifens befand, begann ihre Flugbahn als Reaktion auf die Gleichheit der elektrischen Vorzeichen zwischen den jeweiligen Feldern ihren Abstieg in ihre biosphärische Umlaufbahn.

(Unabhängig von den Gleichungen, die die Masse astrophysikalischer Körper regeln, die einer systemologischen Beziehung unterliegen, den Energien, die zwischen den Bestandteilen eines sonnenähnlichen Sternensystems wirken, sowie die von einem Planetenkörper während seiner Umlaufbahn zurückgelegte Strecke – führte die Abfolge von Effekten, die die Erde während ihrer Bahn der Annäherung an die Sonne erlebte, zu einer Überhitzung ihres Kerns, woraus sich die Reihe thermonuklearer Wellen ergab, die den thermodynamischen Zustand des Mantels begründeten).

133. Die Folge der Umwandlung des Mantels – worauf wir bereits im Zusammenhang mit der Entstehung des Eisrings eingegangen sind – in eine thermonukleare Reaktionsmasse war die Verschmelzung der unteren Lithosphäre.

(Unter der unteren Lithosphäre versteht man die geophysikalische Kontaktzone zum oberen Mantel. Es sei daran erinnert, dass die Unterteilung des Erdkörpers in drei Hauptzonen mit ihren dazwischenliegenden Kontaktstreifen keine bloße Laune der Natur ist. Die Zone, die als „Äußerer Kern“ bezeichnet wird, gehört innerhalb dieses Aufbaus zum Kontaktstreifen zwischen dem eigentlichen Kern und dem Mantel. In Anbetracht der Tatsache, dass der Kern der stellare Körper ist, um den sich ein Planet bildet, und somit der Umwandler von Gravitationsenergie in Wärme ist, entspricht die Physik des äußeren Kerns dem Zustand der Materie im unteren Mantel, der dem Zustand einer Masse um einen Mikroaster mit niedriger Temperatur entsprechen würde, d. h. komprimierte Materie im gasförmigen Zustand, auch wenn dieser Zustand ungeeignet ist, um die Physik des Bereichs zu beschreiben, in dem der Kern oszilliert und durch sein Schwingen – wie ich bereits an anderer Stelle erwähnt habe – die Abflachung des Globus verursacht. Aber kehren wir zum Hauptpunkt zurück:)

134. Unter anderen Umständen hätte die Erwärmung des Körpers des Oberen Mantels – jener thermonuklearen Reaktionsmasse, die den Ursprung des globalen geologischen Vulkanismus bildet – den oberen oder äußeren lithosphärischen Ring erreichen müssen, doch da sich der lithosphärische Ring unter der Eisschicht befand, deren Entstehung wir zu Beginn betrachtet haben, blieb die Struktur der lithosphärischen Kruste im festen Zustand erhalten, wenngleich die sekundäre Kruste den physikalischen Gesetzen des Temperaturanstiegs in einem Druckkessel unterlag. Es ist nachvollziehbar, dass die Temperatur im Inneren dieses Druckkessels, in den Gott den geophysikalischen Körper verwandelt hatte, nicht unbegrenzt weiter ansteigen konnte.

135. Unsere Geologen ermittelten die physikalischen Eigenschaften der Erde ausgehend von einem kalten, mechanisch inaktiven Kern, der nur im Sinne einer thermodynamischen Reaktion lebendig war, die vom Gravitationsdruck abhängig war, der in diesem Fall als Festkörperdruck wirkte. Sie benötigten ein virtuelles Modell, anhand dessen sie sich die Konstanz der geophysikalischen Wärme erklären konnten, die für die vulkanische Aktivität der Lithosphäre ausschlaggebend ist. Die Tatsache, dass die Wellenradiographie ihnen auf dem Tisch eine thermodynamische Struktur von gering nach hoch, also von außen nach innen, zeichnete, bestätigte das kindische Modell der geonuklearen Wärme durch Massendruck, das sie sich im Kopf zurechtgelegt hatten; ein kindisches Modell, das wiederum mit der Hypothese über den Ursprung der stellaren Materie einherging, die von einer Staubkonzentration im Herzen eines Gravitationsfeldes stamme, das durch die Sternenmeere treibe … man kann das Meer nicht durchqueren, ohne dass es sprüht … bla bla bla … Der Leser möge meinen unendlichen Zynismus entschuldigen.

136. Und während sie sich liebten, brachten sie auf magische Weise eine Ökosphäre zur Welt, die durch „perfekte Gleichungen“ geregelt wurde, was ihnen – natürlich im Widerspruch zum Ursprung aus dem Zufall – logischerweise verdächtig vorkommen musste und folglich keinerlei Aussicht auf Erfolg hatte. Und sie zogen es vor, weiterhin am kindischen Modell festzuhalten, anstatt weiter nach einem geophysikalischen Modell zu suchen, das das thermodynamische Gleichgewicht der Biosphäre erklären könnte.

137. Wie jedoch ein Planet ohne Wärmeerzeuger über Millionen von Jahren hinweg warm bleiben kann, sodass man, wie die Fossilienfunde belegen, von einem ökosphärischen thermodynamischen Kreislauf sprechen kann, Dies ist ein Punkt, den sie – nachdem das kindische Modell des Materiedrucks als Ursprung der geonuklearen Wärme zum Dogma erhoben worden war und da sie keine Hypothese hatten, durch die sie es ersetzen konnten – lieber ignorierten, so wie jemand, der das Böse, das er kennt, dem Guten vorzieht, das er erst noch kennenlernen muss. Und daraus ergibt sich die Herausforderung, die sich in diesem neuen Jahrhundert durch „ “ – eine Theorie, in der der Kern jedes Planeten zu einem stellaren Körper wird, der Gravitationsenergie in Wärme umwandelt – eröffnet.

138. Wir sagten also, dass die Freisetzung der geonuklearen Wärme (als Folge des Eintritts der Erde in das Sonnensystem), die sich zwischen der Erdkruste und dem Erdmantel ansammelte, ohne einen Ausweg schließlich eine astronomische Explosion auslösen würde, was den Zerfall des geophysikalischen Körpers bedeuten würde. Das heißt, um das Thema auf den Punkt zu bringen: Ohne die Lithosphäre zu zerstören, musste Gott diesen riesigen Eisblock aufbrechen, unter dessen Masse die im Mantelkörper zunehmenden thermonuklearen Reaktionen drohten, den Kern zum Bersten zu bringen. Die Lösung lag in der Anziehungskraft, die das Sonnenmagnetfeld auf den geophysikalischen Körper ausüben würde, wenn die Erde (in Richtung ihrer stationären Umlaufbahn) den Wechselwirkungsstreifen zwischen den jeweiligen elektrischen Feldern durchquert.

139. Der Ursprung der Kette thermonuklearer Reaktionen, die den Mantel aktiv halten, ist ein Thema, das aus der Perspektive der von uns entwickelten geophysikalischen Architektur untersucht werden muss. Zum Beispiel, wie eine Kette thermonuklearer Reaktionen ihre Wellenfront bis zur Lithosphäre ausdehnen und Auftriebswege öffnen kann, durch die magmatische Wärme freigesetzt wird. Ebenso die Beziehung zwischen dem Kern und der unregelmäßigen Geoidform der Erdkruste. Dieses Thema führt uns dazu, die Schwingung des Kerns innerhalb des Mantels als Ursprung der Ausbuchtung im äquatorialen Bereich zu betrachten. Und folglich dazu, zwischen dem äußeren Bereich des Kerns und dem inneren Bereich des Mantels einen geophysikalischen Ring im chromosphärischen Zustand einzuführen, auf dessen Besonderheit ich hier nicht näher eingehen werde.

140. Wir haben – zusammenfassend – gesehen, dass unser Planet, nachdem er in Richtung Sonne geschleudert worden war, den Wechselwirkungsstreifen zwischen den jeweiligen elektrischen Feldern durchquerte, was die natürliche elektrische Reaktion zwischen zwei Feldern gleichen Vorzeichens auslöste. (Dasselbe Wirkungsgesetz, das die stationären Bahnen der Teilchen um einen Atomkern in Abhängigkeit von den elektrischen Feldern bestimmt, ist das Gesetz, das wir auf die Struktur des Sonnensystems anwenden müssen. Auch wenn es zu einfach erscheint, um wahr zu sein, werden wir in Kürze zeigen, dass die planetarische Konfiguration den Gesetzen der Elektrodynamik folgt. Die Umlaufbahn der Erde ist eine natürliche Folge davon.)

141. Und es ist merkwürdig, dass die Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts, obwohl sie die Ähnlichkeit zwischen der Struktur eines Atoms und dem Sonnensystem sowie die Übereinstimmung zwischen den intraatomaren Kräften und den systemologischen elektromagnetischen Kräften bemerkt hatten – was offensichtlich war –, sich weigerten zu glauben, dass die Natur und die Schöpfung so logischen Prinzipien gehorchen, weigerten sich die Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts, das zu glauben, was sie vor Augen hatten, und obwohl sie die Antwort direkt vor der Nase hatten, lehnten sie diese als ihres Genies unwürdig ab und zogen es vor, sich in eine Theorie der Vereinheitlichung der elektromagnetischen und Gravitationsfelder zu vertiefen, die jedoch ihr tägliches Wunder in der Struktur der atomaren Materie hat. Denn wenn der Ursprung der geonuklearen Wärme vom materiellen Druck herrührt, wie ist es dann möglich, dass eben dieser Druck in den Millionen von Jahrhunderten, in denen das System aktiv ist, nicht dazu geführt hat, die gesamte Planetenmasse in den Körper der Sonne hineinzudrücken?

142. Sie antworten mit der Zentrifugalenergie, ignorieren jedoch, dass eine Arbeit nicht bis ins Unendliche ausgeführt werden kann – die Beständigkeit der Umlaufbahn widerspricht dem. Da sie also nach einer anderen Kraft suchen mussten, begannen sie mit der Suche nach einem vereinheitlichten Feld, und während sie von elektromagnetischen Kräften sprachen, taten sie dies, indem sie die elektrische Komponente des Magnetfeldes ausklammerten. Das sind wahrlich Gelehrte durch und durch!

Also: Nachdem die Flugbahn der Erde durch die elektrische Abstoßung zwischen gleichnamigen Feldern in ihre stationäre Umlaufbahn gelenkt wurde, lässt sich dieser Effekt in Bezug auf die Arbeit mit dem einer beschleunigten Zentrifugalkraft vergleichen. Wäre das Magnetfeld nicht eingetreten, um die Folgen dieses Effekts abzumildern, wäre die Erde – vom elektrischen Sturm mitgerissen – beispielsweise in die Umlaufbahn des Mars geschleudert worden. Der Gravitationszug, den die Verbindung zwischen den jeweiligen Magnetfeldern erzeugte, als die Erde den ihr im Sonnensystem zugewiesenen elektrischen „ “-Streifen durchquerte, war die Bremse, die sie in ihrer Umlaufbahn stabilisierte. Diese Anziehungskraft wirkte sich auf die untere Lithosphäre aus und riss die Fußteile der großen Gebirgsketten aus dem oberen Mantel heraus. Mit dieser Anhebung der Fußteile der großen Gebirgsketten war die Wirkung des Hammers auf die Eisstange, unter deren Ring sich die Lithosphäre befand, bereits vollzogen. Diese globale seismologische Wirkung nachzubilden hieße, eine Tür in der Zeit zu öffnen und es zu wagen, standhaft auf einem Erdbeben zu verharren, dessen Epizentrum im Kern liegt und dessen universeller Ausdehnungsradius den gesamten Körper der Erdkruste unter unseren Füßen, die auf dem Eisring stehen, zum Tanzen bringt.

 (Die Gelehrten des 20. Jahrhunderts fanden zwar Beweise für einen Rückzug des Eises, doch wovon sie niemals zu träumen wagten, war, dass der sich zurückziehende Eiskörper einst am Anfang die gesamte Kugel des Planeten bedeckte. Wie es seinem Schöpfer gelang, diesen Eisblock zu spalten, ist der Punkt, der in diesem Abschnitt behandelt wurde, über den es noch eine ganze Welt zu erzählen gibt, und mit dessen Mechanik, dem Ursprung der oklosphärischen Orographie, wir uns im Laufe dieses 21. Jahrhunderts auf allen Ebenen beschäftigen werden).

Nachdem der Eismantel, den Gott „das Licht“ nannte, auf diese Weise aufgebrochen war, fand die im inneren geophysikalischen Körper angesammelte Wärme einen Ausweg, um sich zu entladen: in Form von Gasen und Lava, wodurch Gott die Umwandlung des Eises in Wasser bewirkte. Dies ist der Ablauf der Entstehung von Wasser und Luft. Aber erinnern wir uns daran, wie der Eismantel auf die Annäherung der Erde an die Sonne reagierte.

 

 

FÜNFTER TEIL

ENTSTEHUNG DER ÖKOSPHÄRE

 

KAPITEL 16 – SUBLIMATION DES EISMANDS

 

143. Es gibt zwei Arten, Dinge zu tun. Die eine besteht darin, das Gesetz der Zeit wirken zu lassen, und die andere darin, die Entwicklung eines Vorgangs mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu beschleunigen. Dem Gesetz der Zeit unterworfen, hätte der Eismantel auf die Sonnenenergie mit Schmelzen reagiert, sich in zwei Teile gespalten, und mit der Zeit hätten sich die beiden Eismassen in Richtung der Polkappen zurückgezogen. Das Wasser des ersten großen Ozeans wäre verdunstet. Langsam, aber unaufhaltsam hätte sich der Ozean geteilt, um sich zu vermehren; aus den Ozeanen wären die Meere hervorgegangen … Doch Gott kannte einen schnelleren Weg, diesen globalen Prozess voranzutreiben.

Warum sollte er die Eisdecke bei niedriger Temperatur schmelzen lassen, wenn er durch die Integration über den borealen Weg den Effekt von glühendem Eisen auf einen Eisblock hervorrufen konnte? Diesen Effekt nennen wir Sublimation des Eises. Die unmittelbare Auswirkung der Begegnung zwischen Erde und Sonne unter den beschriebenen Bedingungen führte zur beschleunigten Sublimation des Eismantels. Die Sonnenenergie wirkte wie glühendes Eisen, das direkt auf die Oberfläche des Eismantels aufgebracht wurde. Diese Sublimation führte zum Zerbrechen der Eishülle in zwei große Blöcke und zur Entstehung der biosphärischen Atmosphäre. (Wenn ich von „dargelegten Bedingungen“ spreche, beziehe ich mich auf die Zugangsparabel, die dazu führte, dass sich die Erde eine Zeit lang in einer geringeren Entfernung befand, als es ihrer stationären Umlaufbahn entspricht.)

144. Ich habe bereits erwähnt, dass die Anziehungskraft der Sonne eine Folge des gegenteiligen Effekts war, der die Erde in ihre biosphärische Umlaufbahn trieb. Und dass infolge dieser Anziehungskraft, die aus der magnetischen Verknüpfung zwischen den beiden Feldern resultierte, die Fußteile der großen Gebirgsketten von Grund auf freigesetzt wurden. Vielleicht ist „Anhebung“ das richtige Wort. Die Freisetzung wurde durch die Erwärmung des geophysikalischen Gebildes begünstigt. Erinnern wir uns daran, dass sich der lithosphärische Ring beim Abkühlen des Mantels verfestigte, wobei die Kontaktplatte zu einem einzigen Körper verschmolz. Als die Erde in das Sonnensystem eintrat, erwärmte sich der Kern, der Durchmesser des Mantels erweiterte sich und der Wärmedruck erzeugte natürliche Wellen, die eine Ausdehnungsbewegung vom Zentrum zum Äußeren des geologischen Körpers auslösten. Diese Bewegung reichte nicht aus, um die Gebirgsketten gegen eine äußere Lithosphäre zu schleudern, die unter einem Eismantel eingeschlossen war, der zwar äußerlich sublimierte, innerlich jedoch in seinem ursprünglichen Zustand verblieb.

145. Die Festigkeit des Eismantels führte zu einer Ansammlung von Wärme im Erdinneren. Diese Ansammlung löste eine allgemeine seismische Bewegung aus, die vom Mantel ausgehend in ununterbrochenen Abfolgen thermonuklearer Reaktionen die Erdkruste erhitzte und Wege zur Abgabe der Wärme öffnete, die das gesamte Gebilde zu zerfallen drohte. Durch die Verschmelzung der oberen Schicht des Mantels mit der unteren Schicht der auf diese Weise gebrochenen Erdkruste begann der Wärmedruck, die Fußteile der Gebirgsketten anzuheben, um deren Körper herum die geonukleare Wärme nach außen hin Fließwege fand. Während also im äußeren Bereich die Sonnenenergie ihr Werk verrichtete, tat dies im Inneren die geophysikalische Energie, die den Eismantel aufriss, aus dessen Rissen Gase zu entweichen begannen und zur Entstehung der sich gerade bildenden Atmosphäre beitrugen.

146. Die Entfernung zur Sonne stoppte die Sublimation und machte das Auftauen des Eismantels möglich. Der äußere und innere Wärmedruck auf das Eis führte dazu, dass das Eis zu Wasser schmolz. Ein Prozess, der angesichts der Temperatur des Globus einen Ozean entstehen ließ, der den Äquator und die tropischen Regionen bedeckte und die beiden großen Eisblöcke, in die sich der ursprüngliche Block aufgeteilt hatte, weiter in Richtung der geografischen Pole drängte. Die Gewässer dieses Mutterozeans waren die Gewässer, die sich unter dem Firmament der Himmel befanden.

Das Firmament der Himmel, das „zwischen den Wassern lag, die unter und über seinem Körper waren“, war die Atmosphäre.

147. Die Identifizierung des Firmaments, die uns viele Fragen klärt.

Erstens: Da die Gewässer unterhalb des Firmaments die Gewässer des Mutterozeans sind, sind die Gewässer oberhalb dieses Firmaments die Gewässer des solaren Gravitationsfeldes.

 Dieser Punkt macht deutlich, dass wir das Verhalten der Schwerkraft ausgehend von der Natur der Fluide betrachten müssen. Daraus ergibt sich das Bild des Universums als ein Ozean aus Energie, auf dem die Kontinente mit ihren Inseln schwimmen, die in diesem Fall die astrophysikalischen Systeme wären. Ein Ozean aus Energie, über den noch mehr gesagt werden muss, der uns aber vorerst den Horizont zum Verständnis des Verhaltens des Gravitationsfeldes eröffnet, ganz im Sinne der typischen Phänomenologie einer Flüssigkeit, die inneren und äußeren Kräften ausgesetzt ist.

148. Zusammenfassend:

Das Licht war der Eismantel, unter dessen Körper am Ende des Ersten Tages der Rest des geophysikalischen Gebildes eingeschlossen wurde. Seine Entstehung erfolgte durch die Verschmelzung der Primärkruste; und diese Verschmelzung der Primärkruste wurde von Gott durch die Beschleunigung des geonuklearen Pulses des Globus ausgelöst. Diese Erhöhung des Arbeitsrhythmus des astrophysikalischen Herzens der Erde war die Folge der Vervielfachung der Dichte des terrestrischen Gravitationsfeldes pro astrophysikalischer Kubikeinheit.

149. Zu Beginn des Zweiten Tages begegnen sich die Erde und die Sonne wieder. Gott bewirkt eine Reihe von Effekten, von denen die Sublimation des Eismantels der erste sein wird. Der Mantel bricht auf und die Atmosphäre entsteht, deren Wachstum durch die Anziehungskraft am Ursprung der stationären Umlaufbahn eine beeindruckende physikalische Beschleunigung erhält. Die beiden entstandenen Eisblöcke beginnen ihre Reise zu den geografischen Polen und lassen zwischen sich die Gewässer des Mutterozeans zurück, aus dessen Volumen sich der Körper der Atmosphäre durch Verdunstung weiterhin speisen wird. Diese Atmosphäre ist das Firmament im Wort des Zweiten Tages.

150. Ist das Firmament identifiziert, so erschließt sich die Bewegung des Geistes Gottes über den Wassern als seine Bewegung im Raum. Und wir tauchen ein in das Wirkungsverhalten der Schwerkraft, das wir anhand unseres Wissens über die Natur von Flüssigkeiten verstehen können. Dies eröffnet unserem Verstand das Verständnis des universellen Gravitationsfeldes als einen Ozean, in dem sich die Sternensysteme als Kontinente und Inseln präsentieren und dank ihrer Verankerung im lokalen galaktischen Raum die Sternennavigation ermöglichen.

151. Feuer, Eis, Wasser und Luft. Dies sind die ersten Sprossen der Leiter der Naturelemente, die wir erklimmen. Das nächste Element bedarf keiner Vorstellung. Abschließend und zum Schluss:

A. – Verschmelzung der Primärkruste.

B. – Sublimation der Ur-Atmosphäre.

 C. – Auftauen und Rückzug des Eises.

D. – Entstehung der biosphärischen Atmosphäre.

 

KAPITEL 17 – ENTSTEHUNG DER EBENE DER BIOSPHÄRISCHEN VERBINDUNGEN

 

152. Wir schließen den Aufstieg auf der Treppe der Naturelemente ab und eröffnen einen neuen Weg.

Eis, Wasser, Luft – alle Elemente waren an ihrem Platz und bereit für das große Ereignis des Sprungs von der anorganischen zur organischen Materie. (Ein Punkt, an dem sich Vernunft und Glaube aus den Augen verloren und Wege einschlugen, die ebenso gegensätzlich wie selbstzerstörerisch waren).

Als er über die Evolution der Arten sprach, ließ der biblische Weise par excellence den Stein ins Wasser fallen und sagte: „Und um Gerechtigkeit an ihnen zu üben, einigten sich die Elemente, so wie sich die Töne im Psalter in unveränderlicher Harmonie vereinen, wie aus den Geschehnissen deutlich ersichtlich ist. Denn die Landtiere verwandeln sich in Wassertiere, und die Schwimmenden wandeln auf der Erde.“ Beobachtende Worte eines Mannes, der nicht zögerte, die Einsamkeit des Genies an anderer Stelle zu beklagen, der aber in seinen besten Momenten auch nicht zögerte, dem wissenschaftlichen Denken vorzugreifen und zu behaupten, dass Gott ihm „die wahre Wissenschaft der Dinge und die Erkenntnis der Beschaffenheit des Universums und der Kraft der Elemente; den Anfang, das Ende und die Mitte der Zeiten; den Wechsel der Sonnenwenden und den Wechsel der Jahreszeiten; den Kreislauf der Jahre und die Stellung der Sterne; die Natur der Tiere und die Instinkte der wilden Tiere; die Kraft der Winde und die Überlegungen der Menschen; die Unterschiede der Pflanzen und die Wirkungen der Wurzeln. Alles Verborgene und Offenkundige kannte er, denn die Weisheit, die Schöpferin von allem, lehrte es mich.“

 Man darf annehmen, dass, hätten Glaube und Vernunft diesem Bekenntnis Salomos mit demütigeren Ohren gelauscht, die Feindschaft zwischen Christentum und Wissenschaft nicht jene Extreme erreicht hätte, die sie in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts annahm.

Um auf das Thema der Entwicklung des Baumes des Lebens zurückzukommen: An erster Stelle stehen die Wurzeln. Dort beginnt der Baum zu keimen. Doch damit es einen Baum gibt, muss es einen Samen geben. Unter der Annahme, dass die Mutterzelle, der Same des Lebens, ihren Ursprung in Gott hatte, geht aus den biohistorischen Abläufen, denen wir folgen, hervor, dass Gott den Samen des Baumes der Arten unter den Wassern des Großen Ozeans gesät hat. Und folglich gab es zuerst die Pflanzen. Aus diesem unterwasserpflanzlichen Reich entstand durch die Anpassung der ersten Zweige an das Leben an Land – entsprechend dem Absinken des Wasserspiegels des Großen Ozeans – der Baum der terrestrischen Pflanzenarten. Die Entwicklung dieses neuen Reiches war vollendet, als die Photosynthese die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre veränderte.

153. Dieser biohistorische Schritt fand am Abend des dritten Tages statt. Wir haben bereits gesehen, wie sich die beiden entstandenen Blöcke, nachdem der Eismantel gebrochen war, zu den Polen zurückzogen und wie die fortschreitende Verdunstung des Ozeans sowie die Hebung der Gebirgsketten durch die Anziehungskraft dazu führten, dass sich der Ozean in Ozeane vervielfachte und die Ozeane in Meere aufteilten. So passten sich die Meerespflanzen im Zuge des sinkenden Wasserspiegels an das Leben an Land an und verwandelten schließlich im Laufe der Zeit die prähistorische Atmosphäre in die historische Atmosphäre, in der Sauerstoff das Hauptelement ist. Gleichzeitig und im Zuge der notwendigen Anpassung an den Wandel, den das Pflanzenreich selbst herbeiführte, erlangte die prähistorische Pflanzenfaser des Unterwassersubstrats die Eigenschaften der historischen Landbäume. Mit der Schöpfung des Reiches der Bäume vollendete Gott die Struktur der biosphärischen Wechselbeziehungsebene. Auf diese Ebene werde ich noch einen Moment eingehen, bevor ich vom Boden abhebe und diese Erzählung in die Weiten des Weltraums entlasse.

154. Die Autonomie der Ebene der biosphärischen Wechselbeziehungen lässt sich dahingehend zusammenfassen, dass die Polkappen stabilisiert wurden, um die beiden wichtigsten Wärme- und Kältezentren des ökosphärischen Systems zu bilden. Von diesen Zentren machte Gott das Temperaturgleichgewicht der Biosphäre abhängig, und um das Auftauen dieser beiden Wärme- und Kältezentren zu stabilisieren, machte Gott sie vom Rotationswinkel der Erdkugel abhängig. Gehen wir jedoch Schritt für Schritt vor.

155. Stellen wir uns für einen Moment vor, die Erde wäre flach und befände sich stets im gleichen Abstand zur Sonne. Was würde geschehen? Wie lange würde die Sonne brauchen, um die Ozeane bis zum Siedepunkt zu erhitzen und sie in einen Topf mit kochendem Wasser zu verwandeln? Und in wie vielen geologischen Stunden würde die Atmosphäre ihr thermodynamisches Gleichgewicht verlieren und ihre gesamte Struktur in Stücke zerfallen, da der Rotationswinkel der Erde keinen regulierenden Mechanismus darstellt? Berechnen wir, wie viele Jahre es dauern würde, bis die Temperatur der Ozeane und der Atmosphäre ohne die beiden polaren Wärme- und Kältequellen um zehn Grad in die Höhe schießen würde. Wie würde sich dieser Temperaturanstieg auf das Leben im Meer auswirken? Wenn infolge einer Hitzewelle Menschen sterben – wie viele würden dann pro Jahr sterben, wenn diese Hitzewelle anhalten würde und, was noch schlimmer ist, beispielsweise in den nächsten zwanzig Jahren ein weiterer Anstieg um zehn Grad drohen würde?

156. Was in diesen Millionen und Abermillionen von Jahren geschehen ist, ist das Gegenteil. Die ökosphärischen Kühlherde sind konstant geblieben, sie haben die Temperatur der Biosphäre stabil gehalten, wobei stets zu berücksichtigen ist, dass bei einer Abnahme ihrer Masse die allgemeine Temperatur zwangsläufig ansteigen musste. Indem unser Schöpfer jedoch die Temperatur der Biosphäre von den polaren Wärme- und Kältequellen abhängig machte, sah er sich gezwungen, diesen eine geophysikalische Plattform zu geben. Diese Plattform werde ich als „autonomes ökosphärisches Substrat“ bezeichnen, und sie steht im Zusammenhang mit den Gleichungen, die der Unveränderlichkeit des Rotationswinkels der Erde zugrunde liegen.

 

KAPITEL 18 – DAS AUTONOME ÖKOSPHÄRISCHE SUBSTRAT

 

157. Die Erde dreht sich um die Sonne. Wir haben gesehen, dass Gott die thermodynamische Stabilität der Biosphäre von den polaren Massen abhängig gemacht hat. Nun gilt es, die Mechanismen zur Erhaltung der Polkappen zu untersuchen, denn alles lässt uns annehmen, dass Temperatur und Rotationswinkel in direktem Zusammenhang stehen; dennoch umkreist die Erde ein Gravitationsfeld, das den Veränderungen unterliegt, die vom Zentralgestirn ausgehen und den interplanetaren Raum aufgrund seiner Wechselbeziehung mit der Sternenwelt, zu der er gehört, verändern. Dies führt bei den Planeten zu einer instabilen Rotationsdynamik, die das Schwanken der Sonne widerspiegelt.

(Dass die Sonne schwankt, bedeutet, dass ihr Rotationswinkel so wirkt, als würde sie wie ein Betrunkener schwanken, und so wie der Körper eines Betrunkenen von links nach rechts schwankt, neigt sich auch ihre geografische Achse mal nach rechts, mal nach links. Diese Bewegung spiegelt sich besonders stark in der Rotation des Mars wider und sollte naturgemäß auch für die Erdachse gelten. Wenn das Schwanken des planetarischen Rotationswinkels die Regel ist, dann ist die Erde die Ausnahme von dieser Regel. Die Bedeutung dieser konstanten Dynamik ist von entscheidender Bedeutung, wenn wir bedenken, dass Temperatur und Rotationswinkel in direktem Zusammenhang stehen).

Die Unterwerfung unseres Planeten unter das Gesetz der Sonnenneigung – auf dessen Ursache wir in einem anderen Kapitel eingehen müssten – würde den Bereich, in dem die Sonnenenergie auf die Kontinente trifft, abwechselnd verändern, mit der Folge eines unregelmäßigen Abschmelzens der Polkappen. Doch dies geschieht nicht, und daher stellt sich die Frage: Warum bietet die Erde der Sonne immer denselben Rotationswinkel an?

158. Für diese Besonderheit gibt es eine Erklärung. Die Antwort liegt in dem Gesetz, das die Neigung der Rotationsachse zu der einen oder anderen Hemisphäre eines sich um sich selbst drehenden Körpers regelt. Die Erfahrung täuscht nicht. Der Alltag liefert uns vielfältige Beispiele für das Wesen und die praktischen Auswirkungen dieses Gesetzes. Seine Beschreibung ist nicht kompliziert. Stellen wir uns einmal vor: Was würde passieren, wenn wir uns mit ausgebreiteten Armen drehen würden und dabei in einer Hand eine Enzyklopädie hielten? Würde der belastete Arm nicht in die natürliche Richtung des Gewichts, das er trägt, absinken? Nun ja, über Beispiele wie über Geschmäcker lässt sich nicht streiten. Hat man einmal die Natur des Gesetzes und die daraus resultierende Wirkung verstanden, kann sich jeder seine eigenen Beispiele ausdenken. Nachdem das Gesetz in seiner ganzen Tragweite verstanden wurde, gilt es nun, es auf die Realität des Erdglobus anzuwenden. Ich meine, man muss sich nur einen Erdglobus schnappen, ihn auf den Tisch legen und dieses Beispiel der Enzyklopädie in einer Hand mit dem Phänomen der Konzentration der Kontinente auf einer Hemisphäre betrachten. Ist nicht die gesamte kontinentale Masse auf einer Hemisphäre zusammengefasst? Die andere Hemisphäre wird von den Gewässern des Pazifiks eingenommen. Wir haben nun die Enzyklopädie auf einem Arm der Erde – welche Auswirkung ergibt sich, wenn wir nun den Globus nehmen und ihn um seine Achse drehen?

159. Dieser Effekt der Neigung des Rotationswinkels hin zur überlasteten Hemisphäre ist genau das, was Gott beabsichtigte, als er die Masse der fünf Kontinente auf eine Hemisphäre konzentrierte. Der daraus resultierende Effekt war ein fester Rotationswinkel. Warum sich diese Mühe machen? Nun, die Notwendigkeit der Stabilisierung der biosphärischen Wechselbeziehungsebene war ein Grund von höchster Bedeutung. Die Schaffung einer stabilen thermodynamischen Plattform war eine Notwendigkeit der Evolution. Dank der Konzentration der fünf Kontinente innerhalb einer Hemisphäre des Planeten sorgte Gott dafür, dass die Fläche, die der Globus der Sonnenenergie entgegenstreckt, stets gleich blieb. Dank dieser optischen Konstanz würde sich die Wachstumskurve der biosphärischen Temperatur und damit des Abschmelzens der Polkappen über alle geologischen Zeitalter hinweg einem stabilen Rhythmus unterwerfen. (Dies sind äußerst einfache und naheliegende Schlussfolgerungen, die den Verfechtern der Plattentektonik beispielsweise wie Ketzerei vorkommen dürften. Aber was soll man machen? Über Geschmack lässt sich nicht streiten, und man kann es nicht allen recht machen.)

 

KAPITEL 19. – THEORIE DER GEOPHYSIKALISCHEN RINGE

 

160. Ich habe dargelegt, dass Gott durch die Stabilisierung des Rotationswinkels der Erde mittels der Verschiebung kontinentaler Massen auf einer Hemisphäre einen konstanten Einfallswinkel des Sonnenlichts auf die geografischen Pole erreichte. Von diesem Effekt erhoffte er sich das allmähliche Auftauen, das der Entwicklung des Stammbaums der Arten die notwendige Zeit gewähren würde, um vollendet zu werden. Und ich habe betont, dass diese architektonische Version natürlich mit der berühmten Hypothese der Kontinentalverschiebung kollidiert. Aber es konnte gar nicht anders sein. Die Kontinentalverschiebung kann die Konstanz des Rotationswinkels nicht erklären; und was noch schlimmer ist: Sie widerspricht dessen Existenz. Abgesehen davon, dass sie natürlich keine der Unbekannten klären kann, die die Struktur und Morphologie der Lithosphäre aufwirft. Die Unbekannten zu leugnen, um der Wissenschaft eine Fiktion aufzuzwingen, war leider die Haltung, die die Moderne in ihrem Atheismus als Philosophie eingenommen hat.

161. Lassen wir die barocken Diskussionen beiseite und gehen wir von der Konkretisierung der Mathematik des autonomen ökosphärischen Substrats aus: Die geophysikalische Architektur, der Gott seine Zustimmung gegeben hat, bildet eine Struktur, in der die Lithosphäre als kompakter Ring erscheint, der sich gleichmäßig um einen flüssigen, magmatischen Ring dreht. Der magmatische Ring oder Mantel schwebt seinerseits auf einem chromosphärischen Ring. Und im Zentrum schwingt der Mikrostern, aus dem der Kern besteht, inmitten der Gravitationsströme, die ihm als Umlaufbahn dienen. Innerhalb dieser Konfiguration ist die Tatsache, dass die Temperatur an der Oberfläche des Kerns und an der Sonnen gleich ist, kein Zufall. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass sich die Ozeane – bei konstanter Lithosphärentemperatur – wie das Flusswasser verhalten, das der Kernreaktor benötigt, um seine Temperatur im Gleichgewicht zu halten. (Was die Temperaturgleichheit zwischen der Oberfläche des Kerns und der der Sonne betrifft, ist nicht bekannt, ob sie bei allen Mitgliedern des Systems gilt oder nur für die Erde. Sollte sie nur für die Erde gelten, wäre es möglich, ein Gesetz der Wechselwirkung zwischen Stern und Planet abzuleiten, das diese Gleichheitsregel für jedes biosphärische System bestätigt. Die Größe des Himmelskörpers und seine Oberflächentemperatur würden den Abstand zum betreffenden Planeten bestimmen. Auch wenn dies derzeit noch reine Spekulation ist: Würde die gegebene Gleichheit nicht eine Parität zwischen den thermodynamischen Zyklen der Sonne und des Kerns implizieren? In diesem Fall geht es weniger darum, etwas zu bestimmen, als vielmehr darum, die Wechselwirkung zwischen Sonne und Erde zu erfassen).

162. Nach dem Vorangegangenen werdet ihr mir nun sagen, dass das, was ich vorschlage, eine Art Lagergetriebe ist, bei dem der Magmaring die Funktion der Kugeln erfüllt, auf denen sich das äußere Rad bewegt. Und da gebt ihr mir vollkommen Recht. Ihr werdet mir dann entgegenhalten, dass man in diesem Fall erklären muss, warum dieser Druckkochtopf nicht explodiert. Eine subtile Frage, die euch zur Ehre gereicht und die ihr selbst anhand der alltäglichen Beobachtung des Systems der Wärmeabgabe aus dem Erdinneren, nämlich der Vulkane, beantworten könnt. Sind die Wasserlinien der geonuklearen Wärme nicht konstant und werden sie nicht durch die Zirkulation elektromagnetischer Ströme bestimmt?

 

KAPITEL 20 – THEORIE DES SEISMOLOGISCHEN AUFTREIBUNGSSYSTEMS

 

163. Auch wenn es wie eine sinnlose Übung erscheint, fangen wir noch einmal von vorne an. Am ersten Tag verdoppelte unser Schöpfer die Energiedichte pro astrophysikalischer Kubikeinheit des Erdgravitationsfeldes. Die Reaktion des Kerns, der sich zu diesem Zeitpunkt in einem kalten Zustand befand, bestand darin, sich zu aktivieren und diese Energie in Wärme umzuwandeln. Sofort verflüssigte sich der Mantel und die Primärkruste schmolz. Nach Abschluss dieser Vorgänge kühlte sich der Kern wieder ab, sodass die Kruste erstarrte und zu dem geophysikalischen Ring wurde, den wir Lithosphäre nennen. Wäre die Erde in der Region geblieben, in der diese Vorgänge stattfanden, hätte die Abkühlung ihres Kerns auch die Erstarrung des Mantels zur Folge gehabt. Die Bibel sagt, dass dies nicht geschah, weil Gott die Erde von ihrer Ursprungsregion trennte und sie in ein Gravitationsfeld mit stabiler Dichte einführte, das Sonnensystem.

164. Sobald sie sich im Wirkungsbereich der Sonne befand, wurde der geonukleare Transformator reaktiviert und erreichte eine konstante Temperatur, die der Außentemperatur des Himmelskörpers entspricht, um den sie kreist. Ich glaube, das sind etwa sechstausend Grad Celsius. Diese Einbindung in das Sonnensystem stoppte die Verfestigung des Mantels und bewahrte zugleich die Festigkeit des lithosphärischen Rings, der sich fortan mit eigener Bewegung über dem magmatischen Ring drehen würde. Grob gesagt.

165. Da die Wärmeproduktion durch den Kern konstant ist, zwingt uns die Physik dazu, zwischen Mantel und Kern eine Art chromosphärische Zone zu entwerfen, in deren Raum der Kern selbst schwingt, wobei diese Schwingung – abhängig von den zuvor erwähnten Schwankungen der Schwerkraft – die Abflachung der Pole verursacht, die der Erdball aufweist. (In diesem Sinne hängt das Schwingen des Kerns innerhalb des geophysikalischen Körpers von seiner eigenen Mechanik der Wärmeentwicklung und von seiner Reaktion auf die thermonuklearen Wellen ab, die den Ursprung der Vulkane bilden. Was die Morphologie des Kerns betrifft, so liefert uns die Reaktion des geophysikalischen Körpers selbst auf dessen Schwingungsbewegung gewisse Anhaltspunkte. Dies wird jedoch zu einem späteren Zeitpunkt auf einer anderen Grundlage näher erläutert.)

166. Diese geophysikalische Struktur veranlasst uns zu folgender Frage: Wie gibt die Erde die durch den lithosphärischen Ring entstandene innere Wärmespeicherung ab? Die Antwort erfordert weniger Theorien als vielmehr Fakten, und nun ja, obwohl wir von einer Lithosphäre mit festem Rotationswinkel über einer magmatischen Oberfläche sprechen, ist ihr Körper mit einem komplexen System von Auftriebskanälen ausgestattet, durch die die geonukleare Wärme kontinuierlich freigesetzt wird. Wer von Vulkanen spricht, spricht von der gesamten seismologischen Dynamik, die mit der Entstehung dieser geophysikalischen Architektur einhergeht – beeindruckend in ihrer Ausprägung und perfekt in ihrer Ausführung. Nun: Warum verlaufen die Mündungen des Aufsteigkanalsystems entlang der Grenzen der großen Gebirgsketten?

167. Die Übereinstimmung zwischen den seismologischen Linien und den Linien der großen Gebirgsketten lässt sich durch die Physik der Gravitationskraft erklären, zu deren Phänomenologie jeder Experte Fragen klären kann. Und wenn wir schon dabei sind: Der Einwand gegen die geophysikalische Architektur, den der kontinuierliche Temperaturanstieg einer Lithosphäre, die dem Gesetz des autonomen ökosphärischen Substrats unterliegt, darstellen würde, wird durch die konstante Temperatur des Meeresbodens mit einem Federstrich ausgeräumt; dank dieser bremst die am stärksten exponierte Oberfläche der Lithosphäre diesen natürlichen Temperaturanstieg, der ohne dieses Gleichgewicht letztendlich dazu führen würde, dass dieses geophysikalische Konstrukt zerbricht. Ich glaube, dass Kernreaktoren genau diese Theorie nutzen, um die Erwärmung ihrer Reaktoren zu bremsen.

168. Dieses autonome geophysikalische System, das Ursache so vieler Kopfzerbrechen ist, wird durch eine einzigartige, besondere und überwältigend wunderbare planetarische Struktur vervollständigt, deren Grundlagen ich euch mit Stolz vorstellen darf. Doch ich möchte von einer Tatsache ausgehen. Besser noch von einem Gesetz: Nämlich, dass, wenn jedes astrophysikalische System ein Umwandler universeller Energie in Licht und Wärme ist, seine Arbeitsgeschwindigkeit von der Gravitationsdichte seines Feldes und von der Anzahl der Umdrehungen seines Himmelskörpers pro Jahrhundert abhängt. Das ist die eine Seite.

169. Andererseits ist es richtig zu sagen, dass die siderische Geschwindigkeit eines Systems – sei es eine Konstellation oder eine Galaxie – eine Konstante ist, die sich aus den Kräften der astrophysikalischen Region ableitet, zu der dieses System gehört. Mit anderen Worten: Würde das Sonnensystem nicht mit dem Universum der Sternbilder in Wechselwirkung stehen, hänge seine Reisegeschwindigkeit ausschließlich von der Energiemenge seines Gravitationsfeldes ab. Da das Sonnensystem dem Gesetz der Anziehungskraft zwischen den Himmelskörpern des Universums unterliegt, besagt dieses Gesetz selbst, dass bei einer Verringerung des Abstands zwischen den Sternbildern logischerweise die Reisegeschwindigkeit der Sternsysteme, aus denen sie bestehen, ansteigen muss. Aus diesem universellen Effekt können wir ableiten: Wenn sich die Geschwindigkeit des Zentralgestirns beschleunigt, von dessen Geschwindigkeit die kleineren Körper eines Systems abhängen, werden alle von dessen Physik abhängigen Körper diese Veränderung erfahren. In irgendeiner Form, auf irgendeine Weise.

170. Und dies ist relevant, weil die Frage nicht umgangen oder aufgrund bestimmter Zusammenhänge beiseitegeschoben werden kann, insbesondere nachdem die Evolution des Lebens auf der Erde zu einem komplexen System physikalischer Gleichungen geworden ist, ohne deren Lösung die Zukunft des Lebens nicht garantiert werden könnte. Die neue Frage, die sich hier stellt, lautet: Wie hat Gott im Voraus die möglichen Veränderungen aufgehalten, die die Erde in der Zukunft – gerade weil unser System diesem universellen Gesetz unterliegt – erleben müsste? Um den Kern der Sache besser zu erfassen, vergleichen wir unser System mit einem Raumschiff. Nachdem wir das Sonnensystem mit einem Raumschiff im Flug verglichen haben, versuchen wir nun herauszufinden, ob dieses Raumschiff mit einer Sicherheitsbremse ausgestattet war oder ob es einfach treibend durch das Meer der Sternbilder navigiert, den Gravitationswinden und den elektromagnetischen Feldern des Weltalls ausgesetzt.

171. Aber warum musste Gott das Sonnensystem mit einer Sicherheitsbremse ausstatten, um seine Reisegeschwindigkeit stabil zu halten? Das ist die umgekehrte Frage zur vorherigen. Nun, ich denke, die Notwendigkeit ist so offensichtlich wie die Tatsache, dass alle Körper des Universums den Gesetzen unterliegen, die es regeln. Wenn die Räder beschleunigen, tut das Chassis das dann nicht gleichzeitig? Wenn die Sonne Gas gibt, werden die Planeten dann nicht die Folgen zu spüren bekommen?

172. Und inwieweit wird sich diese hypothetische Beschleunigung auf die zentralen Transformatoren der Planeten auswirken, insbesondere auf den der Erde, nachdem der direkte Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit und Wärme entdeckt wurde? Was aber, wenn nun die Geschwindigkeit der Sonne aufgrund elektrodynamischer Fernwechselwirkungen abrupt sinken würde? Oder anders gesagt: Hat sich Gott den Kopf zerbrochen, um ein autonomes ökosphärisches Substrat für die Ebene der biosphärischen Wechselbeziehungen zu schaffen, um dann die gesamte geophysikalische Architektur durch einen konstellationsbedingten Kurswechsel der Zerstörung auszusetzen? Er zog Linien, verschob Kontinente von einer Hemisphäre zur anderen, schuf seismologisch aktive Zonen, regulierte die geonukleare Thermodynamik, überließ nichts dem Zufall, kein loses Ende entging ihm. Und nun, da das Abenteuer des Lebens gerade erst begann, wollte er das Sonnenschiff nun den interkonstellarischen Strömungen überlassen? Die Notwendigkeit, Flugbahnen im Zeitverlauf zu korrigieren, Schwankungen im Raum zu kontrollieren und die Materie per Fernsteuerung zu lenken, zwang die Schöpferische Intelligenz dazu, das Sonnensystem mit einer Sicherheitsbremse auszustatten, die die Reisegeschwindigkeit des Zentralgestirns innerhalb eines Bereichs von Höchst- und Mindestwerten hält. Die Frage ist, auf welche Art von automatischer Bremse ein Astrophysik-Ingenieur zurückgreifen muss, wenn er ein Sonnensystem in eine Umlaufbahn bringt. Aber wenn wir nicht wissen, zu welchem Typ das Sonnensystem gehört, können wir die Antwort natürlich kaum finden. Die Antwort liegt direkt vor unseren Augen.

 

 

SECHSTER TEIL

ENTSTEHUNG DES SONNENSYSTEMS

 

KAPITEL 21. – ANGEWANDTE FINITISTISCHE SYSTEMOLOGIE (DYNAMISCHE STRUKTUR DES SONNENSYSTEMS

 

173. Die Antwort auf das im vorigen Abschnitt dargelegte Rätsel, nämlich: Welche Art von automatischer Bremse hält die Reisegeschwindigkeit des Sonnensystems trotz des Gravitationsgesetzes, das aufgrund der abnehmenden Entfernungen zwischen der Sonne und jedem Punkt, dem sie sich nähert, eine konstante Beschleunigung erfordert, konstant? – Die Antwort auf dieses Dilemma ist eindeutig. Nun gut, und ich gestehe meinen Fehler ein, doch die Pflicht gebietet es, die Natur des Problems genauer zu spezifizieren. Ich meine, wir sind es gewohnt – oder waren es zumindest –, mit einer Momentaufnahme des Sonnensystems zu arbeiten. Hier ist sie:

 

 

174. Aus Trägheit und aufgrund einer virtuellen Simulation, die uns während unserer intellektuellen Ausbildung eingeprägt wurde, neigen wir dazu, allwissend zu sein, und es genügt uns, die Keplerschen Gesetze auf das imaginäre Bild anzuwenden, um uns wie Gott zu fühlen. Diese Prägung reicht Jahrhunderte zurück, und das Bild ist so subtil in unserem Innersten verankert, dass es den Fachleuten der intellektuellen Bildung genügt, mit dem Taktstock ihrer staatlichen Regime Ordnung durchzusetzen, um das Problem abzuschließen. Tatsache ist, dass dieses vereinfachte Bild der keplerschen Bewegung heutzutage nur noch für geistig zurückgebliebene Menschen und für Intelligenzen ohne jegliche eigenständige Aktivität und ohne jegliche Fähigkeit zum kritischen Urteilsvermögen typisch ist. Tatsächlich sieht das Ergebnis gut und sogar schön aus und erreicht sein Ziel: Selbst der größte Dummkopf fühlt sich größer als der heilige Thomas und der heilige Augustinus zusammen. Was die Übereinstimmung mit der Realität angeht, so ist dieses Bild eines in der Zeit erstarrten Sonnensystems das genaue Gegenteil der Physik eines Sonnensystems, das sich zwischen Himmelskörpern bewegt, die nur wenige Lichtjahre entfernt sind und mit denen es ganz offensichtlich – Kakophonie? – einen offenen Sternhaufen bildet. Hier ist das Sonnensystem, offen für die Mitglieder seines Sternhaufens:

 

 

 

175. Wenn wir die Parameter der offenen Sternhaufen unseres Himmels als Maßstab nehmen und diese mit denen von Doppel- und Mehrfachsternsystemen kombinieren, bei denen die Abstände zwischen den Himmelskörpern eines einzelnen Sternsystems oft größer sind als beispielsweise die Entfernung zwischen der Sonne und Alpha Centauri, dann frage ich mich: Wo bleibt das Bild für Kinder, die gerade erst in die Astrophysik eingeführt werden, das in den Tagen von María Castaña aus Keplers Werkstatt stammte? Man sagt, das Gesetz gelte bei unendlichen Entfernungen – und wird bestritten, dass dasselbe Gesetz auch zwischen Körpern wirkt, die nur vier oder fünf Lichtjahre voneinander entfernt sind? Hat im Laufe des 19. Jahrhunderts neben dem gesunden Menschenverstand auch die Vernunft verloren, und niemandem im 20. Jahrhundert – nachdem sich die Akademie auf das Abenteuer der Suche nach dem Ursprung des Kosmos begeben hatte, bereits bequem in dem Raumschiff der Zeit untergebracht, das die Gelehrten zum Kern des Ursprungs führen und von dort durch eine Raumfalte zum Ende springen sollte … niemandem kam es in den Sinn, den Knopf zu drücken und das Bild eines in der Zeit eingefrorenen Sonnensystems in Gang zu setzen, das Kepler in die Zukunft geschickt hatte. Nicht einmal, um sich eine Weile zu amüsieren. Der Dogmatismus der Anhänger der Einstein’schen Revolution erwies sich als so primitiv und stark, dass sich selbst angesichts der aktuellsten dynamischen Berechnungen kein Astronom traute, den Finger an den Knopf zu legen und das Sonnensystem so zu betrachten, wie es tatsächlich in Raum und Zeit existiert – eingebettet in einen lokalen Sternhaufen und mit Planeten, die eine feste Struktur aufweisen. Es ist daher so deprimierend, dass es einen zum lautesten Gelächter treibt , ein von Professoren verfasstes Astronomie-Lehrbuch aufzuschlagen – wie zum Beispiel das Lehrbuch der Complutense-Universität Madrid, um mich nicht in anderen, subtileren Sprachen zu verlieren – und zu lesen, dass Pluto ein gasförmiger Körper sei. Da man gut erzogen ist, hält man das Erbrechen zurück. Fahren wir also fort.

176. Ich habe oben gesagt, dass die Antwort auf die Frage, warum die Geschwindigkeit des Sonnensystems sich dem Geltungsbereich des Gravitationsgesetzes entzieht, unter dessen Kraft das gesamte Universum steht, eine eindeutige, einfache und logische Antwort sein muss. Ich erkenne nun, dass verbale Ausdrücke im Gegensatz zur Mathematik eine so tiefgreifende Mehrdeutigkeit besitzen, dass sie in der Lage sind, die Reinheit selbst des gewaltigsten Berges von Zahlen in ihrem Abgrund zu verschlingen. Und ich möchte dieses Rätsel erklären. Das Wort ist letztlich ein Vehikel, das in seinem Inneren verschiedene Reisende befördern kann, und je nach Reisendem kann es vorkommen, dass ein Wort seine ursprüngliche Bedeutung verliert und eine neue annimmt. Politiker sind Meister dieser Kunst. Aber nicht nur sie – seien wir nicht zu hart zu diesen kleinen Tierchen. Die Zahl zum Beispiel ist ein vollkommenes Wesen, ihre Bedeutung ist nicht übertragbar, göttlich in ihrer Unbestechlichkeit, und daher rührt die heidnische, wilde Verehrung, die Mathematiker für diese Wesen empfinden. Eine Vier ist eine Vier, und ob sie nun auf Bananen oder Mäuse angewendet wird – das Wesen und die Substanz der Vier als abstraktes, reines, makelloses Wesen bleibt trotz aller Veränderungen bestehen. Ich, der ich ein Trottel bin und als solcher als Beispiel diene – denn ich kann ebenso gut ein Idiot wie eine Blume sein, woraus sich die Mehrdeutigkeit des Wortes ergibt, eine Verwirrung, der sich die Zahl unter keinen Umständen hingibt –, und weil ich die Notwendigkeit verteidige, den Knopf der Solaren Systemologischen Bewegung zu drücken, um die keplerschen Traumata und die aus vergangenen Jahrhunderten geerbten Komplexe zu überwinden, behalte ich mir das Lachen vor, das es in mir auslöst, wenn ich im Netz die kompromisslose Verteidigung dieses veralteten systemologischen Systems sehe, das, wenn es seinerzeit auch zur Revolutionierung entstanden ist, heute das reaktionärste System ist, das ich kenne. Ich weiß nicht, warum die Astronomen ihrer Aufgabe nicht nachkommen und den Berg an Daten nicht aufarbeiten, mit dem – hätten Kepler und Newton damit gearbeitet – das fertige Bild des überlieferten Systems längst die lange Liste der Fehler ergänzt hätte, die zwar als Schritt nach vorn notwendig sind, aber der Zivilisation feindlich gegenüberstehen, weil sie sich weigern, der Geschichte zu weichen.

177. Doch dass eine Antwort eindeutig sein kann, bedeutet nicht, dass sie nicht komplex sein darf. Alles hängt von dem Modell ab, mit dem man arbeitet. Stößt die Argumentation auf eine Intelligenz, die im archetypischen Bild verhaftet ist, das Planeten mit Gasbällen gleichsetzt, gelangt man letztendlich zur Brücke der Seufzer, um über das Wasser ein melancholisches „Armer Kleiner!“ zu schreiben. Ist dieses Problem überwunden und unter der Voraussetzung, dass die uns zur Verfügung stehende Datenbank es unmöglich macht, eine Antwort aufrechtzuerhalten, die aus einer Reihe von Daten gewonnen wurde, die im Vergleich zu dem Berg des Wissens, von dessen Gipfel aus wir erneut auf das Universum, den Kosmos und das Sonnensystem blicken, kaum ins Gewicht fallen, liegt die Entscheidung bei uns, und die Verarbeitung dieser Ansammlung von Parametern, deren endgültige Übereinstimmung und da sie auf einer neuen Datenreihe basiert, muss sie uns logischerweise eine lokale stellare Architektur vor Augen führen, in Bezug auf die – ohne das keplersche Fotofinish zu leugnen – diese angewandte finistische Systemologie nichts anderes sein will als der Anfang und niemals der Schlusspunkt der zentralen Frage dieses Abschnitts: Warum ist die Geschwindigkeit der Sonne stabil und weicht vom Gesetz der universellen Gravitation ab, wonach sich die Geschwindigkeit der Sonne in Abhängigkeit von der Entfernung verdoppeln müsste, je näher sie sich einem astrophysikalischen System nähert?

178. Es zeigt sich, dass eine Antwort allein aufgrund ihrer Komplexität dennoch einfach sein kann. Man muss sie in ihren wahren Kontext einordnen. Die Natur des Problems, das sie verkörpert, präzisieren. Definieren, welches Gesetz sie hervorruft. Raum schaffen und auf der Leinwand unseres Verstandes die Natur der Frage skizzieren, auf die wir eine Antwort suchen. Es gibt einen Moment, in dem die Experten eingreifen müssen, denn sie verfügen über jene Datenbank, anhand deren Verarbeitung sich die Einordnung der Sonne in einen Sternhaufen – mehr oder weniger offen und mehr oder weniger dicht besiedelt, je nach der graviti n Architektur, die sich aus diesen Daten ergibt – gegebenenfalls belegen oder widerlegen lässt. Nehmen wir eine neue lokale stellare Erweiterung auf 20 Lichtjahre:

 

 

179. Wie viele offene Sternhaufen könnten uns als astrophysikalisches Modell dienen? Offensichtlich sprechen wir hier von einer echten Revolution auf der Ebene der Konzeption dessen, was ein Sternhaufen ist. Es gilt, alte Konzepte zu verwerfen und von Doppelsternsystemen ausgehend so weit voranzuschreiten, bis sich im universellen Raum regionale Gravitationsfelder eröffnen, innerhalb deren Grenzen sich die Himmelskörper wie Atome in einem astrophysikalischen Molekül verhalten. Dies würde erklären, warum die stellaren Formationen am Himmelsgewölbe optisch konstant sind, warum die Entfernungen und Geschwindigkeiten der Sternensysteme innerhalb des Universellen Milchstraßennetzes konstant sind, und würde uns ein Universum vor Augen führen, das sich wie ein kristalliner Körper verhält, der von Gravitationsströmen gespeist wird, in Abhängigkeit von denen sich der Gesamtenergieverbrauch im Laufe der Zeit innerhalb einer Bandbreite von Maxima und Minima hält. Daraus ergeben sich die Schwankungen der Sternenleuchtkräfte. Dies impliziert natürlich Gott, aber in diesem kosmologischen System wird Gott als gegeben vorausgesetzt; lassen Sie uns also nun die lokale Antwort auf das Problem der Konstanz der Geschwindigkeit der Sonne hervorheben.

180. Nun muss ich mich selbst korrigieren, nachdem ich den wirklich wichtigen Punkt hervorgehoben habe: die Existenz der Sonne als Teil eines Sternensystems; führt mich mein eigener Gedankengang dazu, die Umwandlung der Planetenmasse in einen Mechanismus zur Korrektur der Sonnenbahn zu definieren, durch dessen Wirken die Zentrifugalkraft, der die Sonne als Reaktion auf die Bewegung ihres Systems innerhalb eines kumulativen Gravitationsfeldes ausgesetzt ist, aufgehoben wird und auf einen bestimmten konstanten Wert festgelegt wird. Habe ich zuvor gesagt: „Wir müssen lediglich die Gesamtmasse der Planetenfamilie in eine Mitnahmemasse umwandeln, und schon haben wir die stabilisierende Bremse für die Reisegeschwindigkeit der Sonne“, so denke ich nun, dass diese Umwandlung ihren Schwerpunkt in der Korrekturgleichung der Sonnenbahn hat, durch die, wie ich bereits sagte, die Zentrifugalkraft, der die Sonne ausgesetzt ist, durch die Umwandlung der Planetenmasse in eine Fernsteuerung der Richtung überwunden wird. (Wenn euch ein Einwand in den Sinn kommt, stellt euch vor, ihr rennt los, indem ihr nur eure Körper mitzieht, und wiederholt dann denselben Vorgang, indem ihr euch einen Sandsack auf den Rücken werft. Das nur vorweg. Doch bevor wir uns nicht den Globus wie jener Titan auf den Rücken laden, sondern die neun Planeten mit ihren Monden und die Sonnenringgürtel, bevor wir den Hebel ergreifen, um das Universum zu bewegen, müsst ihr den Ballast der veralteten Vorstellung von den Planeten als riesige Gasbälle, die zwischen den elektromagnetischen Fäden des Sonnenfeldes schweben, ablegen.)

181. Ich möchte auf dieses Thema noch einmal eingehen, weil ich es für wichtig halte. Die wissenschaftliche Behauptung, Planeten seien unter dem Einfluss der Schwerkraft komprimierte Gasbälle, ist eines dieser primitiven pseudowissenschaftlichen Argumente, die typisch für den Fundamentalismus des 20. Jahrhunderts sind und sich in keiner Weise von selbst tragen, aber im 21. Jahrhundert als Symbol für die Unterwerfung der Universitäten unter das Genie des wissenschaftlichen Atheismus fortbestehen. Wie lange noch werden Dummheit und Genialität als zwei Seiten derselben Medaille nebeneinander bestehen? Das lässt sich nicht so einfach sagen. Noch bis gestern, um ein Beispiel zu nennen, war der Mars ein Gasball, genau wie die Venus, der Merkur, der Jupiter, der Saturn und die übrigen Mitglieder unseres Sonnensystems. Und so wird es auch weiterhin in den Lehrbüchern beschrieben, die von den renommiertesten Köpfen des Planeten für den Massenkonsum verfasst wurden. Die Fotos und Expeditionen zum Mars und seinen Nachbarn dienen uns als Beweis in dieser Frage – der absurden Vorstellung von den Planeten als Gaskörpern. Dennoch reichen die Beweise nicht aus, um diese beschämende Lüge aus den Lehrbüchern der Astronomie und den Naturwissenschaftsbüchern zu tilgen. Es ist daher geradezu lächerlich, ja fast schon eine Farce, zu sehen, wie die bedeutenden Genies der astronomischen Observatorien auf der ganzen Welt weiterhin das Evangelium von der gasförmigen Natur der Planeten predigen. Sie müssen einen verborgenen Grund haben, mit ihren Lippen zu bekennen, was ihre Ohren als Ketzerei empfinden. Nun gut, sollte es an einer der Universitäten dieser Welt einen herausragenden Superweisen geben, der beweisen kann, dass der Mars eine Gaskugel ist, dann soll er nicht zögern und uns exorzieren – –, denn wenn wir dem Willen eines solchen Megagottes folgen, werden wir in die Hölle der Dummköpfe gehen. Es ist peinlich – sage ich –, in Astronomie-Lehrbüchern Worte zu sehen, die nur aus dem Mund eines Idioten entschuldbar wären; peinlich, weil diejenigen, die sie schreiben, allesamt Koryphäen sind, Inhaber von Lehrstühlen und dergleichen. Verdient das 21. Jahrhundert den typischen Geist eines Dummkopfs als Lehrer und Führer zum Wissen über das Universum? Die Frage bleibt: Unter welcher Philosophie werden wir einer „Kosmologie für den Selbstmord“ das Wort erteilen, wohl wissend, dass ihre Auswirkungen auf die Nationen – diesmal mit unendlich tödlicheren Vernichtungsmitteln in ihrer Reichweite – dieselben sein werden? Erinnern wir uns daran, dass Satan nicht mit dem Schwert tötete, sondern mit dem Wort; denn auch wenn es noch immer Menschen gibt, die es nicht glauben, ist die ultimative Waffe – zum Guten wie zum Bösen – das Wort. Wie kann man also heutzutage glauben, dass Pluto ein Gasball sei? Heutzutage muss man schon ein echter Trottel sein, um solch einen Unsinn zu lehren, und ein Idiot, um ihn zu glauben. Für den, der schreibt, und den, der außerhalb dieses für das 20. Jahrhundert typischen tödlichen Kreises liest, geht es uns jetzt darum, herauszufinden, wie die Summe der gesamten Planetenmasse bei der korrigierenden Stabilisierung der Reisegeschwindigkeit der Sonne ins Spiel kommt. Kehren wir also zu dem betreffenden Problem zurück, zu dem uns die Umstände selbst ein anderes Mal wieder in den Schlund dieses Schwarzen Lochs führen werden, in dessen Bauch die Gehirne der Jugend weltweit gewaschen werden, in denen wider die Natur geschrieben steht, dass Planeten Gasbälle seien. Und ich bin Rotkäppchen, das ist klar.

182. Nehmen wir also den Faden wieder auf. Bei einer Reisegeschwindigkeit X befindet sich unter den Sternbildern des Himmels ein Stern namens Sonne. Die Reibung dieses Raumschiffs an der Flugoberfläche ist zu vernachlässigen, um seine Geschwindigkeit zu bremsen; und was noch selbstverständlicher ist: Der Anstoß der Zentrifugalkraft, der seine Umlaufbahn unterliegt, treibt dieses Raumschiff aus dem Gravitationsfeld hinaus, zu dem es gehört. Unser Problem besteht darin, zu verstehen, warum sich seine Annäherungsgeschwindigkeit gegenüber dem Stern, auf den es sich zubewegt, im Laufe der Zeit nicht erhöht. Unabhängig davon, ob die Sonne nun in einer geraden Linie oder auf einer gekrümmten Bahn fliegt: Während die Sonne durch den interstellaren Raum navigiert, verkürzen sich die Abstände zwischen ihr und dem scheinbaren Annäherungspunkt. Das liegt auf der Hand. Und sobald sich der Abstand zwischen der Sonne und dem scheinbaren Annäherungspunkt verkürzt, nimmt die Anziehungskraft zwischen der Sonne und diesem stellaren Punkt zu. Das Gesetz der Schwerkraft gilt. Mit zunehmender Anziehungskraft zwischen der Sonne und dem als Bezugspunkt dienenden Sternsystem steigt die Annäherungsgeschwindigkeit. Folglich steigt die Reisegeschwindigkeit unseres Systems. Und sie nimmt weiter zu. Je kürzer die Entfernung zwischen zwei Himmelskörpern wird, desto höher wird die Geschwindigkeit des kleineren der beiden. Dabei kann es sich um die Sonne handeln oder auch nicht. Ob die Sonne nun der größere oder der kleinere Himmelskörper des betreffenden Paares ist – Tatsache ist, dass sich ihre Reisegeschwindigkeit verändert. Aber da wir gerade von der Sonne sprechen … lassen Sie uns darüber sprechen.

183. Ich glaube, der Abstand der Sonne zum nächsten Sternensystem beträgt nur wenige Lichtjahre. Proxima Centauri ist etwa vier Lichtjahre von der Sonne entfernt. Es wurden sogar noch näher gelegene Sterne entdeckt. Bei der Geschwindigkeit, mit der sich die Sonne bewegt – etwa 600 Kilometer pro Sekunde –, würde der Zusammenstoß zwischen der Sonne und dem Proxima-Centauri-System, ab dem jetzigen Zeitpunkt gerechnet, in etwa 500 Jahren stattfinden. Wir stellen uns nun ganz direkt die Frage: Wie viele Tausend Jahre schon segelt die Sonne zwischen den Sternbildern des Himmels dahin? Und können wir aus diesen Millionen von Jahren, in denen das Leben auf der Erde seinen Lauf genommen hat, ohne eine tödliche Störung zu erfahren, nicht auf die Stabilität der Reisegeschwindigkeit der Sonne schließen? Und haben wir nicht das Recht zu glauben, dass die Geschwindigkeit der Sonne eine Konstante ist? Und wenn sie eine Konstante ist – zwingt diese Konstante dann nicht dazu, die Phänomenologie der Schwerkraft zu korrigieren, nicht als Gesetz, sondern hinsichtlich ihrer Natur? Ich möchte diesen Abschnitt mit dem Hinweis abschließen, dass meine Fragen darauf abzielen, neue Perspektiven zu eröffnen, niemals Wege zu versperren. Im Rahmen meines Wissens versuche ich, das Ganze so weit wie möglich zu verdichten, um den Prozess aus einer dynamischen Perspektive zu betrachten. Ich kann mir das keplersche „Fotofinish“ nicht vorstellen, und wenn ich die Bewegung der Planeten um die Sonne mit etwas vergleiche, dann mit einem elektrischen Strom, der durch einen Metallstab fließt, ähnlich einem Solenoid. Die e Winkelform der in einen dreidimensionalen Raum projizierten Umlaufbahnen verdeutlicht die Notwendigkeit eines Fluges in Stromwellen, bei dem die Sonne den Platz des Metallstabs einnimmt. Ungefähr so:

 

 

 

184. Ausgehend von diesem Bild vereinfacht sich die dreidimensionale Fragestellung, und es lassen sich die nutationellen Unregelmäßigkeiten einiger äußerer Umlaufbahnen ableiten. In einem anderen Abschnitt, der ausschließlich dem Sonnensystem gewidmet ist, werde ich auf das Thema zurückkommen und versuchen, das Bild durch die Einbeziehung physikalischer Daten genauer zu definieren. Ich beabsichtige mit diesem solenoidalen Bild nichts anderes, als das in der Zeit erstarrte Bild zu verschieben, das seit den Zeiten von Kepler, Galileo und Newton im Umlauf ist und das in der heutigen Zeit zu einer Mauer geworden ist, zu einem billigen Idol, vor dem sich jeder für ein Genie hält und, die Knie beugend, beruhigt nach Hause geht, weil er ja schon alles weiß.

185. Die Akademie, stets so brillant, versteht es, sich in jedem Moment die Erklärung zu suchen, die ihr am besten passt, um ihren Ruhm angesichts der Kritik der Zukunft unversehrt zu bewahren. Denn offenbar bewegt sich die Sonne auf einer ungewöhnlichen Bahn, sodass sie den gravitativen Kontakt mit den anderen Sternbildern meidet. Indem sie sich unwissend gibt, ganz im Stil jenes Sokrates, der nur wusste, dass er nichts wusste, dabei aber alles wusste, verbietet die Akademie den Universitäten, die Unwahrheiten aus den Astronomie-Lehrbüchern zu streichen, auf denen ihre Vorstellung vom Sonnensystem und dessen Platz im Universum beruht. Denn ganz klar: Wenn die Sonne keine natürliche Bahn verfolgt, wie es für einen Körper, der dem Gesetz der universellen Schwerkraft unterliegt, zu erwarten wäre – welche Art von Bahn beschreibt die Sonne dann zwischen den anderen Sternensystemen in ihrer Nachbarschaft? Die kindliche Berechnung, die ich oben in Bezug auf Proxima Centauri angestellt habe, lässt sich auf die letzten 500 Millionen Jahre hochrechnen. Da die Sonne in dieser Zeit 500.000 Mal am Rande einer Kollision stand und es doch nicht dazu kam, gibt mir das Anlass, die idyllische Vorstellung einer einsamen Sonne, die keinem Sternhaufen angehört, von der Landkarte zu streichen. Und euch sollte das abrupt zum Innehalten bringen, und wenn ihr nach oben blickt, solltet ihr unter euren Füßen die Schwingungen des stellaren Motors spüren. Fragt euch selbst, wie es möglich ist, dass die Sonne in den Millionen von Jahren, in denen sie mit 600 km pro Sekunde dahinschwebt, mit keinem dieser Herren aus ihrer Nachbarschaft kollidiert ist. Erscheint es euch nicht logisch anzunehmen, dass sie es weder konnte noch kann, weil die Sonne ganz einfach zu diesem Sternhaufen gehört? Ich beharre auf diesem Bild:

 

 

 

186. Das ist tatsächlich eine interessante Frage, die aufgrund der Einfachheit ihrer Formulierung wie eine unbedeutende Kleinigkeit klingen mag. Ein schwerwiegender Irrtum. Oder interessiert sich der Passagier, der in ein Flugzeug steigt, etwa überhaupt nicht für die Mechanik des Flugzeugs, obwohl wir doch wissen, dass man in der Luft sein Leben riskiert? Ist die Sonne nicht in gewisser Weise ein ewig in der Luft schwebendes Raumschiff, vollgepackt mit Passagieren? Was die Aufrechterhaltung der Eigenbewegung des Sonnenraumschiffs betrifft, so können wir dies ableiten, indem wir die phänomenologische Beobachtung der Sonnenphotosphäre in den Verbrauch des Treibstoffs umrechnen, der erforderlich ist, um einen Körper im Weltraum anzutreiben. Inwiefern unterscheiden sich die großen Sonneneruptionen nicht vom Triebwerksstrahl, der ein Raumschiff in die entgegengesetzte Richtung seiner Emission antreibt? Unterliegen nicht beide Phänomene demselben Gesetz von Aktion und Reaktion? Nehmen wir für einen Moment an, dass dies der Fall ist. Und da wir den elfjährigen Zyklus kennen, dem die Temperatur des Sonnenkörpers in der Photosphäre unterliegt – da dieser Zyklus der Erwärmung der Photosphäre einem stabilen Zyklus unterliegt –, können wir dann nicht aus seiner Konstanz die Mechanik des kontrollierten Antriebs ableiten, die die Reisegeschwindigkeit der Sonne bestimmt, wobei diese Mechanik wiederum dem Gesetz der Umwandlung von Gravitationsenergie in Lichtenergie unterliegt? Die Antwort ist schwierig, aber nicht unmöglich.

187. Betrachten wir die Reaktion der Sonne auf den Vorbeiflug des Kometen Hale-Bopp. Erinnert ihr euch daran? Ist die außergewöhnliche Sonneneruption, die unmittelbar nach dem Vorbeiflug des Kometen Hale-Bopp auf der Sonnenoberfläche zu beobachten war, nicht ein Phänomen, das ausreicht, um uns den Zusammenhang zwischen Temperatur, Gravitationsdichte und Umwandlungsgeschwindigkeit bewusst zu machen – in diesem Fall ausgelöst durch eine Wellenfront mit festem Kopf? Und wenn der Zusammenhang zwischen dem Vorbeiflug von Hale-Bopp und der beobachteten außergewöhnlichen Sonneneruption eine wissenschaftliche Tatsache ist – wie soll man dann weiterhin die Beziehung zwischen der Sonne und den Planeten innerhalb derselben Verhaltensparameter aufrechterhalten, wenn ein winziges, Körper ausreicht, um die Umwandlungsgeschwindigkeit eines ganzen Sterns für eine bestimmte Zeit zu beschleunigen!

188. Eine der Grundsäulen der Entwicklung des menschlichen Denkens besteht darin, die Ursachen für beobachtete Wirkungen zu ergründen und umgekehrt ausgehend von gegebenen Ursachen die Wirkungen zu entdecken. Dank der Fähigkeit des Verstandes, sich der Instrumente der Logik zu bedienen, konnte das Abenteuer des Denkens ungeahnte Höhen erreichen. Doch im Laufe der Zeit und nach vielen Heldentaten begingen die einst revolutionären Denker das verhängnisvolle Verbrechen, die Ursache der beobachteten Wirkung zu beseitigen, weil die Entdeckung ihren subjektiven Interessen und irrationalen Emotionen zuwiderlief. Nachdem das 20. Jahrhundert im Netz eines wissenschaftlichen Atheismus verloren gegangen war, der Ursachen auslöschte und Argumente gegen die Logik der Realität vorbrachte, ist zu vermuten, dass die Erben jener Genies wissen, wie man den Weg zwischen Wirkung und Ursache verdreht und die Unwissenden in den Abgrund einer altmodischen Irrationalität führt. Denn so schwer es auch zu glauben sein mag: Die Wissenschaft wurde atheistisch, um sich selbst zu beweisen, dass sie mehr wusste als Gott. Dass ihr Diskurs am Vorabend des Ersten Weltkriegs endete, veranlasste sie während des Kalten Krieges nicht dazu, über die Pathologie nachzudenken, in die ihre Intelligenz ihre Logik hatte abgleiten lassen. Diese Pathologie hieß Atheismus. Aber kehren wir zum Thema unseres Sonnensystems zurück.

189. Der Erste, der über alle Faktoren nachdenken musste, die im Hinblick auf die dynamische Stabilität des Sonnensystems zu berücksichtigen waren, war der Ingenieur, der dessen Schöpfung innerhalb eines astrophysikalischen Molekülnetzwerks namens „Himmel“ plante. Die größte Hürde, die Gott zu überwinden hatte, stellten die Millionen von Jahren dar, die die Evolution des Artenbaums für dessen Entstehung und Wachstum erforderte. Während im Falle der Schöpfung der Biosphäre die Prozesse beschleunigt werden konnten, ohne einen wissenschaftlichen Konflikt hervorzurufen, galt und gilt im Falle des Lebens ein ganz anderes Gesetz. Auf dem Gebiet des Lebens, sagen wir es so: Die Gesetze sind strenger. Die Millionen von Jahren, die die Evolution des Lebens auf der Erde von Gott erforderte, mussten ihm zwangsläufig ein komplexes System von systemologischen Gleichungen vorlegen. Darunter waren die beiden großen und wichtigsten Herausforderungen, die seine Intelligenz bewältigen musste: wie die Reisegeschwindigkeit der Sonne in Raum und Zeit konstant zu halten und wie ihrem System eine Flugroute zu geben, auf der sie zwischen den Sternbildern gleiten konnte, ohne sich in deren Systeme zu integrieren. Und auf der Suche danach, wie er dies bewerkstelligte, befinden wir uns gerade.

190. Die Flugautonomie, die den Sternen durch ihre Eigenschaft als Umwandler von Energie in Licht und Wärme verliehen wird – ein Phänomen, das dem Verhalten eines angeregten Teilchens sehr ähnlich ist, das sich durch die Abstrahlung eines Subteilchens verteidigt –, ist ein Aspekt, der die Notwendigkeit impliziert, die Hypothese der astrophysikalischen Bewegung ausgehend von und ausschließlich auf der Grundlage des Gesetzes der universellen Gravitation zu korrigieren. Man leugnet sie nicht, sondern korrigiert lediglich ihre Definition. War das Gesetz bisher die einzige Kraft, so verfügen wir fortan über eine Mechanik der Energieumwandlung, deren Auswirkungen unter anderem die für die Aufrechterhaltung einer konstanten Geschwindigkeit des Systems erforderliche Antriebsautonomie erzeugen. In diesem Zusammenhang dient uns die Phänomenologie der Sonnenphotosphäre als Bezugsrahmen, von dem aus wir das Bild eines Himmelskörpers als autonom angetriebenes Raumschiff aktivieren können, das durch die Umwandlung seiner Energie den für die Aufrechterhaltung des Anfangsimpulses notwendigen Treibstoff erzeugt. Eine andere Sache ist es, dass die Akademie in ihrer wissenschaftlichen Irrationalität die Anwendung des Aktions-Reaktions-Gesetzes auf stellare Flares und siderische Geschwindigkeit leugnen will. Der Autor sieht nicht, wie eine solche Leugnung bewiesen werden könnte, und zieht es daher vor, mit seiner Darstellung über die Beziehung zwischen den Planeten und der Drehung der Sonne während ihrer Bahn zwischen den Konstellationen, die ihre Umlaufbahn markieren, fortzufahren.

191. Stellen wir uns folgenden Fall vor: Wir haben das System, in dem wir den Baum des Lebens anbauen werden. Wir wissen mit Sicherheit, dass vom Zeitpunkt der Pflanzung bis zur Ernte seiner Früchte Millionen natürlicher Jahre vergehen müssen. Wir wissen auch, dass die Entwicklung des Lebens erfordert, dass die Natur ihre Struktur unter den ihr eigenen Bedingungen aufrechterhält. Das bedeutet , dass wir eine Beeinträchtigung des Evolutionsprozesses durch externe kosmologische Faktoren vermeiden müssen. Dies zwingt uns dazu, das biosphärische System so zu schützen, dass es zwar weiterhin Teil eines Universums ist, die Existenz dieses Universums jedoch keine tödliche Störung für das System darstellt. Wie lässt sich das bewerkstelligen? Die Reisegeschwindigkeit der Sonne selbst, etwa 600 Kilometer pro Sekunde, und ihre Unterwerfung unter das Gesetz der Schwerkraft besagen, dass diese Geschwindigkeit im Laufe der Zeit zunehmen muss – was genau das ist, was wir nicht wollen. Folglich sind wir gezwungen, das Sonnensystem mit einer Sicherheitsbremse auszustatten, die automatisch greift und als Reaktion auf die zunehmende Geschwindigkeit ausgelöst wird. Das ist das Ziel. Schauen wir uns an, welche praktischen Lösungen unser Schöpfer gefunden hat.

192. Die erste praktische Lösung war logisch: Das Sonnenschiff so zu beladen, dass die Gravitationsbeschleunigung durch die Bewegungsarbeit gebremst wird und das Schiff gezwungen ist, diese exogene Beschleunigung in die Kraft umzuwandeln, die erforderlich ist, um die Bewegungsarbeit der Bremslast zu verrichten. Auf diese praktische Weise würde das Sonnenschiff seine Reisegeschwindigkeit stets konstant halten und gleichzeitig der Trägheitstendenz entgegenwirken, mit der Zeit an Geschwindigkeit zu gewinnen. Aber übertragen wir diesen Fall auf den Boden. Stellen wir uns vor, wir hätten ein mit Kraftstoff beladenes Fahrzeug. Die Zeit, die das Fahrzeug auf der Straße verbringt, hängt neben der erreichten Geschwindigkeit auch von dem Gewicht ab, mit dem wir es beladen. Wenn wir den Kofferraum maximal beladen, verkürzen wir die Betriebszeit, die der Tank leisten kann. Diese Art von Bremse werden wir als exogen bezeichnen.

193. Stellen wir uns nun aber eine noch ausgefeiltere Art exogener Bremse vor. Stellen wir uns vor, dass sich das Gewicht der Ladung im Kofferraum vervielfacht, je weiter die Maschine voranschreitet. Würde nicht der Moment kommen, in dem die Maschine gebremst und unter dem durch diese exogene Bremse entstandenen Gewicht zerquetscht würde? Die Frage lautet: Verfügt die Sonne über diese Art exogener Bremse, sodass sich das Gewicht der Planeten mit der im Laufe der Zeit gewonnenen potenziellen Energie vervielfacht? Und umgekehrt: Wird nicht gerade durch dieses Gesetz der Zunahme der potenziellen Energie und ihrer Umwandlung in Gewicht die Tendenz der Sonne gebremst, sich gemäß dem Gesetz der universellen Gravitation zu verhalten?

194. Da die Vorstellungen über die Natur der Planeten falsch sind, müssen es auch die Zahlen sein. Das veranlasst mich zu der Feststellung, dass man zu keinem Ergebnis gelangen kann, solange die Diktatur der Kosmologie des 20. Jahrhunderts der Intelligenz des 21. Jahrhunderts weiterhin ihr dogmatisches Gesetz und ihren rationalistischen Absolutismus aufzwingt. Noch bis gestern war der Mars – wie ich bereits sagte – ein Gasball. Wenn wir also darauf warten müssen, dass die Sonden den Pluto erreichen, um seinen Körper in geophysikalische Masse umzurechnen, dann können wir uns genauso gut hinsetzen und auf den Tod warten; der Tod wird eher kommen als die Sonde zum Pluto. Sobald die korrekten Berechnungen vorliegen, können wir beginnen, auf der Grundlage von Fakten zu arbeiten und nicht auf der Grundlage von Argumenten, die durch Auszeichnungen aufgezwungen wurden. Lassen wir also die destruktive Kritik an solchen Genies hinter uns, reisen wir weiter an Bord des Sonnenschiffs und stellen wir uns weiterhin Fragen.

195. Die Sonne nähert sich einem Sternensystem, und folglich wird ihre Beschleunigung trotz der exogenen Bremse noch weiter in die Höhe schnellen. Wie werden wir dieses neue Problem bewältigen? In dem Fantasiespiel, das wir ins Leben gerufen haben, haben wir das Kommando, wir steuern das Raumschiff, und daher hängt seine Zukunft von uns ab. Was wir jetzt tun sollten, ist, das Steuerrad zu ergreifen und zum Beispiel nach links zu lenken. Entweder das, oder wir prallen gegen die Himmelskörper des Sternensystems, in das uns das Gesetz der Schwerkraft hineinzieht. Vielleicht nicht morgen oder übermorgen. Das ist egal. Unsere Mission ist es, einen Weg zu finden, die Wende herbeizuführen, die uns von dem unvermeidlichen Zusammenstoß mit dem System wegführt, das mit seiner Schwerkraft die Kontrolle über unser Raumschiff übernommen hat. Das Erste, was uns einfällt, ist, nach dem Steuerrad zu suchen. Wo ist es? Denn es gibt es tatsächlich. Millionen von Jahren und die Sonne, die immer noch auf Kurs ist, sind der beste Beweis dafür, dass Gott das Sonnenschiff mit einer exogenen Bremse ausgestattet hat – nämlich den Planeten und dem Zusammenspiel der Energien, die sie bewegen – sowie mit einem Steuerrad, das von einem Fernsteuerungsprogramm bewegt wird, das die unüberwindbare interkonstellare Beschleunigung überwindet und das Schiff zum Drehen zwingt. Mein Verstand veranlasst mich, mich umzuschauen und mich zu fragen: Welche Art von endogener Kraft ist in der Lage, das Sonnensystem so verhalten zu lassen, als wäre es ein von einem intelligenten Kapitän gesteuertes Raumschiff? Um diese Drehung zu ermöglichen, die die Sonne seit Anbeginn der Zeit vollführt und ohne deren Mechanismus sich das Raumschiff in ein beliebiges Sternensystem der Nachbarschaft integriert hätte: Mit welcher Art von autonomer Mechanik hat Gott die Sonne ausgestattet?

196. Wie gestern und wie immer hebe ich meine Arme zu meinem Schöpfer und widme ihm die Freude, die meine Bewunderung für die Antwort, die er auf diese Probleme gegeben hat, in meinem Verstand weckt. Das Fernsteuerungsprogramm für die Flugbahn heißt „Interplanetare Ausrichtung“. Nachdem die exogene Bremse geschaffen wurde – wozu braucht man eine Bremse, wenn es keinen Fuß gibt, der darauf tritt? Diese Einwirkung des Fußes auf die Bremse werden wir „endogene Drehmechanik“ nennen. Wenn die exogene Bremswirkung als Reaktion des Systems als Ganzes auf das universelle Umfeld entsteht, so ist diese Einwirkung des Fußes auf die Bremse die Reaktion der Planeten auf das Verhalten der Sonne. Mehr oder weniger. Bevor wir jedoch auf die Auswirkungen der Planetenausrichtungen auf die Sonnenbahn eingehen, möchte ich an dieser Stelle an die Verstärkung der Armkraft unter Wasser und die Gewichtsverringerung eines Körpers im Wasser erinnern. Glaubt nicht, ich täte dies, um euch in die Irre zu führen. Im Gegenteil, ich tue es, um euch das natürliche Umfeld zu erschließen, in dem sich das Zusammenspiel der Naturkräfte in unserem System abspielt.

197. Bedenkt, dass das Gewicht eines Körpers in direktem Zusammenhang mit der Schwerkraft steht. Ein Stein von einem Kilogramm hat auf der Erde dieselbe Masse wie auf dem Mond. Und hat derselbe Stein im Wasser nicht dieselbe Masse wie außerhalb des Wassers? Haben sie dennoch dasselbe Gewicht? Das ist doch nicht der Fall, oder? Wenden wir diese Tatsache nun auf die Sonne selbst an. Dabei maßen wir uns nicht an, dem Genie gleichzukommen, das nach einem Hebel suchte, um das Universum zu bewegen. Stellen wir uns also vor, wir legen die Sonne an das eine Ende des Hebels, wir selbst stellen uns ans andere Ende und müssen sie bewegen. Als Erstes müssen wir uns fragen, wie groß die Schwerkraft in dem Medium ist, in dem wir uns befinden. Auch wenn es wie ein Trick erscheint: Je geringer die Schwerkraft ist, desto geringer ist das Gewicht des Körpers und desto größer die Wirksamkeit der Kraft, die der Arm auf den Hebel ausübt. Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand. Das Gewicht der Sonne und jedes anderen Himmelskörpers variiert je nach der jeweiligen Gravitationswechselwirkung. Das gilt für die eine Seite. Auf der anderen Seite bewegen sich die Planeten unseres Systems im Gegensatz zur Sonne in einem stabilen Gravitationsfeld und halten daher das Gleichgewicht zwischen der von ihnen entwickelten Kraft und dem Gewicht, das sie heben können.

198. Die planetarische Ausrichtung – ob vollständig oder teilweise, mehrfach oder einfach – wirkt wie ein Hebelarm, und ihre Wirkung auf die Sonne entspricht der eines Hebelarms. Die systemologische Gleichung besagt, dass die Sonnenbeschleunigung durch das regulierende Programm gebremst wird, in das Gott die planetarische Ausrichtung verwandelt hat. Die Planeten wandeln das Gewicht des einzigen Körpers, zu dem die Anordnung sie macht, in Kraft um; und da jede Kraft von Natur aus dazu bestimmt ist, Arbeit zu verrichten, besteht die von ihnen verrichtete Arbeit darin, den zuvor erwähnten Drehwinkel zu erzeugen und ihn konstant zu halten. Dies ist in der Tat das Schwungrad, nach dem wir gesucht haben.

199. Was die physikalisch-mathematische Beschreibung dieses ferngesteuerten Raumschiffs im autonomen Flug inmitten der Sternbilder des Himmels angeht, überlasse ich diese einem anderen, der sich besser mit Zahlen, Unbekannten und sonstigen komplexen Gleichungen auskennt. Dabei sind stets sowohl die partiellen als auch die vollständigen Planetenkonstellationen im Rahmen der Angewandten Astrophysikalischen Systemologie hervorzuheben, wobei erstere als Gegengewicht zur Geschwindigkeit wirken und letztere als Verschiebung der Systemnase in Richtung der Hemisphäre, von der aus die Beladung erfolgt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Gott, bevor er den Samen des Baumes der Arten unter den Wassern des großen Ozeans aussäte, viele Gleichungen lösen musste.

200. Zusammenfassend lässt sich sagen: Alles muss noch anhand der endgültigen Daten geklärt werden. Ideen sind der Vorläufer der Forschung. Und in diesem Zusammenhang wollte ich meine ursprüngliche Idee zu überarbeiten: die Beziehung zwischen den Planeten und der Sonne im Inneren eines gemeinsamen Gravitationsfeldes, in dem – so wie das Sonnenfeld selbst eine Zentrifugalkraft verursacht, die die Körper wegstößt und die äußeren Asteroidenringe erzeugt – während die Sonne in ein multistellares Feld eingebunden ist, dessen Zentrum ein Gravitationszentrum ist – sozusagen ein Bezugspunkt, um den sich die kumulative Bewegung vollzieht –, und dieses Zentrum eine allgemeine Zentrifugalkraft erzeugt, die die Sonne durch die gesamte Planetenmasse ihres Systems überwindet. Was uns schließlich zu einer Struktur der astrophysikalischen Technik führt, die so perfekt ist, dass es schlicht und einfach das Werk eines Genies ist, das unfähig ist, das komplexe Gebäude aus Gleichungen zu verstehen, das dieser göttliche Ingenieur am Anfang gelöst hat, und weil er nicht in der Lage ist, das Scheitern zu akzeptieren, selbst wenn er – wenn schon nicht in drei Dimensionen, so doch zumindest auf dem Papier – die unendliche Wissenschaft dieser schöpferischen Intelligenz nachahmen wollte, entscheidet er sich für die Alternative des Verrückten: Gott existiert nicht. Nehmen Sie dies also zur Kenntnis, Astronomen und Mathematiker dieses Jahrhunderts.

201. Die Dinge sind also, was sie sind, und nicht, was sie scheinen; auch wenn manchmal das, was sie scheinen, das ist, was sie sind. Wir sprechen von einer unbestimmten Anzahl von Millionen von Jahren, einer Zeit, in der das biosphärische System seine Einbindung in eine stabile astrophysikalische Struktur forderte. Bislang sind die Zeiträume für die beschriebenen geophysikalischen Abläufe noch nicht in die Erzählung eingeflossen. Ich überließ diese Zahlen den Herausforderungen, die Gott eine nach der anderen bewältigte. Und ich glaube gesagt zu haben, dass, sobald die schöpferische Allmacht mit dem physikalischen Begriff der Leistung in Verbindung gebracht wird, die natürlichen Berechnungen im Feuer verbrennen, im Eis gefrieren, im Wasser ertrinken und in der Luft verdampfen. In wie vielen Millionen Jahren verkürzte Gott die Sublimation und das Auftauen des Eismantels, als er die Erde über die boreale Parabel in das Sonnensystem integrierte? Wäre das Auftauen des Eismantels in der Entfernung der dritten Umlaufbahn stattgefunden, wie viele Millionen Jahre hätte das Auftauen dann gedauert?

 

 

SIEBTER TEIL

SCHÖPFUNG DER HIMMEL

 

KAPITEL 22 – DAS ALLGEMEINE KOSMOLOGISCHE PRINZIP

 

202. Das Ziel und der Zweck der Erschaffung der Himmel und der Erde, des Menschen am Ende des Zeittunnels – wir sehen, wie Gott die allgemeine Architektur der Himmel und die besondere Architektur der Erde entwarf, wobei er die Millionen von Jahren im Blick hatte, die die Geburt und das Wachstum des Baumes des Lebens erforderten, um Früchte zu tragen. Weil Gott dazu in der Lage war und wusste, wie es zu tun war, schuf er einen Plan der Wechselbeziehungen zwischen den Elementen der Biosphäre, mit zwei Hauptwärme- und Kältezentren an den Enden der Ökosphäre sowie punktuellen Zentren, die über die Kontinente verteilt sind und die Gebirgsketten mit ewigem Schnee bilden. Wie sich die atmosphärischen und ozeanischen Strömungen von den Polzentren aus regenerieren und das Temperaturgleichgewicht der Biosphäre stabil halten, ist ein ebenso wunderbares wie erstaunliches Werk der geophysikalischen Technik, das die Morphologie der Lithosphäre selbst mit einbezog. Da das Temperaturgleichgewicht der Ökosphäre stabil gehalten werden musste, musste Gott der Ökosphäre einen beständigen Rotationswinkel verleihen. Und weil er es konnte und wusste, schuf er das autonome ökosphärische Substrat, dank dessen, wie ich bereits sagte, der Einfallswinkel der Sonnenenergie über die Millionen von Jahren hinweg konstant bleiben würde, die der Baum des Lebens benötigen würde, um seine Früchte zu tragen. Doch es gab noch mehr, denn das Sonnensystem ist nicht vom Rest der Schöpfung isoliert, und da es sich in Bewegung befindet und den allgemeinen Gesetzen des Universums unterliegt, gab es Wechselwirkungen, die Störungen verursachen konnten, welche das Werk von so vielen Millionen Jahren zunichte machen würden. Da dies möglich war und Gott es wusste, zögerte er nicht, seine Intelligenz einzusetzen und das Sonnensystem mit einem Mechanismus zur Fernsteuerung seiner Sternengeschwindigkeit auszustatten, den ich „Angewandte Astrophysikalische Systemologie“ genannt habe. Und doch reichte all dies nicht aus.

203. Das lokale Universum, die Milchstraße, bewegt sich im Schoß eines Kosmos, in dem Bewegung das charakteristischste sichtbare Merkmal ist. Es mag qualitative und quantitative Unterschiede zwischen den Galaxien geben, doch alle haben einen gemeinsamen Nenner: Sie bewegen sich. Zu sagen, dass sie sich bewegen, bedeutet, dass sie miteinander interagieren, sich vermehren, teilen, addieren und subtrahieren. Die Schöpfung ist ständige, mitreißende, wunderbare, überraschende Bewegung. Mehr noch: Der Kosmos, wie er in den Theorien des 20. Jahrhunderts dargestellt wird, und der Kosmos nach Hubble ähneln einander so wenig wie eine Robbe einer Schwalbe. Im wirklichen Kosmos, dem von Hubble, gibt es keine homogene Bewegung, keine Standardentfernungen, keine Muster. Das Reich der Galaxien ist reine Vielfalt, reine Harmonie bei der Entdeckung des Unbekannten, Ekstase in der Apotheose der unendlichen Fähigkeit der kosmischen Materie, sich im Weltraum zu vermehren und zu unterhalten, ohne jemals zu langweilen. Genialität, die sich in alle Winde entfaltet, Schönheit, die sich fröhlich manifestiert und nicht nach dem neuesten Schrei verlangt. Entwicklung von Sternen in Haufen von Haufen aus Billionen von Himmelskörpern, die weder zerstört werden noch kollabieren; sie sind wie Leuchttürme in den Weiten des Ozeans. Galaxien, die wie Unterwasserlebewesen durch die kosmischen Strömungen reisen und wie Adler ihre Flügel ausbreiten und sich von den intergalaktischen Winden tragen lassen. Wo ist der Kosmos des 20. Jahrhunderts?

204. Tatsächlich weist die himmlische Struktur, die wir in unserer unmittelbaren Umgebung beobachten, sehr typische Merkmale auf. Denn letztendlich löst sich das Ganze in einer konstellationsartigen Architektur zur Verteidigung des astrophysikalischen Herzens auf, aus dessen Zentrum sich ihre besondere optische Konfiguration ergibt. Denn so, wie wir es mit unseren Teleskopaugen betrachten können, wird das Universum von mächtigen Gravitationsströmungen durchzogen, die große Wolkenmassen hin und her bewegen – der Ursprung der Nebel. Indem Gott uns also offenbart, dass er „die Sterne am Firmament schuf, um das Licht von der Finsternis zu trennen“, sagt er uns viel darüber, wie sich der Durchgang der Erde durch eine dieser Nebelströmungen auf das Sonnensystem auswirken würde. Und er enthüllt uns die Natur der Sternbildschilde.

205. Der biblische Text ist glasklar. „Gott schuf die Sterne, um das Licht von der Finsternis zu trennen“, heißt es dort. Am ersten Tag wird uns gesagt, dass Gott das Licht schuf und es von der Finsternis trennte. An diesem vierten Tag der ersten Woche der Menschheitsgeschichte heißt es, dass Gott, nachdem das Licht von der Finsternis getrennt war, die Himmel schuf, um das Licht von der Finsternis zu trennen. Der Text könnte nicht direkter sein. Dass die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen spannend und – so wunderbar sie auch sein mögen – der Mentalität des 20. Jahrhunderts völlig entgegenstehen, bedeutet nichts. Die Meinung des modernen Menschen über das Wesen des Universums spielt keine Rolle. Gott hat seine Offenbarung an Mose nicht mit Blick auf den modernen Menschen verfasst. Wer für Gott keine Rolle spielte, kann auch für seine Kinder keine Rolle spielen. Die Schlussfolgerungen, zu denen sie gelangten, interessieren dieses Buch ebenso wenig wie ihre Meinungen den Autor. Fahren wir also fort.

206. Die Struktur des Universums der Offenbarung und ihre Auflösung im Spiegel der Wirklichkeit ergibt folgendes: Das Universum der Genesis ist die Milchstraße. Und es geht um die Schöpfung dieser Milchstraße: „Gott schuf die Himmel, um die Erde vom Reich der Galaxien zu trennen.“ Eine physikalische Notwendigkeit, die sich aus der Erforschung der Himmel ableiten lässt und deren Phänomene zeigen, dass auf der anderen Seite der Himmel mächtige Strömungen und Winde den Kosmos durchziehen. Da sind die astronomischen Bilder, die mit der Kraft von tausend Worten pro Foto sprechen. Ihre Schönheit darf jedoch die Klarheit unseres Verstandes nicht trüben, wenn es darum geht, die Ereignisse zu deuten, die ihre Ursache sind. Die physikalische Funktion, die die uns umgebenden Sternhaufen erfüllen, ist die eines Netzes, das alles einfängt, was der Strom mit sich reißt, und den intergalaktischen Wolken den Weg ins Innere des Sternbildsystems versperrt, um das herum sie verteilt sind. Lassen Sie uns nun die göttliche Aussage, dass die Himmel geschaffen wurden, um zwischen der Erde und der Welt der Galaxien eine Schutzmauer zu errichten, auf wissenschaftliche Grundlagen stellen.

207. Die Beschreibung des allgemeinen kosmologischen Raums, die wir geerbt haben, zeichnet uns also ein Universum-Galaxie, das sich bewegt und mit den anderen Körpern nach allgemeinen Gesetzen in Wechselwirkung tritt. Dies passt perfekt zur Ausdehnung der Materie bis ins Unendliche, die die Idee der Schöpfung nahelegt. Die Notwendigkeit zu verstehen, warum Gott die Himmel schuf, um die Erde vor der allgemeinen kosmischen Bewegung zu schützen, impliziert die Antwort auf die Beziehung zwischen Gott und dieser Vermehrung der Materie bis ins Unendliche. Und die Antwort auf diese Frage führt uns direkt zu jener anderen Frage, die das Genie des 20. Jahrhunderts mit seiner kosmologischen Theorie zu beantworten suchte, nämlich: Was war vor dem Anfang? Eine Frage, die uns wiederum direkt dazu führt, uns zu fragen, welchen Anteil Gott an diesem Anfang aller Anfänge hatte und was von Ihm vor diesem allgemeinen kosmologischen Anfang war. Ein Thema, das uns zwingt, uns mit Theologie zu befassen, dabei jedoch stets die wissenschaftliche Haltung beizubehalten, die bisher als Sprache des Verständnisses zwischen der Schöpfung und uns gedient hat.

208. Vor der Schöpfung war die Nicht-Schöpfung, und vor dem Schöpfer war Gott. Gott erklärt sich selbst als ewig, und über sein Alter gibt es nichts zu sagen. Aber er bekennt auch: „Vor mir wurde kein Gott geschaffen, und nach mir wird es keinen geben.“ Da wir also wissen, dass Gott ewig ist und die Schöpfung, von der er spricht, daher seine Natur nicht betreffen konnte, lässt sich ableiten, dass sich diese Schöpfung auf seine Intelligenz bezog, die der Teil des Seins ist, der im Laufe der Zeit wächst und sich entwickelt. Eine logische Schlussfolgerung, die das Wissen der Schöpfungswissenschaft auf die eine Seite stellt und auf die andere das Wesen, das alle natürlichen Eigenschaften Gottes besaß. Als diese beiden Dinge sich vereinigten und eins wurden, da wurde Gott zum Schöpfer und die Wirklichkeit zu seiner Schöpfung.

209. Wann und wie diese kosmologische Revolution stattfand, habe ich in der Geschichte Jesu angesprochen. Dort bin ich auf das Thema der Geschichte der Nicht-Schöpfung eingegangen und habe deren wichtige Momente dargelegt. Ich glaube mich zu erinnern, gesagt zu haben, dass der Schöpfer entstand, weil er in Gott war. Mehr oder weniger wollte ich damit sagen: Wenn Intelligenz ohne Macht nicht ausreicht, um die Wirklichkeit zu verwandeln, so hat auch Macht ohne Intelligenz diese Fähigkeit nicht. Und ich habe dort bekräftigt, dass die Macht in Gott und die Intelligenz in der ungeschaffenen Kraft, dem Ursprung aller Dinge, lag. Ich erinnere mich, dass ich Ewigkeit und Unendlichkeit neben, aber nicht gegen Gott gestellt habe. Und dass ich diese ungeschaffene Beziehung geschildert habe, indem ich von der Kindheit des Göttlichen Wesens sprach. Und diese Kindheit aus der Perspektive der Revolution, die Gott dazu brachte, zum Ursprung aller neuen Dinge zu werden. In Bezug auf diesen Prozess sprach Er von sich selbst und sagte, dass Er geformt wurde. Ein Entstehungsprozess, der nur so verstanden werden kann, dass er von der Unendlichkeit und der Ewigkeit als ungeschaffene Realitäten vollzogen wurde, die in Gott den Mittelpunkt all dessen hatten, was sich bewegte und geschah. Und sobald der Schöpfer in Gott geformt war, vollzog sich die Revolution, die Gott, die Unendlichkeit und die Ewigkeit zu einem einzigen Ganzen machen sollte. Grob gesagt.

210. Aus dieser ontologischen Revolution, die Gott, Raum, Zeit und Materie vereinte, entsteht das Konzept des Allgemeinen Kosmologischen Prinzips, d. h. das Ereignis, das ein Vorher und ein Nachher markierte. In Anlehnung daran sprach das Genie des 20. Jahrhunderts vom Urknall, und ich ging in der „Göttlichen Geschichte“ von einer natürlichen Schöpfungsaktivität aus, in der Gott die Wirklichkeit ausgehend von der Struktur der Wirklichkeit selbst verwandelte. Das heißt, es gab die Zerstörung eines früheren Kosmos und die Verwandlung dieses Kosmos in einen neuen, der, wie alles, was beginnt, von einem Ereignis oder einem Allgemeinen Kosmologischen Prinzip ausging. Ein allgemeines kosmologisches Prinzip, das das Vorher und Nachher unwiderruflich prägte. Die Frage ist, wie Gott diesem Prinzip Leben einhauchte, von dem insbesondere der Ursprung unseres Universums ein Fragment der historischen Abfolge ist, die durch jenes Ereignis in Gang gesetzt wurde.

211. Die Antwort auf diese Frage erfordert eine Auseinandersetzung mit den Grundgesetzen der Vermehrungsbewegung der kosmischen Materie, die seit Ewigkeit wirksam waren. Nur dass im Gegensatz zum ungeschaffenen Kosmos, der das Unendliche in diese Vermehrung einbezog, diese Bewegung – da sie ihren Ursprung in Gott hatte – revolutioniert und durch Felder vollzogen wurde, die Materie in kosmische Energie und diese kosmische Energie wiederum in astrophysikalische Materie umwandeln. Um diese Phänomenologie zu verstehen, greifen wir auf die Quantennatur der atomaren Materie zurück.

212. Sowohl bei Beobachtungen im Labor als auch in Teilchenbeschleunigern hat die Vermehrung der Materie ihren Ursprung in der Erhöhung der dynamischen Energie, die das Verhältnis des Teilchens zu dem Feld, in dem es sich bewegt, verändert. Schon seit den Anfängen der Quantenphysik wurde beobachtet, dass die Zunahme der Masse eine Erhöhung der kinetischen Energie erfordert – ein Zusammenhang, den Einstein in seiner berühmten Energiegleichung zu erfassen versuchte. Doch wenn im Atom in seiner natürlichen Umgebung das Teilchen auf die Erhöhung seiner Geschwindigkeit reagiert, indem es den Geschwindigkeitsunterschied in Masse umwandelt – und dasselbe geschieht auch in einem Beschleuniger –, und wenn wir nun die Geschwindigkeitsbegrenzung aus der Gleichung entfernen und das Teilchen aus seinem Medium herauslösen, indem wir ihm die Eigenschaften der kosmischen Energie im freien Flug in einem Raum ohne elektromagnetischen Bezugspunkt verleihen: Dann wird dieses Teilchen weiterhin den Geschwindigkeitsunterschied in Masse umwandeln. Nehmen wir an, wir fügen eine bis ins Unendliche reichende Anhäufung von Flugbahnen hinzu, dann haben wir bereits den Sprung von der Quantenphysik zur Astrophysik. Dies war der natürliche, nicht geschaffene Prozess.

213. Gott revolutionierte diesen Prozess, indem er die Flugbahn in einem Feld konzentrierte, in dem sich die mathematische Zeit krümmt und der physikalische Raum zum Zentrum hin fällt. Man stelle sich einen Ringbeschleuniger vor, der von außen eine Spirale auf der Oberfläche einer Sanduhr erzeugt, wobei jedes Fragment unabhängig von seiner Masse die Beschleunigungsgeschwindigkeit beibehält: In dem Moment, in dem der Strahl das Zentrum erreicht, also die Öffnung der Sanduhr, springt der Strahl durch die Explosion am Ursprung der Sterne auf die andere Seite. Dies ist das Phänomen, das ich als astrophysikalische Implosion bezeichne, ein Phänomen, das die Entstehung von Galaxien und Sternen kennzeichnet.

214. Da ein einzelner Himmelskörper eine unbegrenzte Anzahl kosmischer Energiestrahlen hervorbringen kann, ist die Vermehrung der Materie bis ins Unendliche eine Realität, die aus der Ewigkeit stammt. Was diese Vermehrung bis ins Unendliche auszeichnet, ist, dass sie früher das Unendliche als Grundlage der Transformation erforderte und sich später derselbe Prozess auf Raum-Zeit-Felder wiederholt, die von Gott an den Grenzen des Kosmos entfaltet wurden. Dies macht den Kosmos zu einem massereicheren Gebilde und verleiht dem allgemeinen Raum eine höhere Materiedichte; aus diesem Grund verblüfft uns der Kosmos jeden Tag, an dem das Hubble-Teleskop seine Augen öffnet, mit neuen galaktischen Geschöpfen. Die Schöpfung ist fortwährend und ihre Ausdehnung beständig.

215. Diesen Prozess der Vermehrung der kosmischen Materie ausgehend von einem allgemeinen kosmologischen Prinzip können wir mit einer Kettenreaktion vergleichen, die niemals endet und deren Wirkungsradius und Ausdehnung sich mit der Zeit vom Zentrum zu den Grenzen hin vergrößern. Unsere teleskopischen Augen ermöglichen es uns, die Bewegung der Galaxien innerhalb dieses sich ständig ausdehnenden allgemeinen kosmischen Raums zu bewundern. Und wir können auch die Gesetze der Schwerkraft auf die galaktischen Gebilde anwenden, bei deren Wirkung wir beobachten, wie sie sich anziehen und ansammeln; ein klassisches Gesetz, zu dem wir das Gesetz der elektrodynamischen Kräfte hinzufügen müssen, dank dessen die Konzentration der Gesamtmasse an einem Punkt physikalisch unmöglich zu erreichen ist. Ein außergewöhnlicher Grund dafür, dass die Bewegung der Atome eines heißen Gases in einem Gefäß der allgemeinen kosmologischen Bewegung entspricht.

 

KAPITEL 23. – DER ALLGEMEINE KOSMOLOGISCHE RAUM

 

216. Die Entstehung von Galaxien als eigenständiges Phänomen, das von Gott durch die ständige Zufuhr des transformierenden Feldes der kosmischen Energie in astrophysikalische Materie in Gang gesetzt wird, führt uns direkt dazu, den Kosmos als ein Feld aus Rohmaterie zu entdecken, aus dem Gott die notwendige Materie entnimmt, um seine Werke zu erschaffen. Unser Universum ist eines davon. Es war nicht das erste und wird auch nicht das letzte sein. Das Wort Gottes dazu ist eindeutig: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur das, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut auch der Sohn. Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er tut, und er wird ihm noch größere Werke als diese zeigen, sodass ihr staunen werdet.“ Die theologischen Schlussfolgerungen könnten nicht klarer sein.

217. Aber warum wächst ein kosmischer Energiestrahl nicht bis ins Unendliche, sobald die Grenze der Lichtgeschwindigkeit überwunden ist? Da der Ursprung der astrophysikalischen Materie im Sprung der kosmischen Energie liegt und dieser Sprung durch die Umwandlung von kinetischer Energie in Masse bedingt ist, warum setzt sich die Umwandlung nicht bis ins Unendliche fort, sobald eine Flugbahn geschaffen wurde, die das Vakuum simuliert? Neigt ein im Vakuum abgeschossenes Projektil nicht dazu, unendliche Geschwindigkeit zu erreichen, wenn ihm unendliche Zeit zur Verfügung steht? Warum gibt es dann keinen dunklen Körper mit unendlicher Masse? Kurz gesagt: Um welche Art von Sicherheitsmechanismus handelt es sich, der dem Sprung von kosmischer Energie zu astrophysikalischer Materie Grenzen setzt?

218. Die Antwort liefert die Erfahrung. Der Sprung ins Unendliche stößt auf den kritischen Wachstumspunkt oder den astrophysikalischen Implosionspunkt, ab dem der Sternkörper die absorbierte Energie in Licht umwandelt. Auf diese Weise führt das dynamische Eigengewicht des Schöpfungsprozesses – selbst wenn das Materie-Energie-System freie Bahn hätte – zu einem Punkt, an dem die Umwandlung in Masse der Umwandlung in Licht weicht. Und der Zyklus geht weiter. Dieser kritische Punkt liegt also in der Natur der Materie im Allgemeinen und bleibt während des gesamten Verlaufs des Sprungs erhalten, sowohl vom Quanten- zum siderischen Bereich als auch von der Astrophysik zur Kosmologie. Eine andere Sache wird es sein, zu ermitteln, wie dieser harte Kern, der eigentliche Akteur des interdimensionalen Sprungs, funktioniert und inwieweit sich seine Arbeitsumdrehungen beschleunigen oder verlangsamen. Und so auch andere Fragen, die mit dem schöpferischen Sprung an sich zu tun haben. Wie zum Beispiel, was geschieht, wenn die geschaffene galaktische Masse die Energie des Raum-Zeit-Feldes aufgebraucht hat. Und noch vieles mehr. Wir beobachten im Allgemeinen Kosmischen Raum auch, wie die Galaxien dem natürlichen Muster eines Stroms folgen, der aus dem Mund einer sich um ihre Achse drehenden Sanduhr austritt. Vergleicht man die Spiralarme mit astrophysikalischen Energiestrahlen, die durch Zentrifugalkräfte in den Allgemeinen Kosmischen Raum geschleudert werden, so öffnet sich das Spektrum der Galaxien der Energiemenge, die zu einem bestimmten Zeitpunkt von einem Transformationsfeld konzentriert wird. Mehr noch: Wenn wir diese Felder mit Netzwerken vergleichen, in denen kosmische Energie in wechselnden Strömen fließt, öffnet sich das zuvor beschriebene Spektrum fächerförmig, und was wir bisher gesehen haben, ist nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird. Die galaktischen Arten wachsen in der Ewigkeit bis ins Unendliche.

219. Und wie verhalten sich Galaxien, sobald sie einmal entstanden sind? Wie wachsen sie, nach welcher Regel formt sich ihr Wesen, wie bewahren sie kinetische Energie, in welcher Beziehung stehen sie zum Transformationsfeld und wie sieht die Beziehung zwischen diesem Feld und dem astrophysikalischen Gravitationsfeld aus? Können wir aus dem, was wir sehen, einige Gesetze ableiten, die uns helfen, die Natur dieses Baumes aus Sternenwesen zu verstehen, der das Reich der Galaxien darstellt? Sind wir in der Lage, durch die Verknüpfung lokaler physikalischer Gesetze die großen Gesetze nachzubilden, die die Bewegung im allgemeinen kosmischen Raum regeln? Warum gehorchen die Galaxien nicht dem berühmten Gesetz der universellen Schwerkraft? Warum verhalten sie sich eher wie Schwärme exotischer Wesen, die ohne erkennbare Richtung fliegen, wobei der Wind ihnen die Flugbahn vorgibt? Lässt sich aus der Brownschen Bewegung, die sie offensichtlich aufweisen, auf die Galaxien die Gesetze der Elektrodynamik anwenden oder nicht, kraft derer sie sich abstoßen, zusammenstoßen, vermischen, teilen, vermehren und stets in Bewegung bleiben? Ignoriert die allgemeine kosmologische Bewegung nicht die neutrale Natur des universellen Gravitationsfeldes? Und welche Art von intergalaktischen Strömungen und Winden wird diese ständige Bewegung dieser riesigen Gebilde, die sich mit fantastischen Geschwindigkeiten durch einen Kosmos von ewiger Bestimmung bewegen, wohl hervorrufen? Sind die Nebelstürme, die auf ihrem Weg unser Universum und unsere Galaxie mitreißen, nicht ein Beweis für die Existenz dieser intergalaktischen Strömungen, die, von der Allgemeinen Kosmologischen Bewegung aufgepeitscht, Massen kosmischer Materie hin und her tragen – verursacht sowohl durch die Verbrennung ganzer Systeme als auch durch deren Existenz vor der Schöpfung des Allgemeinen Kosmologischen Prinzips? (Nun ja, bei der Behandlung dieses Themas könnten sich die Fragen so sehr häufen, dass sie einen ganzen Berg bilden würden. Dass die Kosmologie des 20. Jahrhunderts allwissend war und mit ihrem übermächtigen Genie einer neu entdeckten Galaxie bereits Natur, Alter und Entfernung zuweisen konnte, ist eines jener Naturwunder, die wir einer Analyse, Prüfung und kritischen Beurteilung unterziehen müssen. Aber nicht in diesem Buch.)

220. An dieser Stelle sollte betont werden, dass die Idee des Universums vor dem Universum selbst existierte. Es geht hier weder darum, Dogmen aufzustellen, noch zu philosophieren. Das ist nicht meine Absicht. Es geht lediglich darum, eine ebenso selbstverständliche Tatsache auf den Tisch zu legen wie die, dass vor dem Bau eines jeden Ingenieurwerks eine Untersuchung des Geländes erforderlich ist. Da Gott die Gesetze seiner Schöpfung, ihre Dimensionen, ihre Phänomenologie und ihre Natur kennt, ist es logisch und natürlich, dass er, wenn er den Bau eines Werks plant, Linien zieht und Berechnungen anstellt, wobei er den Einfluss des Geländes auf die Zukunft des Gebäudes – in diesem Fall des astrophysikalischen Gebäudes – berücksichtigt. Besser als ich kann Gott selbst diesen Prozess der Untersuchung und Reflexion vor dem Schöpfungsakt beschreiben, der Salomo zu diesen Worten über seine Weisheit inspirierte: „Jahwe hat mich am Anfang seiner Wege geschaffen, vor seinen Werken, von alters her. Von Ewigkeit her wurde ich gegründet; von Anbeginn, noch bevor die Erde war. Bevor die Abgründe entstanden, wurde ich gezeugt; bevor die Quellen der reichen Wasser da waren; bevor die Berge gegründet wurden, bevor die Hügel, da wurde ich empfangen. Bevor er die Erde schuf, noch die Felder, noch den ersten Staub der Erde. Als er die Himmel festigte; als er einen Kreis über der Oberfläche des Abgrunds zog. Als er die Wolken in der Höhe verdichtete, als den Quellen des Abgrunds Kraft verlieh. Als er dem Meer seine Grenzen setzte, damit die Wasser seine Grenzen nicht überschreiten. Als er die Fundamente der Erde legte, war ich bei ihm als Baumeisterin, stets seine Freude; ich erfreute mich vor ihm zu jeder Zeit.“

221. Mit der Idee im Sinn und allen Berechnungen abgeschlossen, macht sich Gott an das Werk. Im Falle der Himmel war das Erste, was Er tat – laut Salomo: „einen Kreis über dem Abgrund zu ziehen“. Das heißt, das Gebiet abzugrenzen, den Umfang zu markieren, innerhalb dessen Durchmesser Er die Himmel erschaffen würde. Das bedeutet, die Abmessungen des materiellen Bauwerks durch den ihm im Raum zugewiesenen Umfang festzulegen. Der Radius und der Durchmesser dieses Kreises, innerhalb dessen Umfangs er die Himmel erschaffen wollte, sind keine Zahlen, die uns unbekannt sind. Der Grund für diese Zahl lässt sich aus der Kenntnis der Beschaffenheit des kosmischen Raums vollkommen nachvollziehen; umso mehr, wenn wir das Fotoalbum vor Augen haben, das uns das Hubble-Teleskop kostenlos schenkt. Vergessen wir nicht: Auch wenn sich die astronomische Aufnahme darauf beschränkt, uns einen punktuellen Schnappschuss der Materie in der Zeit zu bieten, ähneln die Phänomene, die sie hervorbringt, den Phänomenen, die wir in der lokalen physikalischen Welt beobachten, so sehr, dass wir logischerweise aus dem Bekannten auf das Unbekannte schließen müssen. Ähneln Nebel nicht atmosphärischen Stürmen? Und sieht es nicht so aus, als würden riesige Energiewellen sie aufwirbeln und gegen die Sternensysteme unseres Universums schleudern?

222. Wir sind nun bereits auf das Problem eingegangen. Die Galaxien erzeugen im allgemeinen kosmologischen Raum mächtige Strömungen und Winde. Diese bewegen sich und folgen den Richtungen, die ihnen die Galaxien selbst vorgeben. Aber wir sprechen hier nicht nur von Nebelmasse. Hier muss man das Gesetz der Lichtkrümmung mit dem Flug der kosmischen Energie in Einklang bringen. Formulieren wir es besser anders. Gehen wir von einem einfacheren Bild aus. Verwandeln wir die Galaxien in Kanonen, die kosmische Energie erzeugen. Während sie diese erzeugen, schießen sie sie in den allgemeinen kosmologischen Raum ab. Wir heben die Lichtgeschwindigkeit innerhalb des galaktischen Feldes nicht auf; im Gegenteil, wir behalten ihre Grenze bei. Und während er seinen Weg nimmt, während er sich auf der Suche nach einem Weg aus der Galaxie heraus dreht, summiert sich der Energiestrahl eines Sterns mit dem eines anderen, was schließlich dazu führt, dass nicht Strahlen, sondern Energieströme in den allgemeinen kosmologischen Raum projiziert werden.

223. Dieses Phänomen der Vervielfachung und Konzentration der Masse eines Teilchenstrahls, wodurch ein Strom entsteht, der sich wie ein harter Kern verhält, wurde in Teilchenbeschleunigern beobachtet. Es hat sich gezeigt, dass die quantenmechanische Vervielfachung der Materie durch die Beschleunigung des ursprünglichen Strahls keine neuen, verstreuten Strahlen erzeugt, von denen jeder seiner eigenen Bahn folgt.

224. Außerhalb des galaktischen Gravitationsfeldes nimmt die Beschleunigung der von der Galaxie freigesetzten Energieströme tendenziell zu, je weiter sie sich von ihrem Einfluss entfernen, und wächst weiter an, je näher sie der nächsten Galaxie kommen. In diesem Sinne verhält sich die Ursprungsquelle, die Galaxie, wie eine Kanone, in der der Strahl seine anfängliche Energie für den kosmischen Flug erhält, und der Allgemeine Kosmologische Raum wie ein Beschleuniger, in dem sich der Strahl vervielfacht und die harten Kerne erzeugt, die die intergalaktischen Ströme bilden, welche den Ursprung der Bewegungen der nebulösen kosmischen Materie von einer Seite zur anderen darstellen. Diese Strömungen bewegen sich im Allgemeinen kosmologischen Raum so, wie Flüsse sich ihr Bett bahnen, indem sie die Ausläufer von Gebirgsketten umgehen und sich in gerader Linie ausbreiten, sobald das Gelände dies zulässt. Aus unserem Hubble’s chen Wissen über den Kosmos können wir die Anzahl und Vielfalt der Strömungen ableiten, die sich im intergalaktischen Raum bewegen, die Menge an Energie, die sie transportieren, sowie die Folgen für jedes System, das ihnen ungeschützt vor ihrer Wellenfront in den Weg gerät.

225. Gottes Schöpfung in dieser dynamisch strukturierten Form, der Allgemeine Kosmologische Raum, der sich in eine Fläche verwandelt hat, auf der mächtige Flüsse kosmischer Energie ihre Flussbetten zeichnen – das Ende der Reise dieser Strömungen ist der Ozean! Und was anderes als das äußere Schöpfungsfeld, in dessen Schoß die Umwandlung kosmischer Energie in astrophysikalische Materie stattfindet, kann dieser Ozean sein ? Doch bevor sie ihr Ziel erreichen, verhalten sich diese kosmischen Strömungen auf ihrem Weg von ihren Ursprungsquellen – den Schluchten – hin zum Ozean, der die kosmischen Strömungen in astrophysikalische Materie umwandelt, wie wahre Wirbelstürme. So wie ein alter Baum in den Fluss fällt und stromabwärts mitgerissen wird, so bewegen auch die kosmischen Strömungen die intergalaktische Nebelmasse von einem Ort zum anderen. Und so wie der Wind seinen Weg fortsetzt, wenn er sich einem Berg nähert, aber seine Ladung auf diesen entlädt, so verhalten sich auch die Ströme kosmischer Energie gegenüber den Galaxien, an die sie grenzen. Natürlich können wir diese Ströme nicht nachweisen, aber wir können sie aus unserem Wissen über die Materie und aus dem, was wir mit den Augen des Hubble-Teleskops sehen, ableiten.

226. Unser Universum-Galaxie, die Milchstraße, steht mit dem Rest der Schöpfung in Beziehung, indem sie den Parametern dieser allgemeinen kosmologischen Bewegung folgt. Von außen betrachtet verhält sich unser Universum wie der Berg, auf den der Kosmos seine Wolken entlädt und aus dessen Innerem eine neue Quelle elektromagnetischen Wassers entspringt, die ihr Bett über das kosmische Feld ausbreitet, ihre intergalaktischen Zuflüsse aufnimmt und zwischen den Galaxien voranschreitet, bis sie ihr Ziel erreicht. Der Ursprung der Nebel liegt in diesem Wechselspiel der Wechselwirkungen, angesichts dessen und unter Berücksichtigung ihrer Dimensionen Gott unserem Universum seine eigenen Dimensionen verlieh.

 

KAPITEL 24. – ASTROPHYSIKALISCHE SCHÖPFUNGSINGENIEURKUNST

 

227. Die schöpferische Intelligenz bezog sich selbst in das Wechselspiel von Aktion und Reaktion ein, indem sie ein Universum erschuf, das so konzipiert war, dem Gewicht der kosmologischen Strömungen standzuhalten. Das heißt, Gott errichtete das universelle Gebilde, ausgestattet mit allen notwendigen physikalischen Mechanismen, um die Folgen des Erdbebens zu bewältigen, das seine eigene Schöpfung auslösen würde. Gott wusste auch, dass viele Himmelskörper außerhalb unseres Universums – wie Soldaten, die an der Front des Kampfes fallen – unter dem Druck der intergalaktischen Strömungen untergehen würden. Was wir als Noven und Supernoven bezeichnen, sind jene Krieger, die im Kampf gefallen sind und in gewaltigen Explosionen zerfallen, die wiederum die Wiege der Kometen und Meteoriten sind, die den Himmel durchqueren. Halten wir also einen Moment beim Ursprung der Noven und Supernovae inne. Und ausgehend von der Menge an physikalischer Energie, die ein harter Kern freisetzen kann – angesichts der Ähnlichkeit zwischen dem allgemeinen kosmologischen Raum und einem Teilchenbeschleuniger: Wenn wir den Prozess auf die astrophysikalische Dimension übertragen und das Gesetz der gegenseitigen Beeinflussung von Feld und Licht anwenden, müssen wir zu dem Schluss kommen, dass ein galaktisches Feld auf die Krümmung der Bahn kosmischer Ströme reagiert und dadurch die Rotationsgeschwindigkeit seines äußeren Sternengürtels beschleunigt. Lassen Sie uns dieses Verhalten näher erläutern.

228. Wie wir in der Schöpfung Gottes sehen, addieren sich alle Systeme eines galaktischen Körpers zu einem Gesamtfeld, das als Ganzes auf die Außenwelt reagiert. Ich habe dieses Gesamtfeld zuvor ausgehend von der Offenbarung mit einem Ozean verglichen. Unter der Annahme dieser Ähnlichkeit und ausgehend vom Vergleich des universellen Feldes mit dem in einem Wasserglas enthaltenen Volumen lässt sich die Einwirkung der kosmischen Strömungen auf das Gravitationsfeld mit der Reaktion des Wassers auf die Bewegung der Hand vergleichen, die ihren Finger hineinsteckt und ihn dreht. Da jeder flüssige Körper eine eigene, dem ihn enthaltenden Körper eigene Bewegung besitzt, muss die Beschleunigung von außen auf die äußeren Bereiche einwirken, von wo aus sie gegebenenfalls ins Innere fließt.

229. Natürlich reagieren nicht alle Körper eines Systems auf dieselbe Weise auf eine äußere Kraft. Bei Sternensystemen ist dieses einfache Gesetz an der Tagesordnung. Und da die Umwandlung der Schwerkraft in Licht von der Rotationsgeschwindigkeit des Systems abhängt, die durch die Begegnung mit den kosmischen Strömungen beeinflusst wird, werden die äußeren Sternensysteme, wenn sie der Einwirkung des Fingers auf das Wasser ausgesetzt sind, ständig beschleunigt – eine Reaktion, die manche Himmelskörper problemlos verkraften, während andere sie jenseits einer kritischen Grenze nicht mehr aushalten können. Ist diese Grenze erreicht, versagt die systemische Sicherheitsbremse, das System entgleitet der inneren Kontrolle und steuert auf seine Zerstörung zu. Das Ergebnis ist eine Nova-Explosion. Dies gilt für einen einzelnen Himmelskörper. Löst der Himmelskörper jedoch eine Kettenreaktion aus, die sein gesamtes System durch die Hitze, die bei der beschleunigten Verbrennung der Schwerkraft entsteht, in die Zerstörung reißt, sprechen wir von einer Supernova.

230. Die Erfahrung spricht für sich. Das Foto beweist es. Und die Realität überzeugt. Stellen wir uns vor, wir hätten einen riesigen Ball, den wir durch Anschieben zum Drehen bringen wollen, es uns aber nicht gelingt; wir rufen weitere Helfer herbei und vereinen unsere Kräfte, bis wir ihn zum Drehen zwingen können. Sobald er sich dreht, ist die Kraft, die erforderlich ist, um seine Rotation konstant zu halten, geringer, sodass die Wirkung derselben Kraft auf denselben Ball umso größer wird, je mehr seine Geschwindigkeit zunimmt. Dieses einfache Spiel übertragen wir nun auf die Beziehung zwischen einem Himmelskörper und seinem Gravitationsfeld. Und wir sind uns einig, dass die Rotation eines Gravitationsfeldes der eines festen Körpers ähnelt, in dem der Himmelskörper den Kern bildet. Sofort vergleichen wir die Wirkung des kosmischen Stroms auf diesen Körper mit der der Handkraft auf den Ball. Und schon haben wir den physikalischen Effekt, der den Ursprung der Noven bildet. Dabei gehen wir stets davon aus, dass die Krümmung eines kosmischen Stroms, wie beispielsweise des Lichts, nicht stattfinden würde, wenn dieser Strom keine Masse hätte. Hätte er keine Masse, hätte er kein Gewicht, und hätte er weder Gewicht noch Masse, könnte das Phänomen der Lichtkrümmung nicht existieren. Denn aus optischer Sicht lässt sich die Krümmung der kosmischen Energie beim Eintritt in ein Gravitationsfeld mit der Lichtbrechung vergleichen. Die Flugbahn der Kometen bei ihrem Vorbeiflug an der Sonne hilft uns dabei, die optische Struktur der Krümmung zu entdecken, die die kosmische Energie beim Durchqueren eines Gravitationsfeldes beschreibt. Doch während sich die Krümmung der kosmischen Energie nicht berührt, haben wir im Fall der Kometen die Antwort darauf, dass das Gravitationsfeld zu einer Realität wird, die sich physikalisch wie ein Körper verhält. Und als solcher dreht es sich mit dem Himmelskörper, zu dem es gehört.

231. Da bekannt ist, dass das Alter von Sternen anhand der Zeit gemessen wird, die sie benötigen, um die Energie ihres Gravitationsfeldes zu verbrauchen – wobei dieser Verbrauchsvorgang von der Arbeitsgeschwindigkeit des Transformators abhängt –, lässt uns die Logik an die Existenz eines Gesetzmäßigkeit zwischen den Arbeitsumdrehungen und der Lebensdauer des Systems glauben. Die Frage, die uns hier beschäftigt, ist, wie man die Arbeitsumdrehungen des astrophysikalischen Transformators so weit beschleunigen kann, dass sich seine Lebensdauer auf die kürzestmögliche Zeit reduziert. Die Logik sagt uns, dass es nur einen Weg gibt, nämlich das Feld bis ins Unendliche anzuregen, so wie die in einem Gefäß enthaltene Flüssigkeit durch eine Zentrifugalwirkung überläuft. Ist das nicht die kumulative Wirkung der Kräfte auf den großen Ball, von dem wir gesprochen haben? Nun sprechen wir von Strömen, die sich als Reaktion auf die Reize der galaktischen Felder und deren Anregung im Rahmen dieser Reaktionen bewegen: Das Ausmaß der ausgelösten Anregung zeigt sich in der Intensivierung der Lichtproduktion. Je größer die Anregung, desto höher die Produktionsintensität und desto kürzer die Lebensdauer des Systems. Die Phänomene der zyklischen und atypischen Intensivierung von Sternensystemen müssen wir mit diesem universellen Verhalten in Verbindung bringen.

232. Zusammenfassend: Im Fall von Novae und Supernovae bezieht sich die Anregung auf die Erhöhung der Umwandlungsgeschwindigkeit bis ins Unendliche. Da die natürlichen Bremsmechanismen der Gravitationssysteme außer Kontrolle geraten, schießen die Rotation des Himmelskörpers und des Feldes in die Höhe und wirken so lange aufeinander ein, bis sie sich gegenseitig aufzehren, wodurch Millionen von Jahren auf eine Frage von Sekunden reduziert werden. Spricht man von einem einfachen astrophysikalischen System, spricht man von Noven. Und wenn es sich um ein ganzes Mehrfachsystem handelt, das in diese Dynamik gerät, spricht man von Supernovae. Sowohl die einen als auch die anderen finden in den äußeren Sternbildgürteln statt, die den intergalaktischen Strömungen am stärksten ausgesetzt sind. Diese Noven und Supernovae sind der Ursprung der Kometen; die Kometen werden wie Kanonenkugeln geschleudert, deren zerstörerische Kraft zunimmt, je mehr zurückgelegte Strecke sie ansammeln.

233. Und abschließend: Mit diesen drei Handlungsfeldern im Blick – Nebel, Noven und Kometen – strukturierte Gott die Verteilung der Sternbilder um das Sonnensystem herum und simulierte so ein kristallines Gravitationsnetz, an dessen Festigkeit die Gefahr einer Unterbrechung der Evolution des Baumes des Lebens auf der Erde zerbröckeln sollte. Die wunderbaren positiven Ergebnisse, die in der Realität sichtbar sind, dürfen den Blick unseres Verstandes nicht trüben, wenn wir erkennen, dass Gott diesen Kreis über der Fläche des Abgrunds, von dem uns Salomo in seiner Weisheit berichtete, entsprechend den astronomischen Dimensionen gezeichnet hat. Was der weise und friedliche König par excellence mit den Augen seiner Weisheit sah, sehen wir, Gott sei Dank, mit unseren eigenen Augen. Sternhaufen und Superhaufen im äußeren Gürtel sowie offene Sternhaufen und Mehrfachsysteme im inneren Gürtel bilden dieses kristallklare, von der Schwerkraft geprägte Sternbildnetz, über das es noch so viel zu sagen gibt. Beginnen wir damit, das Geheimnis des Ursprungs der Himmel zu lüften.

 

KAPITEL 25. – URSPRUNG UND AUFBAU DER HIMMEL

 

234. Wir kommen nun zu einer der großen Fragen, dem Ursprung der Sterne am Firmament. Die Antwort darauf wurde meiner Meinung nach bereits in den vorangegangenen Abschnitten skizziert. Die Entstehung von Sternen als Ziel der Existenz der Galaxien führt letztendlich zur Umwandlung des Kosmos in ein Feld aus Rohmaterie, aus dem Gott die Materie entnimmt, mit der er seine Werke vollbringt. Da die Entstehung von Galaxien ein ständiger Vorgang ist, kennt die Gesamtmasse an Rohstoff, die das kosmische Feld Gott zur Verfügung stellt, um jedes Werk zu vollbringen, keine Grenzen. Eine andere Frage ist, wie Gott diese Sternenmasse entnimmt und von ihren Ursprungsregionen ins Universum transportiert. Da wir wissen, dass die Art und Weise, wie Dinge vollbracht werden, stets von der Macht desjenigen abhängt, der sie vollbringt, und dass die Vorstellungskraft, Dinge zu vollbringen, in direktem Zusammenhang mit der Intelligenz desjenigen steht, der sich vornimmt, sie zu vollbringen, können wir von großen Flüssen sprechen, die die intergalaktischen Ebenen durchziehen, so wie es der Herr der Galaxien für am besten hält und entsprechend seinen Arbeitsbedürfnissen. Welchen anderen Namen könnten wir dem geben, der sie erschafft und regiert? Oder wie wollen wir die Gesetze, die sie regieren, und die Verhaltensweisen der Galaxien und ihrer Sternenmeere angesichts des Wirkens ihres Schöpfers auf ihre Körper unserem eigenen Ermessen unterwerfen? Wollen wir der göttlichen Vorstellungskraft die natürlichen Grenzen unserer eigenen Vorstellungskraft auferlegen? Wie könnten wir es wagen, unsere Art zu leben, zu fühlen, zu atmen, zu denken, zu gehen, zu arbeiten, zu planen, zu berühren, zu lieben, umzugehen, zu ordnen, zu lachen, zu rechnen … mit derjenigen jenes Wesens am Ursprung des Kosmos zu vergleichen? Wie könnte das Geschöpf, ausgehend von den natürlichen Grenzen seiner Realität, seinen Schöpfer beurteilen, ohne damit einen Akt des Wahnsinns zu begehen? Der Anfang und das Ende der menschlichen Intelligenz ist die Bewunderung; sie entspringt der Bewunderung der Schöpfung und mündet schließlich in der Bewunderung ihres Schöpfers. Alles, was darüber hinaus gesagt wird, entspringt jenem Keim, der nicht im Menschen vorhanden war und durch eine Kraft, die der Schöpfung Gottes fremd ist, in sein Wesen gesät wurde – was Gegenstand der Theologie ist. Wie dem auch sei, die große Frage nach dem Ursprung führt uns direkt zur anderen großen Frage: der Beschaffenheit des Universums.

235. Aus dem bisher Gelesenen lässt sich ableiten, dass das Universum und der Kosmos zwei verschiedene Dinge sind. Diese beiden Dinge zusammen bilden die Schöpfung Gottes, und innerhalb dieser ist das eine der Kosmos und das andere das Universum. Der Kosmos ist das Feld der Rohmaterie, aus dem Gott schöpft, und mit der Freiheit des Herrn entnimmt er alle notwendigen Materialien, um seine Werke zu vollbringen. Was das Universum betrifft, so ist das Universum das Sternenfeld, in dem Gott diese Werke vollbringt. Wenn also Mose von der Schöpfung des Universums spricht, bezog er sich auf dieses Sternenfeld. Dessen Ursprung liegt, wie wir gesehen haben, in jenem kosmologis n Feld, aus dem Gott Ströme von Sternen hervorgehen lässt, die die intergalaktischen Ebenen durchziehen und in diesen universellen Ozean münden, in dessen Gewässern der Baum des Lebens seine Wurzeln geschlagen hat. Ein Baum des Lebens, über den es viel zu sagen gibt, besonders an diesem Punkt seiner Geschichte. Über den Aufbau des Universums ist jedoch noch nicht alles gesagt.

236. Offensichtlich spricht Mose in seinem Schöpfungsbericht von unseren Himmeln. Und damit konfrontiert er uns mit einer Wirklichkeit: Gott ist ihr Schöpfer. Eine Wirklichkeit, die uns zu einer anderen Wirklichkeit führt: zur Ewigkeit, jener Ewigkeit, die das Unendliche impliziert. Realitäten, deren Gesamtheit die Menschheit als Frucht hervorbringt – doch nicht als einzige Frucht dieses Baumes des Lebens, dem der Gott der Unendlichkeit und der Ewigkeit das Universum als Ort des Ursprungs und des Wachstums geschenkt hat. Diese abschließende Erkenntnis führt uns zurück zur Offenbarung des Sohnes dieses Schöpfers und Herrn des Kosmos und des Universums: „Der Vater zeigt dem Sohn alles, was er tut, und wird ihm noch größere Werke zeigen als diese, sodass ihr staunen werdet.“ Indem er den Plural verwendet, wenn er von der Vergangenheit als Spiegelbild der Zukunft spricht, offenbart uns der Sohn Gottes, dass unsere Himmel und unsere Erde – kurz gesagt, dass die Menschheit – nicht die erste Ernte ist, die der Baum des Lebens hervorgebracht hat. Diese Aussage löst das Dilemma über das Leben im Universum auf. Denn der Mensch ist weder die erste noch wird er die letzte Frucht dieses Baumes sein. Vor dem Menschen wurden bereits andere Welten erschaffen, und nach dem Menschen werden neue Welten aus den Zweigen des Baumes des Lebens entstehen. „Die Kinder Gottes“, von denen die Bibel spricht, sind die Frucht jener Werke, von denen der Sohn uns verkündete, dass der Vater sie vollbringt. Über die Herkunftsregionen solcher „Kinder Gottes“ im Universum soll hier nicht weiter ausgeholt werden. Tatsache ist, dass das Wissen um ihre Existenz uns zu einer neuen Sichtweise auf den Aufbau der Himmel und des Universums im Allgemeinen führt.

237. Und diese Sichtweise hat mit der Konzeption des Universums zu tun. Das heißt: Als Gott es in seinem Geist entwarf, welche Idee stand ihm dabei zugrunde? Schuf er es als ein Feld, auf dem ein Haus errichtet wird, das, wenn es altersbedingt einstürzt, abgerissen und durch ein neues ersetzt wird? Oder schuf er es, um es im Laufe der Zeit so zu gestalten, wie jemand, der ein Stück Land besitzt, dieses im Laufe der Zeit bewirtschaftet und umgestaltet? Schuf er die Himmel, die die Erde umgeben und die Wiege der Menschheit sind, damit sie im Laufe der Zeit aus dem Universum hinweggefegt werden, oder schuf er die Himmel, damit sie ewig bestehen bleiben?

238. Und wenn man diese letzte Alternative in Betracht zieht und weiß, dass die Erschaffung einer Welt dem Universum eine Reihe von strukturellen Problemen von astronomischem Ausmaß auferlegt, wie wir in den vorangegangenen Abschnitten gesehen haben, ist das Universum dann nicht ein Feld, das aufgrund der Umwandlung seiner Regionen in Ursprungszonen von Welten ständig einer schöpferischen Neudefinition seiner Regionen unterliegt? Kehren wir zum Ursprung des Universums zurück, um diese ständige Gestaltung der universellen Geografie besser zu definieren.

239. Nachdem der Kosmos als Region zur Erzeugung von Galaxien geschaffen wurde und diese als Sternenfabriken fungieren, denkt Gott an das Leben und ersinnt einen Sternenozean, der unaufhörlich wachsen wird und unter dessen Gewässern das Leben seine Wurzeln schlagen, seinen Baum entfalten und seine Frucht tragen wird. So eröffnet Gott den Ursprung der Welten, indem er Ströme von Sternen aus allen Teilen des kosmischen Feldes lenkt, die von ihren Quellen in den galaktischen Gebirgsketten aus die kosmologischen Ebenen durchqueren und in einen bestimmten Raum münden, wo sie einen Sternenozean schaffen: das Universum. Ein Universum, das zunächst formlos und in gewisser Weise wild ist, in dem sich Sternhaufen und Superhaufen verbinden und wieder trennen und sich die Sternströme unter dem Einfluss der Kräfte bewegen, die im Inneren dieses Sternenozeans wirken, der wie eine Flutwelle an die Küsten des Universums angeschwemmt wurde. Doch das Ziel dieser Bewegung ist es, Leben zu säen und dessen Frucht zu ernten; der Horizont, den Gott dem Universum entgegenstreckt, ist die Unendlichkeit; und die Zeit ist die Ewigkeit. So streckt er während jedes Schöpfungsakts seine Hand über einen Bereich des Universums aus und formt ihn, modelliert ihn, identifiziert ihn, verleiht ihm Eigenschaften, indem er dem Formlosen Gestalt gibt und das, was keine eigene Identität hatte, erkennbar macht. Innerhalb dieses fortwährenden Schöpfungsprozesses des Universums und als Ergebnis dieser Bewegung entstanden unsere Himmel. Die zentrale Frage, ob die Himmel von – unser Firmament – geschaffen wurden, um zu bestehen, oder um wie eine Sandburg bei steigender Flut aus dem Weltraum weggefegt zu werden, hat eine endgültige, entscheidende Antwort: Indem Gott sie schuf, gab er einem Bereich des gesamten Universums durch ihre Schöpfung Gestalt und Identität. Ich glaube, dass er in seinem Buch ganz beiläufig den Ausdruck „die Himmel der Himmel“ eingefügt hat, womit das Universum als eine Ansammlung vieler Himmel beschrieben wird, von denen jeder nach dem Bild und Gleichnis unseres eigenen die Wiege und der Ursprung anderer Welten ist, die waren und die noch sein werden, jede mit ihrer eigenen einzigartigen Region. Dieser Aspekt führt uns zu einer weiteren Frage: der Navigation durch das Universum.

240. Die Tendenz zum Wachstum bis ins Unendliche, die Gott dem Universum verliehen hat, setzt die Notwendigkeit einer universellen Kosmographie voraus, die eine Navigation im Inneren durch die Fernidentifizierung der Regionen ermöglicht, aus denen es besteht. Gott ist frei und mächtig, mit dem Universum zu verfahren wie die Flut mit einer Sandburg, doch hat er das Universum nicht so konzipiert. Er hätte die Geschichte und den himmlischen Aufbau jeder Welt in einem Buch festhalten können, doch in seinem Geist stellte er sich vor, dass diese Geschichte und dieser Aufbau ewig bestehen bleiben sollten, wobei die Himmel zu den Buchstaben dieses universellen Buches werden, in dem jedes Kapitel von der Schöpfung einer Welt und ihrer Dinge handelt. Sind nicht die Linien schön, auf denen sich die Sterne anordnen, um dem Menschen diese Botschaft zu schreiben: Unendlichkeit + Ewigkeit = Gott?

 

 

ENDE DER GÖTTLICHEN GESCHICHTE JESU CHRISTI 2026

 

DIGITALISIERT VON RAÚL PALMA GALLARDO

(RPI . Z-229-20 )

 

WENN EIN PRODUKTIONSUNTERNEHMEN DIE NATIONALEN UND INTERNATIONALEN PRODUKTIONSRECHTE ERWERBEN MÖCHTE, WENDET SICH BITTE AN DEN AUTOR

 

info@cristoraul.org

 

 

 

 

Die Wahrheit wird die Gerechtigkeit gebären, und die Gerechtigkeit wird den Frieden gebären